Author Topic: Regelmäßigere ULF-Einsätze  (Read 222 times)

Ferry

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Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #15 on: July 20, 2009, 09:40:25 AM »
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Original von Luki32
Es sind nicht die heutigen Kinderwägen zu breit, sondern die Kinderwägen, die sich die Leute kaufen und nicht bedenken, was sie dann damit machen wollen.

Ich habe jetzt auch einen angeschafft, aber darauf geachtet, daß er in ein kleines Auto und in eine Hochflurstraßenbahn paßt.

100% ACK. Als mein Nachwuchs mit einem derartigen Untersatz auszurüsten war, bin ich sogar die Einstiege von E1 und E2 ausmessen gefahren (wobei damals die Frage: Kommt ein ULF oder kommt kein ULF? noch keine war, da es zumindest bei  meiner Älteren (im Jänner 1994 geboren) noch keine ULFe gab).

Und gut war's - der Verkäufer wollte uns natürlich diverse Modelle "reindrücken", die breiter waren und wo wir uns beim Einsteigen "aufgehängt" hätten. Ich habe dann einfach bei jedem Modell gefragt "Kommen wir damit in die Straßenbahn?", was die Anzahl an in Frage kommenden Modellen merklich reduziert hat. Das, was dann letztlich übrig blieb, war - da jeglichen Schnickschnacks abhold - auch noch eines der Günstigsten.

Ferry

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RE: Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #16 on: July 20, 2009, 09:56:36 AM »
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Original von N1_2888
Seh ich nicht so. Der Vorteil eines ULF ist jedenfalls dahin, wenn man 40 Minuten auf ihn warten muss - da verzichtet man gleich drauf und hievt den Kinderwagen (ich nehme mal dieses Beispiel) entweder in die nächste (Hochflur-) Garnitur oder nimmt einen etwas längeren Weg* zu einer Linie in Kauf, die einen verlässlicheren barrierefreien Zugang aufweist.
Wann und wo musstest du 40 Minuten auf einen ULF warten?

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Während die derzeitige ULF-Verteilung kaum jemanden etwas bringt, so könnte bei der von "64er" skizzierten Lösung wenigstens ein Teil profitieren.
Wieso bringt die derzeitige ULF-Verteilung kaum jemandem etwas?

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Dort, wo das Netz noch dicht ist - wie im Wiener (Nord-) Westen - würden hierbei vergleichsweise wenige wirklich benachteiligt sein.
In den anderen Gebieten dafür eben mehr. Sehr sozial gedacht.

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Original von BedrockInn
Trotz Qando und rechtzeitiger Info ergab sich die Situation, dass sie in Lainz 15 Minuten auf einen ULF der Linie 62 gewartet hat (ausfall einer Garnitur) und bei der Station Hermesstraße hat sie nochmals 39 Minuten auf einen ULF der Linie 60 warten müssen. Bei 33 Grad im Schatten ist das MIT KINDERWAGEN UNZUMUTBAR!
Wann werden es die WiLi endlich lernen?
Was sollen die WL deiner Meinung nach "endlich lernen"? Doch wohl nur, dann mit einem ULF zu kommen, wenn deine Frau gerade darauf wartet? Ist das nicht ein bißchen einfach gedacht?  :rolleyes:
Was würde deine Frau tun, wenn es keine ULF gäbe? Und was können die WL dafür, wenn es 33 Grad im Schatten hat? Da kann man sich (und sein Kind) entsprechend anziehen. Und man kann sich überlegen, ob man die Fahrt nicht vielleicht doch in einem Hochflurwagen antritt. Meine Frau hatte nie Probleme, jemanden zu finden, der ihr geholfen hat, den Kinderwagen hinein- und hinauszuheben. Wer dafür natürlich zu bequem ist, muss eben auf einen ULF warten. Das ist immerhin eine Alternative, auf die wir - meine Frau und ich - seinerzeit noch gar nicht zurückgreifen konnten.

95B

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RE: Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #17 on: July 20, 2009, 10:44:47 AM »
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Original von Ferry
Wann und wo musstest du 40 Minuten auf einen ULF warten?
Die derzeitige ULF-Verteilung sorgt dafür, dass Wartezeiten von 40 Minuten zumindest auf den Linien 2, 26, 31, 60 zum Tagesgeschäft gehören.

Ferry

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RE: Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #18 on: July 20, 2009, 11:55:29 AM »
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Original von 95B
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Original von Ferry
Wann und wo musstest du 40 Minuten auf einen ULF warten?
Die derzeitige ULF-Verteilung sorgt dafür, dass Wartezeiten von 40 Minuten zumindest auf den Linien 2, 26, 31, 60 zum Tagesgeschäft gehören.
OK, ist sicher nicht schön, aber es gibt ja - zumindest mit Kinderwagen - wirklich Alternativen. Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich  kurios, dass jemand überhaupt solange wartet. Ich wäre zu meiner Zeit nie auf diese Idee gekommen, auch wenn es schon ULF gegeben hätte. Wäre einer gekommen, OK, Glück gehabt, ansonsten eben kurz angepackt und hoch mit dem Ding. Und wie ich von meiner Frau weiß, wurde im Bedarfsfall auch immer geholfen.

5er-Franzi

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Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #19 on: July 20, 2009, 12:17:01 PM »
Ich würde nicht auf einen ULF warten, es sei denn die FGI funktioniert und zeigt innerhalb von wenigen Min. einen an.
Habe zwar selbst (noch) keine Kinder, bin aber schon öfters mit Verwandten (welche Kinder im Kinderwagenalter haben) in Wien herumgefahren, auch Straßenbahn. Das Hinaufweben eines Kinderwagens zu zweit ist eine Momentsache.

N1_2888

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Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #20 on: July 20, 2009, 12:20:24 PM »
@ Ferry:
Wenn man auf einen NF-Zug 40 oder auch nur 30 Minuten warten muss*, weil entweder die Verteilung ungünstig ist (wenn sämtliche eingesetzten ULFe mehr oder weniger hintereinander gondeln und danach besagtes Loch entsteht) oder überhaupt nur eine lächerlich geringe Zahl unterwegs ist, wie die berühmt-berüchtigten Bezirksvorsteher-Beruhigungs-ULFe, dann hat mMn niemand etwas davon, weil die Chance, auf einen ULF zu treffen so zu einer Art Lotterie ausartet. Ich wage zu behaupten, dass die Wenigsten ihre Fahrten mit dem Wiener ÖV mit dem i.tip planen können oder auch nur wollen, was bei der Rückfahrt sowieso noch zusätzlich erschwert werden würde.

Nun steht man vor der Wahl diesen Zustand, von dem, wie ich oben ausgeführt habe, niemand oder meinetwegen kaum jemand etwas hat, zu prolongieren, oder die ULFe so zu verteilen, dass eine möglichst große Zahl profitiert. Das sollte bei einer nun wieder zunehmenden Anzahl an NF-Fahrzeugen doch hoffentlich kein Problem darstellen. Wie das geschehen könnte, wurde weiter oben schon von anderen skizziert.
_____

*Ich warte natürlich keine 40 oder 30 Minuten oder welcher für Wiener Verhältnisse absurd hoher Wert auch immer, da nicht gehbehindert oder (seit 13, 14 Jahren nicht mehr) mit Kinderwagen unterwegs.

Ferry

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Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #21 on: July 20, 2009, 12:45:53 PM »
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Original von N1_2888
Nun steht man vor der Wahl diesen Zustand, von dem, wie ich oben ausgeführt habe, niemand oder meinetwegen kaum jemand etwas hat, zu prolongieren, oder die ULFe so zu verteilen, dass eine möglichst große Zahl profitiert. Das sollte bei einer nun wieder zunehmenden Anzahl an NF-Fahrzeugen doch hoffentlich kein Problem darstellen. Wie das geschehen könnte, wurde weiter oben schon von anderen skizziert.

Gut, da haben wir unterschiedliche Auffassungen. Ich finde, es ist besser, es profitieren alle in etwas geringerem, als einige in höherem Ausmaß und dafür andere gar nicht. Der Einsatz von NF-Fahrzeugen bei den WL (aber auch in anderen Städten mit gemischtem HF- und NF-Wagenpark) zeigt, dass mein Gedanke doch der Sozialere sein dürfte. Ich würde gerne wissen, wie du denken würdest, wenn es in deiner Familie jemand gäbe, der auf den Rollstuhl angewiesen wäre und eine Linie benützen müsste, auf der lt. deinem Plan nur HF-Fahrzeuge zum Einsatz kommen sollten. Vermutlich würfest du deinen Plan dann entsprechend anpassen?  ;)

Linie 41

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Regelmäßigere ULF-Einsätze
« Reply #22 on: July 20, 2009, 01:24:50 PM »
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Original von Ferry
Gut, da haben wir unterschiedliche Auffassungen. Ich finde, es ist besser, es profitieren alle in etwas geringerem, als einige in höherem Ausmaß und dafür andere gar nicht. Der Einsatz von NF-Fahrzeugen bei den WL (aber auch in anderen Städten mit gemischtem HF- und NF-Wagenpark) zeigt, dass mein Gedanke doch der Sozialere sein dürfte. Ich würde gerne wissen, wie du denken würdest, wenn es in deiner Familie jemand gäbe, der auf den Rollstuhl angewiesen wäre und eine Linie benützen müsste, auf der lt. deinem Plan nur HF-Fahrzeuge zum Einsatz kommen sollten. Vermutlich würfest du deinen Plan dann entsprechend anpassen?  ;)

Wie ich oben bereits skizziert habe, kann man die 40 Minuten Löcher, wenn der Wille dazu vorhanden ist, leicht beseitigen. Einerseits durch Verschiebungen im Auslauf, andererseits durch konsequente Gleichverteilung der Niederflurwagen auf bestimmten Linien und Verzicht die Parallellinie auch zu verulfen. Es scheitert also wieder einmal nicht am Prinzip, sondern nur am Unwillen bzw. der Unfähigkeit der Wiener Linien und ihrer politischen Einflüsterer.

Und nebenbei: Wenn 40 Minuten lang kein Niederflurwagen kommt, dann sch... ich als Rollifahrer auf die Bim und nehme entweder eine andere Route, die zwar länger aber dafür behindertengerecht ist oder nehme mir ein Taxi. Da geht's ja auch um Umsteigeverbindungen. Man stelle sich vor ich will als Rollstuhlfahrer von der Johann-Strauß-Gasse nach Gersthof und warte dann am Schottentor beim Umsteigen 40 Minuten auf den 40er. Daher bin ich strikt der Ansicht, daß durch diese Einzel-ULFe nicht in geringerem Ausmaß profitiert werden kann, sondern in 90% der Fälle überhaupt nicht.

Anders gesagt: Wenn auf einer Straßenbahn 30 Minuten kein ULF kommt, dann ist das nicht behindertengerecht sondern eine Lotterie.