Author Topic: "Einstieg vorn"  (Read 272 times)

wiener1974

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"Einstieg vorn"
« Reply #30 on: March 08, 2011, 01:52:02 PM »
Nochmal: Bei Gelenkbuslinien wäre diese Maßnahme sicher keine so gute Idee.
Schließlich werden dort zumeist die Busse eben deshalb eingesetzt, um den Personen schnelleres ein-und aussteigen bzw. ein großzügigeres Platzangebot anbieten zu können.

Jahreskarte

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"Einstieg vorn"
« Reply #31 on: March 08, 2011, 01:59:16 PM »
Das hat es doch alles schon mal gegeben und war (offenbar!) nicht praktikabel. Ich kann mich an die DDH erinnern, da durfte man hinten nicht einsteigen, bei den alten Gelenkbussen war auch vorgeschrieben, wo man einzusteigen hatte, sicher auch bei den Normalbussen (gibts sicher alle noch im Straßenbahnmuseum zu bewundern, die Aufkleber). Da wissen die älteren unter uns aber wahrscheinlich besser Bescheid.

Ich persönlich will mir als zahlender Jahreskartenbesitzer nicht vorschreiben lassen, wie ich in einen Bus einzusteigen habe. Außerdem dauert der Fahrgastwechsel insgesamt länger, auch wenns nur am Wochenende ist. Bitte sich sowas mal am 13A plastisch vorzustellen.

Die Schwarzfahrer soll man bitteschön anders zur Strecke bringen, aber nicht, indem man die zahlenden Gäste schikaniert oder ihnen durch solche Maßnahmen das Nutzen des Beförderungsservices vergällt.

Ottakring

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"Einstieg vorn"
« Reply #32 on: March 08, 2011, 02:24:43 PM »
@Jahreskarte: Du hast völlig recht! Ursprünglich gab es auf allen Bussen Schaffner und den sogenannten "Fahrgastfluß" - Einstieg hinten, Ticketkontrolle bzw. Entwertung durch den Sitzschaffner, Ausstieg bei allen vorderen Türen. War übrigens auf allen Ein-Richtungs-Wagen der Bim genauso. Schließlich mußte ja bis 1967 jeder Umstieg mit der Mako-Zange am Fahrschein markiert werden.
Mit der Einsparung der Schaffner war vorerst die von mir weiter oben beschriebene Regelung (nur Fahrertür war bei Einmannbetrieb benützbar), später bekamen die Busse auch Entwerter und Türtaster für die hinteren Türen.
Noch länger dauerte es bei der Straßenbahn, wo vorerst sogar die Türtaster für "Fließverkehr" (hinten nur ein-, vorne u. Mitte nur aussteigen), bei Schaffnerbetrieb durfte man dann irgendwann auch vorne einsteigen (bei der C1 war bis zu deren Ende bei der Mitteltür "kein Einstieg" angeschrieben. Allerdings kümmerte sich in den letzten paar Jahren der Schaffner nicht mehr drum, genausowenig wie um die Fahrkarten.

schaffnerlos

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"Einstieg vorn"
« Reply #33 on: March 08, 2011, 02:49:52 PM »
Ich halte die Regel "Steige im Wiener Stadtverkehr bei der Türe deiner Wahl ein oder aus" für grundvernünftig und einfach. Gegen Schwarzfahrer helfen hohe Strafen und häufige Kontrollen. Wenn ich realistischerweise nur fünf Mal im Jahr kontrolliert werde, kommt mir das "erhöhte Beföderungsentgelt" billiger als eine Jahreskarte - das gehört genauso abgestellt wie die rechtlich bedenklichen Schwerpunktaktionen bei den Bahnsteigzugängen.
EDIT: fehlende Zeichen ergänzt

The best is the 21er

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"Einstieg vorn"
« Reply #34 on: March 08, 2011, 04:19:49 PM »
Quote
Original von schaffnerlos
Ich halte die Regel "Steige im Wiener Stadtverkehr bei der Türe deiner Wahl ein oder aus" für grundvernünftig und einfach. Gegen Schwarzfahrer helfen hohe Strafen und häufige Kontrollen. Wenn ich realistischernur fünf Mal im Jahr kontrolliert werde, kommt mir das "erhöhte Beföderungsentgelt" billiger als eine Jahreskarte - das gehört genauso abgestellt wie die rechtlich bedenklichen Schwerpunktaktionen bei den Bahnsteigzugängen.

Die Schwarzfahrer werden erst dann Fahrscheine kaufen wenn man die Strafe auf so 200 € raufsetzt und die Kontrollen massiv verstärkt!

Ottakring

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"Einstieg vorn"
« Reply #35 on: March 08, 2011, 06:46:11 PM »
Ich fände es sowieso gerechtfertigt, wenn pro Bezirk oder  zumindestens pro  Betriebsbahnhof/garage oder Expedit je ein Kontrollor-Duo unterwegs wäre und zwar in einem Radldienst und ganztägig. Da würden die Einnahmen ganz schön in die Höhe schnellen und die nächste Tarifanpassung könnte noch ein bißchen verzögert werden.

wiener1974

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"Einstieg vorn"
« Reply #36 on: March 09, 2011, 12:41:45 AM »
Quote
Original von The best is the 21er
Quote
Original von schaffnerlos
Ich halte die Regel "Steige im Wiener Stadtverkehr bei der Türe deiner Wahl ein oder aus" für grundvernünftig und einfach. Gegen Schwarzfahrer helfen hohe Strafen und häufige Kontrollen. Wenn ich realistischer nur fünf Mal im Jahr kontrolliert werde, kommt mir das "erhöhte Beföderungsentgelt" billiger als eine Jahreskarte - das gehört genauso abgestellt, wie die rechtlich bedenklichen Schwerpunktaktionen bei den Bahnsteigzugängen.

Die Schwarzfahrer werden erst dann Fahrscheine kaufen, wenn man die Strafe auf so 200 € raufsetzt und die Kontrollen massiv verstärkt!
Mit dem Preis würde sich fast sogar für "Sozial/Mobilpaß"-Besitzer eine Jahreskarte ausgehen. :lampe:

edit: Fehlerteufelmodus aktiviert

wiener1974

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Jetzt im gesamten Netz des HVV:
« Reply #37 on: March 08, 2012, 02:46:47 PM »
http://www.hvv.de/aktuelles/neuigkeiten/2012_02_20_Einstieg_vorn_2012.php Dieser Link lässt mich als ehemaliger Hamburger geradezu dazu veranlassen, dieses Thema auch für Wien und den VOR zu überdenken.

Öffi Freund

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"Einstieg vorn"
« Reply #38 on: March 12, 2012, 11:03:44 AM »
Quote from: 'Ferry','index.php?page=Thread&postID=239653#post239653'
In London verwenden viele Fahrgäste die Oyster-Card, mit der sie beim Ein- und Aussteigen berührungslos ein- und auschecken. Der Fahrer wirft nur einen Blick darauf und siehst sofort: Oyster-Card, OK, näheres Hinschauen erübrigt sich.
Es tut mir leid, dich da berichtigen zu müssen, da ich mich mehr oder minder regelmäßig in London aufhalte und selbst über eine Oystercard verfüge. Also: Erstens checkst du nur bei den Schienenverkehrsmitteln (underground, overground, DLR) ein und aus. Bei den Autobuslinien checkst du nur ein, da hier ein flatfare abgebucht wird. Zweitens "wirft der Fahrer keinen Blick" auf die Oystercard (da gibt es nichts zu sehen) sondern du berührst mit der Oystercard kurz ein Lesegerät (wobei du, wenn die card in einem Schutzumschlag steckt, der auch ruhig undurchlässig sein kann, diesen nicht zu öffnen brauchst, das Gerät erkennt die Karte auch durch den Umschlag). Bei den Schienen Öffis gibt es deshalb die Lesegeräte an den Bahnsteigsperren, in den Autobussen neben dem Fahrersitz.

Ferry

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"Einstieg vorn"
« Reply #39 on: March 12, 2012, 11:22:54 AM »
Quote from: 'Öffi Freund',index.php?page=Thread&postID=261833#post261833
Es tut mir leid, dich da berichtigen zu müssen, da ich mich mehr oder minder regelmäßig in London aufhalte und selbst über eine Oystercard verfüge. Also: Erstens checkst du nur bei den Schienenverkehrsmitteln (underground, overground, DLR) ein und aus. Bei den Autobuslinien checkst du nur ein, da hier ein flatfare abgebucht wird.
Ah, da ich bis jetzt immer ohne Oyster-Card unterwegs war, habe ich darauf nicht so geachtet. Eine Fahrt kostet also gleich viel, ob ich jetzt nur eine Station oder die gesamte Strecke befahre?

Quote
Zweitens "wirft der Fahrer keinen Blick" auf die Oystercard (da gibt es nichts zu sehen) sondern du berührst mit der Oystercard kurz ein Lesegerät (wobei du, wenn die card in einem Schutzumschlag steckt, der auch ruhig undurchlässig sein kann, diesen nicht zu öffnen brauchst, das Gerät erkennt die Karte auch durch den Umschlag). Bei den Schienen Öffis gibt es deshalb die Lesegeräte an den Bahnsteigsperren, in den Autobussen neben dem Fahrersitz.
Mit der Fahrer wirft einen Blick auf die Oystercard meint ich nur, dass der Fahrer nach einem kurzen Blick erkennt, dass es sich um eine Oystercard handelt und nicht weiter hinsieht - im Unterschied zu einem normalen Fahrausweis, den er sich sehr wohl zeigen lässt (ich wollte einmal, da hinter mir schon ein Gedränge war, nach einem kurzen Hinhalten des Fahrausweises weitergehen, wurde aber vom Fahrer gestoppt, da sich dieser den Fahrausweis genau angesehen hat (wir hatten damals übers Internet noch in Wien Zeitkarten bestellt, und da wollte der Fahrer natürlich sehen, ob die nicht vielleicht schon abgelaufen waren).

Öffi Freund

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"Einstieg vorn"
« Reply #40 on: March 12, 2012, 11:33:35 AM »
Quote from: 'Ferry','index.php?page=Thread&postID=261834#post261834'
im Unterschied zu einem normalen Fahrausweis, den er sich sehr wohl zeigen lässt
Ja, ist ja klar! Es gibt ja auch noch genug andere Fahrausweisarten in London (Einzelfahrscheine, Tagesnetzkarten etc.). Beim Bus wird ein Minimaltarif abgebucht. Hast du übrigends gewusst, dass Jede(r) Londoner(in) ab sechzig automatisch einen Fahrausweis für alle Verkehrsmittel der Stadt GRATIS (auf Lebenszeit) erhält? Das sollte mal den WL einfallen! Sogar der Ohrwaschlkaktus Charles hat einen solchen erhalten (ist ja im Buckingham Palace gemeldet) und soll darüber sehr belustigt gewesen sein.

Gruß Öffi Freund :]

umweltretter

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"Einstieg vorn"
« Reply #41 on: March 12, 2012, 09:48:28 PM »
Quote from: 'Ferry','index.php?page=Thread&postID=261834#post261834'
im Unterschied zu einem normalen Fahrausweis, den er sich sehr wohl zeigen lässt (ich wollte einmal, da hinter mir schon ein Gedränge war, nach einem kurzen Hinhalten des Fahrausweises weitergehen, wurde aber vom Fahrer gestoppt, da sich dieser den Fahrausweis genau angesehen hat
Das dürfte aber ein Einzelfall gewesen sein, bei meinen zahlreichen Londonbesuchen war praktisch allen Busfahrern egal, was man ihnen da gezeigt hat.

Ferry

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"Einstieg vorn"
« Reply #42 on: March 13, 2012, 08:57:41 AM »
Quote from: 'umweltretter',index.php?page=Thread&postID=261872#post261872
Quote from: 'Ferry','index.php?page=Thread&postID=261834#post261834'
im Unterschied zu einem normalen Fahrausweis, den er sich sehr wohl zeigen lässt (ich wollte einmal, da hinter mir schon ein Gedränge war, nach einem kurzen Hinhalten des Fahrausweises weitergehen, wurde aber vom Fahrer gestoppt, da sich dieser den Fahrausweis genau angesehen hat
Das dürfte aber ein Einzelfall gewesen sein, bei meinen zahlreichen Londonbesuchen war praktisch allen Busfahrern egal, was man ihnen da gezeigt hat.
Bei mir war es auch nicht immer so, aber speziell in der inneren Stadt - wo auch viele Touristen unterwegs sind - dürften zumindest manche Lenker doch genauer hinsehen.