Author Topic: Neue Liniendurchbindungen  (Read 585 times)

13er

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #15 on: February 06, 2009, 05:43:32 PM »
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Original von ziptul
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Original von 13er
 Und wann haben sich die WL schon gegen diese durchgesetzt?
8,21,25,31/5?
Und wo waren da die (entscheidenden, weil roten) Bezirkspolitiker dagegen?!

ziptul

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #16 on: February 07, 2009, 08:30:06 PM »
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Original von 13er
die (entscheidenden, weil roten)
OK, klarer Punkt für dich.
Trotzdem ist das Ganze ein bisschen verwunderlich:
Ersatzlose Linieneinstellungen anlässlich von U-Bahn-Eröffnungen sind offensichtlich kein Problem, die Änderung und Zusammenlegung von J, N und 65 zu 1 und 2 war offensichtlich auch kein Problem, aber eine schnöde Umbenennung von 71 in 4 und D in 3 soll auf einmal ein Problem sein?
  • Ich würde mal sagen, dass der J für Ottakring und vor allem die Josefstadtvon der ideellen Bedeutung her nicht mehr oder weniger ist als der D für Alsergrund und Döbling.
  • Der N war eine vergleichsweise junge Linie, die außerdem ein bisserl Zick-Zack über den Donaukanal fuhr und so auffällig wie beim N am Schwedenplatz der meist 100%ige Fahrgastwechsel war, kann man auch gegen die Teilung kaum etwas sagen. Von da her ist dieser Punkt erklärbar.
  • Mit welchem Recht hat man den 65er aber einfach umbenannt. Ich sehe nicht, warum 65 weniger toll klingen sollte als 71.

Die Änderungen, die in Simmering möglicherweise bevorstehen, sind eigentlich eine völlig andere Sache. Bisher war von offizieller Seite immer nur zu hören, dass 71 zur Börse verlängert wird und 4 heißen soll. Alle Meldungen in puncto Verschlechterung für Simmering sind dementsprechend reine Phantasie.
Dass man da draußen natürlich etwas machen könnte, das ist schon klar. Ob die sinnvollen Maßnahmen allerdings durchsetzbar (umsetzbar sind sie alle mal, wenn man will) sind, ist eine andere Frage. Das würde nämlich heißen, dass ein 71er zwischen Kaiserebersdorf und Grillgasse pendelt, der 4er zum Zentralfriedhof (und da nur mit viel Glück weiter als bis zur ersten Schleife) fährt und der 6er zwischen Fickeystraße und der nächsten Wendemöglichkeit nach dem Matzleinsdorfer Platz (Murlingengasse?) verkehrt. Daneben werden dann (wenn sie Glück haben) ein paar Buslinien verlängert. Dann würde das Verkehrskonzept da draußen sinnvoll sein, ob das aber populär wäre, ist eine andere Frage. Ich würde ja den 71er über die Strecke 72 zur Schlachthausgasse verlängern (und als ausgleichende Demütigung gegenüber den Bezirksvertretern in 11 umbenennen).

13er

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #17 on: February 07, 2009, 09:04:04 PM »
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Original von ziptul
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Original von 13er
Ersatzlose Linieneinstellungen anlässlich von U-Bahn-Eröffnungen sind offensichtlich kein Problem, die Änderung und Zusammenlegung von J, N und 65 zu 1 und 2 war offensichtlich auch kein Problem, aber eine schnöde Umbenennung von 71 in 4 und D in 3 soll auf einmal ein Problem sein?
Ich war zu Beginn auch ein wenig verwundert, warum von Ottakringer und Josefstädter Seite nicht mehr Einspruch kam. Aber das kann man erklären:
- Der 2er hat wesentlich längere Betriebszeiten als die alte Linie J (Beispiel: Wenn ich bei der 10er Marie war, dann brauchte ich gar nicht zu hoffen, noch mit dem J-Wagen heimfahren zu können, sondern habe gleich den 46er oder die U3 genommen). Da waren sie halt mal vernünftig genug, Betriebsverbesserungen nicht vom Namen abhängig zu machen.
- Der 2er ist eine viel wichtigere Linie als der J-Wagen und damit ist die Einstellungsgefahr oder Umwandlungsgefahr in einen Bus viel geringer (da es keine Schleife durch die Reichsratsstraße gibt, war die Gefahr immer da, den J-Wagen bis zum Gürtel zurückzuziehen und die Josefstädter Straße von einem Bus bedienen zu lassen oder gleich die ganze Strecke in einen 45A umzuwandeln).
- Die Josefstadt ist grün und ich tät mal sagen, die Grünen sind da eher pragmatisch als besonders "heimatverbunden".
- Und schlußendlich wurden wohl alle ein wenig überrascht, dass man Anfang Juli eine Änderung bekanntgibt, mit der wohl niemand so gerechnet hat, da es für die Straßenbahn in den letzten Jahrzehnten praktisch nur mehr Verschlechterungen gab, die dann schon Ende Oktober im Linienbetrieb umgesetzt wird.

In Simmering sitzt der Hatzl und wenn ich was über den gehört habe (von Freunden aus der Partei), dann war das nie etwas Gutes, so viel kann man sagen. Und für Simmering ist der 4er tatsächlich kein Vorteil: Durch die Ringrunde wird das Intervall sicher nicht stabiler als jetzt sein und die meisten Simmeringer benutzen den 71er eh nur als Zubringer zu U-Bahn und S-Bahn. Für die Landstraßer hätte es schon viel eher einen Sinn.

Die Umbenennung des D-Wagens ohne irgendeine Linienänderung ist vollkommener Unsinn und eine reine Geldverschwendung (und damit in der Direktion wohl umso beliebter). Würde den WL wirklich etwas an einem durchdachten Linienbezeichnungssystem liegen, dann gäbe es auch keinen O-Wagen, man hätte 40 und 41 schon längst umgedreht, den 67er geteilt usw., und man hätte die neuen Linien mit Buchstaben bezeichnet. Besonders jetzt, wo der D-Wagen bleibt wie er ist, war die ganze Aktion mit 1er und 2er total für die Fisch, man hätte genauso gut N und J oder andere Buchstaben nehmen können. Damit hätte man nach oben hin noch enorm viel Platz und müsste nicht erklären, warum 1-4 am Ring fahren und 5, 6, 9 und 10 weit weg davon...

ibi

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #18 on: February 09, 2009, 12:28:35 PM »
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Original von ziptul
Mit welchem Recht hat man den 65er aber einfach umbenannt. Ich sehe nicht, warum 65 weniger toll klingen sollte als 71.
"Er hat den 71er genommen" := "Er ist gestorben", da man mit dem 71er schon seit Ewigkeiten zum Zentral fährt und früher auch Leichentransporte über die Strecke 71 zum Zentral durchgeführt worden sind.
Ich kenne keine ähnliche Assoziation zu 65er.

Linie 41

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #19 on: February 09, 2009, 12:51:47 PM »
Aber Grund für ein Umbenennungsverbot ist das auch keiner.

ibi

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #20 on: February 09, 2009, 12:54:52 PM »
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Original von Linie 41
Aber Grund für ein Umbenennungsverbot ist das auch keiner.
Natürlich nicht, nur eine Erklärung für Nostalgie.

95B

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #21 on: February 09, 2009, 01:27:50 PM »
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Original von ibi
"Er hat den 71er genommen" := "Er ist gestorben", da man mit dem 71er schon seit Ewigkeiten zum Zentral fährt und früher auch Leichentransporte über die Strecke 71 zum Zentral durchgeführt worden sind.
Früher schickte man auch Leute verbal mit dem 47er bis zur Endstation... und doch wurde er eingestellt. ;)

ibi

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #22 on: February 09, 2009, 10:44:58 PM »
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Original von 95B
Früher schickte man auch Leute verbal mit dem 47er bis zur Endstation... und doch wurde er eingestellt. ;)
Stimmt, mittlerweile wird man mit dem 47A oder dem 48A zur Endstation geschickt. :)

13er

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #23 on: February 10, 2009, 01:54:37 AM »
Während der 239 nach Gugging inzwischen einen gewissen (keinen allzu großen) Wechsel erlebt hat ;)

ziptul

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #24 on: February 10, 2009, 11:38:28 PM »
Eigentlich - wenn man es sich genau überlegt - ist es ja nicht die Aufgabe, der Wiener Linien, nostalgische Bedürfnisse zu befriedigen oder politische Maßnahmen umzusetzen.

Die Debatte um den 71er (ich nehm da teilweise die Diskussion unter Allgemeines mit rein) ist meiner Meinung nach schon von einer gewissen Kurzsichtigkeit getragen. Meiner Meinung nach müssen sich die Fahrgäste
a) daran gewöhnen, Zielschilder zu lesen und damit abfinden, dass Linien unterschiedliche Endstellen haben können oder
b) daran gewöhnen, dass man für jede erdenkliche Anfangs- und Endstellen-Kombination eine eigene Linie errichtet, von denen manche dann halt nur bei Bedarf fahren.
Letzteres war ja früher schon mal so ähnlich, und man kann sich ja die Mühe machen, einmal nachzuzählen, wie viele Linien das waren.
Das ist wohl auf ganz Wien so zu beziehen und nicht nur auf Simmering.
Ich hab schon einmal gepostet, dass ich der Meinung bin, dass man in Wien locker mit den Liniensignalen 1-20 auskommen könnte, wenn man will, und damit mehr Strecken bedienen als bisher.
Vielleicht sollte man für spezielle Strecken (wie den Ring zwischen Schwarzenbergplatz und Schottenring) eine eigene Betriebssteuerungsanlage anschaffen, die in der Lage ist, die Position aller Züge in diesem Abschnitt in Echtzeit anzuzeigen und dann den 4er überhaupt nur dann auf den Ring schicken, wenn er dort gebraucht wird bzw. bei Bedarf auch einfach andere Linien dafür verwenden. Ich kann mich erinnern, als der Stadtschulrat umgebaut wurde, hat man 46 und 49 auch teilweise bis Börse geführt und es gab kein größeres Problem. Man kann auch bei Bedarf hie und da einen 31er um den Ring schicken, etc.
Und jetzt bitte nicht sagen, ich rede blöd daher, spätestens wenn die Ex zu einer Seltenheit geworden sind, werden sie das immer öfter machen (u.a. auch, weil man zusätzliche Züge in Bahnhofsnähe wirksamer einsetzen kann). Dann werden Aktionen wie vorige Woche der B-ULF am 33er alltäglicher.

13er

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #25 on: February 10, 2009, 11:55:31 PM »
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Original von ziptul
a) daran gewöhnen, Zielschilder zu lesen und damit abfinden, dass Linien unterschiedliche Endstellen haben können oder
Ich gebe hiermit zu, auch keine Zielschilder zu lesen. Warum? Weil sie 1. nur schlecht erkennbar sind, außer man steht direkt vor dem Zug. 2. weil sie sowieso im Falle von Kurzführungen nur selten stimmen.

Da muss ich in Kauf nehmen, dass ich wie gestern bei der Palffygasse in den 43er einsteige und gleich bei der Alser Straße wieder raus und in den Folgezug muss, weil der vordere Zug nur bis zur Sigi-Schleife fährt.

Die Echtzeitanzeige von Zügen im RBL _ist_ heute schon möglich. Ich habe eine Live-Demonstration vom D-Wagen gesehen. Und der Beruf des Expeditors existiert auch. Man müsste es halt gscheit machen und nciht irgendwie...

95B

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #26 on: February 11, 2009, 10:25:54 AM »
Ich lese die Zielschilder wohl, ignoriere aber normalerweise im Störungsfall die darauf befindliche Information. Warum? Das erkläre ich gern an einem Beispiel, das ich vorige Woche erlebt habe: Störung am 18er, zwei Züge hintereinander. Beide werden als "18 Schlachthausgasse U" angekündigt (sowohl über RBL als auch am Bandl), der erste bummvoll, der zweite leer.

Ich bin in der Ustrab und will nur bis zum Rennweg, nehme daher den zweiten Zug. Ich hoffe natürlich, dass er nicht beim Südbahnhof gekürzt wird... wird er auch nicht. So weit, so gut. Mittlerweile füllt sich aber auch mein Zug langsam.

Als wir gemächlich vom Gürtel die Landstraßer Hauptstraße bergab zockeln, macht es am Fahrerstand leise *piiiiep*. Von dem Moment an war mir klar, dass in St. Marx Endstation sein wird. Der Disponent ist da halt erst sehr spät draufgekommen. Da die Ansage St. Marx schon durch ist, bewegt sich natürlich auch das Broseband nicht und das Kaidaphon bekommt keine Möglichkeit, die vorzeitige Endstation zu verkünden.

In St. Marx fordert die Fahrerin die Fahrgäste mit einem kurzen "Endstation, bitte alles aussteigen!" zu ebendieser Handlung auf. Da die Mikrofonanlage des E2 nicht ordnungsgemäß funktioniert oder die Fahrerin mit dem Mund nicht nah genug beim Mikrofon war (ihre Stimme war im Prinzip schon laut genug), rief sie ihr Kommando noch zwei Mal nach hinten. Die Fahrgäste des Beiwagens befanden sich im Lemming-Modus nud stiegen ebenfalls alle aus, als sie merkten, wie sich der Triebwagen vor ihnen geleert hatte.

Und nicht wenige werden sich geärgert haben, dass sie sich nicht doch in den ersten Zug gezwängt haben. Die Wartezeit auf den nächsten betrug nämlich satte zehn Minuten.

Clemens

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #27 on: February 16, 2009, 01:00:19 PM »
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Original von 95B
Da die Mikrofonanlage des E2 nicht ordnungsgemäß funktioniert oder die Fahrerin mit dem Mund nicht nah genug beim Mikrofon war (ihre Stimme war im Prinzip schon laut genug), rief sie ihr Kommando noch zwei Mal nach hinten.
Eine nicht funktionierende Lautsprecheranlage im Beiwagen ist mir im 60er auch einmal passiert. Wegen eines Unfalls in der Speisinger Straße wurde der Zug nach Lainz abgelenkt. Broseband war auf Rodaun gestellt und Durchsage war im Beiwagen gar keine zu hören, weder das Kaidaphon, noch die des Fahrers, der laut eigener Aussage eh durchgesagt hat. Also es immer auf die DAFs zu schieben funktioniert auch nicht.

271

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RE: Neue Liniendurchbindungen
« Reply #28 on: February 16, 2009, 08:22:30 PM »
Ich hätte eine Idee.

Und zwar:
Linie 31:
Stammersdorf > Ring inneres Gleis > Stammersdorf

Linie 32
Floridsdorf > Ring äußeres Gleis > Floridsdorf

Linie 71
Kaiserebersdorf > Ring inneres Gleis > Kaiserebersdorf

Linie 72
Zentralfriedhof > Ring äußeres Gleis > Enkplatz, Grillgasse

Was sagt ihr dazu? ?(

matboy

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Neue Liniendurchbindungen
« Reply #29 on: February 16, 2009, 09:39:02 PM »
Davon halte ich weniger. Das würde ein Überangebot zwischen Schwarzenbergplatz und Grillgasse ergeben. Besser wäre die Führung der besagten Linie 72 über die Landstraßer Hauptstraße bei gleichzeitiger Auflassung des 74A (hier würden die Fahrgastzahlen eine Straßenbahn rechtfertigen).
Die besagte Linie 32 sollte in dem Fall in der HVZ auch bis Stammerdorf fahren (aber über Jägerstr. statt Klosterneuburgerstr.), ansonsten nur bis Friedrich-Engels-Platz. Wenn man doch das Intervall am 5er etwas verdichtet, wäre der 33er hiermit überflüssig.