Author Topic: Obus einführung in Wien  (Read 3942 times)

Ottakring

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Obus einführung in Wien
« Reply #15 on: August 28, 2011, 08:20:53 AM »
Ich denke auch, daß das Netz in den südwestlichen Bezirken (10,12,13,23) für ein richtiggehendes O-Bus-Netz prädestiniert wäre. Sollten auch noch (Utopie!) die angrenzenden Gemeinden (Perchtoldsdorf, Vösendorf, Brunn, Breitenfurt) Beiträge leisten (an das Land NÖ wagen ich gar nicht zu denken) wäre sogar ein grenzüberschreitendes Netz mit einem dichten Takt möglich. Angesichts der Umweltbelastung durch Abgase wäre damit auch dem südlichen Wienerwald geholfen. Irgendwann werden ja vermutlich auch die Linien vom Dr.Richard in A-Linien umgewandelt werden (müssen?) da könnte man mit diesem Netzaufbau beginnen. Vor allem würde in dieser Region die Oberleitung nicht so störend wirken wie etwa in den westlichen Bezirken, und in Transdanubien ändern sich durch die ständige Neubautätigkeit die Linienführungen zu oft.

FromHell

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Obus einführung in Wien
« Reply #16 on: August 28, 2011, 09:55:54 AM »
Prinzipiell hört sich die Idee mit dem O-Bus ganz gut an, allerdings hat dieser einen entscheidenden Nachteil gegenüber herkömmlichen Bussen: mangelnde Flexibilität. Ich weiß, weiter oben wurde erwähnt, dass er bis zu 4,5 Meter Spielraum hat, doch in meinen Augen reicht das nicht ganz. Denn was macht man, wenn aufgrund eines größeren Unfalls eimal mehr Fahrspuren gesperrt werden müssen? Einfach umleiten wie bei "normalen" Bussen wird ja wohl nicht überall gehen.

Außerdem müssten die WL so oder so eine handvoll herkömmlicher Busse behalten, denn andernfalls wäre man kaum in der Lage bei einem längeren Ausfall einer Straßen- oder U-Bahnlinie rasch einen flexiblen Ersatzverkehr einzurichten. Daher bin ich der Meinung, dass ein O-Busbetrieb in Wien nur begrenzt sinnvoll wäre, da auch deutliche Nachteile entstehen würden.

monolith

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Obus einführung in Wien
« Reply #17 on: August 28, 2011, 11:37:10 AM »
Auch größere Umleitungen sind mit modernen O-Bussen kein Problem. Sie bügeln einfach ab, schmeißen den Hilfsdiesel an und fahren damit weiter.

Und bisher hat ja keiner was von einer Vollumstellung auf O-Bus gesagt, es geht hier um die sinnvolle Ergänzung des Busnetzes.



EDIT: Was hinzugefügt

E1

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Obus einführung in Wien
« Reply #18 on: August 28, 2011, 01:18:12 PM »
Wie monolith schon sagte, können bei Baustellen, Umleitungen o. ä. die Obusse abbügeln, und mit einem Hilfsaggregat weiterfahren. Ich muss zwar zugeben, dass die Höchstgeschwindigkeit durch 55kw recht beschränkt ist, aber es spricht nichts dagegen.

Bei uns in Salzburg sagt man zwar dass die Wiener sich gegen Obus breitstellen, aber ich sehe es irgendwie so: Die Leute die den Obus nicht kennen sind grundlegend skeptisch.

Aber wer wäre bei den WienerLinien denn eine gute Kontaktperson in der hinsicht?

Ottakring

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RE: O-Bus
« Reply #19 on: August 28, 2011, 07:07:45 PM »
Quote
Original von p16
 ganz im Gegensatz zum 66A, der dann als quasi "Inselbetrieb" geführt werden müsste. Für eine einzige Linie eine separate Betriebsstelle errichten?
Wieso Inselbetrieb?Gerade der 66A ist doch mit etlichen anderen Linien vernetzt. 7A, 15A, 67A, 70A, 17A, 19A, 16A, 64A, 60A, 62A und die Postbuslinien mit Ausgangspunkt Lieisng (geografisch geordnet und vielleicht nicht einmal vollständig). Daß derzeit verschiedene Betreiber auf diesen Linien unterwegs sind, ist ja nicht für ewige Zeiten einzementiert. Wenn ich meine früher angedachte Idee weiterspinne, wäre gerade der Bhf.Liesing als Zentraler O-Bus-Knoten sinnvoll. Eventuell könnte man ja in Kooperation verschiedener Verkehrsunternehmen, der beiden Bundesländer und der betroffenen Gemeinden eine eigene Betriebsgesellschaft gründen....

Leonardo

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Obus einführung in Wien
« Reply #20 on: August 28, 2011, 07:36:22 PM »
O-Bus kann man schon begrüßen. Aber prinzipiell sollten mal die am stärksten ausgelasteten Busstrecken auf Bim umgestellt werden (Kapazität!) und mal ein Testbetrieb auf einer Buslinie (zB 74A, da hat man nur an den Endstellen Kontakt mit der Straßenbahn und kann das mal auch in Wien testen) eingerichtet werden.
38A wäre mE auch ein guter Kandidat zumindest mal zwischen Heiligenstadt und Wagenwiese, da der 38A oft überfüllt ist zwischen Heiligenstadt und zumindest Grinzing. Dort einen Gelenk-O-Bus zu installieren wäre eine echte Verbesserung.

E1

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Obus einführung in Wien
« Reply #21 on: August 28, 2011, 08:27:55 PM »
Es gibt ja in Zürich zum Beispiel einen Doppelgelenkobus mit 24,7m länge!
Das wäre ja das optimale in Wien würd ich sagen. Bräuchte in der EU eine Sonder-Genehmigung, aber Salzburg wird sich in den nächsten Jahren auch so einen Dackel anschaffen.

Mich erfreut übrigens die positive Einstellung von euch zum Obus. Sowas findet man recht selten ;)

umweltretter

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Obus einführung in Wien
« Reply #22 on: August 28, 2011, 08:40:58 PM »
Quote
Original von E1
Es gibt ja in Zürich zum Beispiel einen Doppelgelenkobus mit 24,7m länge!
Das wäre ja das optimale in Wien würd ich sagen.
Wo solche Kapazitäten benötigt werden, ist eine Straßenbahn sinnvoller.

matboy

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Obus einführung in Wien
« Reply #23 on: August 28, 2011, 09:00:08 PM »
Quote
Original von E1

Mich erfreut übrigens die positive Einstellung von euch zum Obus. Sowas findet man recht selten ;)

Selbst in Salzburg ist das neu. Es gab Zeiten, da wäre die Führung Stadtwerke (heute Stadtbus) den Obus am liebsten losgeworden. Der Gipfel dessen war, dass 1998 fünf Obusse durch Dieselbusse ersetzt wurden.

@umweltretter: zumindest in Salzburg halte ich Doppelgelenkobusse für sinnvoller als eine Straßenbahn, weil für die Straßenbahn jegliche Infrastruktur fehlt aber für den Obus alles bereits vorhanden ist. Außerdem ist ein Einsatz dieser Busse nur auf der Linie 3 geplant (für ortskundige: das könnte zwischen Bahnhof und Pflanzmann zu Schwierigkeiten führen) und eine einzige Straßenbahnlinie zahlt sich nicht wirklich aus.

monolith

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Obus einführung in Wien
« Reply #24 on: August 28, 2011, 10:56:19 PM »
Von Doppelgelenk-Bussen halte ich wenig, diese sind sehr unpraktisch. Ab solchen Fahrzeugen ist es wirtschaftlicher, eine Straßenbahn einzusetzen. Generell sollte man den Bus nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Straßenbahn sehen, und die Straßenbahn kapazitätsmäßig "höher" positionieren, als es mit den jetztigen A-Ulfen der Fall ist.

Der O-Bus erhöht aber desweiteren auch die Kapazität einer Buslinie, da er schneller ist als ein normaler Bus und so die selbe Anzahl an Fahrzeugen eine größere Anzahl an FG pro Stunde transportieren kann. Desweiteren verfügt auch der O-Bus über eine Variante des Schienenbonus - wenn auch mit weniger Wirkung.

FromHell

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Obus einführung in Wien
« Reply #25 on: August 29, 2011, 12:22:15 PM »
Eine Frage hätte ich da noch: Wie schaut es mit der Wartung aus? Ist diese (kosten-)aufwändiger als bei herkömmlichen Bussen bzw. den Flüssiggasbussen der WL?

lp89

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Obus einführung in Wien
« Reply #26 on: August 29, 2011, 04:24:27 PM »
prinzipiell wäre ein obus betrieb auf einigen linien in wien schon sinnvoll.
Quote
Original von matboy
 Beim 13A bin ich nach wie vor für eine Straßenbahn.

gehtjanx

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Obus einführung in Wien
« Reply #27 on: August 29, 2011, 05:31:28 PM »
Die Panikmache von den Grünen und Co stimmt ja gar nicht!

-> Je teurer der Sprit desto MEHR Ölvorkommen/verfügbares Öl gibt es.

Ich glaube damit kann man noch paar Jährchen auskommen. Und wenn man bedenkt dass ca. 50% Steuern sind so ist der Preis gar nicht mehr sooo teuer für das Produkt ansich (leider muss man alles bezahlen ;) )

O Bus als Umwelt-Plus geht vielleicht in Österreich durch (da wir viel Strom aus Wasserkraft haben) aber in Ländern mit Kohlekraftwerken wäre es nur eine Verlagerung vom CO2 Ausstoß.

Ansonsten bin ich weder dafür noch dagegen. Wenn es sinnvoll ist - warum nicht - passt. Aber wegen Öl-Panik braucht man das nicht zu machen. Es ist ggf. sogar eine gute Alternative zu den Hybrid-Bussen, die ja teure und anfällige Akkus mit sich rumschleppen.

Mal ne Frage:
Fährt der O Bus (oder gibt es O Busse) mit "Straßenbahnstrom"? Was passiert wenn Straßenbahn und O Bus kreuzen? Ist das dann wie eine Straßenbahnkreuzung?


gehtjanx

VT 5081

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Obus einführung in Wien
« Reply #28 on: August 29, 2011, 05:55:11 PM »
Quote
Original von gehtjanx
Fährt der O Bus (oder gibt es O Busse) mit "Straßenbahnstrom"?
Ja. (Gleichstrom)

Quote
Was passiert wenn Straßenbahn und O Bus kreuzen? Ist das dann wie eine Straßenbahnkreuzung?
Das ist ein wenig komplizierter, da beim Obus Plus- und Minuspol "in der Luft hängen".

----> Bildbeispiel aus Athen

Beste Grüße
VT

68er

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Obus einführung in Wien
« Reply #29 on: August 29, 2011, 06:24:42 PM »
Quote
Original von gehtjanx
O Bus als Umwelt-Plus geht vielleicht in Österreich durch (da wir viel Strom aus Wasserkraft haben) aber in Ländern mit Kohlekraftwerken wäre es nur eine Verlagerung vom CO2 Ausstoß.

"Nur" die Verlagerung von CO2-Ausstoss (und Lärm) alleine hat halt auch schon das nicht unwesentliche Potential, die Wohnsituation des überwiegenden Mehrheit der Stadtbewohner von "völlig unerträglich" zu "jetzt müssten nur noch die Parkplätze weg und Bäume und Spielplätze her" zu ändern.
Das bezieht sich natürlich nicht nur auf O-Busse, sondern auf Elektromobilität und das damit einhergehende hoffentlich möglichst früh realisierte Fahrverbot für Kfz mit Verbrennungsmotor in den Ballungsräumen.

Aber ich weiß schon, für die üblichen Umweltschützer und Grünen zählen Menschen nicht zur Umwelt. Die protestieren dann gegen die Verlagerung in unbewohnte oder schwach besiedelte Gegenden, weil ja die Verursacher (natürlich sind alle Menschen gleich böse Umweltzerstörer, und die in den Villenvierteln leiden sicher ganz besonders unter den Folgen) das Resultat spüren müssen.