Author Topic: Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)  (Read 336 times)

Erdberg

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Ich lese immer wieder gerne die Berichte in "tramway&modell", jüngst zur Type k4. Dabei fällt mir immer wieder auf, daß beim Bau dieser Wagen bei einer Seitenansicht die linke Türe eine Schiebetüre ist, die relativ schmal ist, wenn sie geöffnet ist, während auf der rechten Seite Klapptüren sind, die stets offen sind.

Ich erinnere mich noch gut, als ich als Jugendlicher mit solchen alten Garnituren fuhr, daß die Triebwagen K, H2, L1 sowie die Beiwagen K3, K5, K8 solche Klapptüren hatten (damals keine Schiebetüren mehr). Und die waren natürlich immer offen. Das war damals gar kein Problem. Man war ja selbst verantwortlich für seine Sicherheit.

Meine Frage ist nun, wieso man bei ein und demselben Wagentyp eigentlich zwei unterschiedliche Türen eingebaut hat? Und was war dann der Grund, daß man später die Schiebetüren zu Klapptüren umgebaut hat?

Vielen Dank für aufklärende Antworten!

SchienenWolf

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #1 on: June 03, 2015, 09:54:21 PM »
Also ich habe das einmal so gehört:
Ursprünglich waren vorne(beim Fahrer) eine schmale Schiebetür, und hinten eine breitere Klapp-Tür(das war Spiegelbildlich da 2-Richtungswagen) (war Auslieferungszustand der Wagen-siehe "Wiener Straßenbahnwagen"von Laula/Rosenkranz/Slezak).
Später-ich glaube zur Umstellung auf Rechtsfahren-wurden die Wagen so umgebaut, daß Sie vorne und hinten die Klapptüren bekamen, nur wurde vorne beim Fahrer der vordere Türflügel meistens geschlossen gehalten (sieht man auf den Alten Fotos). Die Türen auf der linken Seite blieben generell zu. Wenn der Wagen dann in die Gegenrichtung fuhr(ohne Wendeschleife) dann wurden eben die Türen entsprechend  "umgeöffnet" durch das Personal.
Grüsse-SchienenWolf

29er

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #2 on: June 03, 2015, 10:22:54 PM »
Quote from: 'SchienenWolf',index.php?page=Thread&postID=326482#post326482
Später-ich glaube zur Umstellung auf Rechtsfahren-wurden die Wagen so umgebaut [...]
Bei den Triebwagen erfolgte der Umbau in den Jahren 1926 bis 1939, bis 1952 wurden die meisten k bis k4 umgebaut danach verkehrten noch einige k, k1 und k2 mit dieser Türanordnung bis der Umbau in k3(neu), k6 und k8 erfolgte.

Die letzten Wagen waren bis zum 31. März 1961 im Einsatz (k 3114, k 3134, k 3180).

SchienenWolf

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #3 on: June 03, 2015, 10:54:37 PM »
Eine Frage fällt nir dazu noch ein: Was ich mich erinnere, waren bei die alten Straßenbahnen (K,M,usw.) während der Fahrt die Türen immer offen, auch im Winter (hab ich als Kind selber noch erlebt).
Wenn man heute bei einer Sonderfahrt durch die USTRAB fährt, werden aber die Türen schon geschlossen-wie war das seinerzeit im Planbetrieb (bin leider selbst nie im Planbetrieb mit einen Altwagenzug durch die USTRAB-Strecke gefahren) ??

strb

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #4 on: June 04, 2015, 07:01:27 AM »
Beim Tramwaytag in FAV wurde beim Shuttleverkehr auch mit offenen Türen gefahren.

Ferry

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #5 on: June 05, 2015, 09:22:17 AM »
Quote from: 'SchienenWolf',index.php?page=Thread&postID=326489#post326489
Eine Frage fällt nir dazu noch ein: Was ich mich erinnere, waren bei die alten Straßenbahnen (K,M,usw.) während der Fahrt die Türen immer offen, auch im Winter (hab ich als Kind selber noch erlebt).
Wenn man heute bei einer Sonderfahrt durch die USTRAB fährt, werden aber die Türen schon geschlossen-wie war das seinerzeit im Planbetrieb (bin leider selbst nie im Planbetrieb mit einen Altwagenzug durch die USTRAB-Strecke gefahren) ??
Die Türen blieben natürlich offen. Wer hätte sich auch die Mühe gemacht, sie bei der Abfahrt zu schließen und bei der Einfahrt wieder zu öffnen? Generell wurde aber darauf geachtet, dass auf den U-Strab-Linien möglichst keine Altwagen eingesetzt wurden.

Heute läuft es so: bei Publikumsfahrten (wo also wie im Planverkehr in jeder Station gehalten wird) müssen bei der Einfahrt in die U-Strab alle Fenster geschlossen werden; es hat außerdem bei jeder Tür ein Begleiter Dienst zu verrichten. Dadurch kann das Prozedere des Tür zu- und wieder aufmachen entfallen. Bei Sonderfahrten, wo pro Wagen ja nur eine Türe geöffnet ist, ist lediglich darauf zu achten, dass für die Dauer der Fahrt durch die U-Strab die Fenster geschlossen sind.

lachkater

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Frage zu Klapptüren versus Schiebetüren (z.B. Typen K, k4, k5, k8,...)
« Reply #6 on: June 06, 2015, 02:46:00 AM »
Quote from: 'Ferry','index.php?page=Thread&postID=326508#post326508'
Die Türen blieben natürlich offen. Wer hätte sich auch die Mühe gemacht, sie bei der Abfahrt zu schließen und bei der Einfahrt wieder zu öffnen? Generell wurde aber darauf geachtet, dass auf den U-Strab-Linien möglichst keine Altwagen eingesetzt wurden.
Als ehemaliger Bediensteter Anfang der 70er-Jahre in FAV. kann ich mitteilen dass nicht darauf geachtet wurde keine Altwagen einzusetzen, sondern es verboten war die Fahrgastbeförderung mit diesen durchzuführen. Zu dieser Zeit waren in FAV. nur M,m2,m3 und paar restliche T1 stationiert die alle auf der Linie D eingesetzt wurden. Die Linie 7 auf der Alttriebwagen verkehrten wurde eingestellt.