Author Topic: Beschleunigung der Linie 43  (Read 933 times)

13er

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Beschleunigung der Linie 43
« on: June 22, 2009, 01:02:12 PM »
Da wir in Parallelthreads jetzt schon einiges andiskutiert haben, hier einmal ein nur der Linie 43 gewidmeter Beitrag, um die div. Ideen zu sammeln.

Meiner Beobachtung nach als häufiger Benützer verliert der 43er zwischen Ring und Gürtel an folgenden sechs Stellen Fahrzeit:
- Gleich die erste Kreuzung nach der Schottentorschleife Universitätsstraße/Rooseveltplatz. Wenn man hier steht, dann richtig lange.
- Die Kreuzung mit der Landesgerichtsstraße. Manchmal verliert man hier sogar gleich zwei Ampelphasen - die Gründe sind vielfältig.
- Die Parkplätze in der Alser Straße ab Lange Gasse stadtauswärts sollten so weit nötig aufgelassen werden und die Gleise endlich einmal begradigt! Vor allem der Linksbogen zwischen Lange Gasse und Skodagasse ist ein Wahnsinn für einen effizienten Betrieb. Aber auch die Abzweigung bei der Brünnlbadgasse könnte man in Richtung 43er ganz problemlos geradeaus bauen.
- Die Haltestelle Skodagasse könnte aufgelassen werden (auch wenn es für mich persönlich ein Nachteil wäre, sehe ich ein, dass die Abstände Lange Gasse - Skodagasse - Brünnlbadgasse lächerlich sind), wenn der 13A eine andere Endhaltestelle bekommen würde.
- Gefährliche Situationen gibt es immer wieder stadteinwärts beim Linksabbiegen des MIV in die Pelikangasse, da wieder einmal ein Autofahrer den 43er übersieht. Die meisten Fahrer bremsen daher gleich mal ordentlich runter, wenn sie ein Auto mit Blinker nahe der Gleise sehen.

Am Gleiskörper selbst kann man außer Begradigungen mMn kaum noch etwas machen - die Linie fährt ohnehin schon weitestgehend separiert vom MIV. Die Haltestellensituation ist auch sehr gut.

Jemand anders kann vielleicht für außerhalb des Gürtels fortsetzen - dort bin ich seltener unterwegs. Eine Engstelle ist nach dem Elterleinplatz der mit dem MIV geteilte Abschnitt, ansonsten gibt es in der Jörgerstraße und Hernalser Hauptstraße mMn keine wesentlichen Behinderungen.

Linie 41

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #1 on: June 22, 2009, 01:10:29 PM »
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Original von 13er
Eine Engstelle ist nach dem Elterleinplatz der mit dem MIV geteilte Abschnitt, ansonsten gibt es in der Jörgerstraße und Hernalser Hauptstraße mMn keine wesentlichen Behinderungen.
Ist aber keine wesentliche Behinderung dort.

95B

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #2 on: June 22, 2009, 02:10:02 PM »
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Original von 13er
- Die Haltestelle Skodagasse könnte aufgelassen werden (auch wenn es für mich persönlich ein Nachteil wäre, sehe ich ein, dass die Abstände Lange Gasse - Skodagasse - Brünnlbadgasse lächerlich sind), wenn der 13A eine andere Endhaltestelle bekommen würde.
Auch wenn der 13A seine Endstation beibehält, ist die Gehstrecke Skodagasse - Lange Gasse nicht wirklich weit. In so mancher U-Bahn-Station sind die Umsteigewege bei weitem länger, werden aber ohne Murren hingenommen, weil ja alles so viel schneller, besser und bequemer ist...

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Original von 13er
- Gefährliche Situationen gibt es immer wieder stadteinwärts beim Linksabbiegen des MIV in die Pelikangasse, da wieder einmal ein Autofahrer den 43er übersieht. Die meisten Fahrer bremsen daher gleich mal ordentlich runter, wenn sie ein Auto mit Blinker nahe der Gleise sehen.
Meiner Ansicht nach gehört jedes Linksabbiegen in Schienenstraßen zum Zweck der Straßenbahnbeschleunigung sowieso verboten - es sei denn, es ist (1) durch eine VLSA geregelt und (2) die Linksabbiegespur befindet sich nicht am Gleis.

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Original von 13er
Jemand anders kann vielleicht für außerhalb des Gürtels fortsetzen - dort bin ich seltener unterwegs. Eine Engstelle ist nach dem Elterleinplatz der mit dem MIV geteilte Abschnitt, ansonsten gibt es in der Jörgerstraße und Hernalser Hauptstraße mMn keine wesentlichen Behinderungen.
Die Verschwenkung bei der Vorortelinie kostet Zeit. Hier könnten die Ampelphasen optimiert werden, es darf bei optimaler Beschleunigung niemals vorkommen, dass eine Straßenbahn außerhalb von Haltestellen vor einer gesperrten Kreuzung anhalten muss.

hema

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #3 on: June 22, 2009, 02:13:18 PM »
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Original von 13er
. . . . und Hernalser Hauptstraße mMn keine wesentlichen Behinderungen.
Und die Verschwenkung bei der Vorortelinie?  ?(


Übrigens: Zwischen Ring und Dornbach ist die Durchschnittsgeschwindigkeit des "langsamen" 44ers höher, als jene des "ohnehin optimalen" 43ers!  :lampe:

Linie 41

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #4 on: June 22, 2009, 02:23:41 PM »
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Original von 95B
Meiner Ansicht nach gehört jedes Linksabbiegen in Schienenstraßen zum Zweck der Straßenbahnbeschleunigung sowieso verboten - es sei denn, es ist (1) durch eine VLSA geregelt und (2) die Linksabbiegespur befindet sich nicht am Gleis.
Wobei sich bei Linksabbiegespuren am Gleis das Problem relativ schnell lösen läßt, wenn man einfach die Linksabbiegephase der Ampel schaltet, wenn sich die Straßenbahn der Kreuzung nähert. Bis die Straßenbahn da ist, ist die Spur geräumt und fertig.

13er

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #5 on: June 22, 2009, 02:25:55 PM »
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Original von 95B
(2) die Linksabbiegespur befindet sich nicht am Gleis.
In diesem Fall (stadteinwärts links in die Pelikangasse) befindet sich die Abbiegespur zwar nicht direkt am Gleis, aber wie gesagt oft genug sind Autofahrer unvorsichtig genug, gleich vor einem 43er oder 44er aufs Gleis zu fahren - "der wird schon bremsen..."

hema

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #6 on: June 22, 2009, 03:20:51 PM »
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Original von Linie 41

Wobei sich bei Linksabbiegespuren am Gleis das Problem relativ schnell lösen läßt, wenn man einfach die Linksabbiegephase der Ampel schaltet, wenn sich die Straßenbahn der Kreuzung nähert. Bis die Straßenbahn da ist, ist die Spur geräumt und fertig.
Wird eh häufig so gemacht ("wegschieben" des Verkehrs, in diesem Fall die Linksabbieger), nur geht das halt leider zulasten der Züge in der Gegenrichtung, die dadurch aufgehalten werden, obwohl sie, ohne diese Maßnahme, eigentlich mit dem Gegenverkehr grün hätten. Ist eine (ampelgeregelte) Abbiegespur neben dem Gleis, kann man, so man es durchsetzen kann, den Abiegeverkehr solange aufhalten, bis in beiden Richtungen keine Straßenbahn mehr kommt.

Es gibt hier zwei Erwägungen: Ist die Abbiegespur neben dem Gleis, kommt die Straßenbahn schneller weiter. Die Unfallforschung hat aber gezeigt, dass die Folgen des Aufpralls auf die Fahrerseite eines abbiegenden Fahrzeuges meist schlimmer sind, als die Folgen eines Auffahrunfalls und zudem das Auffahren durch Straßenbahnen auf Abbieger viel seltener ist, als Unfälle durch forsche Linksabbieger "über das Gleis".

Als Kompromiss versucht man daher, überall wo es keine Spurensignale für Linksabbieger gibt, die Abbiegespur auf's Gleis zu legen. Dass das den Betrieb hemmt, ist in Wien nicht so wichtig, außerdem lässt sich ein allfälliges Unfallverschulden leichter der Tramway anhängen. Auf die Idee, Linksabbiegen in Schienenstraßen weitestgehen zu vermeiden, bzw. ohne Signalregelung gänzlich zu unterbinden, traut man sich in Wien nicht kommen. Dreimal-Rechts-Regelungen sind anscheinend hierzulande schwerst verpönt!  :rolleyes:

Ferry

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #7 on: June 22, 2009, 06:23:21 PM »
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Original von 13er
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Original von 95B
(2) die Linksabbiegespur befindet sich nicht am Gleis.
In diesem Fall (stadteinwärts links in die Pelikangasse) befindet sich die Abbiegespur zwar nicht direkt am Gleis, aber wie gesagt oft genug sind Autofahrer unvorsichtig genug, gleich vor einem 43er oder 44er aufs Gleis zu fahren - "der wird schon bremsen..."
Was - wie bereits festgestellt - eine Verwaltungsübertretung darstellt.

13er

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #8 on: June 22, 2009, 06:50:09 PM »
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Original von Ferry
Was - wie bereits festgestellt - eine Verwaltungsübertretung darstellt.
Wo kein Polizist, da keine Strafe... und Polizisten sehe ich hier nur recht selten.

5er-Franzi

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #9 on: June 22, 2009, 06:59:52 PM »
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Original von 13er
Wo kein Polizist, da keine Strafe... und Polizisten sehe ich hier nur recht selten.

Die haben doch keine Zeit für so etwas. Müssen sie doch "dank" der Polizeireform mit Bürokratie herumschlagen.

Ferry

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #10 on: June 22, 2009, 06:59:57 PM »
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Original von 13er
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Original von Ferry
Was - wie bereits festgestellt - eine Verwaltungsübertretung darstellt.
Wo kein Polizist, da keine Strafe... und Polizisten sehe ich hier nur recht selten.
Ein Onkel von mir bekam vor Jahren deswegen einmal eine Anzeige. Er hat sich furchtbar aufgeregt und war sich seiner Verfehlung gar nicht bewusst, bis ich ihn darauf hingewiesen habe, dass das, was er gemacht hat, genauso verboten ist wie Zuschnellfahren oder Falschparken. Und es soll ja auch schon in Wien Fälle gegeben haben, wo jemand genau deswegen bestraft wurde...  ;)

Schienenchaos

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Beschleunigung der Linie 43
« Reply #11 on: June 22, 2009, 07:07:09 PM »
Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem beim 43er die Kapazität der Züge. Hier wäre es ja interessant zu wissen welche Ziele die Fahrgastmassen, die bei der Alser Straße zusteigen, anfahren. Dann könnte man ja nachdenken, den 44er direkt bei der U6 Station vorbeizuführen oder HVZ-Einlagen für den 43er z.B. zwischen Zimmermannplatz und HLS einsetzen.

Linie 41

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #12 on: June 22, 2009, 07:45:29 PM »
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Original von hema
Dreimal-Rechts-Regelungen sind anscheinend hierzulande schwerst verpönt!  :rolleyes:
Aufgrund so mancher bescheuerter Einbahnregelung auch oft schwer machbar.

Was ich aber nicht verstehe ist, warum man nicht die Schienen gegen den Rand verschwenkt (wie am Türkenschanzplatz) und die Abbiegespur links daneben macht. Würde auch die ganzen Haltestellenkaps ersparen.

64er

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RE: Beschleunigung der Linie 43
« Reply #13 on: June 22, 2009, 11:05:49 PM »
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Original von hema
Als Kompromiss versucht man daher, überall wo es keine Spurensignale für Linksabbieger gibt, die Abbiegespur auf's Gleis zu legen. Dass das den Betrieb hemmt, ist in Wien nicht so wichtig, außerdem lässt sich ein allfälliges Unfallverschulden leichter der Tramway anhängen. Auf die Idee, Linksabbiegen in Schienenstraßen weitestgehen zu vermeiden, bzw. ohne Signalregelung gänzlich zu unterbinden, traut man sich in Wien nicht kommen. Dreimal-Rechts-Regelungen sind anscheinend hierzulande schwerst verpönt!  :rolleyes:

Oder man macht es wie in Melbourne und installiert Hook Turns. Die geradeaus fahrenden Autos fahren vor der Straßenbahn her und die Abbieger stellen sich rechts vom Gleis an und halten so die Straßenbahn nicht auf. In der Eichenstraße stadtauswärts nervt es jedenfalls sehr, wenn die WLB wegen einem Linksabbieger eine ganze Ampelphase verliert.

Linie 41

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Beschleunigung der Linie 43
« Reply #14 on: June 23, 2009, 01:45:40 AM »
Stimmt, eine Hook-Turn würde das Verschwenken der Gleise auf den rechten Fahrbahnrand unnötig machen. Die Ampelregelung aus Melbourne könnte man zwar nicht verwenden, aber etwas modifiziert wäre das kein Problem: Linksabbieger fahren während der Grünphase so weit wie möglich vor, nach dem Ende der Grünphase resp. sobald die Straßenbahnen die Kreuzung geräumt haben, schaltet die Ampel auf Linksabbiegen und die Autos auf der rechten Spur können nach links abbiegen. Danach wird der Querverkehr frei geschaltet. Das ganze setzt natürlich voraus, daß in der Fahrtrichtung, wo Linksabbiegen erlaubt sein soll, mindestens zwei Fahrspuren vorhanden sind.