Author Topic: Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte  (Read 1252 times)

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« on: May 21, 2012, 11:43:08 AM »
Eine Direktverbindung wurde im Forum schon einmal angesprochen. Allerdings wurde dies damals als Schnellbuslinie vorgeschlagen. Ich persönlich halte von einer Buslinie in dieser Relation nicht viel, da dieser in der Verkehrsspitze spätestens im Bereich Floridsdorfer Brücke stecken bleiben würde. Tatsächlich muss man heute, wenn man vom 19. in den 21. Bezirk will, umsteigen. Möglichkeiten: 11A-31, 39A (später 5B)-U6 (oder S-Bahn), bzw. S45-S-Bahn-Stammlinie (oder U6). Mein Vorschlag daher: Eine Straßenbahnlinie (die benützt über die Brücke und in Floridsdorf einen eigenen Gleiskörper). Die Neubaustrecke müsste wie folgt verlaufen: Friedrich Engels Platz – Adalbert Stifter Straße – Lorenz Müller Gasse – Gunoldstraße – Boschstraße – Heiligenstadt. Die Straßenzüge sind breit genug um den Gleiskörper, weitgehend vom MIV getrennt, zu führen und in der Boschstraße ist beim Bahnhof Heiligenstadt die Durchfahrt ohnedies gesperrt, so dass das keine Durchzugsstraße ist. Die Neubaustrecke wäre auch nicht übermäßig lang. Die Schleifenführung könnte um den Park des 12. Februar Platzes gegen den Uhrzeigersinn erfolgen (Rückfahrt über Josef Hindels Gasse), wobei im Bereich der Heiligenstädter Straße ein eigenes Gleis parallel zur Linie D zu schaffen ist (Umsteigemöglichkeit, nur Betriebsgleisverbindung zwischen den Linien). Als Linie für diese Strecke könnte ich mir eine Verlängerung der Linie 30 von Floridsdorf über die Donau zum Friedrich Engels Platz und weiter über die Neubaustrecke vorstellen. Ein Nebeneffekt wäre auch durch die Weiterführung der Linie 30 bis Stammersdorf eine bessere Verbindung zwischen den Wohnvierteln um die Brünner Straße mit der Franz-Josefs-Bahn und der S40 (die ja mit der Stammstrecke nur über die S45 verbunden ist). :bim: :]

Eine weitere Überlegung wäre eine spätere Umstellung der zukünftigen Autobuslinie 5B auf Straßenbahn. Dies ist aber nur dann eine Überlegung wert, wenn man erstens die oben propagierte Strecke baut und zweitens wenn man weiß, wie sich das Fahrgastaufkommen auf der Linie 5B entwickelt. Verlockend ist, dass man dann neben der Reaktivierung der Strecke Mühlfeldgasse – Heinestraße nur 2 kurze Neubaustrecken benötigt: Die Obere Augartenstraße zwischen Taborstraße und der Unteren Augartenstraße und die Achse Klosterneuburger Straße ab Wexstraße – Brigittenauer Lände bis Gunoldstraße. Der 31er könnte dann auf seine alte Strecke Jägerstraße bis Gaußplatz zurückkehren. Die Wexstraße selbst wäre dann (wie zu Zeiten des alten 33ers) nur mehr Betriebsstrecke, was aber kaum Jemandem einen Nachteil bringen würde.

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38ger

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #1 on: May 21, 2012, 01:17:16 PM »
Ich behaupte, dass es dafür zu wenig Nachfrage gibt!
Im übrigen sind die Fahrzeiten von Bus und Straßenbahn nicht zwangsläufig unterschiedlich, denn wo ein eigener Gleiskörper möglich ist, dort ist auch eine Busspur möglich.
So wenige Gründe es gibt nach Heiligenstadt zu fahren, so wenige Gründe gibt es nach Floridsdorf zu fahren (beides ist weder Fortgehszene, noch Arbeitsplatzzentrum, noch Bildungscluster, noch Ausflugsziel).
Wenn man vom 19. in den 21. will kann man auch die zehn Schritte in den 9. zur U6 gehen, dann brauch man nicht mal umsteigen ...
Die Linie 33 und 30 sind deshalb "getrennt" worden (vereinfacht ausgedrückt), weil es über die Floridsdorfer Brücke keine allzustarke Verkehrsnachfrage gibt.
Von Floridsdorf und von der Stammstrecke kommt man auch mit der U6 zur Franz-Josefs Bahn und zur S40 (und nicht nur mit der S45).
Mit der S45 kommt man zwar nicht direkt nach Floridsdorf, aber zum Handelskai und damit zu allen Linien der Stammstrecke, so schlecht ist die Verbindung 19.-21. also gar nicht!
Ein 5B hat mMn ein beschränktes Fahrgastaufkommen und ist für die Relation Heiligenstadt-Praterstern relativ unbrauchbar, da man mit U4-U1 trotz Umsteigen wesentlich schneller ist, der Bus ist lediglich für die Feinverteilung im 20. zuständig und hat mMn kein Potential für eine Straßenbahn bzw. läge die Auslastung vermutlich irgendwo zwischen 33er und 42er!

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #2 on: May 21, 2012, 01:43:37 PM »
Quote from: '38ger','index.php?page=Thread&postID=265027#post265027'
Ich behaupte, dass es dafür zu wenig Nachfrage gibt!
Ja, schön. Und woher weißt du das? Was gibt es für eine Untersuchung die Nachfrage zu einer Strecke betreffend, die es noch gar nicht gibt? Bitte um die Quelle. Vermutungen sind gut und schön, "Behauptungen" sollten zumindest ein bisschen fundiert sein. Und wenn der Columbus auf alles, was ihm vor seiner Abfahrt gesagt wurde, gehört hätte, wäre er nie nach Amerika gekommen. :rolleyes:

Schienenchaos

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« Reply #3 on: May 21, 2012, 02:10:15 PM »
Wer die täglichen Staus in der Barawitzkagasse, Gunoldstraße und der Nordbrücke kennt, sollte das Fehlen einer direkten öffentlichen Verbindung zwischen den Bezirken 19 und 21 nicht in Frage stellen. Diese Relation ist im Moment wirklich nicht attraktiv und würde, je nach Destination, mindestens zweimaliges Umsteigen erfordern. Insofern kann ich den Entwurf von User "Öffi Freund" nur unterstützen.

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #4 on: May 21, 2012, 02:42:41 PM »
Quote from: '38ger','index.php?page=Thread&postID=265027#post265027'
Im übrigen sind die Fahrzeiten von Bus und Straßenbahn nicht zwangsläufig unterschiedlich, denn wo ein eigener Gleiskörper möglich ist, dort ist auch eine Busspur möglich.
So wenige Gründe es gibt nach Heiligenstadt zu fahren, so wenige Gründe gibt es nach Floridsdorf zu fahren (beides ist weder Fortgehszene, noch Arbeitsplatzzentrum, noch Bildungscluster, noch Ausflugsziel).
Wenn man vom 19. in den 21. will kann man auch die zehn Schritte in den 9. zur U6 gehen, dann brauch man nicht mal umsteigen ...
Die Linie 33 und 30 sind deshalb "getrennt" worden (vereinfacht ausgedrückt), weil es über die Floridsdorfer Brücke keine allzustarke Verkehrsnachfrage gibt.
Von Floridsdorf und von der Stammstrecke kommt man auch mit der U6 zur Franz-Josefs Bahn und zur S40 (und nicht nur mit der S45).
Mit der S45 kommt man zwar nicht direkt nach Floridsdorf, aber zum Handelskai und damit zu allen Linien der Stammstrecke, so schlecht ist die Verbindung 19.-21. also gar nicht!
Ein 5B hat mMn ein beschränktes Fahrgastaufkommen und ist für die Relation Heiligenstadt-Praterstern relativ unbrauchbar, da man mit U4-U1 trotz Umsteigen wesentlich schneller ist, der Bus ist lediglich für die Feinverteilung im 20. zuständig und hat mMn kein Potential für eine Straßenbahn bzw. läge die Auslastung vermutlich irgendwo zwischen 33er und 42er!
1) Floridsdorf ist kein Arbeitsplatzzentrum? Kennst du den Bezirk? Was wird das mit dem neuen Krankenhaus (dort fährt der 30er vorbei)? Träumst du?

2) 10 Schritte zur U6? Kennst du das Märchen von den "7 Meilen Stiefeln" und ist das für dich Realität? Oder glaubst du die Wiener Bevölkerung besteht nur aus Jugendlichen ohne körperliche Behinderungen?

3) Die Linien 30 und 33 wurden nicht wegen zu geringer Nachfrage über die Floridsdorfer Brücke getrennt, sondern um den 32er los zu werden, weil der wiederum für die Attraktivierung der Linie 26 herhalten musste. Warum dürfen Leute aus der Innenstadt zwar direkt zur Brünner Straße (31), aber nicht mehr zur Prager Straße (+ 32) fahren?

4) Was den Anhang mit dem 5B betrifft: Habe ich ja selbst gesagt, dass es dazu 2 Voraussetzungen geben muss: Erstens den Bau der vorgeschlagenen Neubaustrecke und zweitens das Abwarten der Inanspruchnahme. Mag sein, dass sich das nicht rechnet, aber rein prinzipiell jetzt einmal etwas zu dem ständigen Wirtschaftsgejammere gesagt: Der öffentliche Verkehr ist eine gemeinnützige, sozial erforderliche Institution. Solche ständig von der wirtschaftlichen Seite zu beleuchten ist der falsche Weg. Da gehen wir im Krebsgang zurück in die Gründerzeit. Auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr rechnen sich nicht, aber in einer funktionierenden Gemeinschaft sind wir verpflichtet, sie zu unterhalten. Oder schau dir die Post an: Die rechnet sich auch nicht, aber wir benötigen sie und was herauskommt wenn ein gemeinnütziges Unternehmen an die Börse geht um Aktionäre zu befriedigen (was bei solchen Unternehmen meistens ohnedies misslingt) sehen wir bei der Post ja gerade.

5) Wenn du den 5B zwischen 33 und 42 ansiedelst, dann können wir die beiden Straßenbahnlinien ja ruhig einstellen, wenn es nach dir geht, oder?

Freue mich auf deine Antwort! Gruß Öffi Freund ;)

Z-TW

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #5 on: May 21, 2012, 03:05:09 PM »
Die Kombination S 45 / S Stammstrecke ist ohnehin konkurrenzlos schnell! Das Argument Stau in der Gunoldstraße zählt nichts, denn es staut ohnehin auch auf Straßen parallel zu U- und S-Bahnstrecken. (Gürtel, Praterbrücke etc.)

317

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« Reply #6 on: May 21, 2012, 03:42:29 PM »
Vielleicht hülfe es, sich Klarheit darüber zu verschaffen, von wo im 19. nach wohin im 21. Bezirk den eigentlich welcher Bedarf besteht. Dann kann man gucken, ob dieser Bedarf mit dem bestehenden Angebot abgedeckt ist, und das kann auch bedeuten, dass Umsteigen akzeptabel ist. Den Stau auf der Nordbrücke gibt es u.a. auch deswegen, weil die A22 das Einfallstor aus dem nördlichen Umland ist, wenn diese Autos einmal an der Stadtgrenze sind, husten sich die Fahrer einen auf eine Bim von Flo'dorf nach Döbling. Zumal es ja bereits eine umsteigefreie Verbindung zwischen 19. und 21.Hieb gibt - die U6 (abgesehen von Stammstrecke/S45, die auch nicht übel ist)!

Edit: im Eifer des Gefechtes hab ich jetzt Heiligenstadt ein wenig zu Döbling verallgemeinert, die Frage nach dem woher und wohin bleibt aber...

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #7 on: May 21, 2012, 03:50:07 PM »
Quote from: 'Z-TW','index.php?page=Thread&postID=265035#post265035'
Die Kombination S 45 / S Stammstrecke ist ohnehin konkurrenzlos schnell! Das Argument Stau in der Gunoldstraße zählt nichts, denn es staut ohnehin auch auf Straßen parallel zu U- und S-Bahnstrecken. (Gürtel, Praterbrücke etc.)
Mag sein, aber den Stau im MIV kannst du nicht generell als Argument gegen ein Projekt im ÖV einsetzen. Denn es staut zur HVZ (und manchmal auch außerhalb) überall in Wien, unabhängig von den Verkehrslinien, das heißt es ist kaum möglich, das gesamte Verkehrsaufkommen für oder wider eine ÖV Linie zu verwenden. Das kommt aus dem (leider erfolgreichen) Unsinn, seit den 50er Jahren das Auto vom Verkehrsmittel zum Kultobjekt hoch zu stilisieren (zuerst Ausdruck des Wiederaufbaus, dann des Wirtschaftswunders). :( Und was die "konkurrenzlose Schnelligkeit" betrifft, so habe ich in diesem Forum schon genug Beiträge gelesen, die wiederum die "Umsteigzwänge" beklagen. Ob es allerdings je Untersuchungen gegeben hat um festzustellen, was den Fahrgästen wirklich wichtig ist, hat mir bis jetzt noch Niemand beantworten können. :daumenrunter:

Schienenchaos

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« Reply #8 on: May 21, 2012, 04:07:05 PM »
Quote from: 'Z-TW',index.php?page=Thread&postID=265035#post265035
Die Kombination S 45 / S Stammstrecke ist ohnehin konkurrenzlos schnell! Das Argument Stau in der Gunoldstraße zählt nichts, denn es staut ohnehin auch auf Straßen parallel zu U- und S-Bahnstrecken. (Gürtel, Praterbrücke etc.)

Die Geschwindigkeit der S-Bahn bestreitet auch niemand.
Allerdings vergleichst du beim Thema Gunoldstraße Äpfel mit Birnen. Denn es gibt im Moment keine attraktive (!) Alternative zum Auto auf dieser Relation. Wie schon vorher geschrieben wäre man gezwungen mind. 2 mal umzusteigen, um vom 19. (angenommener Ausgangspunkt zwischen Unterdöbling und Heiligenstadt - sprich: die Hauptstauzone) in den 21. zu kommen.
Insofern würde ich eine Verbindung zwischen (Gatterburggasse/Krottenbachstraße -) Heiligenstadt und weiter Richtung Floridsdorf propagieren.

317

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #9 on: May 21, 2012, 04:14:34 PM »
Bertreff "Umsteigezwang": ich bin ja nicht gegen direkte Verbindungen, aber man muss sich schon ansehen, für wieviele Umsteigewänge man da Infrastruktur hinpflastert. Kann ja sein, dass der angesprochene Schnellbus ausreicht, vielleicht rechnet sich ja tatsächlich eine Straßenbahnlinie, möglicherweise brauchts etwas noch Kapazitiveres. Letzteres schließe ich einmal aus, und den Bedarf für eine Straßenbahn eigentlich auch (gut - dafür hab ich keine Zahlen parat, aber das Gegenteil ist auch nicht erwiesen...).
Im Verkehrsnetz einer Milionenstadt wird es immer Umsteigezwänge geben, es sei denn, man bastelt hunderte Direktlinien.  ;)

38ger

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« Reply #10 on: May 21, 2012, 04:29:35 PM »
Quote from: 'Öffi Freund',index.php?page=Thread&postID=265028#post265028
Quote from: '38ger','index.php?page=Thread&postID=265027#post265027'
Ich behaupte, dass es dafür zu wenig Nachfrage gibt!
Ja, schön. Und woher weißt du das? Was gibt es für eine Untersuchung die Nachfrage zu einer Strecke betreffend, die es noch gar nicht gibt? Bitte um die Quelle. Vermutungen sind gut und schön, "Behauptungen" sollten zumindest ein bisschen fundiert sein. Und wenn der Columbus auf alles, was ihm vor seiner Abfahrt gesagt wurde, gehört hätte, wäre er nie nach Amerika gekommen. :rolleyes:
Es ist einfach meine Einschätzung, genauso wie Du eben unterstellst dass die Relation derzeit schlecht bedient ist im ÖV (S45 und S-Bahn-Stammstrecke UND U4 und U6 finde ich persönlich ja nicht so schlecht!) und häufig nahgefragt wird, wobei Du Dich ja auf die Punkte Heiligenstadt und den Punkt Floridsdorf beziehst, denn würde es Dir um die Fläche gehen, dann hättest Du ja wohl Döbling und nicht Heiligenstadt geschrieben.
Mmn impliziert eine explizit als solche benannte Behauptung ja auch, dass es sich um die eigene Überzeugung handelt, Quelle ist also wenn Du so willst meine Einbildung, wie das bei (nicht nur meinen) Meinungen meistens der Fall ist! :P Eine Behauptung ist für mich jedenfalls eine unterstellte, aber nicht zwangsläufig eine faktische Feststellung, als welche ich sie ja auch benannt habe!

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #11 on: May 21, 2012, 04:30:29 PM »
Quote from: '317','index.php?page=Thread&postID=265042#post265042'
Bertreff "Umsteigezwang": ich bin ja nicht gegen direkte Verbindungen, aber man muss sich schon ansehen, für wieviele Umsteigewänge man da Infrastruktur hinpflastert. Kann ja sein, dass der angesprochene Schnellbus ausreicht, vielleicht rechnet sich ja tatsächlich eine Straßenbahnlinie, möglicherweise brauchts etwas noch Kapazitiveres. Letzteres schließe ich einmal aus, und den Bedarf für eine Straßenbahn eigentlich auch (gut - dafür hab ich keine Zahlen parat, aber das Gegenteil ist auch nicht erwiesen...).
Im Verkehrsnetz einer Milionenstadt wird es immer Umsteigezwänge geben, es sei denn, man bastelt hunderte Direktlinien.
Das ist in meinen Augen ein absolut konstruktiver Beitrag. :daumenhoch: Aber jetzt - völlig losgelöst von diesem Thema: Müsste es nicht für jede Kommune interessant sein einmal zu erheben, worauf es den Benutzern wirklich ankommt: Schnelligkeit - Umsteigzwänge - Flächendeckung etc. Dann könnte man daraus eine Soll-ist-Studie erstellen und die Verkehrsplanung danach vornehmen. Ich werde in Wien das Gefühl nicht los, dass es da ganz andere Prioritäten, hauptsächlich parteipolitisches Hick-Hack und Prestigedenken gibt, die dann die Finanzplanung (leider) dominieren. Wer da noch alles hineinhustet kannst du in meinem posting über die "Beschleunigung" der Straßenbahnlinien nachlesen. Auf der anderen Seite ist es aber auch für mich unbestreitbar, dass die Einführung attraktiver Linien Verkehr an sich zieht (also auch Kapazitäten schafft, die vorher nicht da waren) gleich wie auch beim MIV (siehe A23) als negatives Beispiel. Es ist daher für mich ein bisschen bedenklich, den Bedarf nur nach den momentanen Gegebenheiten zu beurteilen. Gruß Öffi Freund :)

38ger

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #12 on: May 21, 2012, 04:39:05 PM »
Quote from: 'Öffi Freund',index.php?page=Thread&postID=265045#post265045
Quote from: '317','index.php?page=Thread&postID=265042#post265042'
Bertreff "Umsteigezwang": ich bin ja nicht gegen direkte Verbindungen, aber man muss sich schon ansehen, für wieviele Umsteigewänge man da Infrastruktur hinpflastert. Kann ja sein, dass der angesprochene Schnellbus ausreicht, vielleicht rechnet sich ja tatsächlich eine Straßenbahnlinie, möglicherweise brauchts etwas noch Kapazitiveres. Letzteres schließe ich einmal aus, und den Bedarf für eine Straßenbahn eigentlich auch (gut - dafür hab ich keine Zahlen parat, aber das Gegenteil ist auch nicht erwiesen...).
Im Verkehrsnetz einer Milionenstadt wird es immer Umsteigezwänge geben, es sei denn, man bastelt hunderte Direktlinien.
Das ist in meinen Augen ein absolut konstruktiver Beitrag. :daumenhoch: Aber jetzt - völlig losgelöst von diesem Thema: Müsste es nicht für jede Kommune interessant sein einmal zu erheben, worauf es den Benutzern wirklich ankommt: Schnelligkeit - Umsteigzwänge - Flächendeckung etc. Dann könnte man daraus eine Soll-ist-Studie erstellen und die Verkehrsplanung danach vornehmen. Ich werde in Wien das Gefühl nicht los, dass es da ganz andere Prioritäten, hauptsächlich parteipolitisches Hick-Hack und Prestigedenken gibt, die dann die Finanzplanung (leider) dominieren. Wer da noch alles hineinhustet kannst du in meinem posting über die "Beschleunigung" der Straßenbahnlinien nachlesen. Auf der anderen Seite ist es aber auch für mich unbestreitbar, dass die Einführung attraktiver Linien Verkehr an sich zieht (also auch Kapazitäten schafft, die vorher nicht da waren) gleich wie auch beim MIV (siehe A23) als negatives Beispiel. Es ist daher für mich ein bisschen bedenklich, den Bedarf nur nach den momentanen Gegebenheiten zu beurteilen. Gruß Öffi Freund :)
Die momentanen Gegebenheiten, dass man am Wochenende ins Wochenendhaus rausfährt aus der Stadt und unter der Woche reinfährt in die Stadt und insbesondere in die City wird sich aber auf absehbare Zeit ebensowenig ändern, wie die Gegebenheit, dass insbesondere im Süden Wiens und in autoaffinen Gegenden gewisse Pendlbeziehungen zu SCS, Gewerbepark Stadlau und anderen peripher gelegenen Speckgürtelkonsumpalästen gibt.
Dass neue Verkehrswege neue Nachfrage generieren trifft zwar beim Individualverkehr oft zu, aber eine Straßenbahn, oder U-Bahnlinie entlang der Außenringschnellstraße im geplanten Abschnitt zwischen Schwechat und Großenzersdorf wäre trotzdem kein Publikumsmagnet!
Anm.: Werde bei Gelegenheit auch noch auf andere Punkte eingehen!

Öffi Freund

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #13 on: May 21, 2012, 04:57:24 PM »
Quote from: '38ger','index.php?page=Thread&postID=265048#post265048'
Dass neue Verkehrswege neue Nachfrage generieren trifft zwar beim Individualverkehr oft zu, aber eine Straßenbahn, oder U-Bahnlinie entlang der Außenringschnellstraße im geplanten Abschnitt zwischen Schwechat und Großenzersdorf wäre trotzdem kein Publikumsmagnet!
Anm.: Werde bei Gelegenheit auch noch auf andere Punkte eingehen!
Ich habe nie etwas von "entlang" einer Schnellstraße gesagt, sondern das allgemein gemeint, also nicht um jetzt irgendeine Autobahn zu "entvölkern" (= Sarkasmus). Aber dass es allgemein so ist, kannst du ja an der Akzeptanz der U-Bahn sehen. Und wenn du mir jetzt darauf sagen willst, dass die ihre Fahrgäste nur deshalb bekommen hat, weil dafür an der Oberfläche was eingestellt wurde, so muss ich jetzt schon entgegnen, dass der Oberflächenverkehr mit seinen Haltestellen ja für die "Feinverteilung" zuständig war, was die U-Bahn ja bei Gott nicht ist. Die, die über die abhanden gekommene Feinverteilung frustriert sind, sitzen heute im Auto.
Quote from: '38ger','index.php?page=Thread&postID=265044#post265044'
wobei Du Dich ja auf die Punkte Heiligenstadt und den Punkt Floridsdorf beziehst, denn würde es Dir um die Fläche gehen, dann hättest Du ja wohl Döbling und nicht Heiligenstadt geschrieben.
Mmn impliziert eine explizit als solche benannte Behauptung ja auch, dass es sich um die eigene Überzeugung handelt, Quelle ist also wenn Du so willst meine Einbildung, wie das bei (nicht nur meinen) Meinungen meistens der Fall ist! Eine Behauptung ist für mich jedenfalls eine unterstellte, aber nicht zwangsläufig eine faktische Feststellung, als welche ich sie ja auch benannt habe!
Für mich sind das "Knotenpunkte". Natürlich wäre es schön und nützlicher, flächendeckender vorzugehen, eben z.B. eine Verbindung vom 21. nicht beim Bahnhof Heiligenstadt, sondern mehr zentral in Döbling enden zu lassen. Aber wie soll das beim realen Straßensystem aussehen? Eine Bim über Barawitzkagasse, Ruthgasse, Silbergasse? Welche Verwirklichungschancen (und das meine ich jetzt nicht finanziell sondern verkehrstechnisch) hätte sowas? Ich hätte natürlich (schon seit Jahren) ein Gesamtverkehrskonzept für Wien in der Schublade (schließlich beschäftige ich mich seit rund 50 Jahren damit), aber das ist (wegen der Beschneidung des MIV) politisch nicht durchsetzbar und seine Darstellung würde den Rahmen dieses Forums sprengen. Gruß Öffi Freund ;)

Z-TW

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Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte
« Reply #14 on: May 21, 2012, 06:58:58 PM »
Quote from: 'Öffi Freund','index.php?page=Thread&postID=265037#post265037'
Mag sein, aber den Stau im MIV kannst du nicht generell als Argument gegen ein Projekt im ÖV einsetzen.

Da hast mich offenbar falsch verstanden (hast es aber dann eh richtig kommentiert): Das ÖV-Angebot kann noch so gut sein, so wird es trotzdem stauen! In der Kombination Heiligenstadt - Floridsdorf sind es nur zwei Bahnstationen! Der Wermutstropfen ist natürlich das Umsteigen am Handelskai - aber dennoch ist man allemal noch schneller als mit dem Auto.
Mir macht es immer Vergnügen mit der U 6 am Güŕtelstau vorbeizueilen....