Author Topic: Sichere Türen für Straßenbahnen  (Read 2012 times)

Steffl

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« on: December 08, 2008, 12:51:50 PM »
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Original von wien.orf.at
Straßenbahnen bekommen sicherere Türen
Die Wiener Linien reagieren nun doch auf eine Serie von Unfällen, bei denen Fahrgäste in den Türen eingeklemmt wurden. Bis Ende nächsten Jahres sollen alle alten Straßenbahnen mit neuen Sicherheitssystemen ausgestattet sein.
            
Unfall forderte Todesopfer
Wie Radio Wien und Wien Heute exklusiv erfuhren, werden bei allen alten Straßenbahnen die Systeme der Türen ausgetauscht. In den vergangenen 12 Monaten gab es mehrere Unfälle und auch ein Todesopfer, nachdem Passagiere in den Türen eingeklemmt und mitgeschleift wurden.

Der schwerste Unfall ereignete sich am 20. Dezember 2007: Ein 54-jähriger Mann versuchte, einen Wagen der Linie N noch zu erwischen - wird mit dem Arm in der Türe eingeklemmt, stürzt, wird mitgeschleift, überrollt und stirbt.
               
Kosten: 500.000 Euro
Die Wiener Linien sagten stets, das Türensystem der alten Straßenbahnen sei sicher - nun wird doch umgerüstet. Michael Lichtenegger von den Wiener Linien: "Dadurch kann verhindert werden, dass Gegenstände, die zu klein waren und von der alten Technik nicht erkannt wurden, auch ,gefühlt' werden und die Tür nicht schließt."

Bis Ende 2009 sollen alle 130 Triebwagen und 110 Beiwagen der alten Straßenbahnen umgerüstet sein - um insgesamt 500.000 Euro.
Quelle: wien.orf.at

Linie 38

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RE: Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #1 on: December 08, 2008, 01:34:57 PM »
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Original von Steffl
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Original von wien.orf.at
Bis Ende 2009 sollen alle 130 Triebwagen und 110 Beiwagen der alten Straßenbahnen umgerüstet sein - um insgesamt 500.000 Euro.


Dumme Frage: Auf welche 'alten Straßenbahnen' beziehen sich diese Zahlen? :rolleyes:

Dass in gut einem Jahr nur noch 9 E1, keine c4 und im Vergleich zum heutigen Tage auch noch um 7 c5 weniger im Wagenstand der Wiener Linien sein werden, ist mEn unrealistisch.

Oder werden etwa im kommenden Jahr 87 E1 skartiert, wenn man mit 'alten Straßenbahnen' ebendiese Type meint (was ich für wahrscheinlich halte)?

mad

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #2 on: December 08, 2008, 02:02:05 PM »
Den Zahlen nach hab ich das Gefühl, man hat sich "größenordnungsmäßig" an der Stückzahl der E2+c5 orientiert.
Ich hab mal eine nette Anfrage an die Wiener Linien (Kundendienst) gesandt - sollte ich eine Antwort erhalten, werde ich diese hier zugänglich machen.

N1_2888

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #3 on: December 08, 2008, 02:25:56 PM »
Ich hab mal die Forensuche bemüht und hier sowie hier gelesen, dass nur die E1 mit den modifizierten Türen ausgerüstet werden, weil die E2 ja viel sicherer sind. :rolleyes: Anderswo las ich mal (find die Quelle aber nicht mehr), dass es den c4 ebenso ergehen wird, nicht aber den c3 (sofern mich meine Erinnerung nicht trügt).

Bei der Konvertierung dieses Beitrags aus dem alten fpdwl-Forum sind folgende Probleme aufgetreten:
  • Links auf die alte fpdwl.at Seite funktionieren nicht mehr.

Zebrasignal

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #4 on: December 08, 2008, 02:28:47 PM »
Ich denke, der Artikel bezieht sich wirklich auf E1 und c3,4, wobei es gut sein kann, dass in 1 Jahr die Zahl dieser Beiwägen um 45 schrumpft (die c3 sind mittlerweile wirklich zu einem großen Teil nicht mehr tragbar). Die Zahl der Triebwagen kann nicht stimmen.
Sollte sich die Auslieferung oder Zulassung der B1 verzögern, wird man dann wohl wieder einen eklatanten Wagenmangel haben, zumal im kommenden Jahr ja keine Linie eingestellt wird, sondern sogar eine verlängert werden soll (ok, der O-Wagen wird auch wieder zum Praterstern fahren, also os gesehen sogar 2 Verlängerungen) und man somit mehr Fahrzeuge benötigt als heute.

hema

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #5 on: December 08, 2008, 07:00:18 PM »
Falls sich die Kontakt-Fühlerkanten bewähren, ist beabsichtigt, sie in alle Fahrzeuge einzubauen. Aber erst muss mal getestet werden, schließlich ist jetzt dem Missbrauch durch Fahrgäste Tür und Tor geöffnet, sprich, die Bim kann nie wegfahren, solange da wer "rummacht". Schon bei leisester Berührung geht die Tür wieder auf.

Das ORF-Radio hat heute über 130 Triebwagen und 110 Beiwagen berichtet, welche die WiLi nun umrüsten werden, obwohl sie (hämisch) doch immer die Sicherheit der Straßenbahntüren beschworen haben. Auch von einem armen 54 jährigen Fahrgast wurde berichtet, der beim Einsteigen eingeklemmt, mitgeschleift und durch überrollen getötet wurde. Dass es sich um einen besoffenen Sandler gehandelt hat und das Einklemmen durch nicht bewiesen ist, fiel unter den Tisch, das hätte als Argument wohl schlechter ausgesehen.  :rolleyes:

Nicht dass ich den Tod des Mannes gutheiße, aber zwischen den Möglichkeiten, Fahrgast kommt durch bekanntermaßen gefährlichen technischen Fehler zu Tode oder volltrunkener Mensch torkelt gegen den anfahrenden Zug, stürzt auf Gleis und wird wird vom Drehgestell des Beiwagens mitgechleift, liegen wohl Welten (in jeder Hinsicht). Das Hauptproblem mit den Türen besteht für einsteigewillige (ältere) Leute, die beim Schließen der Türen die mittlere Griffstange nicht auslassen und aufgrund ihrer dünnen Gelenke die Fühlerkantenschalter nicht auslösen, andererseits aber auch nicht genug Reaktion und Kraft haben, um die Hand wieder rauszuziehen, ehe der Zug anfährt. Bei sachgemäßer Nutzung der Einstiege kann normalerweise gar nichts passieren, nur bei Unfug, Missbrauch, Sturheit und Leichtsinn.

nexidus

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #6 on: December 08, 2008, 11:25:00 PM »
Dazu noch die Ignoranz und der Egoismus der anderen Menschen draußen sowie im Zug dazugerechnet und das Unglück ist perfekt.
Wenn ich sehe, das eine ältere Person oder eine Person die sich aus irgendwelchen anderen Gründen schwer tut in den Zug ein bzw. auszusteigen sehe, halte ich einfach meine Hand auf den Sensor und fertig. Somit hat die Person in ruhe Zeit in den Zug ein bzw. auszusteigen.

Aber es stimmt ja wirklich, es klingt viel dramatischer wenn man nur die halbe Wahrheit erzählt und nicht die ganze. So kann man den medialen Druck schön aufrecht erhalten.

Andererseits wäre es natürlich jeder Person anzuraten, die in irgendeiner weise ein Problem hat zügig einzusteigen dies bei der ersten Türe beim Fahrer zu machen. Es ist zwar keine Garantie das nichts passiert, aber dort sieht der Fahrer wohl noch am besten hin als irgendwo hinten oder sogar beim Beiwagen.

Ezekiel

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #7 on: December 08, 2008, 11:42:46 PM »
Eigentlich zeigt ja schon das Piktogramm bei der ersten Tür der E1 ziemlich eindeutig, dass gebrechliche Leute (und auch Personen Mit Kinderwagen!) dort einzusteigen haben. Leider schert sich halt keiner der Betroffenen darum und den Fahrern ist es auch egal.

taurus91

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #8 on: December 09, 2008, 12:49:53 AM »
Hallo !!!

Habe heute erfahren das sich am 49er der Zug 4556 od. 4558er in netz befindet bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher welcher !!!!  
Das ist erste der die neue Tür Fühlerkanten schon hat .

Habe auch von einen Fahrer erfahren das sie angeblich sehr fest bzw. hart ist kann leider nicht mehr dazu sagen wenn ich den Zug finde werde ich auch was genaures schreiben.!!

mfg. Taurus91

marsupialeater

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #9 on: December 09, 2008, 07:26:02 AM »
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Original von hema
Auch von einem armen 54 jährigen Fahrgast wurde berichtet, der beim Einsteigen eingeklemmt, mitgeschleift und durch überrollen getötet wurde. Dass es sich um einen besoffenen Sandler gehandelt hat und das Einklemmen durch nicht bewiesen ist, fiel unter den Tisch, das hätte als Argument wohl schlechter ausgesehen.  :rolleyes:

Dir ist aber schon aufgefallen, dass es in letzter Zeit mehr als so einen Falll gegeben hat, wenn auch nicht mit Todesfolge?

Luki32

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #10 on: December 09, 2008, 09:23:34 AM »
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Original von hema
Falls sich die Kontakt-Fühlerkanten bewähren, ist beabsichtigt, sie in alle Fahrzeuge einzubauen. Aber erst muss mal getestet werden, schließlich ist jetzt dem Missbrauch durch Fahrgäste Tür und Tor geöffnet, sprich, die Bim kann nie wegfahren, solange da wer "rummacht". Schon bei leisester Berührung geht die Tür wieder auf.

So wie ich das mitbekommen habe, geht die Türe nicht wieder auf, sondern beim Fahrer leuchtet "nur" die rote Kontrollampe und dadurch kann er nicht wegfahren.
Wenn er klug ist, gibt er keine Freigabe mehr, sondern schaut nur nach.
Daß dadurch Mißbrauch Tüt und Tor geöffnet ist, ist aber vollkommen klar.


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Original von marsupialeater
Dir ist aber schon aufgefallen, dass es in letzter Zeit mehr als so einen Falll gegeben hat, wenn auch nicht mit Todesfolge?

Aber vorwiegend durch Mißbrauch und/oder Leichtsinnigkeit der s.g. Fahrgäste.
Da muß ich ausnahmsweise den Herrn Lichtenegger Recht geben, der in Wien Heute gemeint hat, daß auch die Fahrgäste eine Eigenvernantworung haben und nicht jede Technik helfen kann.

mfG
Luki

nexidus

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #11 on: December 09, 2008, 10:43:16 AM »
Ist ein blöder Vergleich, vermute ich mal, aber einen Airbag zu haben im Auto heist ja auch nicht automatisch das ich einfach so gegen die Wand fahren kann und mir passiert nichts ... aber so sehen es wohl die Leute. Technik vertraut man und das muss funktionieren usw. Aber eigenverantwortung ist ja egal.
Vorallem wenn ich dann noch sehe wenn die mit 5 Taschen bepackt sind und Handy am Ohr und dann noch Kinderwagen usw ....

hema

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #12 on: December 09, 2008, 11:56:26 AM »
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Original von marsupialeater

Dir ist aber schon aufgefallen, dass es in letzter Zeit mehr als so einen Falll gegeben hat, wenn auch nicht mit Todesfolge?
Ich habe nur geschrieben, dass der ORF diesen Unfall als Beispiel für die allgemeine Gefährlichkeit der Tramwaytüren genommen hat, obwohl ganz und gar nicht sicher ist, ob der überhaupt etwas mit einer versagenden Türsicherungseinrichtung zu tun hat(te). Dass das Einklemmen von Händen, Taschen, Gürteln etc. unvorsichtiger Fahrgäste häufiger vorkam bzw. immer noch vorkommt, kann wohl niemand bestreiten. Das passiert täglich sogar oftmals, nur die meisten sind halt rasch und kräftig genug, um sich wieder zu befreien und reden halt nicht weiter drüber (Schließlich wissen sie wohl selber, dass sie recht unvorsichtig waren!). Ich bin ja auch nicht gegen größere Sicherheit, nur darf man nicht außer acht lassen, dass für die meisten Leute offensichtlich "Eigenverantwortung" ein Fremdwort ist.  :achtung:

Intelligente Menschen gehen ja auch nicht blind über einen Zebrasteifen mit der fixen Vorstellung "Autos haben Bremsen und Lenker müssen schauen".

Homer76

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #13 on: December 09, 2008, 02:22:12 PM »
Hallo erstmall!!

Das beste an der Sache ist aber das das System auch zeitverzögert arbeitet (30sek.).
Das heisst steckt irgenjemend die Hand oder einen Gegenstand durch die geschlossene Türe und der Zug fährt bereits wir der Überstromschalter ausgelöst
und das Notsignal aktiviert.
Das wird sicher lustig wenn die Allgemeinheit weiß wie das funktioniert, da wird es sicher "lustige" Spielchen geben (Schulverkeher etc...). ?(  :daumenrunter:

nexidus

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Sichere Türen für Straßenbahnen
« Reply #14 on: December 09, 2008, 02:48:04 PM »
Achtung, nicht ernst zu nehmen!

Ich wäre für die einführung von Rasierklingen, statt der aktuellen Version. Dann würden die Leute sicher schnell merken das man die Hände, Gegenstände oder andere Körperteile nicht reinzustecken hat ...