Author Topic: Bundespräsidentenwahl: Meilenstein für moderne Öffis  (Read 202 times)

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Bundespräsidentenwahl: Meilenstein für moderne Öffis
« on: April 24, 2004, 10:07:14 PM »
Die morgige Bundespräsidentenwahl steht für die Öffis unter einem guten Stern. Wenn nicht alles täuscht, wird morgen die Top-Diplomatin Benita Ferrero-Waldner mit grosser Mehrheit vom österreichischen Volke gewählt werden. Frau Ferrero-Waldner steht aber wie kaum eine andere für ein modernes Umdenken in der Verkehrspolitik. Ich, wie viele Österreicherinnen und Österreicher, erwarte von ihr:
1. Ein Abschneiden alter Zöpfe. Nicht alles, was auf der Schiene ist, ist gut und nicht alles, was auf der Strasse ist, ist schlecht.
2. Eine Abkehr von antiquierten Verkehrsmitteln. Ein frischer Wind muss bei den Öffis einziehen. Das heisst: Mehr U-Bahn, vielleicht die Planung einer Magnetschwebebahn, und vor allem mehr Niederflurbus. Weniger Rumpel-Bim.
3. Eine konsequente Förderung des Individualverkehrs. Jahrzehntelang waren die Autofahrer die Melkkuh der Nation. Das ist nun vorbei. Ohne Auto keine freie Marktwirtschaft, ohne Auto kein Aufschwung. Wien muss wieder autofreundlich werden, ein erster Weg wäre ein Aufhebungsprogramm für Einbahnstrassen. Ca. 50% der Wiener Einbahnstrassen könnten für beidseitigen Verkehr freigegeben werden. Schluss mit dem Fussgängerzonen-Wahn. Geschäfte rechnen sich nur, wenn sie mit dem Privat-PKW bequem zu erreichen sind. Fussgänger können keine Grosseinkäufe abtransportieren, Autos wohl.

Ich denke, morgen werden sich die, die sich wirklich moderne Öffis wünschen, jubeln können. Frau Ferrero-Waldner wird anpacken! Dafür alles Gute!

Prochaska

Linie 41

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Bundespräsidentenwahl: Meilenstein für moderne Öffis
« Reply #1 on: April 25, 2004, 01:04:42 AM »
Ich denke nicht, daß wir hier eine Wahlempfehlung/Werbung benötigen.

Frau Dr. Ferrero Waldner (und das gilt übrigens auch für Dr. Fischer) kann übrigens in Sachen Verkehrspolitik stehen wo sie will - ich weiß nicht ob das ihren Wählern, ich hoffe doch aber wenigstens ihr selbst klar ist, daß die verfassungsrechtlichen Kompetenzen des Bundespräsidenten keineswegs die Verkehrspolitik enthalten, diese sind nämlich im B-VG genau festgelegt. Zudem ist durch die Bundespräsidentin Ferrero-Waldner keine Änderung in der derzeitigen Verkehrspolitik absehbar, es sei denn sie ändert auch in diesem Punkt noch schnell ihre Meinung - aber wie gesagt das ist belanglos, den die Aufgabe des Präsidenten ist so ziemlich ALLES, außer Politik zu machen.

Vielleicht löscht der Admin den ganzen Beitrag, bevor das hier zum Politikforum wird.