Author Topic: Zukünftige Flottenstrategie  (Read 496 times)

Revisor

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #30 on: March 02, 2009, 11:11:57 AM »
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Original von ziptul
Erst wenn man den Spielraum hat, um kontinuierlich Neufahrzeuge anzuschaffen, kann man das Wort Flottenstrategie überhaupt verwenden.

Verstehe ich nicht. An Personentriebwagen wurden beschafft:

1998: 21
1999: 17
2000: 23
2001: 20
2002: 13
2003: 25
2004: 17
2005: 13
2006: -
2007: 16
2008: 24

Also ich weiß nicht, aber für mich schaut das schon ziemlich kontinuierlich aus. Das Fehlen von Lieferungen 2006 ist auf den Wechsel zur zweiten Fahrzeuggeneration zurückzuführen. Vielleicht mußten die WL also gar nicht auf deine Ezzes warten.  8-)

lachkater

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #31 on: March 02, 2009, 05:30:56 PM »
Ziptul jetzt bin ich mal schon gespannt wie du in 6 Jahren argumentieren wirst wenn Ende 2014 die letzten B1 ausgeliefert werden.. Das technische Grundprinzip ist mit knapp 20 Jahren gewissermaßen auch schon veraltet und die WL haben nach deiner Auffassung zu lange den gleichen Typ in Dienst gestellt.. Die WL haben nicht die erforderlichen Mittel so wie die ÖBB, um in 5 Jahren gewissermaßen ca. 60% des Fuhrparks (Beispiel 1016/1116) zu ersetzen..

13er

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #32 on: March 02, 2009, 05:32:33 PM »
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Original von lachkater
Die WL haben nicht die erforderlichen Mittel so wie die ÖBB, um in 5 Jahren gewissermaßen ca. 60% des Fuhrparks (Beispiel 1016/1116) zu ersetzen..
Die ÖBB hat's eigentlich ja auch nicht... aber sie tun's trotzdem.

26A

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #33 on: March 02, 2009, 06:47:20 PM »
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Original von 13er
Die ÖBB hat's eigentlich ja auch nicht... aber sie tun's trotzdem.

Das liegt daran das Taurus, Herkules, Hector, Talent, Desiro ein " billig Produkte" sind.
Diese wurden so quasi von der Stange gekauft. Ähnlich wie die Milch im Supermarkt.

Der ganze Beschaffungszeitraum ging von 1999 bis 2009. Also ganze 10 Jahre.
Der kurze Zeitraum hat den Vorteil, dass Fahrzeuge nach Ende der Auslieferung nicht veraltet sind. Man sieht es ja eh bei 1044 und 4020. Am Beginn noch hochmodern, aber 1987(4020) oder gar 1995(1044) waren beide Baureihen völlig überaltet.

N1_2888

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #34 on: March 02, 2009, 11:21:42 PM »
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Original von Revisor

Verstehe ich nicht. An Personentriebwagen wurden beschafft:

1998: 21
[...]
2008: 24

Also ich weiß nicht, aber für mich schaut das schon ziemlich kontinuierlich aus. Das Fehlen von Lieferungen 2006 ist auf den Wechsel zur zweiten Fahrzeuggeneration zurückzuführen.
Früher (1966 bis 1976) hat man mal innerhalb von zehn Jahren knapp die doppelte Menge an Neubaufahrzeugen (exkl. Beiwagen) zusammengebracht. 8-)²
(Ich weiß, es ging um die Kontinuität und nicht um die Menge, aber dies ist dennoch eine recht bemerkenswerte Randnotiz.)

13er

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #35 on: March 03, 2009, 12:01:30 AM »
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Original von N1_2888
Früher (1966 bis 1976) hat man mal innerhalb von zehn Jahren knapp die doppelte Menge an Neubaufahrzeugen (exkl. Beiwagen) zusammengebracht. 8-)²
Wie viel hat eigentlich ein E1/E2 (+BW) neu gekostet? Rein gefühlsmäßig sollte ein ULF viel teurer sein, weil das ja eine Neuentwicklung ist und kein Lizenzbau.

Revisor

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #36 on: March 03, 2009, 01:00:09 AM »
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Original von N1_2888
Früher (1966 bis 1976) hat man mal innerhalb von zehn Jahren knapp die doppelte Menge an Neubaufahrzeugen (exkl. Beiwagen) zusammengebracht. 8-)²
(Ich weiß, es ging um die Kontinuität und nicht um die Menge, aber dies ist dennoch eine recht bemerkenswerte Randnotiz.)

Stimmt schon, nur darf man nicht vergessen, wie überaltert und den modernen Sicherheitsbestimmungen bei weitem nicht mehr genügend der Wagenpark damals war. Mit Stand vom 31. 12. 1966 existierten noch 491 Trieb- und 441  Beiwagen mit Holzkasten, manche bis zu 60 Jahre alt. Nicht zu vergessen 28 Z, die zwar über Stahlkasten verfügten, aber wegen Fehlens der Schienenbremsen und ihrer problematischen Bremsanlage ebenfalls zur baldigen Ausmusterung bestimmt waren. Mit der Lieferung der E1 und c4 gelang es, diese innerhalb von rund zehn Jahren weitgehend zu ersetzen

Zebrasignal

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #37 on: March 03, 2009, 10:13:40 AM »
Abgesehen davon wurden ja zwischen den genannten Jahren 1976 und 1998 doch nicht wenige Linien eingestellt bzw. Strecken aufgelassen. :lampe:

N1_2888

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #38 on: March 03, 2009, 02:52:56 PM »
Um den Zeitraum ging's ja in den letzten Beiträgen hier nicht. Ab 1976 war die Modernisierung des Fuhrparks weitgehend abgeschlossen, der zuvor angesprochene Erneuerungsdruck war weg. Die zweite Einstellungswelle, die diesmal nicht den :bus: sondern die :ubahn: aus Ursache hatte, hat die Sache für die Verantwortlichen zweifellos noch mehr "vereinfacht". Insofern ist die gemächliche Auslieferung der E2/c5 samt der kleinen Pause danach bis zur Ära der Ulfe verständlich und nachvollziehbar.

Jetzt hingegen ist eine Situation gegeben, in der die Straßenbahn-Hochflurfahrzeuge als nicht mehr zeitgemäß gelten, den geänderten Ansprüchen in Bezug auf Barrierefreiheit nicht entsprechen, gegenüber den heutigen Bussen und U-Bahnen also im wahrsten Sinne des Wortes "alt" aussehen und folglich wieder eine Art Drucksituation gegeben ist, die Flotte von Grund auf zu erneuern.

Weil man sich leider zum einen für das vermeintliche Nonplusultra Ulf entschieden hat, das allein auf absehbare Zeit keine durchgehende Barrierefreiheit sicherstellen kann, da es einfach an einer genügend großen Anzahl an Fahrzeugen mangelt, und man trotz dieser Tatsache das Potential, das in den Hochflurern steckt*, einfach nicht ausnutzen will, wird sich am Image der Wiener Straßenbahn bis auf weiteres nichts zum Positiven wenden.
_____

Hier seien noch mal die schon oft genug angesprochenen Alternativen einer Ausrüstung der Triebwagen mit einem NF-Mittelteil, der Beiwagen mit einem abgesenkten mittleren Bereich oder der Anschaffung von NF-Beiwagen erwähnt. (Leider ist es für einige dieser Maßnahmen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit schon zu spät.) Wäre das mal erledigt, so könnte auch eine andere Bereiche umfassende Erneuerung der Altfahrzeuge angedacht werden. Die großen Fenster der E2(/c5) könnten z.B. getönte Scheiben erhalten und die Innenaussattung grundlegend erneuert werden.
_____
EDIT: r -> t

monolith

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #39 on: March 03, 2009, 11:53:53 PM »
Die Innenaustattung (in Bezug auf Sitzplatzanordnung) der E2 finde ich persönlich gar nicht so übel, nur die Holzsitze könnte man da modernisieren.
Als NF-Ergänzung würde ich, wenn es denn überhaupt noch möglich wäre, einen Mittelteil vorschlagen, so spart man auch Wartungskosten gegenüber einem NF-Beiwagen, der ja noch zwei Achsen hat, dazu Kupplungen, Bremsen etc. etc.

Und bezüglich der ersten Einstellungswelle, die, wie du meinst, den Autobus als Ursache hat, muss ich dir widersprechen: Meines Erachtens nach war es nicht zwangsweise die Meinung, dass der Bus ein "besseres"* Verkehrsmittel sei, sondern dass das Auto das Grandioseste überhaupt wäre und dass die alte Bim gefälligst Platz zu machen hat - der Autobus war nur der Ersatz, nicht der Eroberer.

*"BESSER" im Vergleich zwischen ÖV-Mitteln ist immer vorsichtig zu verwenden, es gibt kein ultimatives Verkehrsmittel, manche eignen sich aber hier, und andere dort besser.

ziptul

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #40 on: March 05, 2009, 03:36:37 PM »
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Original von lachkater
Ziptul jetzt bin ich mal schon gespannt wie du in 6 Jahren argumentieren wirst wenn Ende 2014 die letzten B1 ausgeliefert werden.
Darum geht es ja nicht, von mir aus sollen sie dann B2 und A2 erfinden, auch 3 und 4 wenn nötig, solange die Typen eine entsprechende Produktpflege erhalten, d.h. anhand von neuen technischen Erkenntnissen und den Erfahrungen aus dem Fahrgastbetrieb verbessert werden. Wenn das technische Grundprinzip passt, kann man es ja weiter verwenden. Es ist ja bei Autos auch so, dass sich das technische Grundprinzip seit Markus kaum verändert hat, trotzdem würde niemand einen Neuwagen als überaltet bezeichnen. Wenn man nie an der äußeren Form gearbeitet hätte, sich nie an cw-Werten orientiert hätte und sich nie am ästhetischen Empfinden der Zeit orientiert hätte, dann würden die Amis in Massen zu uns kommen, um Autos zu schauen. (Ähnlich wie manche Käfer-Fans sehr gerne nach Mexiko reisen, wo man ja auch bis 1998 quasi ein 40er-Jahre-Modell gebaut hat).

hema

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Zukünftige Flottenstrategie
« Reply #41 on: March 05, 2009, 04:28:05 PM »
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Original von ziptul
. . . . von mir aus sollen sie dann B2 und A2 erfinden, auch 3 und 4 wenn nötig, solange die Typen eine entsprechende Produktpflege erhalten . . . .
Um Himmels Willen! Je früher man mit dem ULF-Stuss aufhört, desto besser!  8o


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Wenn das technische Grundprinzip passt, kann man es ja weiter verwenden.
Von welchem Fahrzeug sprichst du da?  8-)

VT 5081

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« Reply #42 on: March 05, 2009, 06:08:26 PM »
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Original von ziptul
(Ähnlich wie manche Käfer-Fans sehr gerne nach Mexiko reisen, wo man ja auch bis 1998 quasi ein 40er-Jahre-Modell gebaut hat).
Produziert wurde bis 2003!

----> http://de.wikipedia.org/wiki/VW_K%C3%A4fer#Die_1990er_Jahre_bis_zum_Produktionsende_2003

Beste Grüße
VT