Author Topic: [W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf  (Read 59 times)

sheldor

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« on: March 28, 2014, 06:20:11 PM »
2300 Polizeieinsätze bei 75 Millionen Fahrgästen, aber nur 593 Strafanzeigen.
Es ist ein europaweites Phänomen: Statistisch gesehen sind öffentliche Verkehrsmittel weniger von Kriminalität belastet, als andere öffentlicheRäume. Dennoch nimmt das Unsicherheitsgefühl von Fahrgästen kontinuierlich zu.

Als Belästigung werden Pöbeleien und Drogenhandel genannt. Besondere Verunsicherung rufen jene Fälle hervor, wie die Vergewaltigung in einem Waggon der U6 im Vorjahr. Dem gegenüber steht nun eine neue Analyse der Wiener Polizei, die zeigt, dass die Anzahl der Vorfälle im Vergleich zu den beförderten Personen marginal ist.

Wegen einer parlamentarischen Anfrage hat sich die Analyseabteilung der Polizei die Arbeit gemacht, aus dem elektronischen Einsatzleitsystem alle Vorfälle des Jahres 2013 in der Linie U6 auszuwerten. Das Ergebnis liegt dem KURIER nun vor.

Laut Wiener Linien werden pro Jahr mit der U6 insgesamt 75 Millionen Fahrgäste befördert. Der Polizei-Sicherheitsmonitor wirft für das Jahr 2013 nur 2306 Einsätze auf. Das heißt, dass statistisch gesehen nur einer von 32.500 Fahrgästen den Notruf wählt.

Streitschlichtung
Meistens handelt es sich um Einsätze geringer Natur, wegen Missverständnissen oder zur Streitschlichtung. Es wurden nur 593 Strafanzeigen erstattet. Die geringe Intensität ist auch aus der Zahl der eingesetzten Beamten abzuleiten. Beispiel U6-Station Dresdner-Straße: Dort gab es 73 Einsätze mit 99 Beamten. Das bedeutet, dass in 47 Fällen Beamte einzeln einschritten, weil der Anlassfall gering war – und nur in 26 Fällen wurde eine Doppelpatrouille geschickt. Aus diesen Einsätzen resultierten wiederum 33 Anzeigen.

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Etwas härter geht es bei der Station Josefstädter Straße zu: Dort wurdenfür 385 Einsätze 660 Beamte benötigt – folglich fast in jedem Fall eineDoppelpatrouille. Es gab 92 Anzeigen. In der Josefstädter Straße sind –wegen des dort ansässigen sozialen Tageszentrums – vor allem Obdachlose und Drogensüchtige das Problem.

Sehr unterschiedlich sind auch die Einsatzzeiten. Während es beispielsweise in den Abendstunden des 13. Dezember zu einer Häufung vonsechs Einsätzen kam, passierte in den neun darauf folgenden Tagen gar nichts.

Von auffälligen Drogenkranken erzählen auch Fahrgäste, als sich der KURIER am Dienstagabend auf eine U6-Tour begibt. "Die sitzen hier und schreien herum, aber die tun mir ja nichts", erzählt zum Beispiel Fahrgast Roland F. Laut der Polizei ist auch der Handelskai einer der Hotspots in punkto Kriminalität. Am Vorplatz der U6-Station trifft der KURIER Anna, Verena und Alice. Trotz der späten Uhrzeit treffen sich diejungen Frauen um 20.30 Uhr bei der Station. Angst haben sie nicht: "Wir fürchten uns eigentlich nicht. Man sieht auch oft Polizisten. Wenn
etwas passieren würde, wären die gleich hier." Diese Aussage wird von zwei Streifenbeamten untermauert, die zu dem Zeitpunkt zufällig vorbeikommen.

Trotzdem gibt es auch Fahrgäste, die sich belästigt fühlen. Manuel H. wohnt an der U6-Station Dresdner Straße und sah sich schon öfter unangenehmen Situationen ausgesetzt. Gleich mehrmals wurde H. von Dealern angesprochen – zu zwar in der U-Bahn. Obwohl er seine kleine Tochter Anna am Arm hatte, stiegen die Männer mit ihm in die Garnitur ein und wollten ihm dort Drogen verkaufen. "Die sind nicht einmal davor zurückgeschreckt, dass ich mein Kind dabei habe. Was soll ich denn meiner Tochter sagen, wenn die mich fragt was die Männer wollen?", empört sich Manuel H.

Stationswarte
Wenn die Drogendeals in den Stationen nicht mehr möglich sind, suchen sich die Dealer also offenbar Alternativen und dealen in den Zügen. Die Wiener Linien antworten mit einem Ausbau der Videoüberwachung. "Wir erweitern laufend. Zusätzlich haben wir entlang der U6 zehn Stationswarte und setzten immer mehr auf mobiles Personal in den Zügen", kontert Wiener Linien Sprecherin Anna Maria Reich.

Quelle: KURIER

Bimigel

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #1 on: March 28, 2014, 08:13:34 PM »
Ich verstehe nicht ganz, was das "[W]" für einen Sinn hat?

24A

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #2 on: March 28, 2014, 09:21:15 PM »
Solange es nicht in ÖPNV-OR ist, ist es auch nicht notwendig ;)

Öffi Freund

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #3 on: March 29, 2014, 11:50:55 AM »
Quote from: 'Bimigel','index.php?page=Thread&postID=301719#post301719'
Ich verstehe nicht ganz, was das "[W]" für einen Sinn hat?
Da sind wir zwei. Vielleicht "wünschenswert" oder "wünsch dir was"? :D

sheldor

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #4 on: March 29, 2014, 02:02:43 PM »
[W] = Wien :D . Sollte das aber als unnötig betrachtet werden lasse ich das in Zukunft weg. Ich dachte mir nur, wenn ich Beiträge hier hereinstelle die sich auf ein Bundesland beziehen, füge ich dies hinzu.

zb: [W] = Wien, [NÖ] = Niederösterreich, ....

Bimigel

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #5 on: March 29, 2014, 08:35:35 PM »
Bei Wien musst Du das wirklich nicht dazuschreiben. :daumenhoch:

Linie 38

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[W] Die U6 ist sicherer als ihr Ruf
« Reply #6 on: April 01, 2014, 10:04:42 PM »
Genau - es ist ja immerhin ein Unterforum des Wiener-Linien-Bereichs ;)