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Sonstiges => ÖV im restlichen Österreich => Topic started by: D Wagen on March 07, 2009, 08:40:35 PM

Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: D Wagen on March 07, 2009, 08:40:35 PM
23.März 2009 - Spatenstich für Straßenbahnverlängerung nach Leonding
Quelle: Tageszeitung ÖSTERREICH (http://www.oe24.at/)

Projektübersicht:
... im März 2009 soll dann der Baubeginn erfolgen. Im Herbst 2011 wird die  „Bim“ die ersten Fahrgäste auf das Harter Plateau befördern. Größter Vorteil der neuen Straßenbahnlinie ist die schnelle Verbindung zwischen Leonding und Linz. So dauert die Fahrt von der Meixner-Kreuzung ins Linzer Stadtzentrum lediglich 10 Minuten. Die Trasse bis zur Remise ist insgesamt 5,3 Kilometer lang, davon führen 1,3 Kilometer unterirdisch. Die verlängerte Linie 3 soll täglich rund 15.000 Fahrgäste transportieren und bis nach Traun und Nettingsdorf ausgebaut werden.

Folgende Haltestellen sind vom Linzer Hauptbahnhof ausgehend vorgesehen:
- Untergaumberg (bei der Fußgängerunterführung Unionstraße)
- Gaumberg / Keferfeld (bei der Unterführung Gaumbergstraße / Unionstraße)
- Paschinger Straße
- Richter-Kreuzung
- Haager-Kreuzung
- Meixner-Kreuzung
- Edtstraße (vorläufige Endstation für die Fahrgäste)

Das 150 Millionen teure Straßenbahnprojekt ist die größte Nahverkehrsinvestition im Großraum Linz. Selbst für LinzerInnen hat dieses Projekt laut einer Spectra-Umfrage eine hohe Bedeutung: Auf der Frage nach den wichtigsten Linzer Verkehrsprojekten steht das Projekt Straßenbahn an zweiter Stelle – geschlagen von dem Wunsch einer 4. Donaubrücke mit Westring.

Vom Hauptbahnhof in Linz bis zum Weingartshof am Harter Plateau – das ist die erste Etappe – wird die Straßenbahn definitiv gebaut. Die Errichtung soll durch die Linz Linien GmbH beziehungsweise durch eine Tochterfirma erfolgen.
Leonding hat dazu schon mit dem 4-spurigen Ausbau der Welser Straße einiges an Vorarbeit geleistet, bald sind auch die notwendigen Grundeinlöseverhandlungen abgeschlossen. Insgesamt wurden in Untergaumberg fünf Siedlungshäuser abgelöst und bei vier Einfamilienhäusern musste in die Gartenfläche eingegriffen werden. Die Häuser mit 35 Wohnungen in der Waldeggstraße 127 und 129 wurden ebenfalls eingelöst – mit sämtlichen MieterInnen wurde bereits eine einvernehmliche Lösung erzielt. Auch die Waffenstube bei der Kreuzung Unionstrasse/Paschinger Straße ist mittlerweile eingelöst.

Verlaufen die weiteren Arbeiten wie geplant, wird bereits in 3 bis 4 Jahren die neue Straßenbahn die Fahrgäste im 8-Minuten-Takt von Leonding nach Linz (und umgekehrt) bringen. Die geplanten Haltestellen sind im beigelegten Plan ersichtlich.

Für das Stadtbudget ist das Straßenbahnprojekt ein großer Brocken – ist doch laut dem vom Landtag beschlossenen Vertrag 25 Jahre lang jährlich ein Baukostenanteil von 1 Million Euro zu erbringen. Das Projekt selbst wird vom Land OÖ mit 150 Millionen Euro angegeben, wovon 20% von Leonding aufzubringen sind.

Quelle: Stadtgemeinde Leonding (http://www.leonding.at/index.php?id=202)

(http://f.imagehost.org/0640/linzverl_ngerungleonding2.jpg)

Quelle der Bildvorlage: Microsoft Virtual Earth
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on March 08, 2009, 02:22:15 PM
Ich finde ja toll was in Linz in den letzten Jahren in Sachen öffentlicher Verkehr weitergegangen ist: 33 neue Straßenbahngarnituren (damit sind 67% des Fuhrparks niederflurig), Straßenbahnneubaustrecke nach Ebelsberg und in die solarCity, unterirdischer Straßenbahntunnel zur Anbindung des neuen Hauptbahnhofs, neue Erdgasbusse, Umbau der Pöstlingbergbahn, Einführung der ersten Nachtstraßenbahn Österreichs vor einer Woche und jetzt eben die neue Strecke der Linie 3.
Einziges Manko sind meiner Meinung nach die langen Intervalle, aber diesbezüglich ist man ja als Wiener besonders verwöhnt. :]

Ich hoffe ja, dass dies nicht der einzige Spatenstich für eine neue Straßenbahnstrecke 2009 bleiben wird: In Innsbruck und Wien (Linie 25&26) gäbe es ja auch noch etwas zu bauen. 8-)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: frelix on March 08, 2009, 06:05:05 PM
Den Bau einer S-Bahn haben sie doch auch geplant oder?
 ;)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: DUEWAG-IBK on March 08, 2009, 09:35:48 PM
Quote
Original von frelix
Den Bau einer S-Bahn haben sie doch auch geplant oder?
 ;)

Das schwankt ziemllich. Es ist zwar schon eine Station unter einem Krankenhaus vorhanden, aber manche Politiker wollen (derzeit) lieber einen Regioliner mit 900mm Spurweite, der nach Aigen-Schlägl fährt. Und der City-S-Bahn-Tunnel soll eben die Mühlkreisbahn (=Strecke von Linz nach Aigen-Schlägl) mit der Westbahn etc. verbinden.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 5er on March 09, 2009, 07:51:50 PM
Quote
Original von DUEWAG-IBK
 Es ist zwar schon eine Station unter einem Krankenhaus vorhanden,...

Das ist keine Station, sondern nur ein Stück Rohtunnel und der liegt nicht unter einem Krankenhaus, sondern unter einem Gebäude der OÖGKK.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Clemens on March 10, 2009, 11:06:53 AM
Als Wiener kann man da richtig neidig werden! Bleibt nur zu hoffen, dass der Straßenbahn-Bauboom mit der üblichen Verspätung bald auch auf Wien überschwappt. ;(
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on March 10, 2009, 08:05:45 PM
Na endlich wird gebaut, der Termin wurde äh schon sehr viele Male verlegt.
Ich freue mich schon.
Stelle vielleicht paar Fotos dann rein. (Wenn ich Zeit finde)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on March 10, 2009, 08:31:31 PM
Aber 150 Millionen € sind für eine Straßenbahn auch nicht mager  :rolleyes:
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: WeSt on March 10, 2009, 08:49:13 PM
Quote
Original von penner16
Aber 150 Millionen € sind für eine Straßenbahn auch nicht mager  :rolleyes:
Ich erwähne nur die 2km Tunnelstrecke.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on March 10, 2009, 09:27:07 PM
Quote
Original von WeSt
Quote
Original von penner16
Aber 150 Millionen € sind für eine Straßenbahn auch nicht mager  :rolleyes:
Ich erwähne nur die 2km Tunnelstrecke.
Es sind 1,3 km. Viele Haltestellen gehen sich da nicht aus, und ein Straßenbahntunnel ist nicht so aufwendig zu bauen wie zB ein U-Bahn-Tunnel ;)

Aber du hast recht, billig ist ein Tunnel nie, egal was jetzt durchfährt. Mir erschienen die 150 Millionen für 5,3 km einfach etwas viel.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: DUEWAG-IBK on March 10, 2009, 10:02:17 PM
Im Tunnel wird es keine Haltestelle geben. Übrigens sind die Stutzen für den Tunnel schon bei der Wendeschleife der Linie 3 am Linzer Hauptbahnhof vorhanden.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: WeSt on March 11, 2009, 03:32:55 PM
Mir erscheinen die Kosten nicht so hoch, auch für den 13er werden (ganz ohne Tunnel) für eine ähnlich lange Strecke nach Angaben aus deutschen Städten zwischen 80 und 140 Mio. Euro geschätzt.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: hema on March 13, 2009, 01:03:21 PM
Quote
Original von WeSt
Mir erscheinen die Kosten nicht so hoch, auch für den 13er werden (ganz ohne Tunnel) für eine ähnlich lange Strecke nach Angaben aus deutschen Städten zwischen 80 und 140 Mio. Euro geschätzt.
Das kommt immer ganz drauf an, was du alles raus- oder reinrechnest, sprich was du mit den Zahlen beweisen oder bewirken willst.

In Linz entfällt sicher der größte Teil ( deutlich über 100 Mio.) auf den Tunnel. Auch darf man bei derlei (öffentlichen) Projekten den, gewohnten aber stets heftig geleugneten,  beachtlichen "Reibungsverlust" nicht vergessen. Für alle Blauäugigen: Diverse offene Hände wollen  bedient und zahlreiche Futternäpfe gefüllt werden. Ohne Seilschaften geht gar nix, auch nicht in der Ebene.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on March 13, 2009, 05:50:24 PM
Noch ein Problem: Der Tunnel befindet sich unter der Westbahn.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: ULF 600 on March 18, 2009, 06:49:29 AM
Spatenstich findet am 20.März statt und nicht wie gepostet am 23.März. Das ist eine Fehlmeldung. :daumenhoch:
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: D Wagen on March 18, 2009, 03:11:55 PM
Quote
Original von Linie2
Spatenstich findet am 20.März statt und nicht wie gepostet am 23.März. Das ist eine Fehlmeldung. :daumenhoch:
Gibt es dafür eine seriöse Quelle?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 5er on March 20, 2009, 06:55:35 PM
Quote
Original von D Wagen
Gibt es dafür eine seriöse Quelle?

Natürlich nicht, da der Spatenstich wie ursprünglich angekündigt am 23. März um 11h stattfindet: http://www.presseclub.at/konf.htm#09131
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on March 20, 2009, 08:50:03 PM
Aber nur für die Presse.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on April 08, 2009, 02:44:48 PM
Auf der Homepage der Linz AG habe ich diesen Folder mit allen wichtigen Infos zur Verlängerung gefunden:
http://www.linzag.at/ps/tmp/lagweb_docudb/Folder_HarterPlateau%20.pdf
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on January 28, 2010, 08:08:37 PM
Ich "belebe" dieses Thema nun wieder....

Inzwischen sind die Bauarbeiten weit vorangeschritten, z.B. der Tunnel ist kurz vor dem Durchschlag, und Gleise werden auch schon verlegt......

Außerdem ist inzwischen fast schon fix, dass 2011 wenn die Bauarbeiten beendet sind, mit dem 2.ten Bauabschnitt begonnen werden soll, also eine weitere Verlängerung der 3er von Weingartshof zur Traunerkreuzung....
Diese Verlängerung soll 2013 in Betrieb gehen....
Der 3.te Bauabschnitt (Traunerkreuzung-Haid) hat noch keinen fixen Zeitplan, könnte allerdings schon 2015 mit den bauarbeiten begonnen werden.....

Außerdem werden die Pläne zur Linie 4 (2.te Schienenachse vom Hbf. zur Landgutstraße) immer konkrter....
Noch 2010 soll ein baufertiger Plan vorliegen, bis 2015/16 will man diese Projekt umsetzen....

Zur Verlängerung der 2 von der solarCity zum Pichlinger See steht man derzeit bei Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern....
Wenn alles klappt, möchte man auch dies bis 2013/14 umsetzen....

Ideen zur Linie 5 gibt es ebenfalls bereits, diese soll von der Universität nach Gallneukirchen führen, könnte aber auch zur Verlängerung der Linien 1 und 2 werden....
Einen genaueren Plan gibt es noch nicht, geschweige denn einen Zeitplan....
(dieser Plan, ist bisher nur eine Idee...)

Inzwischen hat sich im Bereich Fuhrpark auch etwas getan, bzw. wird sich tun....
Inzwischen gibt es in Linz 41 Mercedes Citaro Facelift Erdgas-Gelenkbusse und 14 Erdgas-Solobusse.
Und 2010/2010 werden weitere 7 Cityrunner ausgeliefert (CR 034-040), diese sollen sowohl ein verändertes Außen- als auch Innendesign haben....

Auch bei der Pöstlingbergbahn tut sich was, inzwischen sind 2 der 3 Altwagen wieder in Linz, gefahren wird trotzdem erst ab März....
Und auch ein vierter MR wurde bestellt, also MR504, dieser soll auch noch 2010 ausgeliefert werden......
Dann hat man 4 neue Garnituren, und 3 alte....

(Da war zwar jetzt einiges OT, aber vielleicht kann man dieses Topic ja zu: "ÖPNV-Ausbau in Linz umbennen....)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: mk4047 on January 28, 2010, 08:33:16 PM
Bis wann werden voraussichtlich die Hochflurstraßenbahnen noch in Betrieb sein?
Sind die 23 CR nur für die erste Etappe der Verlängerung der Linie 3 gedacht, oder reichen sie auch für die weiteren Ausbaustufen aus?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: matboy on January 28, 2010, 08:39:33 PM
Quote
Original von frelix
Den Bau einer S-Bahn haben sie doch auch geplant oder?
 ;)

Das S-Bahnnetz ist gestorben, da es von schwarzgrün niedergestimmt wurde.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on January 29, 2010, 10:44:23 PM
Quote
Original von mk4047
Bis wann werden voraussichtlich die Hochflurstraßenbahnen noch in Betrieb sein?
Voraussichtlich bis 2013-2015.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 38ger on December 13, 2010, 02:01:20 AM
Quote
Original von MTA3835
...
Außerdem werden die Pläne zur Linie 4 (2.te Schienenachse vom Hbf. zur Landgutstraße) immer konkrter....
Noch 2010 soll ein baufertiger Plan vorliegen, bis 2015/16 will man diese Projekt umsetzen....
...
(Da war zwar jetzt einiges OT, aber vielleicht kann man dieses Topic ja zu: "ÖPNV-Ausbau in Linz umbennen....)

Die Umbenennung würde auch mMn Sinn machen ...

Es gibt zu den Plänen der Linie 4 / NSL (NeuenSchienenachseLinz) eine neue Presseaussemeldung (7. Dezember 2010) der Linz AG Linien: "PRESSEKONFERENZ: Vorstudie für die neue Schienenachse Linz".

Zusammengefasst: Es wird von einer Bauzeit von 3,5 Jahren gesprochen, die Brücke über die Donau soll zweigeschoßig sein, oben für die Autos, unten die Straßenbahn, bis 30.11.2011 soll das Vorprojekt abgeschlossen sein, zumindest für die Brücke wird eine UVP notwendig sein, bevor die Bauarbeiten beginnen können!

Weitere Details bzw. die zugrundeliegende Quelle:
http://www.linzag.at/portal/portal/linzag/linzag/linzag_1/presse_1/pressemeldungen_4_p_11712



Die gesamte Meldung zum nachlesen auch hier (falls sie eines Tages von angegebenr HP gelöscht erden sollte):

"PRESSEKONFERENZ: Vorstudie für die neue Schienenachse Linz
LINZ AG LINIEN

7. Dezember 2010


Aktuelle Vorstudie für neue Schienentrasse für Linz

Täglich fahren mehr als 100.000 Fahrgäste mit den Straßenbahnlinien 1, 2 und 3 durch die Linzer Landstraße. Die Intervalle in den verkehrsstärksten Zeiten sind bereits so kurz, dass keine weitere Verdichtung mehr möglich ist.

Untersuchungen zeigen, dass weitere Steigerungen zu deutlichen Über¬lastungen ab dem Jahr 2015 führen werden. Eine zweite, leistungsfähige Schienenachse für Linz ist daher dringend nötig.

Vorstudie beauftragt

Die LINZ AG beauftragte die „Planungsgemeinschaft – Neue Schienenachse für Linz“ (PG-NSL) mit der Durchführung einer detaillierten Vorstudie und Variantenempfehlung.

Ziel: technisch sinnvolle und wirtschaftliche Linienführung

Ziel der Vorstudie war - ausgehend von den Planungsvorgaben der LINZ AG LINIEN und dem gewählten Trassenkorridor - eine für die Belange des Straßenbahnbetriebes technisch sinnvolle und wirtschaftliche Linienführung zu erarbeiten. Die Interessen der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich waren zu berücksichtigen.

Donaubrücke für Straßenbahn und Autos

Für die Donauquerung wurde als Planungsvorgabe die Realisierung einer kombinierten Straßen- und Straßenbahnbrücke ohne Fußgänger und Radwege unterwasserseitig der bestehenden Eisenbahnbrücke festgelegt. In Abstimmung mit dem Magistrat Linz und dem BMVIT wurde für diese Lösung ein Regelquerschnitt entwickelt und ein Brückentyp unter Berücksichtigung der Anforderungen der Donauschifffahrt entworfen.

Verknüpfung mit bestehender Nahverkehrsdrehscheibe

Die Verknüpfung der NSL mit der Nahverkehrsdrehscheibe (NVD) erfolgt oberirdisch im Bereich Bulgariplatz. Durch die Ausbildung eines Gleisdreieckes können beide Fahrtrichtungen bedient werden.

Voraussichtliche Investitionen: 407 Mio. Euro

In einer Kostenschätzung wurden die Errichtungskosten der betriebsfähigen Straßenbahnanlage mit insgesamt 407 Mio. Euro ermittelt.

Als Preisbasis wurde in der Kostenschätzung das Datum 08/2010 festgelegt. Die Preise verstehen sich als Netto Kosten (exklusive 20% Ust.).

In der Kostenschätzung sind nicht enthalten: Ersatz für Umkehrschleife und Abstellanlage Sonnensteinstraße, zusätzlich erforderliche Maßnahmen für Individualverkehr, Fuhrpark und Vorausvalorisierung.

Umfangreiche Abstimmungsgespräche

Bereits in der Planungsphase fanden zahlreiche Abstimmungsgespräche statt, wie etwa mit der Stadt Linz, dem Land Oberösterreich, der Schifffahrtsaufsichtsbehörde und Via Donau, dem BMVIT und der Austria Hydro Power.

Voraussichtliche Bauzeit: ca. 3,5 Jahre
Für die Ermittlung einer voraussichtlichen Errichtungszeit der NSL wurde der gesamte Streckenabschnitt in drei Baulose aufgeteilt:

Baulos 1: Streckenabschnitt Nord ca. 2 Jahre

Baulos 2: Donauquerung (Brücke) ca. 3,5 Jahre

Baulos 3: Streckenabschnitt Mitte und Süd (bis Anschluss Bulgariplatz) ca. 3 Jahre

Für die Gesamtterminschiene wurde angenommen, dass ein UVP-Verfahren zumindest für die Brücke notwendig ist.

Zeitkritisch für das gesamte Baulos ist die Errichtung der Donaubrücke mit ca. 3,5 Jahren Bauzeit bis zur Inbetriebnahme inklusive Probebetrieb. Bei den übrigen Baulosen ergeben sich Bauzeiten zwischen 2 Jahren und 3 Jahren. Eine parallele Bauabwicklung aller drei Baulose ermöglicht die Einhaltung der geplanten Bauzeit von ca. 3,5 Jahren.


Geplante Haltestelle im Detail

Stationsbezeichnung Niveau Bahnsteig Tiefe der Station

Bulgariplatz - oberirdisch    
Kraussstraße - oberirdisch    
Lenaupark - oberirdisch    
Franckstraße - unterirdisch    8,30 Meter
Europaplatz - unterirdisch    7,00 Meter
Krankenhausstraße - unterirdisch    7,50 Meter
Weissenwolfstraße - unterirdisch    7,25 Meter
Kaplanhofstraße - unterirdisch    6,75 Meter
Gruberstraße - unterirdisch    7,80 Meter
Untere Donaulände - unerirdisch    7,80 Meter
Peuerbachstraße - oberirdisch    
Kunstuniversität - unterirdisch    6,50 Meter
Biegung - unterirdisch    6,10 Meter
Rudolfstraße - unterirdisch    5,75 Meter
Mühlkreisbahnhof - unterirdisch    6,75 Meter
Landgutstraße - oberirdisch    

Streckenlängen

Baulos    Gesamtstreckenlänge    Tunnel

1    ca. 2,0 Kilometer    1,6 Kilometer (offene Bauweise)
2    ca. 0,5 Kilometer    
3    ca. 4,1 Kilometer    2,6 Kilometer (offene Bauweise)
               0,4 Kilometer (geschlossene Bauweise)

Gesamt    ca. 6,6 Kilometer    4,2 Kilometer (offene Bauweise)
                  0,4 Kilometer (geschlossene Bauweise)


Die nächsten Schritte:

Fertigstellung des Vorprojekts bis 30.11.2011.

Zur weiteren Detaillierung des Projekts werden nun die entsprechenden Bodenerkundungen (Geologie und Hydrologie) vorgenommen. Diese Ergebnisse fließen in die Planung des Vorprojekts ein.

200 Bohrungen, Rammsondierungen, Pumpversuchsbohrungen

Dazu werden entlang der gesamten Trasse ca. 84 Bohrungen - davon 2 Stück in der Donau - zur Erkundung der Pfeilerstandorte - und 65 Rammsondierun¬gen mit einer mittleren Tiefe von rd. 15 Meter zur genaueren Darstellung der Geologie und von vorhandenen Kontaminationen durchgeführt. Weiters werden ca. 46 Bohrungen für Pumpversuche zur Abschätzung des erforderlichen Aufwands für die erforderliche Grundwasserabsenkung während des Baus sowie der Auswirkungen auf die vorhandenen Grundwassernutzungen vorgenommen.

Bauweise

Die Tunnelstrecken werden in den Bereichen mit geringer Überdeckung in offener Bauweise ausgeführt. Dabei wird von der Straßenoberfläche der als Rechteckrahmen ausgeführte Tunnel errichtet und anschließend die Oberfläche wiederhergestellt.

Die tiefer liegenden Tunnelabschnitte werden in geschlossener Bauweise nach dem Prinzip der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NÖT) gebaut.


Tunnelsicherheit

Das Tunnelsicherheitskonzept für die NSL baut auf den Sicherheitskonzepten der Straßenbahnlinie Harter Plateau und der Nahverkehrsdrehscheibe Linz auf und unterteilt sich in vier Bereiche.

1. Bautechnisches Sicherheitskonzept
2. Lüftungskonzept
3. Löschwasserversorgung
4. Elektrotechnische Sicherheitseinrichtungen


Trassenführung

Baulos 1: Streckenabschnitt Nord

Teilabschnitt: Landgutstraße bis Linke Brückenstraße

Die Trasse startet im Bereich der bestehenden Endhaltestelle Landgutstraße. Im Anschluss an die Umkehrschleife und die neue Pöstlingbergbahn wird die Trasse bis zur unterirdischen Haltestelle Mühlkreisbahnhof geführt. Im Bereich der Hauptstraße wird in Tieflage ein Gleisdreieck zum Anschluss der bestehenden Linien 1, 2 und 3 errichtet.

Die Strecke führt in Tieflage unter der Reindlstraße zur Haltestelle Kunstuniversität und weiter parallel zur ÖBB-Trasse. Das Rampenbauwerk des unterirdischen Abschnitts endet 30 Meter vor der Straße „Am Hartmayrgut“, von wo der Trassenabschnitt oberirdisch weitergeführt wird.

Im Bereich der Linken Brückenstraße wird die neue oberirdische Haltestelle Peuerbachschule angeordnet. Im Anschluss führt die Trasse zur neuen Brücke. Ein Gleisdreieck ermöglicht die Anbindung an das Streckennetz der bestehenden Linien 1 und 2.

Teilabschnitt: Nibelungenbrücke bis Reindlstraße

Der Trassenabschnitt beginnt in den Bestandsgleisen der Linien 1, 2 und 3 direkt nach der Nibelungenbrücke und endet in Tieflage im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Reindlstraße. Von der Nibelungenbrücke bis zur Rudolf-Kreuzung wird die Trasse abgesenkt. Nach der unterirdischen Haltestelle Rudolfstraße führt die Strecke unter der Hauptstraße bis zur unterirdischen Haltestelle Biegung.

Der gesamte Streckenabschnitt Nord wird in offener Bauweise ausgeführt.

Baulos 2: Streckenabschnitt Donauquerung (Brücke)

Im Anschluss an das neue Gleisdreieck bei der Linken Brückenstraße wird die Straßenbahn und der motorisierte Individualverkehr gemeinsam über eine neu zu errichtende Brücke über die Donau geführt. Die neue Brücke wird stromabwärts neben der bestehenden Eisenbahnbrücke errichtet. Es wird davon ausgegangen, dass die bestehende Eisenbahnbrücke erhalten bleibt.

Der Querschnitt der Donaubrücke ist so beschaffen, dass Störungen der Schifffahrt vermieden werden. Die Straßenbahn ist mit einer Leiteinrichtung (Absturzsicherung) auszustatten, die kein Hindernis für Ein- und Aussteigen auf Fluchtwege darstellt.

Brückenvariante: Spannbetonbrücke mit zwei Strompfeilern

Nach der Donauquerung kreuzt die Trasse niveaugleich die bestehende Eisenbahntrasse. Der Individualverkehr wird parallel zur bestehenden Eisenbahntrasse bis zur Hafenstraße geführt und dort angebunden.

Baulos 3: Streckenabschnitt Mitte und Süd (bis Anschluss Bulgariplatz)

Durch die Auflassung der Rechten Brückenstraße kann die Trasse der Straßenbahn in diesem Bereich oberirdisch geführt werden. Anschließend taucht die Straßenbahn in die Untere Donaulände ein, verläuft unter der Unteren Donaulände und schwenkt anschließend in die Gruberstraße. Zwischen Unterer Donaulände und Ludlgasse wird die Haltestelle Untere Donaulände in Tieflage situiert. Die Haltestelle hat eine unterirdische Fußgängerverbindung zum Parkbad und erschließt somit das Areal der Tabakfabrik, das Parkbad und das Brucknerhaus.

In weiterer Folge verläuft die Trasse parallel unter der Gruberstraße bis nach der Kreuzung mit der Lederergasse zur Haltestelle Gruberstraße. Die Halte¬stelle erschließt die neue Wohnanlage „Wohnen im Donaupark“ sowie das Landesgericht. Südlich der Kreuzung Nietzschestraße/Kaplanhofstraße befindet sich bei der Pädagogischen Akademie die Haltestelle Kaplanhofstraße.

Weiters verläuft die Trasse unterhalb der Nietzschestraße, vorbei an der Bundespolizeidirektion und unterquert die Kreuzung Derfflingerstraße/Weißenwolffstraße und erhält in der Garnisonstraße auf Höhe des Ambulatoriums der Gebietskrankenkasse die Haltestelle Weißenwolffstraße.

Dann verlässt die Trasse die Garnisonstraße und führt unterhalb des Paula-Scherleitner-Wegs zur Landesfrauen- und Kinderklinik. Nördlich der Kreuzung Darrgutstraße wird die Haltestelle Krankenhausstraße situiert und erschließt dabei das Krankenhausviertel. Anschließend führt die Strecke zur Prinz-Eugen-Straße und weiter zur Haltestelle Europaplatz.

Von dort führt die Trasse unter der Franckstraße durch bis zur Kreuzung mit der Lastenstraße. Dann verlässt die Straßenbahn die Franckstraße und unterquert östlich der Lastenstraße den Parkplatz der Firma Lidl und erhält in diesem Bereich die Haltestelle Franckstraße. Anschließend wird die Westbahn der ÖBB unterfahren und in weiterer Folge die Lastenstraße niveaufrei gequert. Vor der Kreuzung Friedhofstraße/Hamerlingstraße ist die oberirdische Haltestelle Lenaupark geplant, welche den künftigen Wohnpark am ehemaligen Frachtenbahnhof erschließt.

Von der Haltestelle Lenaupark bis zur Einbindung in das Bestandsnetz der Linien 1 und 2 am Bulgariplatz verläuft die Straßenbahn oberirdisch auf der Lastenstraße und Gürtelstraße parallel zum Individualverkehr. Südlich der Einmündung Kraußstraße wird die oberirdische Haltestelle Kraußstraße angeordnet, die das Gebiet Poschacherstraße/Kraußstraße erschließt.

Presserückfragen:
Dr. Doris Fath-Gottinger, Pressesprecherin LINZ AG, Tel. 0664/80340 6721
d.fath-gottinger@linzag.at"
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on December 13, 2010, 11:09:47 AM
Hier noch eine Grafik, die den Verlauf der neuen Straßenbahnstrecke zeigt. Sie verläuft größtenteils unterirdisch und kommt nur für das kurze Stückerl über die neue Donaubrücke wieder an die Oberfläche. In Urfahr sollen die Gleise ebenfalls in den Tunnel verlegt werden inkl. einem unterirdischen Gleisdreieck (á la Matzleinsdorfer Platz) bei der Hst. "Biegung". Mit dem Tunnelnetz beim Hauptbahnhof, jenem in Urfahr und der über 4km langen UstraB-Neubaustrecke verfügt Linz dann über ein gar nicht mal so kleines "U-Bahn"-Netz.  8-)

(http://www.nachrichten.at/storage/pic/artikelbilder/oberoesterreich/316708_1_oongrafik_Neue_Strassenbahn_Kopie_Large.jpg)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on December 13, 2010, 12:36:45 PM
Thread umbenannt:
[Linz Linien] Spatenstich für Straßenbahnverlängerung ----> ÖPNV-Ausbau in Linz
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: P.S.38 on December 13, 2010, 05:00:24 PM
Quote
Original von penner16
Hier noch eine Grafik, die den Verlauf der neuen Straßenbahnstrecke zeigt. Sie verläuft größtenteils unterirdisch und kommt nur für das kurze Stückerl über die neue Donaubrücke wieder an die Oberfläche. In Urfahr sollen die Gleise ebenfalls in den Tunnel verlegt werden inkl. einem unterirdischen Gleisdreieck (á la Matzleinsdorfer Platz) bei der Hst. "Biegung". Mit dem Tunnelnetz beim Hauptbahnhof, jenem in Urfahr und der über 4km langen UstraB-Neubaustrecke verfügt Linz dann über ein gar nicht mal so kleines "U-Bahn"-Netz.  8-)
Obwohl ich die Tunnelstrecken nördlich der Donau für absolut unnötig halte.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on December 13, 2010, 05:47:44 PM
Quote
Original von P.S.38
Quote
Original von penner16
Hier noch eine Grafik, die den Verlauf der neuen Straßenbahnstrecke zeigt. Sie verläuft größtenteils unterirdisch und kommt nur für das kurze Stückerl über die neue Donaubrücke wieder an die Oberfläche. In Urfahr sollen die Gleise ebenfalls in den Tunnel verlegt werden inkl. einem unterirdischen Gleisdreieck (á la Matzleinsdorfer Platz) bei der Hst. "Biegung". Mit dem Tunnelnetz beim Hauptbahnhof, jenem in Urfahr und der über 4km langen UstraB-Neubaustrecke verfügt Linz dann über ein gar nicht mal so kleines "U-Bahn"-Netz.  8-)
Obwohl ich die Tunnelstrecken nördlich der Donau für absolut unnötig halte.
Besser unnötig wie im Fall Linz als unmöglich wie im Fall Wien (Zweierlinie, Citytunnel, Triester Straße (Unterführung) + Wienerbergstraße etc.) ...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 38ger on December 14, 2010, 02:07:30 AM
Quote
Original von P.S.38
Quote
Original von penner16
Hier noch eine Grafik, die den Verlauf der neuen Straßenbahnstrecke zeigt. Sie verläuft größtenteils unterirdisch und kommt nur für das kurze Stückerl über die neue Donaubrücke wieder an die Oberfläche. In Urfahr sollen die Gleise ebenfalls in den Tunnel verlegt werden inkl. einem unterirdischen Gleisdreieck (á la Matzleinsdorfer Platz) bei der Hst. "Biegung". Mit dem Tunnelnetz beim Hauptbahnhof, jenem in Urfahr und der über 4km langen UstraB-Neubaustrecke verfügt Linz dann über ein gar nicht mal so kleines "U-Bahn"-Netz.  8-)
Obwohl ich die Tunnelstrecken nördlich der Donau für absolut unnötig halte.

Da stellt sich tatsächlich die Frage, was das bringen soll! Die Strecken bestehen ja bereits an der Oberfläche, wozu man da das Geld zum Fenster raushaut ...  :rolleyes:
Auch südlich der Brücke ist die Tunnelstrecke sehr lange, auf der Grafik sieht es durchaus so aus, als ob die Strecke großteils ohnehin entlang von Straßen verläuft ... dann bräuchte man sie ja aeigentlich auch nicht durchgehend unter die Erde legen ... aber ich kenne die genaue Trasse ja nicht ...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: ÖBB on December 14, 2010, 11:08:53 AM
Eine andere Frage. Da in Linz irgendwann einmal geplant wurde vielleicht doch eine Schnellbahnlinie (vom Mühlkreisbahnhof zum Hauptbahnhof) einzurichten, soll beim Bau eines Krankenhauses im Keller bereits Vorarbeit für einen mögliche Haltestelle geleistet worden sein. Weiß jemand vielleicht jemand ob jetzt doch die Strassenbahn dieses Stück benutzen wird (eine Haltestelle "Krankenhaus .... ist na nicht ersichtlich) und wenn nicht , dann wo sich auf dem von "penner16" abgebildeten Plan dieses befindet?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on December 14, 2010, 12:18:17 PM
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Original von 38ger
Auch südlich der Brücke ist die Tunnelstrecke sehr lange, auf der Grafik sieht es durchaus so aus, als ob die Strecke großteils ohnehin entlang von Straßen verläuft ... dann bräuchte man sie ja aeigentlich auch nicht durchgehend unter die Erde legen ... aber ich kenne die genaue Trasse ja nicht ...
Der Hauptgrund für die lange Tunneltrasse wird wohl das wesentlich schnellere Vorankommen gewesen sein. Die Bim ist so unabhängig von jeglichen Verkehrsbehinderungen und muss auch nicht unnötig an Ampeln stehen bleiben. Die Strecke verläuft zum Teil unter Straßen, im Krankenhausviertel (Abschnitt Krankenhausstraße-Weißenwolffstraße) und im Bereich Gruberstraße jedoch fährt sie einen Weg, der an der Oberfläche wesentlich mühsamer im Zick-Zack-Kurs zu bewältigen wäre. Der Tunnel in Urfahr wäre entbehrlich gewesen, das stimmt, aber der ca. 4 km lange durchs Stadtgebiet passt mMn schon so. Auf der Stammstrecke durch die Landstraße kommt die Bim ja auch nur deswegen zügig voran, weil der MIV dort nichts zu suchen hat.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: highspeedtrain on December 14, 2010, 01:01:10 PM
Quote
Original von penner16
 Auf der Stammstrecke durch die Landstraße kommt die Bim ja auch nur deswegen zügig voran, weil der MIV dort nichts zu suchen hat.

Das wäre ja auch eine Lösung für die zweite Innenstadtstrecke gewesen, anstatt Millionen zu vergraben...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on December 14, 2010, 01:51:01 PM
Quote
Original von highspeedtrain
Quote
Original von penner16
 Auf der Stammstrecke durch die Landstraße kommt die Bim ja auch nur deswegen zügig voran, weil der MIV dort nichts zu suchen hat.

Das wäre ja auch eine Lösung für die zweite Innenstadtstrecke gewesen, anstatt Millionen zu vergraben...
Da sind aber doch einige etwas stärker befahrene Straßen dabei. Dass die Autolobby da so einfach nachgibt, najo....
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Dungeon on December 14, 2010, 05:41:38 PM
Abgesehen davon, dass auf die Art und Weise Beide was davon haben.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on March 22, 2011, 07:24:32 PM
Die ersten Bilder der neuen CR-Generation, die für die Verlängerung der 3er und als Ersatz der GTW's benötigt werden -->

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,579362,B
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on March 22, 2011, 07:29:13 PM
Quote
Original von MTA3835
Die ersten Bilder der neuen CR-Generation, die für die Verlängerung der 3er und als Ersatz der GTW's benötigt werden -->

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,579362,B

Wozu eigentlich die Konferenzbestuhlung? Sind doch eh Einrichtungswagen?  ?(
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Innsbrucker on March 22, 2011, 07:41:43 PM
Wird wohl aus Platzgründen so sein, da sonst weniger Sitzplätze wären.
Das nennt sich vis-á-vis Bestuhlung, Konferenzbestuhlung wäre das hier: http://www.sveinfo.de/image/wws/foto7.jpg

Edit: Satz eingefügt
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on March 22, 2011, 09:48:25 PM
Quote
Original von Innsbrucker
Wird wohl aus Platzgründen so sein, da sonst weniger Sitzplätze wären.
Das nennt sich vis-á-vis Bestuhlung, Konferenzbestuhlung wäre das hier: http://www.sveinfo.de/image/wws/foto7.jpg
Gut, dann gibts die in Wien aber in dem Fall gar nicht. Hab dieses Wort jetzt auch nur benützt, weil es oft in Zusammenhang mit den E2, E6, c5 und c6 fällt.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on March 22, 2011, 10:09:54 PM
Quote
Original von penner16
Hab dieses Wort jetzt auch nur benützt, weil es oft in Zusammenhang mit den E2, E6, c5 und c6 fällt.
*am Kopf kratz* Ich kenn's hier eigentlich nur in Verbindung mit Bestuhlungsvarianten in Bus-Heckbereichen...

Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on April 25, 2011, 04:11:16 PM
Ein paar Bilder vom neuen Cityrunner (Flexity Outlook 2) bei der Präsentation für das "gemeine Volk":

Von außen:
(http://s1.directupload.net/images/110419/6byjw7yj.jpg) (http://www.directupload.net)
(http://s1.directupload.net/images/110419/coibx7bt.jpg) (http://www.directupload.net)
(http://s7.directupload.net/images/110419/jxmhn4yw.jpg) (http://www.directupload.net)

Innenraum:
(http://s7.directupload.net/images/110419/5jtql8cg.jpg) (http://www.directupload.net)

Führerstand:
(http://s7.directupload.net/images/110419/nttg3632.jpg) (http://www.directupload.net)

Detail Rücklicht + Wagennummer:
(http://s1.directupload.net/images/110419/mo3bu2q6.jpg) (http://www.directupload.net)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Skytronic on April 25, 2011, 09:03:48 PM
Das ist ein Arbeitsplatz! Schaut echt genial aus innen.
Aussen naja.
Für was ist der Hebel rechts?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on April 25, 2011, 09:13:11 PM
Ich finde die neue Linzer Straßenbahn sowohl außen als auch innen äußerst gelungen. :daumenhoch:

Schade, dass man bei uns in Wien mit der neuen ULF-Generation nicht auch das äußerere Erscheinungsbild ein wenig aufgefrischt hat. :( Das muss hier wohl mindestens 30 Jahre gleich bleiben.

Interessant finde ich den unterschiedlichen Zugang zur Vermeidung von Vandalismus: In Linz baut man Ledersitze ein, in Wien Plastiksitze. Ich lasse mal dahingestellt welche Variante die Fahrgäste bevorzugen...
Title: Design
Post by: Schienenchaos on April 25, 2011, 09:49:48 PM
Ich finde das Design auch von Außen äußerst gelungen, aber das ist bekanntlich Geschmackssache.
@ULF: spätestens bei einer 3. Generation wäre ein komplatt überarbeitetes Design dringend notwendig. In mehr als 25 Jahren ändert sich das Modebwusstsein doch erheblich.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on April 25, 2011, 09:52:57 PM
Quote
Original von Floster
Interessant finde ich den unterschiedlichen Zugang zur Vermeidung von Vandalismus: In Linz baut man Ledersitze ein, in Wien Plastiksitze. Ich lasse mal dahingestellt welche Variante die Fahrgäste bevorzugen...
Auf's langfristige "Kostenfazit" bin ich schon gespannt. ;-)

Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: P.S.38 on April 26, 2011, 07:55:05 AM
Quote
Original von MTA3835
Ein paar Bilder vom neuen Cityrunner (Flexity Outlook 2) bei der Präsentation für das "gemeine Volk":
:daumenhoch: Schaut wirklich gut aus, sowohl innen, als auch außen :) :daumenhoch:
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 95B on April 26, 2011, 09:09:28 AM
Quote
Original von Skytronic
Für was ist der Hebel rechts?
Mein letzter Linzbesuch ist schon ewig her, ich glaube mich aber zu erinnern, dass dieser Hebel für diverse Gefahrensituationen da ist, also etliche Funktionen aus dem Pool Sand, Schienenbremse, Warnglocke, Lichthupe steuert.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Skytronic on April 30, 2011, 10:12:28 AM
Verstehe Danke.
Na auch eine gute Art wie man diese Funktionen verbauen kann.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: monolith on April 30, 2011, 10:44:54 AM
Gefällt mir gut, außen wie innen. So muss eine Straßenbahn aussehen! ;)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 38ger on July 02, 2011, 04:34:50 AM
Offensichtlich wird der zweite Ausbauabschnitt der Linie 3 in Linz gleich nach Fertigstellung des ersten in Angriff genommen:

Quote
Ab 2015 bis nach Traun: Die offizielle Eröffnung des Streckenabschnittes der verlängerten Linie 3 vom Linzer Hauptbahnhof bis Weingartshof steht kurz bevor. Diesen Sommer, wird die Linie 3 nach Leonding fahren. In den Medien liest man immer den 16. August, an dem die Eröffnung statt finden sollte.  Nun ist es fix, die neue Endstation der Linie 3 wird nicht lange der Endpunkt der Linzer Straßenbahn sein. Hier wird gleich weiter gebaut. Bei der jetzigen Verlängerung hat man gleich für einen weiteren Ausbau vorgesorgt (siehe Bild unten). Die Straßenbahn wird in Zukunft die Stadt Traun, mit 23.881 Einwohner* erschließen. Für diese Verlängerung liegen die Baukosten bei rund 60 Millionen Euro.  Auch die dritte Bauetappe ist bereits im Gespräch. Diese sollte dann bis nach Ansfelden-Kremsdorf führen, wo ein Anschluss zur Phyrnbahn geplant ist. Um auch die Straßenbahn für die Pendler attraktiv zu machen, wird dort eine Park and Ride Anlage errichtet.
Quelle: http://www.bahnlinz.com/

Quote
Ab 2015 fährt die Bim nach Traun LINZ/TRAUN. Am 16. August wird die Verlängerung der Linzer Straßenbahn nach Leonding eröffnet - nun gibt es die fixe Zusage des Landes, die Trasse weiter nach Traun zu führen.  Bezahlt wird die 4,3 Kilometer lange Strecke mit acht Haltestellen zu 80 Prozent vom Land und zu 20 Prozent von den Anrainergemeinden Pasching und Traun, die Kosten betragen rund 60 Millionen Euro. Die Fahrt von Traun bis zum Linzer Hauptbahnhof wird 25 Minuten dauern und führt vom Schloss Traun durch das Stadtzentrum entlang der B139. Derzeit wird die Detailplanung gestartet, Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SP) rechnet mit dem Betriebsbeginn im Jahr 2015. Danach soll die Bim bis Ansfelden/Kremsdorf erweitert werden, um einen Anschluss an die Pyhrnbahn zu schaffen.
Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,628348

Neben dem Projekt der Linie 4 für das es meines Wissens noch keinen Zeitplan gibt gab es ja auch den Plan die Linie 2 zunächst zum Südpark Pichling und später bis zum Pichlinger See mit einer Gemeinschaftsstation bei der 4-gleisigen Westbahn. Zeithorizont abhängig vom Ausbau der Bahn (2018?).

Welche Prioritäten die Stadt nun beim weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes setzt ist mir zwar nicht klar, aber die weitere Verlängerung der Linie 3 scheint mir weitaus sinnvoller, als jene der Linie 2. Auf Luftbildern sieht es in Pichling ja nicht gerade dicht besiedelt aus ... siehe Quelle: http://www.linz.at/presse/2010/201004_50876.asp

Bei all den erfreulichen Straßenbahnplänen bleibt nur zu hoffen, dass man der Eisenbahnlinie nach Aigen den Hahn nicht zudreht, die im Zusammenhang mit der verlängerten Linie 4 diskutierten Umspurung wäre wohl das Todesurteil des äußeren Streckenabschnittes der Mühlkreisbahn.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on July 02, 2011, 09:35:13 PM
Quote
Original von 38ger
Bei all den erfreulichen Straßenbahnplänen bleibt nur zu hoffen, dass man der Eisenbahnlinie nach Aigen den Hahn nicht zudreht, die im Zusammenhang mit der verlängerten Linie 4 diskutierten Umspurung wäre wohl das Todesurteil des äußeren Streckenabschnittes der Mühlkreisbahn.
Der Umbau des Abschnitts Linz - Rohrbach auf Straßenbahn (und Einstellung von Rohrbach - Aigen) gilt mittlerweile schon fast als fix...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 38ger on July 02, 2011, 11:54:51 PM
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Original von umweltretter
Quote
Original von 38ger
Bei all den erfreulichen Straßenbahnplänen bleibt nur zu hoffen, dass man der Eisenbahnlinie nach Aigen den Hahn nicht zudreht, die im Zusammenhang mit der verlängerten Linie 4 diskutierten Umspurung wäre wohl das Todesurteil des äußeren Streckenabschnittes der Mühlkreisbahn.
Der Umbau des Abschnitts Linz - Rohrbach auf Straßenbahn (und Einstellung von Rohrbach - Aigen) gilt mittlerweile schon fast als fix...

Aber ich gehe davon aus, dass das Projekt erst nach der Linie 4 durchgeführt wird und dass die weitere Verlängerung der Linie 3 bis 2015 gilt ja ebenfalls schon als fix ... unabhängig von der Realisierung der dritten Verlängerungsetappe und der Verlängerung der Linie 2müsste das Projekt jedoch eher langfristig zu sehen sein!
Und wenn der Verkehr dann noch bis ROhrbach verlaufen würde, wäre das sogar akzeptabel, immerhin 5/6 der Strecke würden ja erhalten bleiben, ich hätte eher einen Endpunkt in Neufelden, Niederwaldkirch oder gar Rottenegg befürchtet!

Dennoch ist das ganze unnötig teuer, eine bestehende 60 km lange eingleisige normalspurige Dieselbahn auf eine schmalspurige elektrifizierte (GAR ZWEIGLEISIGE?!?) Straßenbahn umzubauen und die letzten 10 km einzustellen ... als ob man die Strecke nicht auch ohne 900mm-Spurweite elektrifizieren könnte - dann hätte man auch ein sinnvolles Einsatzgebiet für die 4023, denn auf der Salzburger S-Bahn müssten die ja eigentlich (meiner bescheidenen Einschätzung nach) zu klein sein!
Mit dem für die Mühlkrisstraßenbahn nötigen Geld könnte man sich neben einer Elektrifizierung der Mühlkrisbahn vermutlich die dritte Etappe der SL 3, beide Etappen der verlängerten SL 2 sowie die angedachte Verlängerung der SL 1 zum Bhf. Wegscheid und / oder zur Universität leisten!
Bleibt zu hoffen, dass all diese vergleichsweise billigeren, aber sinnvolleren Projekte nicht auf der Strecke bleiben!

EDIT:
Ein Zeitungsausschnitt aus Österreich meint die SL4 könnte bis 2017 realisiert worden sein! - gefunden auf: http://www.bahnlinzforum.com/viewtopic.php?f=4&t=799&start=20
Ein kurzer Artikel auf derselben Seite schreibt "Für Bim müsste Land City-S-Bahn kippen" ... das Land werde die (scheinbar ursprünglich zugesagte) City-S-Bahn überdenken ... Der Beschluss habe nur dazu gedient, das SPÖ-Projekt "Regio Liner" - eine Bim bis ins Mühlviertel - zu stoppen bekennt Hiesl. (oö Straßenbaureferent der ÖVP)
--> Hat da noch jemand den Durchblick, was die ÖVP, die SPÖ, die Grünen umsetzen wollen, was die Stadt, das Land OÖ, Di LinzLinien und die ÖBB wollen :?: Und wer wofür zuständig ist:?: Gibt es offizielle Planungen:?: Ist die City-S-Bahn oder der Regio-Liner Teil davon und inwiefern stehen diese Projekte im Zusammenhang mit der SL4:?: Ich kenn' mich ja schon gar nicht mehr aus!
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on July 07, 2011, 09:50:32 PM
Hier ein paar Bilder von den heutigen Probe- und Schulungsfahrten auf der neuen 3er:

Notschlachtung von CR 060 bei der Meixnerkreuzung:
(http://s1.directupload.net/images/110707/hwr6gtzw.jpg) (http://www.directupload.net)
Nachschuss:
(http://s7.directupload.net/images/110707/tm23oc5t.jpg) (http://www.directupload.net)
Beim wenden in der Remise:
(http://s1.directupload.net/images/110707/55wch975.jpg) (http://www.directupload.net)
Ausfahrt Remise Leonding:
(http://s7.directupload.net/images/110707/ezxahyhh.jpg) (http://www.directupload.net)
Kurz vor der Einstiegshaltestelle Doblerholz (von der Remise kommend):
(http://s7.directupload.net/images/110707/deghjrpg.jpg) (http://www.directupload.net)
Kurz vor der Ausstiegshaltestelle Doblerholz (vom Hauptbahnhof kommend):
(http://s7.directupload.net/images/110707/w244bak8.jpg) (http://www.directupload.net)
Ausstiegshaltestelle der Endhaltestelle Doblerholz:
(http://s7.directupload.net/images/110707/b6omtsgj.jpg) (http://www.directupload.net)
(http://s1.directupload.net/images/110707/e794igoq.jpg) (http://www.directupload.net)
(http://s7.directupload.net/images/110707/luc5r7ha.jpg) (http://www.directupload.net)

Hoffe die Bilder finden Anklang...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: monolith on July 07, 2011, 11:29:05 PM
Ihr bösen Linzer! Kauft uns Wienern all die schönen Straßenbahnen weg!
War natürlich nur ein Scherz! ;)
Hoffe, die Linie 3 geht bald in Betrieb, bis jetzt führte sie ja eher ein Schattendasein und war (im Endeffekt wie auch der 1er) nur eine Zweigstrecke vom 2er. Spätestens nach der Eröffnung allerdings hat sie endgültig ihre Daseinsberechtigung. Und mit den neuen, klimatisierten Zügen wird sie mit Sicherheit ihre gewünschte Auslastung erreichen.



(So schöne Züge!! Will auch!  ;( )
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: P.S.38 on July 08, 2011, 05:31:03 PM
Schöne Bilder
Tolle Züge
Schöne Neubaustrecke :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:
Wieso funktioniert soetwas nicht in Wien?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie Graz on July 08, 2011, 09:46:55 PM
Die Linzer Flexitys gefallen mir besser als etwa die Variobahn.  :D
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on July 09, 2011, 12:42:10 PM
Quote
Original von monolith
Ihr bösen Linzer! Kauft uns Wienern all die schönen Straßenbahnen weg!
War natürlich nur ein Scherz! ;)
Hoffe, die Linie 3 geht bald in Betrieb, bis jetzt führte sie ja eher ein Schattendasein und war (im Endeffekt wie auch der 1er) nur eine Zweigstrecke vom 2er. Spätestens nach der Eröffnung allerdings hat sie endgültig ihre Daseinsberechtigung. Und mit den neuen, klimatisierten Zügen wird sie mit Sicherheit ihre gewünschte Auslastung erreichen.
Ähm, was? Der 1er ist eine Zweigstrecke vom 2er? Wohl eher umgekehrt! Bis 2002 gab es den 2er als eigenständige Linie ja noch nicht einmal! Mit der Linie 3 hast du Recht, die erfüllt in ihrer jetzigen Form nur eine Verstärkerrolle in der Innenstadt, die Linien 1 und 2 sind aber definitiv gleichwertig! (nur weil die eine Linie länger ist, heißt das noch lange nichts...)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: N1_2888 on July 09, 2011, 07:16:08 PM
Was für eine eventuell größere Bedeutung des 1ers spricht, ist, dass nur er als Nachtstraßenbahn ("N1") betrieben wird und nicht etwa der 2er. Allerdings könnte dieser Umstand auch der bloßen Tatsache geschuldet sein, dass die Strecke des 1ers kürzer als die des 2ers ist.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on July 09, 2011, 07:54:23 PM
Quote
Original von N1_2888
Was für eine eventuell größere Bedeutung des 1ers spricht, ist, dass nur er als Nachtstraßenbahn ("N1") betrieben wird und nicht etwa der 2er. Allerdings könnte dieser Umstand auch der bloßen Tatsache geschuldet sein, dass die Strecke des 1ers kürzer als die des 2ers ist.
Oder, dass der 2er-Ast nachts nicht so stark frequentiert ist. Davon zu sprechen, dass der 1er nur eine weniger wichtige Zweigstrecke vom 2er ist (mit dem plumpen Argument der kürzeren Strecke!), halte ich nicht für richtig. Ich finde, beide Linien haben eine gleich große Bedeutung. Immerhin gäbe es ohne den 1er auch keinen 2er, da letzterer erst 2002 dazugekommen ist und über weite Teile die Strecke des 1ers mitbenützt.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Ottakring on July 30, 2011, 11:18:37 PM
Quote
Original von monolith

Hoffe, die Linie 3 geht bald in Betrieb,



(So schöne Züge!! Will auch!  ;( )

Am 14.August ist es soweit - hab gerade die HP der Linz Linien abgefragt, da stehen schon die neuen Fahrpläne. Fahrzeit für die Verlängerungsstrecke 12 Minuten. Allerdings schockt mich das Sonntag-Vormittags-Intervall: 30 Minuten bis 11Uhr!
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: monolith on July 30, 2011, 11:27:24 PM
Danke für die Info!  :daumenhoch:
Schön dass die Linie bald verlängert wird.
Bezüglich den Intervallen könnte sich Linz im Allgemeinen viel von Wien abschauen. Gerade bei der Straßenbahn, deren Infrastruktur schon ohne Nutzung Kosten ohne Ende erzeugt, ist ein 30-Minuten-Intervall eher ein Witz.
Title: Eröffnung der Verlängerungsstrecke der Linie 3 am 13.08.2011
Post by: Linie 38 on July 30, 2011, 11:36:30 PM
Quote
Original von Ottakring
Am 14.August ist es soweit - hab gerade die HP der Linz Linien abgefragt, da stehen schon die neuen Fahrpläne.

Interessanterweise nannte man bei den Oberösterreichischen Nachrichten im Artikel vom 22. Mai (http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,628348) noch den 16., im Artikel vom 10. Juni (http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,646516) bereits den 13. August als Eröffnungstermin ...

Hier (https://www.linzag.at/portal/portal/linzag/privatkunden/mobilittverkehr/projekte/centerWindow?plaginit=1&action=1), auf der Website von Linz AG, ist vom 13. August, ab 11 Uhr, die Rede - das dürfte wohl oder übel der endgültige Termin für die Eröffnung der Verlängerungsstrecke bis zum Harder Plateau zur neuen Endstation "Doblerholz" sein. ;)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on July 30, 2011, 11:40:56 PM
Quote
Original von Ottakring
Am 14.August ist es soweit -
---->Eröffnung ist allerdings am 13.August...
Eröffnungsfest ab 11 Uhr; Aufnahme des Regelbetriebes ab 12 Uhr...
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Ottakring on July 31, 2011, 07:07:25 AM
Stimmt - die Eröffnung ist am 13.August; ich habe allerdings direkt den Fahrplan des 3ers abgefragt - und der giilt ab 14.August. Entschuldige mich hiemit für die "Ungenau]igkeit" :(
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Schienenchaos on July 31, 2011, 01:44:13 PM
Ich nehme an, dass schon ein halbwegs planmäßiger Probebtrieb auf der Strecke läuft. Gibt es dazu irgendwelche Daten? Ich plane nämlich im Verlauf der nächsten Woche einen kurzen Linz-Besuch und fände es wirklich großartig, einen neuen CR ablichten zu können.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie 38 (mobil) on August 13, 2011, 11:23:21 AM
Nachdem die von mir verlinkte Seite offenbar eine neue Adresse bekommen hat oder gelöscht wurde, nochmals als Hinweis: Heute gibt es auf den Autobuslinien 14 und 15 (gut als Zubringer zur Remise Leonding, wo das Fest zur Verlängerung der Linie 3 stattfindet) sowie auf der Straßenbahnlinie 3, die ab ca. 12 Uhr planmäßig verkehren sollte, Freifahrt. ;)
Title: 13. August 2011 | Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 und Inbetriebnahme der CR II
Post by: Linie 38 on August 14, 2011, 02:13:51 PM
(http://farm7.static.flickr.com/6182/6040995429_c3c4aa109a_b.jpg)

CR 015 bei der Ausfahrt aus der Haltestelle 'Gaumberg' auf der Verlängerungsstrecke der Linie 3




(http://farm7.static.flickr.com/6200/6040993321_96a1810655_b.jpg)

CR 060 bei der Ausfahrt aus der neu errichteten Tunnelstrecke in Untergaumberg




(http://farm7.static.flickr.com/6073/6041540206_019a0e1d61_b.jpg)

CR 061 bei Gaumberg

Bei der Konvertierung dieses Beitrags aus dem alten fpdwl-Forum sind folgende Probleme aufgetreten:
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: p16 on August 14, 2011, 05:05:15 PM
Warum wurde eigentlich keine Haltestelle im Tunnel errichtet? Vom Hauptbahnhof nach Untergaumberg ist es ja ein ordentliches Stück. Ist dort entlang der Strecke nichts?  ?(
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Buslenker on August 14, 2011, 06:10:46 PM
Nein, im Tunnel wäre keine Haltestelle relevant gewesen.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: darkweasel on August 14, 2011, 10:04:11 PM
Quote
Original von p16
Warum wurde eigentlich keine Haltestelle im Tunnel errichtet? Vom Hauptbahnhof nach Untergaumberg ist es ja ein ordentliches Stück. Ist dort entlang der Strecke nichts?  ?(
Laut Stadtplan (http://www.openstreetmap.org/?lat=48.28607&lon=14.28712&zoom=16&layers=M) führt die Strecke dort großteils unter Bahngrund durch. Da wird eine Haltestelle eher weniger notwendig sein ...
Title: Zweirichtungswagen
Post by: umweltretter on August 20, 2011, 11:17:06 PM
Quote
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,689616
Freude über neue Bim, doch Gerangel um neue Fahrzeuge
LINZ / LEONDING. 3000 Menschen feierten am Samstag die Eröffnung der Straßenbahnlinie von Linz nach Leonding. Doch hinter den Kulissen rangeln die Verantwortlichen um den weiteren Ausbau.

Die weitere Verlängerung der Tram um 4,5 Kilometer zum Schloss Traun ist grundsätzlich fix. 2015 soll diese Trasse fertig sein. Allerdings fahren dann, so der derzeitige Stand, nicht die modernen Cityrunner der Linz-Linien (Stückpreis drei Millionen Euro) nach Traun.

Nach Traun sollen andere Straßenbahn-Typen verkehren. Denn die Verkehrsabteilung des Landes plant, sogenannte Zwei-Richtungsfahrzeuge anzuschaffen.

Die brauchen keine Schleife zum Umkehren. Das hätte zur Folge, dass für die hypermodernen Cityrunner auf ewig in Leonding Endstation wäre.

Die Linz-Linien bekommen nun weitere 23 Stück der neuen Cityrunner-Generation. Damit ist dann ab Ende 2012 der gesamte Straßenbahn-Fuhrpark der Linz-Linien barrierefrei.

Die am Samstag eröffnete 5,3 Kilometer lange Linie (1,3 Kilometer sind unterirdisch) kostete um sieben Millionen Euro weniger als geplant, 143 statt 150 Millionen Euro. Mit Bier, Würsteln und Blasmusik feierten viele Polit-Promis und sehr viele Normalbürger in der neuen Remise auf dem Harter Plateau die Eröffnung.

58 Millionen pro Jahr

Durch die nunmehrige Verlängerung der Linie 3 aufs Harter Plateau sollen pro Jahr weitere zwei Millionen Menschen die Bim benützen. Derzeit fahren jährlich 58 Millionen Menschen mit der Linzer Straßenbahn.

Was sind Zwei-Richtungsfahrzeuge?

Für die Verlängerung der Straßenbahn nach Traun und in weiterer Folge nach Rottenegg im Mühlviertel plant das Land den Ankauf von sogenannten Zwei-Richtungsfahrzeugen. Diese Straßenbahngarnituren haben hinten und vorne einen Führerstand, so wie seinerzeit die alten Linzer Straßenbahnen und nach wie vor die Pöstlingbergbahn. Die Zwei-Richtungsfahrzeuge brauchen keine Umkehrschleife.
 
OÖN-Umfrage: Wie viel kostet ein Mini-Fahrschein?

 Die OÖNachrichten fragten bei der Eröffnung der neuen Tram Politiker, wie viel ein Mini-Fahrschein der Linz-Linien kostet. Die richtige Antwort: 90 Cent.

"Das weiß ich nicht. Aber ich bin ja kein Linzer" - Josef Pühringer, Landeshauptmann

"Ich kann's nicht sagen." - Franz Hiesl, Landeshauptmann-Stellvertreter und Straßenbau-Landesrat

"Der Mini-Fahrschein der Linz-Linien kostet 0,90 Euro." - Hermann Kepplinger, Verkehrslandesrat

"Der kostet 90 Cent." - Franz Dobusch, Bürgermeister von Linz (antwortete nach einer Nachdenkpause)

"Das Mini-Ticket kostet 1,10 Euro" - Klaus Luger, Vizebürgermeister von Linz und Aufsichtsrat-Vorsitzender der Linz-Linien

 ----> UMFRAGE (http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,689616) Wie gefällt Ihnen die neue Linzer Straßenbahnlinie 3?

Quote
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/art69,690637
Ein Ja zum Tango ist ein Nein zur Mühlkreisbahn

Hohn und Gelächter erntete einst der unausgegorene Plan, eine Straßenbahn von Linz nach Rohrbach zu führen. Nun will man seitens des Landes mit der Schweizer „Tango“-Tram in das Mühlviertel fahren – zumindest bis Rottenegg.

Ganz unverhohlen spricht man in Linz nun über die Pläne, mit der „Tango“-Tram nach Traun und nördlich der Donau bis Rottenegg zu fahren. Der Teil nördlich Rotteneggs wird in der Typen-Diskussion völlig vergessen, scheint doch der „Tango“ für die Strecke über den Saurüssel bis Rohrbach oder Aigen eher ungeeignet. Selbst Anton Zimmermann von der Firma Stadler, die in der Schweiz die „Tango“-Tram baut, hält dieses Modell für die Mühlkreisbahn für „nicht optimal“. Der Tango müsste erst zu einer Regio-Tram aufgerüstet werden. Der Stadler-Entwickler kennt die Strecke und empfiehlt daher eher das Modell „Diamant“: Dieser kreuzt als Meterspur-Bahn zwischen den Kantonen Aargau und Zürich und ist eine klassische Pendlerbahn. „Die Strecke ist, was Kurvenradien und Steigungen betrifft, durchaus mit der Mühlkreisbahn zu vergleichen“, sagte Zimmermann.

Freilich bestimmt der Standpunkt die Diskussion. Plant man ernsthaft nur bis Rottenegg, lautet die Frage nur „Cityrunner“ oder „Tango“-Tram. Will man aber eine vernünftige Schienenverbindung in das Obere Mühlviertel, kommt man um andere Modelle wie eben den „Diamant“ nicht herum. Außerdem wird der Auftrag ohnehin ausgeschrieben. Im Prinzip könnten auch Bombardier oder Siemens eigene Modelle bringen und die „Tango“-Tram verhindern.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on August 21, 2011, 11:22:13 AM
Ich habe ein 10 Minuten langes Video mit einigen Eindrücken von der neuen Straßenbahnstrecke erstellt:
http://www.youtube.com/watch?v=QjjWkF_Wkag
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: monolith on August 21, 2011, 12:38:54 PM
Danke für das schöne Video! Kann nur noch das dazu sagen, was ich schon vorher immer gesagt hatte: Gefällt mir irrsinnig gut! :)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: P.S.38 on August 21, 2011, 03:35:10 PM
Schönes Video :daumenhoch:
Bei 2:16 zweigt rechts ein Gleis ab. Wohin?. Die neue Remise ist doch erst weiter im Süden, oder?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 43er on August 21, 2011, 04:32:09 PM
Das Video ist wirklich großartig, hat mir sehr gut gefallen. Danke für diese Arbeit!
Ich war gestern in Linz, habe mir die neue Strecke angesehen und war davon echt begeistert, wie außerordentlich ästhetisch sie angelegt ist. Schade, dass man sich in Wien so sehr querlegt, Rasengleise zu machen. Ich blicke richtig neiderfüllt nach Linz!

Quote
Original von P.S.38
Bei 2:16 zweigt rechts ein Gleis ab. Wohin?. Die neue Remise ist doch erst weiter im Süden, oder?
Es handelt sich um ein Abstellgleis; zumindest endet es nach etwa einer Zugslänge vor einer roten Tafel mit weißen Rand.
Ein solches Abstellgleis gibt es auch bei der Haltestelle Gaumberg in Richtung Doblerholz.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: D Wagen on August 23, 2011, 10:22:59 PM
Zwar keine gelungene Zusammenfassung - wie sie uns Floster gezeigt hat  :daumenhoch: - dafür aber eine Mitfahrt aus Fahrgastsicht:

Linz | Linie 3 | Landgutstraße - Doblerholz | Teil 1/2 [HD]  (http://www.youtube.com/watch?v=AHRDQzNRq8E)
Linz | Linie 3 | Landgutstraße - Doblerholz | Teil 1/2 [HD]  (http://www.youtube.com/watch?v=ggdK1dCvoKg)

Für User, die nicht aus Wien sind, könnte vielleicht folgener Link interessant sein:
YouTube-Channel (http://www.youtube.com/user/Timba1989)
Hier findet ihr Mitfahrten aller U-Bahnlinien in HD-Qualität (außgenommen U3). Weiters kann man als virtueller Fahrgast auch in einigen Straßenbahn- und Buslinien Wiens Platz nehmen.
Title: Linzer Zentralraum
Post by: umweltretter on September 19, 2011, 08:06:01 PM
Quote
Original von http://kurier.at/nachrichten/oberoesterreich/4152827.php

800 Millionen für Bim und Schiene

In den nächsten Jahren will Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger 800 Millionen Euro in den Ausbau von Straßen- und Eisenbahn investieren.

Letztes Update am 17.09.2011, 18:15

Eine nachhaltige, umweltfreundliche Mobilität: Das ist die Vision von Hermann Kepplinger. Rund 30 Prozent der Wege sollten mit den Öffis, dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Dazu will der Verkehrslandesrat in den nächsten zehn bis 15 Jahren 800 Millionen Euro in den Ausbau von Straßen- und Eisenbahn investieren. Und das allein im Zentralraum Oberösterreichs. Allein nach Linz pendeln täglich 100.000 zur Arbeit. Kann man diese Leute zum Umstieg auf die Schiene bewegen?
Kepplinger: "Es ist machbar. In der Schweiz, in Basel, gibt es 70.000 Zeitkarten für die Öffis. Da ist es gelungen." Ein Vorzeigeprojekt in Oberösterreich seien die Voest-Busse. Rund 170 werden täglich von 2650 Pendlern benutzt, um ins Linzer Stahlwerk zu kommen.

(http://kurier.at/mmedia/2011.09.17/1316275201752020_6.jpg)

Traun Die vor Kurzem eröffnete Verlängerung der "Bim" von Linz nach Leonding wird bestens angenommen. Die Linie soll bis 2015 nach Traun ausgebaut werden. Kosten: 50 Millionen Euro. Derzeit wird von den Behörden geklärt, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist.

Haid-Center In einer weiteren Etappe soll die Linie von Traun nach Ansfelden ins Haid-Center verlängert werden. Bei der Endstation soll eine Park-and-Ride-Anlage entstehen. Realisierung des Projekts: 2015 bis 2021.

Mühlkreisbahn Das Projekt einer Straßenbahnlinie von Linz nach Rohrbach, die die Mühlkreisbahn ersetzen soll, wurde bereits mehrfach vorgestellt. Die Fahrzeit von Linz wird auf eine Stunde reduziert. Kosten: 165 Millionen Euro.

Pregarten In Planung ist eine Straßenbahn-Verbindung von Linz über Gallneukirchen nach Pregarten.
Diese Linie soll in Linz bei der Eisenbahnbrücke (Gasthaus Lindbauer) starten und entlang der Mühlkreis-Autobahn bis Linz-Dornach führen. Dabei wird das Gelände der Johannes-Kepler-Universität gequert, dann geht's weiter nach Untertreffling und Gallneukirchen. Kosten: Kepplinger rechnet mit 150 Millionen Euro bis Gallneukirchen. Die Gesamtstrecke beträgt acht Kilometer.

Eferding Neben dem Ausbau der Straßenbahn wird auch das ÖBB-Schienennetz verbessert. So soll man ab 2015 im Viertelstundentakt von Eferding in die Landeshauptstadt gelangen. Und das in 36 Minuten. In Eferding wird auch für Pendler eine Park-and-Ride-Anlage errichtet.

Summerauer Bahn Rund 350 Millionen Euro finanziert das Land OÖ für die Summerauer Bahn vor. Sie ist vor allem für den Güterverkehr wichtig. Ab St. Georgen/Gusen soll die Bahn im Viertelstundentakt nach Linz fahren. In Pulgarn wird für Pendler eine Park-and-Ride-Anlage gebaut. Im Bereich des Linzer Frachtenbahnhofs soll es eine Verknüpfung mit der neu zu bauenden zweiten Linzer Straßenbahnachse geben. Fertigstellung: 2015/16.

Donauuferbahn Wird für Pendler aus dem unteren Mühlviertel ausgebaut und ist dann wesentlich schneller. Kepplinger: "Von Perg soll man in 40 Minuten in Linz sein." Gesamtkosten: 3,5 Millionen Euro, wovon das Land Oberösterreich 20 Prozent bezahlt.

Weitere Bahnen Außerhalb des Zentralraums gibt es auch Projekte. Die Salzburger Lokalbahn wird von Trimelkam bis Ostermiething verlängert. Kosten: 12 Millionen Euro. In Gmunden soll die Straßenbahn um 800 Meter verlängert werden. Kosten: Rund 16 Millionen Euro. Und die Westbahn wird bis Wels durchgehend viergleisig. Kepplinger. "Das ist einerseits für den Fernverkehr wichtig, andererseits werden dadurch Trassen für Pendler im Nahverkehr frei." Die Pyhrnstrecke soll bis Rohr/Bad Hall zweigleisig ausgebaut werden.

Pichling Linz will die Straßenbahn von der Solarcity bis Pichling um drei Kilometer verlängern, damit man dort auf die Bahn umsteigen kann. Kepplinger: "Dann könnten wir dort auch einen Viertelstundentakt realisieren." Für Pendler, die aus Enns und Asten kommen, soll bei der voestalpine eine Haltestelle errichtet werden. Das Stahlwerk will ihren innerbetrieblichen Busverkehr auf diese neue Haltestelle abstimmen.

Alles in allem sind die Projekte einleuchtend und vernünftig. Die Frage ist, ob Bund bzw. Land die notwendigen 800 Millionen in diesem Zeitraum finanzieren können. Angesichts der Verkehrsflut wäre es wünschenswert, dass der Ausbau jetzt schon fertig ist.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on September 20, 2011, 10:13:20 PM
Das sind ja ziemlich ambitionierte Pläne! 8o
Leider ist absehbar, dass man einen Großteil davon nicht finanzieren wird können.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on January 27, 2012, 11:40:22 PM
Quote
Original von http://ooe.orf.at/news/stories/2518633/
Straßenbahnverlängerung bis Traun gesichert

Die erst im letzten Jahr eröffnete Straßenbahnlinie von Linz auf das Harter Plateau wird spätestens im nächsten Jahr nach Traun verlängert. Laut Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) sei die Finanzierung gesichert. Baubeginn könnte zu Jahreswechsel sein.

Bei aller Freude über die neue Straßenbahn vom Linzer Hauptbahnhof hinaus auf das Harter Plateau. Aber, dass ausgerechnet vor den Einkaufszentren in Leonding und Pasching Endstation war, das hat doch für einiges Kopfschütteln gesorgt.
„Es muss schnell gehandelt werden“

Umso schneller wurde nun gehandelt. Laut Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger werde schon bald weiter gebaut.

[Audio: http://ooe.orf.at/news/stories/2518633/ (http://'http://ooe.orf.at/news/stories/2518633/') ]

Und zwar ziemlich genau entlang der Trasse der bestehenden Bundesstraße. Finanziert wird der gut vier Kilometer lange und 50 Millionen teure Abschnitt zu 20 Prozent durch die Anliegergemeinden Leonding, Pasching und Traun und zu 80 Prozent durch das Land. Und zwar finanziert auf 25 Jahre aus dem laufenden Verkehrsbudget, so Kepplinger: „Es ist das prioritäre Projekt im öffentlichen Verkehr im Zentralraum, und daher werden wir das auch umsetzen."
Endstation beim Schloss Traun

Vorläufige Endstation wird laut Kepplinger beim Schloss Traun sein - dort soll auch eine Umkehrschleife errichtet werden, um auch die eben erst angekauften Garnituren der Linz AG einsetzen zu können. Die Fahrzeit vom Linzer Bahnhof bis nach Traun soll im Übrigen 22 Minuten betragen.
Title: Linz AG: Sparprogramm lindert Bim-Verlust
Post by: umweltretter on February 04, 2012, 11:42:49 PM
Sehr intelligent, in sinnlose Tieflegungen (Urfahr) zu investieren, wenn das Geld knapp ist.  X(

Quote
Original von http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/art467,809308

Linz AG: Sparprogramm lindert Bim-Verlust

LINZ. Mit einem Sparprogramm hat die Linz AG auf Verluste bei den Linz Linien und hohe Gaspreise für die Stromproduktion reagiert. Erste Erfolge finden sich in der jüngsten Bilanz.

10 bis 15 Millionen Euro pro Jahr an Einsparungen soll das Programm „Fitness 2015“ der Linz AG bringen. Vor allem in der Verwaltung wird nur noch jeder zweite Job nachbesetzt, der frei wird. Abläufe werden hinterfragt. Bei den Linz Linien wird versucht, eine Abgangsexplosion zu verhindern. Nach wie vor schreiben die Linien 36 Millionen Euro Verlust.

Neben den Linien schreiben auch die Bäder rote Zahlen, wenn auch in vergleichsweise geringem Ausmaß. Sorgen bereitet der Linz AG dafür der nach wie vor hohe Gaspreis. Zwar konnte mit der Ruhrgas für den industriellen Bereich und die eigene Stromproduktion aus Gas eine Reduktion des Preises erreicht werden, nach wie vor ist die Stromproduktion aus Gas aber relativ teuer.

Dennoch: statt knapp 13 Millionen Euro lag das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) dann doch bei 17,6 Millionen Euro. Das ist zwar ein Rückgang im Vergleich zu den Jahren davor. „Wir sind aber trotzdem mehr als zufrieden“, sagt Generaldirektor Alois Froschauer im Gespräch mit den OÖNachrichten. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Ergebnis auch heuer wieder erreichen.“

Auf der Einnahmenseite seien keine großen Veränderungen geplant. So werde der Strompreis bis Sommer sicher nicht erhöht. In anderen Bereichen würden bestenfalls Indexanpassungen vorgenommen. Nach wie vor sei die Linz AG der günstigste Versorger einer Landeshauptstadt, hat man sich vom Energieinstitut an der Linzer Uni bestätigen lassen. Als einziger Anbieter bleibe man für eine Durchschnittswohnung unter 2000 Euro pro Jahr für Strom, Heizung, Wasser, Abwasser und Abfall.

Mittelfristig will die Linz AG ihre Schulden reduzieren. „Zwar liegt unsere Eigenmittelquote bei fast 50 Prozent. Künftig sollen aber neue Investitionen nur noch aus dem Cashflow finanziert werden“, sagt Froschauer.

Fix ist seit der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Linz die AG die Trassenführung für die neue Straßenbahnachse. Nun sei klar, wo die Straßenbahn unter der Erde geführt wird und wo oberhalb. Auch für die bestehenden Linien (1, 2, 3) ändert sich dabei etwas. Nach der Nibelungenbrücke in Urfahr wird die Bim unter die Erde verlegt.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: darkweasel on February 04, 2012, 11:57:25 PM
Quote from: 'umweltretter','index.php?page=Thread&postID=260193#post260193'
Sehr intelligent, in sinnlose Tieflegungen (Urfahr) zu investieren, wenn das Geld knapp ist. X(
In der Tat. Was ist dort bitte der Sinn einer unterirdischen Führung? ?(
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: ÖBB on February 12, 2012, 02:16:52 PM
Quote from: 'N1_2888','index.php?page=Thread&postID=246581#post246581'
Was für eine eventuell größere Bedeutung des 1ers spricht, ist, dass nur er als Nachtstraßenbahn ("N1") betrieben wird und nicht etwa der 2er. Allerdings könnte dieser Umstand auch der bloßen Tatsache geschuldet sein, dass die Strecke des 1ers kürzer als die des 2ers ist.
Und der Südast des 2ers als Nachtautobus N2 betrieben wird.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on February 13, 2012, 10:10:41 PM
Quote from: 'N1_2888',index.php?page=Thread&postID=246581#post246581
Was für eine eventuell größere Bedeutung des 1ers spricht, ist, dass nur er als Nachtstraßenbahn ("N1") betrieben wird und nicht etwa der 2er. Allerdings könnte dieser Umstand auch der bloßen Tatsache geschuldet sein, dass die Strecke des 1ers kürzer als die des 2ers ist.
Es liegt an den Fahrgastzahlen..... ;)

DIE 1er (wie man bei uns in Linz sagt) ist die Linie mit den meisten Fahrgästen (24,8 Mio. im Jahr 2011), daher wird diese (als N1) auch nicht mit Bussen betrieben, da diese auch in den Nächten an den Wochenenden "bummvoll" ist, während sich in den N2 (als zeitlich abgestimmten Anschluss zur N1) nur noch ein Bruchteil der Fahrgäste verirrt...
Deshalb werden bei den 3 anderen Nachtlinien nur Citybusse und keine größeren Solobusse oder gar Gelenkbusse eingesetzt.....

Auf dem N2 und N3 werden nur zu Feiertagen, wie z.B. Weihnachten oder Silvester, Solobusse eingesetzt, und am N4 an diesen Tagen Midibusse....
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: schaffnerlos on February 14, 2012, 10:37:19 AM
BERN

Linz setzt wie Bern aufs Tram

Von Simon Thönen.

Mit dem Tram will auch die österreichische Industriestadt Linz ihre Verkehrsprobleme lösen – und stösst beim Ausbau auf ähnliche Probleme wie Bern. Der Verein Läbigi Stadt orientierte sich vor Ort.

(http://files.newsnetz.ch/story/2/5/9/25942591/10/topelement.jpg)
Auch in Linz fahren die Trams mitten durch die Einkaufsstrasse in der Altstadt.

(http://files.newsnetz.ch/story/2/5/9/25942591/10/5278408.jpg?time=1329209625)
Christian Zahler (Ostermundigen) und Rudolf Käser (Köniz) vor dem steilen Tram.

Bern und Linz haben auf den ersten Blick wenig gemein. Anders als die beschauliche Bundesstadt musste die Industriestadt Linz hart daran arbeiten, um endlich auch als lebenswerte Stadt zu gelten. Zumal sie das historische Pech hatte, dass Hitler hier aufwuchs. Teile der Stadt sind noch heute von den «Hitlerbauten» geprägt, die die Nazis für die Arbeiter ihrer Kriegsindustrie bauten.

Doch der Effort der letzten Jahre hat sich gelohnt: Die Stadt nutzte das Jahr als Europäische Kulturhauptstadt 2009, um das einst öde Kulturleben kräftig aufzuwerten. Wichtiger noch: Linz und der lokale Stahlkonzern meisterten die Krise der Schwerindustrie weit besser als andere Industrieregionen. Der Konzern Voestalpine konzentrierte sich auf wertvollen Spezialstahl – und er senkte die Luftverschmutzung massiv. Der Industriesmog, der einst über der Stadt hing, ist inzwischen verschwunden.

Pendlerproblem wie in Bern

«Der Wandel von einem reinen Industrie- und Stahlstandort zum modernen Technologiestandort ist geglückt», betont der sozialdemokratische Vizebürgermeister Klaus Luger. Die negative Seite der Erfolgsstory ist der Pendlerstrom, der täglich nach Linz hinein- und wieder hinausströmt. Die Ursache ist dieselbe wie in Bern: Es gibt auch in Linz viel mehr Arbeitsplätze als Einwohner im arbeitsfähigen Alter. Der Berner Verein Läbigi Stadt, der sich für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik einsetzt, hat mit Linz wohl kein schlechtes Anschauungsbeispiel für seine Studienreise gewählt, die letztes Wochenende stattfand.

Das etwas grössere Linz hat die Tramlinien noch entschiedener ausgebaut als Bern, um den Verkehr in der Stadt zu bewältigen und auf die umweltfreundliche Schiene zu lenken. Und wie in Bern werden in Linz fast alle Tramlinien durch die Shoppingmeile im Herzen der Altstadt geführt. Dies ist gut, um die Passagiere in die Innenstadt zu transportieren – es stösst aber hier wie dort nun an Kapazitätsgrenzen. «In den Spitzenzeiten kommen die Trams im 50-Sekunden-Intervall», sagt der Vorstandsdirektor der Linz Linien AG, Erich Haider. «Mehr geht nicht. Die geringste Störung führt zu Strassenbahn-Staus.»

Zweite Tramachse unterirdisch

Wie Bern plant Linz deshalb eine zweite Tramachse zur Entlastung der Innenstadt – setzt aber auf Lösungen, die bisher in Bern nicht im Vordergrund stehen. So soll in Linz mehr als die Hälfte der neuen Tramachse unterirdisch gebaut werden. Bereits 2004 wurden die Tramlinien unterirdisch unter den Linzer Hauptbahnhof gelegt. Auch eine 2011 eingeweihte Linienverlängerung in einen Vorort verläuft teilweise in einem Tunnel. Die zweite Tramachse führe durch «eines der dicht bebauten Gebiete», betont Vizebürgermeister Luger, da würden sich Tunnels aufdrängen, um die baulichen Eingriffe in die Quartiere in Grenzen zu halten.

In Bern wird ein Tramtunnel unter den Hauptgassen bisher vor allem von der bürgerlichen Vereinigung Entente Bernoise propagiert. Allerdings zeigt Linz auch, was dabei eines der Hauptprobleme sein dürfte: Die Rampen, auf der in Linz bereits heute die Trams in den Tunnel unter den Bahnhof hinabfahren, sind sehr lang. Es dürfte schwierig sein, in der Berner Altstadt Platz für solche Tunnelrampen zu finden.

In Linz soll die zweite Tramachse die Einkaufsmeile in der Altstadt zudem grossräumig umfahren – und sie wird damit auch neue Quartiere mit dem Tram erschliessen. GFL-Stadtrat und Linz-Besucher Daniel Klauser findet dies sinnvoll: «Es wäre schon erstrebenswert, wenn man mit einer zweiten Tramachse wie in Linz auch neues Gebiet erschliessen könnte.» Denn wenn sie nur durch die Nebengassen der Altstadt verlaufe, stelle sich die Frage, ob der eher geringe zusätzliche Nutzen die Kosten rechtfertigen könne.

Tramtunnel auch in Bern?

Auch in der laufenden Variantenprüfung für eine zweite Tramachse in Bern wird geprüft, ob das 10er- oder 9er-Tram künftig vom Viktoriaplatz über Lorrainebrücke und Bollwerk zum Bahnhof fahren könnte. Da wäre es auch denkbar, dass das Tram zwischen Bollwerk und Monbijou den Bahnhof und Bubenbergplatz in einem Tunnel durchqueren würde. Für Bern sollte man unterirdische Linien zumindest abklären, findet SP-Stadtrat Beat Zobrist. Linz zeige, dass Tunnel Fahrzeitgewinne bringen und langfristig im Unterhalt günstiger sind. Beeindruckt sind die beiden auch von kleineren Innovationen. Dass in Linz Menschen mit tiefen Einkommen ÖV-Monatskarten für nur 10 Euro lösen können, sei auch für Bern eine prüfenswerte Idee, findet Zobrist. Klauser gefällt, dass hier Trams mit drahtlosem Internetzugang ausgerüstet werden. Interessant sind auch die Sammeltaxis, die man in Linz in den Aussenquartieren oder in der Nacht bestellen kann.

Steiles Tram auf den Hausberg

Seit mehr als hundert Jahren betreibt Linz zudem das wahrscheinlich weltweit steilste Tram auf den Pöstlingberg. Auch das geplante 10er-Tram müsste auf dem Weg zur Rüti in Ostermundigen eine steile Strecke überwinden – was mit dem bisher ersten Tramtunnel in der Region Bern erreicht werden soll. Nach der steilen Fahrt auf den Linzer Hausberg ist der Ostermundiger Gemeindepräsident Christian Zahler (SP) beeindruckt. Für die Rüti komme ein solches Tram aber wohl eher nicht infrage. In der Tat: Das Tram ist eine teure Spezialanfertigung.

«Wir werden die Lösungen aus Linz zwar nicht unbedingt eins zu eins auf Bern übertragen können», sagt Nadine Masshardt, SP-Grossrätin und Präsidentin von Läbigi Stadt. «Linz zeigt aber klar, dass die Region Bern mit dem Ausbau des Trams nicht alleine da steht.»

Läbigi Stadt bezahlte die Reisekosten.
(Der Bund) Erstellt: 14.02.2012, 09:01 Uhr

Quelle: Der Bund (http://www.derbund.ch/bern/region/Linz-setzt-wie-Bern-aufs-Tram/story/25942591)




In Linz fahren die Trams sogar im 50-Sekunden-Takt

Von Sandra Rutschi.

Bern ist nicht die einzige Stadt, die über eine zweite Tramachse debattiert. Auch im österreichischen Linz stösst das Netz an seine Kapazitätsgrenzen. Die zweite Achse möchten die Politiker grösstenteils unter den Boden verlegen.

(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/54068/674556_pic_970x641.jpg)
Tramwände kennt auch Linz: Weil die Hauptachse an ihre Kapazitätsgrenzen stösst, plant die Stadt eine zweite Tramlinie.

(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/54068/674558_pic_970x641.jpg)
Am Bahnhof Linz steigen Passagiere von den Zügen aufs Tram und auf den Bus um. Die Tramstation ist unterirdisch angelegt.

(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/54068/674560_pic_970x641.jpg)
Stadt im Schnee: Die Innenhöfe sind ein Charakteristikum von Linz. Unter etlichen von ihnen befinden sich Parkplätze für Autos.

(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/54068/674562_pic_970x641.jpg)
Wie Tramlinien das Bild einer Stadt prägen.

In den Gassen der Altstadt stauen sich die Trams. Drinnen stehen die Pendler dicht gedrängt und warten, bis ihre Reise weitergeht. Eine Szene, wie man sie im Feierabendverkehr in Bern antrifft – aber auch in Linz, der Hauptstadt Oberösterreichs. Hier fahren die Strassenbahnen zu Spitzenzeiten nicht im 2-Minuten-Takt wie in Bern, sondern sogar alle 50 Sekunden. Ein System, das an seine Grenzen stösst. Die Politiker der Stadt arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, das Tramnetz auszubauen. Der zentrale Bestandteil ist dabei eine zweite Schienenachse, mit der die Hauptachse entlastet und gleichzeitig der florierende Osten der 190'000-Einwohner-Stadt erschlossen werden könnte.

Die Diskussion in Linz erinnert an jene rund um die zweite Tramachse in der Berner Innenstadt und das Tram Region Bern. Der Verein «Läbigi Stadt» organisierte eine Reise nach Linz, um aus den dortigen Überlegungen Erkenntnisse für Bern zu gewinnen.

Warum unterirdisch besser ist

50-Sekunden-Takt, 41 Meter lange Trams: «Dichter und länger gehts nicht mehr», sagt Erich Haider von der Linz Linien AG, dem Betrieb, der in Oberösterreich 116 Gemeinden mit öffentlichem Verkehr, Wasser, Strom und Wärme versorgt sowie den Abfall entsorgt. Auch die Nahverkehrsdrehscheibe, der Bahnhof, an dem die Reisenden vom Zug aufs Tram oder auf den Bus umsteigen, platzt laut Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ) aus allen Nähten. Schon heute fahren die Strassenbahnen am Bahnhof Linz unterirdisch ab; wenn die zweite Tramachse umgesetzt wird, gibt es wohl noch eine weitere unterirdische Ebene.

Es gehe in diesem dicht bebauten Gebiet schlicht nicht anders, als die zweite Tramlinie grösstenteils unterirdisch zu führen, sagt Haider. Das sei betriebswirtschaftlicher: «Ein Kilometer Tunnel verkürzt die Fahrzeit von mindestens 5 auf nur noch 1,5 Minuten. Wir brauchen weniger Fahrzeuge und ersparen uns Folgekosten.» Vizebürgermeister Luger denkt dabei an von Lastwagen heruntergerissene Leitungen oder an den Lärm, den quietschende Trams produzieren – auch das also ein Problem, das nicht nur Bern kennt. Die neue Tramachse in Linz würde 6,6 Kilometer lang sein; davon verlaufen 3,6 Kilometer unterirdisch. Die Kostenschätzung ohne die knifflige Querung der Donau über eine denkmalgeschützte, aber rostige Brücke beläuft sich auf 353 Millionen Euro.

«De facto bauen wir eine U-Bahn», räumt Vizebürgermeister Luger ein. Davon spricht man unter Linzern indes nicht laut, der politischen Akzeptanz zuliebe. Die Stadt verhandelt mit Eigentümern und Gewerbetreibenden, um ihre Unterstützung zu bekommen. Eine Volksabstimmung wird es wohl nicht geben, weil Österreich das System der direkten Demokratie, wie es die Schweiz hat, nicht kennt.

Tarifsystem als Anreiz für ÖV

Anders als in der Schweiz wird in Linz nicht bloss auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs gesetzt. Auch die Strassen werden aufgerüstet. Die Schweizer sind diesbezüglich äusserst zurückhaltend, weil sie befürchten, dadurch Anreize für noch mehr Individualverkehr zu schaffen. In Linz ist der Anteil des öffentlichen Verkehrs nach Wien am zweitgrössten in ganz Österreich: Nutzten 1990 noch 17,5 Prozent der Leute den ÖV, warens 2002 bereits 24 Prozent.

Anreize zum Umsteigen schaffen die Linzer zum Beispiel durch ein spezielles Tarifsystem: Wer den Hauptwohnsitz in der Stadt hat und netto unter 1077 Euro im Monat verdient, kann für 10 Euro im Monat das Netz der Linz Linien AG benutzen. Laut Vizebürgermeister Klaus Luger sind mehr als 65'000 der über 18-Jährigen anspruchsberechtigt. Darunter Studenten und andere Personen in Ausbildung.

Weiter bietet die Linz Linien AG ein sogenanntes Job-Ticket an: Ein Betrieb bezahlt 2 Euro pro Mitarbeiter und Monat, und der Mitarbeiter bekommt die Netzkarte für einen Monat für 19,40 Euro statt für 37,80 Euro. «So wollen wir den Berufs- und Pendelverkehr auf die Schiene kriegen», sagt Luger. 244 Betriebe machen mit. Weiteres schmuckes Extra: In einem Tram steht den Reisenden ein kostenloses WLAN zur Verfügung. Die Stadt prüft, das Angebot auszuweiten.

Tram als Entwicklungsachse

Linz hatte noch lange Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Ruf einer staubigen Stahlstadt, ausgelöst durch den grössten Arbeitgeber, die voestalpinen Stahlwerke. Durch Massnahmen im Umwelt- und Kulturbereich erlebte sie in den letzten Jahren grossen Aufschwung und massives Wachstum. Wie zentral der öffentliche Verkehr im Zusammenhang mit Stadt- und Raumplanung ist, zeigt das Beispiel der Solar City, einer energietechnischen Pioniersiedlung mit 3200 Einwohnern südöstlich der Stadt. Sie wurde in den letzten 20 Jahren geplant und errichtet. Der Siedlung ging das Tram voraus: Linz baute auf stadteigenem Boden eine Verkehrsader ins Grüne mit möglichen Knotenpunkten von 300 Metern Radius. Der Hintergedanke: 300 Meter würde eine Person bereit sein zur nächsten ÖV-Station zu Fuss zu gehen. Am äussersten dieser Knotenpunkte ist nun die Solar City mit See, Sport- und Bildungszentrum entstanden. Weitere könnten folgen – obschon sich die Einfamilienhausbewohner des alten Stadtteils Pichling, um den die Linie gebaut wurde, gewehrt hatten.

(Berner Zeitung) Erstellt: 14.02.2012, 07:42 Uhr

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Verkehr als Schwerpunkt
Der Verein «Läbigi Stadt» ist in der Stadt und Region Bern aktiv und zählt rund 400 Mitglieder. Er engagiert sich für eine verkehrsberuhigte Stadt, saubere Luft und weniger Verkehrslärm. Regelmässig organisiert der Verein «verkehrspolitische Bildungsreisen», die ein aktuelles Thema aufgreifen.

Die Reise nach Linz stand im Zusammenhang mit der geplanten Tramlinie 10 von Köniz nach Ostermundigen. Entsprechend wurde der Fokus auf die Strassenbahnen gelegt. 27 Personen nahmen teil, darunter Politiker der am Tram Region Bern beteiligten Gemeinden, der Stadt und des Kantons.s

Umfrage
Die Diskussion rund um das Tram Region Bern ist eine ähnliche wie jene in Linz. Erkenntnisse, welche die Politiker aus der Exkursion gewannen.

«Bern ist mit seinen Herausforderungen nicht alleine», sagt Grossrätin Nadine Masshardt (SP). Die Präsidentin des Vereins «Läbigi Stadt» ist überrascht, wie ähnlich die Fragestellungen punkto Tram und ÖV in Linz sind. Gerade in der geplanten zweiten Tramachse und der Tramlinie über die Stadtgrenze hinaus sieht Masshardt Parallelen zwischen Linz und Bern. Weiter faszinierten sie die sozialen Tarifmodelle der Linz Linien AG.

Ostermundigens Gemeindepräsident Christian Zahler (SP) fand interessant, dass in Linz noch kühner als in der Schweiz eine Tramlinie ins Grüne hinausgeführt wird. Mit der jungen Siedlung Solar City zum Beispiel konnte nicht zuletzt dank des Trams ein Entwicklungsschub ausgelöst werden – etwas, worauf auch Ostermundigen hofft, obschon dort das Tram im Siedlungsgebiet fahren wird. «In der Schweiz braucht es für solche Projekte eine breite Übereinstimmung mit Bevölkerung und Grundeigentümern», sagt Zahler. «Die öffentliche Hand besitzt viel weniger Land.»

Der Berner Stadtrat Beat Zobrist (SP) war überrascht, dass in Linz offen über eine unterirdische Tramlinie diskutiert wird. «In Bern spricht man darüber nur hinter vorgehaltener Hand, weil das viel zu teuer käme», sagt er. In Anbetracht dessen, dass durch die unterirdische Linie mit der gleichen Anzahl Wagen und der gleichen Anzahl Personal mehr Passagiere transportiert werden könnten, «wäre diese Option vielleicht doch prüfenswert». Es ginge schliesslich auch nur um die kurze Etappe zwischen Hirschengraben und Kornhausplatz.

Die Könizer Parlamentarierin Stephie Staub (SP) war vor 40 und vor 20 Jahren in Linz. Sie staunt über die grosse Entwicklung: «Früher war Linz für mich eine Provinzstadt. Heute ist sie gigantisch», sagt Staub. Sie war überrascht, dass die Linzer Strassenbahnen im 50-Sekunden-Takt durch die Stadt düsen. «Ich frage mich, wie die Politiker dem Volk ihre Pläne für das unterirdische Tram verkaufen», sagt Staub. «Wahrscheinlich werden sie einfach irgendwann einmal ihren Tunnel bauen. Das Argument, dass der Verkehr sonst kollabiert, genügt.»

Quelle: Berner Zeitung (http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/In-Linz-fahren-die-Trams-sogar-im-50SekundenTakt/story/13253316)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Floster on February 14, 2012, 01:45:54 PM
Da sieht man's: Beim ÖV sind in Wahrheit wir Vorbild für die Schweizer, nicht umgekehrt. ;) 8-)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on February 29, 2012, 07:51:25 PM
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Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,828861
Tauziehen um Planungskosten: Wer zahlt für die neue Tram?

Kommt die neue Straßenbahn zwischen Mühlkreisbahnhof und Bulgariplatz in Linz? Wann kommt sie? Für die stadteigene Linz AG, die das Projekt verwirklichen soll, ist die Sache klar.

Ab Frühling 2015 könnte gebaut werden, Ende 2016 wäre die neue Linie vom Mühlkreisbahnhof bis zur Donau fertig. Und im Frühling 2018 dann die ganze Achse: 6,6 Kilometer lang, davon 3,6 Kilometer unterirdisch. Kostenpunkt: 353 Millionen Euro.

Das ist der Plan. Doch vorerst wird in politischen Gremien darum gerungen, wer die sieben Millionen Euro teure Einreichplanung bezahlt. Die Fraktionen von SP, FP und Grünen im Linzer Gemeinderat wollen, dass das Land mitzahlt.

Bürgermeister Franz Dobusch und Verkehrsreferent Klaus Luger (beide SP) sollen mit Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und Verkehrsreferent Landesrat Hermann Kepplinger (SP) über das Projekt und dessen Mitfinanzierung verhandeln. Das soll morgen in einer Woche der Linzer Gemeinderat beschließen.

Die VP ist (vorläufig) gegen dieses Vorgehen. Man sei ja durchaus für die neue Straßenbahn, doch die Planung sei noch zu wenig konkret. Offen sei ja noch, ob die Eisenbahnbrücke dafür benutzt werden kann. Und letztlich ungeklärt ist auch, in welchem Umfang die neue Tram in Urfahr unterirdisch fahren soll. Und überhaupt sollten nicht nur die Stadt Linz und das Land für diese neue Straßenbahnlinie zahlen, sondern auch der Bund.

Hinter den Kulissen haben sich Zuständige Gedanken gemacht, wie der Bund doch überzeugt werden könnte. Denn die neue Straßenbahn sei ja eigentlich die Verlängerung einer möglichen Regio-Tram ins Mühlviertel nach Gallneukirchen/Pregarten und ins westliche Mühlviertel (statt der Mühlkreisbahn). Und somit sei ja auch der Bund zuständig. (gsto)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on March 30, 2012, 11:53:05 PM
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Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2527086/

Land prüft Bau neuer Bahnstrecke ins Mühlviertel

Eine neue Bahnstrecke von Linz nach Gallneukirchen und Pregarten, auf der eine bis zu 100 km/h schnelle RegioTram fahren soll, wird jetzt vom Land Oberösterreich geprüft. 2025 könnte die Strecke in Betrieb genommen werden.

Die Ingenieure sind bereits auf der Suche nach einer befahrbaren Strecke von Linz nach Norden ins Mühlviertel. Der sogenannte Korridor dieser Strecke soll in einem Jahr feststehen, bis zum Baubeginn wird es aber noch etliche Jahre dauern. Möglicher Baubeginn für die RegioTram ist frühestens 2021, 2025 könnten dann die ersten Straßenbahnen fahren.
Kosten in einem Jahr einschätzbar

Erst, wenn das Projekt in einem Jahr ansatzweise erkennbar ist, könne man beginnen, die Kosten realistisch einzuschätzen, sagt Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ). Zum Betreiber stellte er fest, das Land verhandle derzeit über die Übernahme von ÖBB-Regionalbahnen. Sollte es dazu kommen würde eine Landes-Schieneninfrastrukturgesellschaft gegründet, die Verkehrsleistungen durch Betreiber auf den Strecken würden ausgeschrieben.
Weniger Stau für Pendler

Derzeit ist nur klar, dass die neue Zugverbindung die Pendler aus den Bezirken Freistadt und Urfahr-Umgebung ohne Stau nach Linz bringen soll. Außerhalb des Stadtgebiets soll die geplante RegioTram mit bis zu 100 Stundenkilometern fahren.

Lob für das Projekt kam von den Grünen. Sie halten es für einen wichtigen Baustein eines flächendeckenden S-Bahn-Systems im Großraum Linz.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on April 16, 2012, 09:13:10 PM
Einerseits will man den ÖV-Anteil erhöhen, andererseits ist man gegen die Straßenbahnneubauten nach Pregarten und Rohrbach. Vor allem Letzteres wäre ärgerlich (Mühlkreisbahn einstellen, aber den vorgesehenen Ersatz per Straßenbahn streichen bzw. nur bis Rottenegg bauen.).

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Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,864638
Das Parken soll in Linz um 50 Prozent teurer werden

LINZ. Ambitionierte Ziele hegt das Land Oberösterreich für den Verkehr im Großraum Linz: In den kommenden zehn Jahren soll der Anteil der Autofahrer auf das Niveau des Jahres 2001 gesenkt werden. Im gleichen Ausmaß soll die Zahl der Radfahrer, Fußgeher und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel steigen.

Noch bevor morgen, Dienstag, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP) und Landesrat Hermann Kepplinger (SP) die geplanten Maßnahmen präsentieren, liegt den OÖNachrichten jener Expertenbericht vor, den das Land in Auftrag gab.

Darin werden 70 Maßnahmen für alle Verkehrsmittel vorgeschlagen – es wird aber auch mit Kritik nicht gespart. Die Ziele des Gesamtverkehrskonzeptes, heißt es, können „mit der bisherigen Verkehrspolitik nicht erreicht“ werden, „verkehrspolitische Trendkorrekturen“ seien erforderlich. Die Fachleute kritisieren auch die Tendenz zur Zersiedelung, das mangelhafte Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb von Linz.

Als Maßnahmen schlagen sie zum Beispiel vor:

1. Das Parken soll in Linz teurer werden und etwa 1,5 Euro pro Stunde kosten. Die Experten wollen die gebührenpflichtigen Kurzparkzonen ausweiten. Außerdem seien die Betreiber von Einkaufszentren zu verpflichten, von ihren Kunden Parkgebühren einzuheben. Dazu braucht es aber ein Landesgesetz.

2. Umweltzone: Die Stadt Linz und ein südlich angrenzender Bereich inklusive der Einkaufszentren sollen zu einer Umweltzone nach deutschem Vorbild erklärt werden, in die ältere Dieselfahrzeuge nicht einfahren dürfen. Außerdem fordern die Fachleute einen Ausbau der Park-and-Ride- sowie der Park-and-Bike-Parkplätze. Letztere für Autofahrer, die unterwegs auf das Rad umsteigen wollen und einen Parkplatz brauchen.

3. Die Westumfahrung (Westring) habe großes Potenzial zur Entlastung der Linzer Innenstadt. Die nachhaltige Wirkung hänge aber von Begleitmaßnahmen ab, etwa indem einzelne Autospuren in der Innenstadt in Busspuren umgewandelt werden. Sonst würde sich in kurzer Zeit wieder das alte Bild einstellen: Stauchaos.

4. Beim Straßenbau wird unter anderem die Ostumfahrung von Linz gefordert, weil aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Osteuropa mit einem Ansteigen des Autoverkehrs auf der Nord-Südachse im Großraum Linz zu rechnen sei. Außerdem werden etwa die Umfahrung Haid-Nord und der vierstreifige Ausbau der B1 bis Wels befürwortet.

5. Bei der zweiten Straßenbahnachse durch Linz, die derzeit geplant wird und den Linzer Osten erschließen soll, fordern die Experten eine vorwiegend oberirdische Trasse. Für sie sprechen die niedrigeren Kosten und die bessere Erreichbarkeit der Stationen.

6. Die Straßenbahn nach Pregarten, für die das Land Anfang April die Korridorsuche begann, empfehlen die Fachleute in ihrem Bericht wegen der hohen Errichtungskosten vorerst nicht.

7. Für die Mühlkreisbahn, die nach Plänen des Landes zu einer Regio-Tram zwischen Linz-Urfahr und Aigen/Schlägl ausgebaut werden soll, schlagen die Fachleute Folgendes vor: Die Strecke soll nur bis Rottenegg zur regionalen Straßenbahn werden, der weitere Abschnitt bis Aigen/Schlägl solle mit Bussen bedient werden.

Verkehrsaufkommen im Grossraum linz

Im Jahr 2001 wurden 61 Prozent aller Wege im Großraum Linz mit dem Auto zurückgelegt, 21 Prozent zu Fuß oder mit dem Rad, 18 Prozent mit Öffis. Derzeit liegt der Anteil des Individualverkehrs bei 64 Prozent, jener des öffentlichen Verkehrs bei 17 Prozent.

Trend für 2025: Ohne Gegensteuerung erhöht sich PKW-Anteil bis 2025 sprunghaft: 68 Prozent der Wege werden laut Prognosen mit dem Auto unternommen, nur noch 16 Prozent zu Fuß oder per Rad und 16 Prozent mit Bus, Zug oder Straßenbahn.

Ziel für 2025: Eine Kehrtwende soll laut Zielvorgabe des Landes den Umschwung bringen: 60 Prozent der Wege sollen mit dem Auto zurückgelegt werden, 20 Prozent zu Fuß oder mit dem Rad und 20 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

[Umfrage: Teures Parken: Muss das sein?] (http://'http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,864638')
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie Graz on April 16, 2012, 10:57:52 PM
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7. Für die Mühlkreisbahn, die nach Plänen des Landes zu einer Regio-Tram
zwischen Linz-Urfahr und Aigen/Schlägl ausgebaut werden soll, schlagen
die Fachleute Folgendes vor: Die Strecke soll nur bis Rottenegg zur
regionalen Straßenbahn werden, der weitere Abschnitt bis Aigen/Schlägl
solle mit Bussen bedient werden.
Die Mühlkreisbahn könnte man doch als Vollbahn erhalten, das Land OÖ müsste diese übernehmen und einige Milonnen Euro sollte der Bund für die Modernieseriung dieser Bahn bereitstellen, kommt für alle beteiligten wohl am günstiges und davon haben auch die Fahrgäste bis Aigl Schlägl etwas!
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: monolith on April 18, 2012, 02:17:32 PM
Stellt sich nur die Frage, inwieweit sich das überhaupt rechnet. Ich bin mit der Mühlkreisbahn meist nur bis Ottensheim gefahren, und ab dort habe ich bisher immer nur recht leere Züge durch die Gegend gondeln sehen. Nichts gegen das Investieren in den öffentlichen Verkehr, aber man muss auch ein wenig wirtschaftlich denken. Wenn die Aulastung bei bestehendem Bahnbetrieb diesen nicht rechtfertigt, ist es vielleicht besser die Strecke tatsächlich einzustellen und das freigewordene Geld in Verbesserungen entlang der restlichen Strecke zu investieren.

Apropos Regio-Tram: Wird es an Bord dieser Züge dann überhaupt Toiletten geben? Schätzomativ wahrscheinlich nicht, oder?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on April 18, 2012, 08:26:22 PM
Quote from: 'monolith',index.php?page=Thread&postID=263435#post263435
Stellt sich nur die Frage, inwieweit sich das überhaupt rechnet. Ich bin mit der Mühlkreisbahn meist nur bis Ottensheim gefahren, und ab dort habe ich bisher immer nur recht leere Züge durch die Gegend gondeln sehen. Nichts gegen das Investieren in den öffentlichen Verkehr, aber man muss auch ein wenig wirtschaftlich denken. Wenn die Aulastung bei bestehendem Bahnbetrieb diesen nicht rechtfertigt, ist es vielleicht besser die Strecke tatsächlich einzustellen und das freigewordene Geld in Verbesserungen entlang der restlichen Strecke zu investieren.
Nein, eben nicht.
Der Grund für die niedrigen Fahrgastzahlen liegt am Zustand der Strecke: Viele alte Fahrzeuge, Langsamfahrstellen und Endstation in Urfahr ohne Anbindung ans Stadtzentrum und den Hauptbahnhof in Linz. Mit der Regiotram (oder City-S-Bahn, egal was man davon umsetzt) würde man alle diese Probleme beheben. Was die Bahn dort für ein Potenzial hat, zeigen die hohen Einpendlerzahlen.
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Apropos Regio-Tram: Wird es an Bord dieser Züge dann überhaupt Toiletten geben? Schätzomativ wahrscheinlich nicht, oder?
Doch, ist schon vorgesehen! Ebenso bequemere Sitze.

Fix ist aber offenbar eh noch nichts:

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Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,866939
Land stellt zahnlosen Verkehrsplan vor
LINZ. Gleich in mehreren Punkten wurde dem Expertenbericht, der dem neuen Generalverkehrsplan (GVP) als Grundlage diente, die Schärfe genommen. Der am Dienstag präsentierte GVP des Landes für den Großraum Linz klammert die umstrittensten Empfehlungen entweder aus oder schiebt sie auf die lange Bank.

Die Erhöhung der Linzer Parkgebühren von einem auf 1,50 Euro wird im 130-Seiten-Schmöker mit keinem Wort erwähnt. In abgeschwächter Form gilt dies auch für die von Experten angeregte Stellplatzgebühr vor Einkaufszentren. Hier empfiehlt der GVP nicht mehr als einen Diskussionsprozess.

Nicht festlegen will sich der GVP auch bei der Anregung, Umweltzonen (Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge) zu schaffen: „Das Land kann nur Vorschläge machen. Diskutiert werden müssen derartige Maßnahmen in den Gemeinden“, sagte gestern Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl (VP). Der Verkehrsplan habe Umweltzonen zumindest angeregt.

Unterschiede zum Expertenpapier finden sich auch beim Ausbau der Straßenbahnlinien. Während die Fachleute die Regio-Tram nach Gallneukirchen und Pregarten aus Kostengründen ablehnen, bekennt sich der GVP zu einer neuen Straßenbahnlinie in den Nordosten von Linz. Ähnliches gilt für die neue Mühlkreisbahn. Die Experten raten zu einer Busverbindung von Rottenegg nach Rohrbach. Im GVP wird die Straßenbahn weitergebaut, und zwar bis Rohrbach.

In Richtung Südwesten empfiehlt der Verkehrsplan einen Weiterbau der Straßenbahn bis Traun und Kremsdorf. Die Fachleute würden aus heutiger Sicht nur Traun ansteuern.

Ziel und Absicht des neuen GVP sind aber unbestritten: „Wir müssen die Mobilität anders organisieren“, sagte gestern Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SP). Die Experten prognostizieren dem Individualverkehr im Großraum Linz Zuwachsraten um 20 Prozent (bis 2022). „Unser Ziel ist, den Anteil umweltschonender Verkehrsmittel zu steigern“, assistierte Hiesl seinem Regierungskollegen.

Verkehrsplan im Landtag

Der Generalverkehrsplan wird kommenden Montag die oberösterreichische Landesregierung passieren, anschließend wird der Landtag damit beschäftigt.

„Dieses Papier ist eine Diskussionsgrundlage. Es gibt noch keine politisch abgestimmten Beschlüsse“, betonte Hiesl gestern die Absicht der Landesregierung nach einem breiten politischen Konsens: „Wir sind noch weit weg von der nächsten Wahl. Man kann daher ohne Emotionen beschließen, was für die nächste Generation notwendig ist.“
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on June 19, 2012, 09:11:21 PM
Statt der zweiten Straßenbahnachse "solle die Tram in der Linzer Landstraße unterirdisch fahren", fordert die Linzer FPÖ.  :rolleyes:  :rolleyes:  :rolleyes:

Quelle (http://'http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,906922')
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 5er-Franzi on June 20, 2012, 10:21:42 AM
Passt eh. Das Schneckentempo in der Landstraße ist eines Verkehrsmittels unwürdig.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie 38 on June 20, 2012, 11:09:40 AM
Quote from: '5er-Franzi',index.php?page=Thread&postID=266510#post266510
Passt eh. Das Schneckentempo in der Landstraße ist eines Verkehrsmittels unwürdig.
Naja, als Schneckentempo würd' ich die dortige Vmax nicht gerade bezeichnen. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich den Vorteil der Linienführung durch die (und nicht unter der) Einkaufsstraße bei jedem Linz-Besuch genieße: kein lästiges Stiegen-Auf und -Ab, kein mühsames Suchen des richtigen Aufgangs und: man sieht direkt aus dem Verkehrsmittel, woran man vorbeifährt und wo man als weniger Ortskundiger aussteigen sollte, um das gewünschte Ziel optimal zu erreichen :lampe:  Das ziehe ich als Fahrgast den paar Minuten Fahrtzeitverkürzung, die eine unterirdische Linienführung mit sich brächte, auf jeden Fall vor!
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 38ger on June 20, 2012, 04:04:26 PM
Quote from: '5er-Franzi',index.php?page=Thread&postID=266510#post266510
Passt eh. Das Schneckentempo in der Landstraße ist eines Verkehrsmittels unwürdig.
Jaaa, ein "genialer" Einfall ... eine bestehende und funktionierende Strecke für viel Geld unter die Erde zu verlegen um die Zugangswege zu den Stationen zu verlängern und die Wartungskosten zu erhöhen, also eine Investition, welche nicht der Zukunft dient, sondern Ihr im Gegenteil sogar noch zusätzliche Wartungskosten aufbürdet, abgesehen davon, dass eventuelle Reperaturarbeiten ebenso erschwert würden ... btw ist heute eigentlich nicht der 1. April ... ach ja, was sollte der nutzen sein, eine halbe Minute Fahrzeitgewinn, oder etwa tatsächlich 1,5 Minuten? - Lächerlich klein auf jeden Fall!
Passt also eh, dass das aus einer Ecke kommt, die hoffentlich nicht entscheidend sein wird!
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: ÖBB on June 20, 2012, 04:11:56 PM
Man kann die Landstraße nicht ohne weiteres untertunneln.
Siehe : http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Linz#Weitere_Planungen
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: matboy on June 21, 2012, 12:59:35 AM
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas ernsthaft plant. Es hätte nicht einen Vorteil.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on June 21, 2012, 09:19:53 AM
Quote from: 'matboy','index.php?page=Thread&postID=266543#post266543'
Es hätte nicht einen Vorteil.
Für die Tiefbau-Branche vielleicht schon... ;-))

Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Z-TW on June 21, 2012, 03:54:08 PM
Quote from: '38ger',index.php?page=Thread&postID=266519#post266519


Passt also eh, dass das aus einer Ecke kommt, die hoffentlich nicht entscheidend sein wird!
Die fallen in letzter Zeit überhaupt unangenehm mit allerlei abenteuerlichen Vorschlägen auf. Denkt sich da keiner von denen was dabei?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MaxisSpieler on June 25, 2012, 10:00:47 AM
Mal eine Frage wird der O-Bus bleiben oder stellt man ihn (Das hoffe ich natürlich nicht!!!) ein?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on June 25, 2012, 08:06:17 PM
Quote from: 'MaxisSpieler',index.php?page=Thread&postID=266721#post266721
Mal eine Frage wird der O-Bus bleiben oder stellt man ihn (Das hoffe ich natürlich nicht!!!) ein?
Wikipedia (http://'http://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Linz') meint:
Quote
In jüngerer Zeit war der Linzer Oberleitungsbus zugunsten einer flächendeckenden Einführung von Erdgasbussen einstellungsgefährdet. Am 13. August 2007 erklärte die Linz AG jedoch, den Obus-Betrieb auch in Zukunft aufrechterhalten zu wollen.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on June 25, 2012, 08:26:28 PM
Laut einer Linz AG eigenen Zeitschrift hat sich der Herr Haider (Vorstand Linz Linien) für den O-Bus ausgesprochen (ca. 2010 oder 2011)
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MaxisSpieler on June 25, 2012, 11:39:50 PM
Okay finde ich gut

Weiß man ob neue Wagen kommen? Oder ob Ausbaupläne geplant sind?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Linie U3 on June 26, 2012, 09:40:16 PM
Bevor die Volvo O-Busse nicht zerfallen, wohl eher nicht.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MTA3835 on June 26, 2012, 10:18:39 PM
Quote from: 'MaxisSpieler',index.php?page=Thread&postID=266755#post266755
Okay finde ich gut

Weiß man ob neue Wagen kommen? Oder ob Ausbaupläne geplant sind?
Vor 2016 kommen, wie ich auf Anfrage bei der Linz AG zur Antwort bekam, keine neuen O-Busse......

Der einzige Ausbau der geplant ist, ist die Verlängerung der Linie 43 von der derzeitigen Endstation "Stadtfriedhof" zur "Trauner Kreuzung" im Zuge des Ausbaus der Straßenbahn nach Traun.
Allerdings steht nicht fest, ob die Verlängerung als O-Bus ausgeführt wird, oder ob man die Linie 43 auf die "normalen" Erdgasbusse umstellt, und nur noch die Linien 41,45 und 46 mit O-Bussen betreibt....
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on August 19, 2012, 09:00:58 PM
Quote from: 'ooe.orf.at','http://ooe.orf.at/news/stories/2545725/'
Viele Fahrgäste auf verlängerter Linie 3

Weit mehr Fahrgäste als ursprünglich geschätzt, nützen in Linz die verlängerte Straßenbahnlinie 3. Sie führt vom Linzer Hauptbahnhof bis zur derzeitigen Endhaltestelle Doblerholz auf das Harterplateau in Leonding.


Mit 1,5 Millionen Fahrgästen habe man gerechnet, heißt es vom Straßenbahnbetreiber Linz AG. 2,4 Millionen seien es jedoch bereits im ersten Jahr gewesen. Die ehemaligen Buslinien 14 und 15, die auf dieser Strecke fuhren, beförderten lediglich rund eine Million Fahrgäste pro Jahr.
Straßenbahnlinie 3 der Linz Linien

Bereits Angebot für weiteren Ausbau gelegt

Für den weiteren Ausbau sei bereits ein Angebot an das Land Oberösterreich gelegt worden, entsprechende Beschlüsse seien noch notwendig.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on August 24, 2012, 07:35:34 PM
Quote from: 'www.nachrichten.at','http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,951644'
SP-Landesrat: „Neue Straßenbahn in Linz muss nicht unterirdisch fahren“

LINZ. Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) weicht von der Linzer SP-Linie ab: „Die zweite Schienenachse in Linz ist nicht besser, wenn sie unterirdisch verläuft“.

Das kommt einem Tabubruch in der sozialdemokratisch dominierten Linzer Verkehrspolitik gleich. Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) pocht nicht auf die bisher vom Linzer Verkehrsreferenten Vizebürgermeister Klaus Luger (SP) vehement geforderte unterirdische Trasse für die zweite Linzer Straßenbahnachse.

„Nicht nur Linz, auch das Umland braucht die zweite Schienenachse, das steht außer Streit. Es ist nötig, vom Mühlviertel eine durchgehende Schienenverbindung zum Linzer Hauptbahnhof herzustellen. Aber die zweite Schienenachse in Linz ist nicht zwangsläufig besser, wenn sie unterirdisch verläuft“, sagt Entholzer im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Der ehemalige Gewerkschafter und Eisenbahner nennt mehrere Gründe, warum eine Straßenbahn unter der Erde nicht besser als eine oberirdische sein muss:

1) In der Stadt sei die unterirdische Bim nicht zwangsläufig schneller, da ja die Haltestellen relativ kurz voneinander entfernt sind. 2) In unterirdischen Anlagen gibt es Sicherheitsprobleme. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sachbeschädigungen verübt werden, sei größer. 3) Die unterirdische Tram sei für die Fahrgäste nicht wirklich bequemer, da die Haltestellen schwieriger erreichbar seien. 4) Für Geschäftsleute sei es wichtig, dass die Straßenbahn an der Oberfläche fährt.

407 oder 150 Millionen Euro

Ein ganz wesentlicher Punkt sind natürlich die Kosten. Eine unterirdische Straßenbahn vom Mühlkreisbahnhof über die Donau via Franckviertel zum Bulgariplatz und weiter zum Hauptbahnhof würde 350 bis 407 Millionen Euro kosten. Für eine zweite oberirdische Linie im gleichen Bereich seinen laut Expertenschätzung 150 Millionen Euro nötig.

Die Kostenfrage ist auch für die Beteiligung des Landes entscheidend. „Wir können als Land nur dann dazuzahlen, wenn die VP das für okay befindet“, sagt Entholzer. Anders ausgedrückt: Ohne Zustimmung der VP geht nichts. Dass VP-Landespolitiker die zweite Schienenachse ablehnen, glaubt Entholzer nicht: „Ich weiß, dass die zweite Schienenachse auch dem Straßenverkehrsreferenten Hiesl durchaus ein Anliegen ist.“

Mühlkreisbahn einbinden

Nun gehe es darum, dass Fachleute die technischen Probleme und Anforderungen analysieren, sagt Entholzer: „Und dann sollten wir gemeinsam einen vernünftigen Kompromiss für die zweite Schienenachse finden.“ Auf dieser Trasse soll dann auch die auf 900 Millimeter umgespurte Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof fahren. Entholzer: „Da brauchen wir aber zuvor die Entscheidung über die Eisenbahnbrücke.“

Zweite Achse

6,6 Kilometer lang wird die zweite Schienenachse vom Mühlkreisbahnhof über die Donau (auf der alten oder einer neuen Eisenbahnbrücke) via Krankenhaus- und Franckviertel zum Hauptbahnhof.

407 Millionen Euro würde der Bau der Linz-AG-Variante kosten. 4,6 der 6,6 Kilometer sollten da unter der Erde verlaufen. Verzichtet man in Urfahr auf die unterirdische Führung, würden 330 Millionen Euro genügen. Bei gänzlich oberirdischer Führung sollten 150 Millionen Euro reichen.

Quote from: 'www.nachrichten.at','http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,952422'
Neue Tram: Entholzer-Ansage verwirrt Linzer SP – VP unterstützt SP-Landesrat

LINZ. Aufsehen, Verwirrung und Applaus ausgelöst hat Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) mit seiner Ansage in den OÖNachrichten zur geplanten neuen Linzer Straßenbahn.

Entholzer tritt dafür ein, die zweite Schienenachse im Osten von Linz zum Großteil oberirdisch zu führen. Bisherige Planungen sehen aber eine großteils unterirdische Tram vor.

Die derzeit in Bad Zell (Bezirk Freistadt) tagenden Linzer SP-Spitzen hat der seit Mai amtierende SP-Landesrat mit seiner Ansage völlig überrascht. „Entholzer hat das mit uns nicht abgesprochen“, sagt Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Klaus Luger (SP). Die Studie, auf der Entholzers Aussagen in den OÖNachrichten basieren, wird erst am kommenden Donnerstag dem Linzer Bürgermeister Franz Dobusch und dem Verkehrsreferenten Luger vorgestellt.

Ober- statt unterirdisch

Kernaussage der Untersuchung ist, dass die neue Schienenachse im Osten von Linz nicht hauptsächlich unter-, sondern vor allem oberirdisch geführt werden sollte. Nicht nur in Urfahr, sondern auch an der Donaulände zwischen Eishalle und Tabakfabrik sowie in der Gruberstraße und beim Allgemeinen Krankenhaus (AKH) solle die neue Tram oberirdisch fahren.

Vizebürgermeister Luger ist skeptisch: „Die von der Linz AG beauftragten Experten sind zum Ergebnis gekommen, dass man an der Donaulände, beim Design-Center und auch beim AKH unterirdisch fahren muss. Das ist wegen des dort sehr starken Autoverkehrs unbedingt nötig.“

Hiesl: „Das unterschreibe ich“

Positiv kommentiert der Straßenbaureferent des Landes, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP), Entholzers Aussagen: „Diese Aussagen unterschreibe ich. Das ist ein vernünftiger Zugang zur Problemlösung.“

Die zweite Schienenachse vom Hauptbahnhof nach Urfahr sei für Linz sehr wichtig, sagt Hiesl: „Die bestehende Straßenbahnlinie ist ja überlastet.“ Doch müsse man sich auf eine machbare Lösung konzentrieren und nicht auf ein nicht zu finanzierendes Projekt.

Scharf kritisiert Hiesl die Verantwortlichen der Stadt Linz, weil es noch immer keine Lösung für die Eisenbahnbrücke gibt: „Da steuern wir auf ein Fiasko zu, obwohl ÖBB und Stadt seit zehn Jahren wissen, dass da ein Problem auf sie zukommt.“
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on September 02, 2012, 07:15:45 PM
Quote from: 'nachrichten.at','http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,958006'
Neue Straßenbahn in Linz bleibt großteils U-Bahn
LINZ. Oberirdische Trasse in Urfahr wird geprüft – Einsparung ungewiss.

Mit seiner Ansage in den OÖNachrichten, dass die Trasse der geplanten Linzer Straßenbahnlinie 4 überwiegend über der Erde verlaufen solle, hat SP-Landesrat Reinhold Entholzer einige Aufregung bei seinen Parteifreunden in der Linzer Stadtregierung ausgelöst. Gestern gab es ein Gespräch zwischen Bürgermeister Franz Dobusch, seinem Vize Klaus Luger (beide SP), Vertretern der Linz AG und Entholzer. Dabei stellte der Landesrat eine neue Studie vor.

Von Entholzers rescher Forderung blieb nach dem Gespräch wenig über. Die neue Linie 4, die ab dem Mühlkreisbahnhof in Urfahr den Linzer Osten erschließen soll, bleibt großteils eine U-Bahn. Lediglich für den Abschnitt in Urfahr wird eine oberirdische Variante geprüft. Die Strecke zwischen dem Linzer Parkbad und dem Lenaupark wird dagegen weiterhin unterirdisch geplant. „Da sind wir uns einig“, sagte Entholzer. Um bei der Kreuzung nahe des Parkbads Platz für eine Lösung über der Erde zu schaffen, hätte sogar ein Teil der Tabakfabrik abgerissen werden müssen. „Das wollten wir nicht“, so der Landesrat.

Zweites Ergebnis: Die geplante Regio-Tram aus dem Mühlviertel, die in Linz überwiegend die Schienen der neuen Linie 4 benutzen wird, soll nun bereits ab dem Bereich AKH oberirdisch geführt werden und über die Prinz-Eugen-Straße und den Europaplatz zur Westbahn gelangen. Für beide Streckenbereiche wird bis Ende Jänner eine Detailplanung erstellt.

Vizebürgermeister Luger zeigte sich erleichtert: „Es ist für uns sehr erfreulich, dass nicht die billigste, sondern die gescheiteste Lösung kommt.“ Wie viel Geld mit diesen Änderungen eingespart werden kann, ist ungewiss. Die oberirdische Trasse in Urfahr könnte die Kosten laut Luger je nach Variante zwischen 25 und 63 Millionen Euro senken.

Grafik: Wo die neue Straßenbahn umgeplant wird

(http://www.nachrichten.at/storage/scl/media/sonstiges/2012/august/682350_m0msw380h285q80v45151_Linz_Strassenbahn_NEU.jpg)
PDF Datei (912,68 KBytes.) (http://'http://www.nachrichten.at/storage/med/download/grafiken_print/157469_Linz_Strassenbahn_NEU.pdf')
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: P.S.38 on September 02, 2012, 08:25:36 PM
Wieso muss man in Urfahr die Straßenbahn unter die Erde verlegen, kann mir das jemand bitte erklären?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on September 02, 2012, 09:04:07 PM
Quote from: 'P.S.38',index.php?page=Thread&postID=268975#post268975
Wieso muss man in Urfahr die Straßenbahn unter die Erde verlegen, kann mir das jemand bitte erklären?
Damit die Autos oben mehr Platz haben.  :evil:
Aber diesbezüglich ist ja laut Artikel glücklicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen, hoffentlich kommt man hier noch zur Vernunft.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: MaxisSpieler on September 07, 2012, 09:34:39 PM
Ohje ich würde oberhalb der Erde Bauen.

Fahren die O Busse an allen Tagen oder wie ist das Geregelt in Linz?
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Buslenker on September 08, 2012, 02:56:20 PM
Quote from: 'MaxisSpieler','index.php?page=Thread&postID=269185#post269185'
Ohje ich würde oberhalb der Erde Bauen.

Fahren die O Busse an allen Tagen oder wie ist das Geregelt in Linz?
Natürlich. Vorrausgesetzt es sind keine Baustellen etc. bei denen man keine O-Busse einsetzten könnte.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on March 02, 2013, 02:36:40 PM
Quote from: 'ooe.ORF.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2573788/
VCÖ warnt vor Verkehrskollaps

Vor einem Verkehrskollaps im Ballungsraum Wels-Linz warnt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die Bevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren ständig zunehmen. Mit den derzeitigen Kapazitäten könne der Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr gedeckt werden.


Die Linzer fahren gerne mit ihrer Straßenbahn. Mit über 60.000 Fahrgästen am Tag zählen die Linien 1 und 2 auch im österreichweiten Vergleich zu den am häufigsten benutzten Strecken. Nur die Linien 6 und 43 in Wien haben mehr Fahrgäste. Damit ist der Bedarf in Zukunft aber sicher nicht gedeckt, ist sich der Verkehrsclub Österreich sicher. Derzeit nutzt etwa jeder vierte Linzer öffentliche Verkehrsmittel. Dieser Anteil werde sich wegen der steigenden Treibstoffpreise und der Platzprobleme in den Städten in Zukunft noch weiter erhöhen.

Fehlende Verbindung von Innenstadt und Umland
Dazu kommt die Bevölkerungszunahme in den Ballungsräumen. Der VCÖ rechnet, dass in zwanzig Jahren allein zwischen Wels und Linz, dem zweitgrößten Ballungsraum Österreichs, über 600.000 Menschen leben werden. Das sind um 57.000 Menschen mehr als jetzt. Der VCÖ warnt daher vor einem Kollaps des öffentlichen Verkehrs. Der Verkehrsclub fordert daher eine S-Bahn für den Raum Linz und bezeichnet die fehlende Verbindung des Umlands mit der Innenstadt als eines der größten verkehrspolitischen Versäumnisse Österreichs.
Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on March 05, 2013, 07:47:29 AM
Quote from: 'ooe.ORF.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2574009/
Straßenbahn nach Traun wird konkret

2014 sollen die Arbeiten für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 vom Linzer Hauptbahnhof bis zur PlusCity beginnen. Gleichzeitig wird an der Strecke bis zum Schloss Traun gearbeitet.


In drei Jahren soll man dann vom Hauptbahnhof bis zum Schloss Traun mit der Straßenbahn fahren können.

Von Traun zum Linzer Hauptbahnhof in 22 Minuten
22 Minuten soll die Fahrtzeit mit der Straßenbahnlinie 3 vom Schloss Traun bis zum Linzer Hauptbahnhof betragen, sagt der für den öffentlichen Verkehr zuständige Landesrat Reinhold Entholzer (SPÖ). Gemeinsam mit den Bürgermeistern von Leonding, Pasching und Traun gab Entholzer am Montag bekannt, dass die Einreichplanung abgeschlossen sei. Bereits im Mai wird die Generalplanung ausgeschrieben.

Nach dem Erhalt der eisenbahnrechtlichen Konzession, mit der man im Juni rechnet, soll im Herbst der Bau ausgeschrieben werden, die Bauarbeiten für den 4.436 Meter langen Schienenstrang und die acht Haltestellen sollen dann im März 2014 beginnen. Im Frühjahr 2016 soll die Verbindung bis nach Traun fertiggestellt sein.

Park & Ride bei der Trauner Kreuzung
Zunächst wird die Strecke vom Harter Plateau, wo derzeit Endstation ist, bis zur PlusCity ausgebaut. Läuft alles nach Plan, soll das Einkaufszentrum Mitte 2015 mit der Straßenbahn erreichbar sein. Die Linie führt dann weiter zur Trauner Kreuzung. Dort soll ein Park & Ride Platz entstehen, der es einfacher macht, vom Auto auf die Straßenbahn umzusteigen. Die letzte Haltestelle wird dann beim Schloss Traun sein.

Investition von 70 Mio. Euro
70 Mio. Euro soll das gesamte Projekt kosten, etwa ein Viertel davon entfällt auf Grundablösen. Die Gemeinden Leonding, Pasching und Traun tragen 20 Prozent der Kosten - das sind etwa 14 Mio. Euro. Den Rest übernimmt das Land, weil die Strecke nicht mehr auf Linzer Stadtgebiet verläuft. Die Linz Linien sollen aber beauftragt werden, die Strecke zu befahren. Die Straßenbahnen sollen übrigens bis zur PlusCity im 7,5-Minuten-Takt fahren, weiter nach Traun dann im 15 Minuten Takt.

Zukunftsmusik, aber durchaus im Stadium des Vorprojekts, ist laut Entholzer die weitere Verlängerung der Straßenbahnstrecke bis nach Ansfelden. Die Strecke könnte ab Traun eingleisig geführt werden und bei der Endstation eine Anbindung zur Pyhrntalbahn sein.
Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on April 13, 2013, 08:56:21 PM
Quote from: 'ooe.ORF.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2579754/
Schiene OÖ GmbH gegründet

Öffentlicher Verkehr wird angenommen, sofern das Angebot stimmt. Das zeigt sich auch bei der Straßenbahnlinie 3 vom Linzer Hauptbahnhof nach Leonding-Doblerholz. Jetzt wird die Strecke bis zum Schloss Traun verlängert. Dafür wurde eine Infrastrukturgesellschaft errichtet.


Die Schiene OÖ GmbH - so der Name der Gesellschaft - soll künftig bei Infrastrukturprojekten im öffentlichen Verkehr als Errichterin und Eigentümerin auftreten. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) ist der Überzeugung, dass damit Steuergeld gespart werden kann. Die Schienen GmbH werde aus eigenen Leuten besetzt: „Das heißt, wir haben keinen zusätzlichen Personalaufwand. Wenn man jemand extern betraut, muss man natürlich die Overhead-Kosten vergüten.“

Gunter Mackinger für Aufsichtsrat gewonnen
Eine externe Expertenmeinung wird man aber doch berücksichtigen. Der Geschäftsführer der Salzburger Lokalbahn, Gunter Mackinger, wurde für den Aufsichtsrat gewonnen. Die Salzburger Lokalbahn wird von den Pendlern sehr gut angenommen. Die Strecke Salzburg-Trimmelkam wird deshalb auch bis nach Ostermiething verlängert.

Zurück zur Straßenbahnverlängerung nach Traun: Auf dieser Strecke werde das bisherige Angebot nach Leonding sehr gut angenommen, sagt Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SPÖ): „Die letzten Zahlen, die uns vorliegen, zeigen, dass wir im Jahr 2012 mehr als 3,1 Mio. Fahrgäste transportiert haben.“ Die Verlängerung nach Traun, sei daher ein logischer Schritt.

Kritik der Freiheitlichen
Kritik kommt von den Freiheitlichen. Nicht an der neuen Gesellschaft an sich, die FPÖ will aber, dass Fragen zur gesamten Tätigkeit ausgegliederter Staatsunternehmen im Landtag auch beantwortet werden, so Klubobmann Günther Steinkellner. Das sei derzeit nicht der Fall und müsse geändert werden.
Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on August 14, 2013, 10:38:56 AM
Quote from: 'ooe.ORF.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2598055/
Neue Straßenbahnlinie für Linz

Die SPÖ versucht, das zuletzt festgefahrene Projekt einer neuen Straßenbahnlinie durch Linz auf Schiene zu bringen. Auf den umstrittenen Tunnel in Urfahr soll, zumindest vorerst, verzichtet werden.


Um zwischen Eisenbahnbrücke und Bulgariplatz möglichst bald mit dem Bau der neuen Straßenbahnlinie 4 beginnen zu können, haben Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SPÖ) und Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ) eine Variante ohne Tunnel präsentiert. Luger spricht von einem Kompromiss, mit dem man die Landes-ÖVP mit ins Boot holen will.

Die Linie 4 soll unterirdisch vom Hauptbahnhof über den Bulgariplatz bis zum Design Center führen, weiter zu den Krankenhäusern AKH, UKH und Frauen- und Kinderklinik und dann beim Parkbad wieder an die Oberfläche kommen. Auf der neuen Eisenbahnbrücke soll sie die Donau überqueren und am Mühlkreisbahnhof enden.

Beträchtliche Einsparungen möglich
Bisher wurden Kosten von 350 Millionen Euro angegeben. Durch den Wegfall der umstrittenen Untertunnelung in Urfahr ließen sich beträchtliche Einsparungen erzielen, sagt Entholzer.

Nicht verbessert würde dadurch allerdings die Verkehrssituation in Urfahr - vor allem am Hinsenkampplatz, wo die stark befahrene Rudolfstraße auf die Nibelungenbrücke trifft. Lediglich eine Untertunnelung würde hier zu einer Entlastung führen, wie eine neue Studie eines Wiener Planungsbüros belege. Noch im Herbst soll es jedenfalls ein Treffen aller Parteien geben. Bis Jahresende könnte eine Einigung auf dem Tisch liegen, hofft die SPÖ.
Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: VT 5081 on December 04, 2013, 05:59:47 PM
Quote from: 'ooe.ORF.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2618587/
Vorschlag für RegioTram

Für das Nahverkehrsprojekt RegioTram - zwischen Linz und Pregarten - liegt der Expertenvorschlag für die Trassenführung vor. Er wird jetzt den Gemeinden zur genauen Prüfung und Stellungnahme übermittelt. Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SPÖ) will den Trassenverlauf bis zum Ende 2014 fixieren.


Mit der RegioTram soll der Straßenverkehr in den Linzer Zentralraum verringert werden, so Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SPÖ). Derzeit werden mit den betroffenen Gemeinden die Trassenvorschläge der Sachverständigen diskutiert. Geplant ist eine schnelle, attraktive und stauunabhängige Verkehrslösung für die Bewohner der Region und der Umlandgemeinden im Norden von Linz, speziell für die Strecken aus dem Raum Freistadt, Hagenberg, Gutau, Bad Zell, Alberndorf und Katsdorf.

Entlastung der A7
Vor allem die Verkehrsbelastung auf der A7, Mühlkreisautobahn würde durch die RegioTram reduziert werden, so Entholzer. Die Ergebnisse einer aktuellen Verkehrsuntersuchung würden klar zeigen, dass die geplante Tram den öffentlichen Verkehr in der Region attraktiver mache und sich die Nutzung des öffentlichen Verkehrs in der Region deutlich erhöhen würde.

Bürger sollen mitreden
Bei der Realisierung der RegioTram sollen die Bürger der Region bestmöglich eingebunden werden. Daher finden regelmäßige Treffen mit den betroffenen Gemeindevertretungen sowie umfassende Bürgerbeteiligungsprojekte statt.

Bisher seien 61 Eingaben von betroffenen Anrainern, von Interessensverbänden und Gebietskörperschaften eingebracht worden - vor allem sei es dabei um die Themen Lärmbelastung, Flächenumwidmungen sowie der geplanten Trassenführung gegangen.

Mehrere Trassen untersucht
Die Sachverständigen haben nun mehrere Trassenführungen untersucht und den bestmöglichen Vorschlag erarbeitet. Und zwar in Hinsicht auf die Umweltverträglichkeit und auf Fragen der Raumordnung, auf Verkehrssicherheit sowie in Hinsicht auf Erreichbarkeit und Erschließungsgrad sowie in Hinsicht auf die zu erwartenden Baukosten.

Der Vorschlag der Sachverständigen wird nun den betroffenen Gemeinden zur Begutachtung übermittelt. Die Gemeinden sollen dazu Stellung nehmen. Bis Ende 2014 soll der endgültige Trassenverlauf der RegioTram dann fixiert werden.
Beste Grüße
VT
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Bimigel on April 25, 2014, 05:11:32 PM
Quote from: 'oberösterreich.orf.at',http://ooe.orf.at/news/stories/2643892/
Schienen für neue Straßenbahnachse gelegt

Die Linz AG hat am Freitag die organisatorischen Schienen für den Bau der zweiten Straßenbahnachse gelegt: Der Aufsichtsrat beschloss mehrheitlich, mit der Einreichplanung zu beginnen, wie sein Vorsitzender Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) mitteilte.

Zudem will das Unternehmen die Eisenbahnbrücke sowie einen Schienenstrang der Mühlkreisbahn von den ÖBB übernehmen.

„Übernahme der Eisenbahnbrücke notwendig“
ÖVP, FPÖ und Grüne warfen der SPÖ vor, die Entscheidung über den Kauf der Eisenbahnbrücke aus dem Gemeinderat in die Linz AG zu verschieben, wo man den Vertrag „durchdrücken“ könne. Luger verteidigte den Schritt: Die Übernahme der Eisenbahnbrücke und des Schienenstrangs der Mühlkreisbahn auf Linzer Stadtgebiet sei logisch und
notwendig, wenn man eine zweite Straßenbahnachse haben wolle. Er appellierte an die anderen Fraktionen, „die Zukunft des öffentlichen Verkehrs nicht für parteipolitisches Kleingeld aufs Spiel zu setzen“.

Infrastrukturbetrieb ausgeschrieben

Am 24. Jänner war in einem „Brückengipfel“ zwischen Vertretern von Land Oberösterreich, Stadt, Linz AG und ÖBB diese Vorgehensweise paktiert worden. Die beiden Unternehmen hätten dann fixiert, dass die Trasse mit den zugehörigen Grundstücken bzw. dem Brückenwerk zwischen der Kreuzung Mühlkreisbahnhof in Urfahr und der Hafenstraße durch die Linz AG erworben werden soll, erklärte Luger. Die ÖBB haben den Infrastrukturbetrieb der Strecke aktuell ausgeschrieben.

Jahrelanges Tauziehen um marode Brücke
Der Entscheidung im Aufsichtsrat der Linz AG ging ein jahrelanges Tauziehen um die Zukunft der maroden Brücke voraus. Nachdem sie im Vorjahr aus dem Denkmalschutz entlassen worden war, hat die Eigentümerin ÖBB angekündigt, die Erhaltungsarbeiten einzustellen. Der drohende Wegfall einer Donauquerung, die auch von Pkw, Bussen, Radfahrern und Fußgängern benutzt wird, erhöhte den Druck eine Lösung zu finden.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on April 27, 2014, 10:38:53 PM
Ich nehm' an, die Linzer Eisenbahnbrücke ist die breiteste Eisenbahnkreuzung Österreichs?  :D
(Wenn ein Zug drüber fährt, müssen die Straßenfahrzeuge vor den Andreaskreuzen (bzw. den Lichtsignalanlagen) warten.)

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Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on December 21, 2015, 11:42:59 PM
Die FPÖ will nach wie vor die Straßenbahn in Urfahr in den Untergrund verbannen:  ----> http://www.heute.at/news/oesterreich/ooe/art23653,1243539
Title: O-Bus
Post by: nonscio on January 04, 2016, 05:25:16 PM
Für den O-Bus Ausbau werden bei van Hool Doppelgelenk-O-Busse beschafft, die sollen 2017 kommen, bis dahin fahren die Volvo 7000AT.
Mehr Bilder gibt es unter: http://public-transport.net/trolley/Linz/

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Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on January 18, 2016, 10:17:06 PM
ÖVP und FPÖ wollen in Linz die Pkw-Parkgebühr samstagnachmittags abschaffen und den Einnahmenentgang durch eine Erhöhung der Jahreskarte des öffentlichen Verkehrs ausgleichen:
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/FP-und-VP-gegen-Parkgebuehr-am-Samstagnachmittag;art66,2077735

Kein weiterer Kommentar.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on April 08, 2016, 01:30:59 PM
Straßenbahn zur Trauner Kreuzung mit fast 650.000 Fahrgäste im ersten Monat ein voller Erfolg  ----> http://www.salz-tv.at/?p=218274
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: nonscio on June 10, 2016, 05:07:52 PM
Nachdem ich nun dort war ein paar Bilder:
Trauner Kreuzung und die gelungene Haltestelle Plus City (ein Einkaufszentrum), die einen wirklich kurzen Zugang in die Einkaufshallen hat.

mehr Bilder hier:
http://public-transport.net/tram/Linz/

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Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: umweltretter on September 19, 2016, 03:30:34 PM
Die erneute Verlängerung bis zum Schloss Traun ist seit 10. September in Betrieb:

"Mit der Straßenbahn bis Traun und ab 2023 bis Ansfelden
Die neue Tramway-Linie 4 ist seit dem Wochenende in Betrieb – Traun feierte groß."
 ----> http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Mit-der-Strassenbahn-bis-Traun-und-ab-2023-bis-Ansfelden;art66,2342271
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: Schienenfreak on September 19, 2016, 11:26:09 PM
Ich war am Eröffnungswochenende auch in Linz/Traun und muss sagen, es ist gut gelungen!

Und zu den weiteren Plänen: :daumenhoch: aber spätestens bis zur nächsten Verlängerung könnte man endlich über eine Eingemeindung der Gemeinden entlang der Linien 3 und 4 nach Linz nachdenken.
Title: ÖPNV-Ausbau in Linz
Post by: 65A on September 20, 2016, 08:43:25 AM
Quote from: 'Schienenfreak','index.php?page=Thread&postID=341390#post341390'
Ich war am Eröffnungswochenende auch in Linz/Traun und muss sagen, es ist gut gelungen!

Und zu den weiteren Plänen: :daumenhoch: aber spätestens bis zur nächsten Verlängerung könnte man endlich über eine Eingemeindung der Gemeinden entlang der Linien 3 und 4 nach Linz nachdenken.
Ja, vor allem wenn man weiß, daß sich die BH für Linz-Land ja eh jetzt schon in der Kärntnerstraße 16, 4020 Linz befindet.