Author Topic: Jahreskarte für Österreich  (Read 1002 times)

5er-Franzi

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #30 on: February 12, 2010, 03:06:21 PM »
Quote
Original von Linie 41
Ja ohne abgeschlossene Ausbildung ist das nun einmal schwer einen Job zu finden. Und von der Sorte rennen leider genug Leute herum.

Auch mit abgeschlossener Ausbildung, also Lehrabschluss oder so.

Quote
Original von Ottakring
Und mit Ausbildung ist man womöglich "überqualifiziert"  ;(
Nein, da fehlt dir dann die "mehrjährige" Praxis in der entsprechenden Abteilung, wo du halt hin möchtest.

umweltretter

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #31 on: August 03, 2013, 12:32:01 AM »
Mobiles Österreich: Um 3 Euro pro Tag soll man im ganzen Land alle Öffis nutzen dürfen – sagen die Grünen.
Grüner Wunsch: Um 1095 Euro mit Öffis durchs Land
Auch die Grünen setzen nun auf das Thema „Mobilität“. Ihr Wunsch: Ein Österreich-Ticket.
   
Die Formel, mit der Eva Glawischnig reüssieren will, ist bestechend einfach: Wer einen Euro am Tag ausgibt, der soll in einem Bundesland alle Öffis benützen können; für zwei Euro gibt’s ein zweites Bundesland dazu – besonders interessant für Pendler; und mit täglich drei Euro sollte jeder im ganzen Land alle Öffis ein Jahr lang benutzen dürfen – das „Österreich-Ticket“ um 1095 Euro.

Am Donnerstag präsentierten die Grünen ihre Ideen zur „Verkehrswende“. Was in Wien (Öffi-Ticket um 365 € / Jahr), Vorarlberg (365-€-Ticket ab 2014), Tirol und Salzburg (365-€-Ticket im Regierungspakt) möglich sei, das müsse so auch im Rest des Landes gelten. „Es darf nicht von der Postleitzahl abhängen, wie viel jemand für das Pendeln oder den öffentliche Verkehr bezahlt“, sagte Glawischnig. Finanzieren will sie das Modell durch eine Anhebung der Lkw-Maut, das Streichen von Steuer-Zuckerln bei Dienst- und Firmenwagen sowie eine Reform der Pendlerpauschale.

Zickzack der SPÖ

In einem ist sich die Grünen-Chefin mit der ÖVP einig: Was die Mobilität anlangt, sind die SPÖ und ihre Verkehrsministerin Doris Bures völlig unglaubwürdig.

Erst am Mittwoch hatte die Kanzlerpartei ein kostenloses, österreichweites Öffi-Ticketfür alle Jugendlichen und Studenten gefordert, den Wunsch aber noch am Abend korrigiert: Gratis werde es wohl doch nicht gehen, befand SPÖ-Klubchef Josef Cap – vermutlich hat er die Kalkulationen von Reinhold Mitterlehner studiert: Der ÖVP-Familienminister beziffert die zusätzlichen Kosten für ein Gratis-Jugend-Ticket mit 1,3 Milliarden Euro (der KURIER berichtete), auch er befundet der SPÖ einen „Zickzackkurs“.

Bundeskanzler Werner Faymann sieht das naturgemäß anders. „Unsere endgültigen Forderungen werden erst beim Bundesparteirat fixiert“, sagte der SPÖ-Chef gestern. Die Botschaft: Wir haben nur laut nachgedacht, das Wahlprogramm kommt erst am Samstag.

Fest steht derweil: Das „Top-Jugend-Ticket“ (Um 60 Euro können Schüler und Lehrlinge alle Öffis benutzen) wird in den nächsten Monaten von Wien, NÖ, und dem Burgenland aufs ganze Land ausgeweitet, das ist laut Mitterlehner beschlossen. Und die Studenten? Dieses Thema könne man seriöserweise erst nach der Wahl verhandeln.
(kurier) Erstellt am 01.08.2013, 17:44

umweltretter

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #32 on: August 03, 2013, 08:20:33 PM »
01.08.2013
60-€-Jahreskarte
Offi-Ticket für Junge: Koalition vor Einigung


Öffi-Verkehr als Wahlkampfthema! Verkehrsministerin Doris Bures (SP) präzisiert im "Heute"-Gespräch die Forderung der SPÖ: Alle unter 24-Jährigen in Ausbildung sollen in ganz Österreich günstig Öffi fahren. Ähnliches will die VP.

Nach dem Wirbel um den SP-Plan zu Gratis-Öffis für Junge geht die SPÖ von ihrer Maximalforderung ab. Verkehrsministerin Bures sagt, welche Forderungen nun im SP-Wahlprogramm stehen:

    "Das Top-Jugendticket des Verkehrsverbundes Ost Region soll auf alle unter 24 Jahren in Ausbildung ausgeweitet werden." Heißt: Auch Studenten sollen wie bisher Schüler und Lehrlinge um 60 Euro jährlich Öffi fahren.
    Und: "Alle sieben Verkehrsverbünde Österreichs sollen ein Ticket in dieser Größenordnung anbieten." Gespräche würden bereits laufen. Kosten: 127 Mio. €.


Auch VP-Jugendminister Mitterlehner hatte die Ausweitung auf Studenten gefordert. Steht also eine Einigung der Koalition kurz bevor? Bures: "Bei gutem Willen ist eine Einigung vor der Wahl noch möglich."

Grüne: Um 1.095 € durchs Land
Die Grünen setzen bei ihrem Verkehrspaket auf eine Tarif-Reform: Ein Jahrestikket soll in jedem Bundesland maximal 365 € kosten, für zwei Länder das Doppelte. Um den dreifachen Preis (1.095 €) gibt es die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich.

Ähnlich wie die Vorschläge von VP und SP klingt die Forderung für Junge: Ein Ticket für alle Verkehrsmittel um 60 € im Jahr. Grünen-Chefin Glawischnig übt scharfe Kritik an der SP: "Der öffentliche Verkehr wurde kaputtgespart." Und: Der "große Wurf" fehle.

umweltretter

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #33 on: August 06, 2013, 04:06:08 PM »
Wer anschafft, muss auch zahlen
Verkehrsministerin Bures verspricht
ÖBB-Chef Kern Geld für günstige Jugendtickets.


Sie ist seit 2008
Verkehrsministerin, er seit 2010 Chef der Österreichischen Bundesbahnen.
Bei einer Zugfahrt im modernen Railjet sprachen Doris Bures und
Christian Kern im KURIER-Doppelinterview über billige Jugend-Tickets,
teure Investitionen und den bevorstehenden Wahlkampf.


KURIER: Frau Minister, die SPÖ hat erst ihre Forderung nach
einem Gratis-Öffi-Ticket für Jugendliche präsentiert, dann auf
vergünstigte Tickets abgeschwächt. War das klug?



Doris Bures: Die genaue Formulierung der Forderung wurde am Samstag beim Bundesparteiratbeschlossen.
Bis dahin gab es eine rege Diskussion. Unsere Ziel ist, dass Mobilität
leistbar ist. So wie das Top-Jugendticket in der Ostregion (um 60
€/Jahr) wollen wir in allen Verkehrsverbünden in ganz Österreich ein
günstiges Jahresticket haben. Und wir wollen es für Studierende
erweitern.


Herr Kern, werden die ÖBB das finanziell unterstützen?


Christian Kern: Wir begrüßen alles, was junge
Menschen an die Bahn heranführt. Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wir sind
aber ein Unternehmen und können keine Sozialleistungen finanzieren.
Daher ist klar, dass wir die Leistung abgegolten bekommen müssen.


Bures: Wenn die Politik Leistungen bestellt, muss
das den Unternehmen abgegolten werden. Die Zeiten sind vorbei, in denen
Politiker Verkehrsträgern ausgerichtet haben, dass bestimmte
Personengruppen gratis fahren auf Kosten der Firmen.


Herr Kern, wie stehen Sie zur Forderung der Grünen nach einem Österreich-Ticket um 1095 Euro?


Kern: Die ÖBB haben eine eigene Österreich-Card, mit
der man bereits ab drei Euro pro Tag das gesamte ÖBB-Zugangebot nutzen
kann. Das belohnt Vielfahrer. Wir sind gerne bereit für die Umsetzung
weiterer Maßnahmen, aber es braucht dafür die Finanzierung – im
konkreten Fall einen dreistelligen Millionenbetrag.


Frau Minister, Ende September wird gewählt. Sie werden
offenbar immer stärker zum zweiten SPÖ-Wahlkampfmanager. Fürchten Sie
nicht, dass die ÖBB damit in den Wahlkampf hineingezogen werden?




Bures: Wenn man in den Mittelpunkt stellt, was in den
letzten fünf Jahren bei den ÖBB gelungen ist, habe ich nichts dagegen.
Wir haben mit einer ÖBB-Reform begonnen. Und heute sehen wir, dass wir
auf gutem Weg sind. Wir haben Zuwächse bei den Passagierzahlen,
Verbesserungen bei der Pünktlichkeit und bei Infrastrukturinvestitionen
eine professionelle Abwicklung. Wir liegen bei allen Projekten exakt im
Zeit- und Kostenplan.

Ein kleines Scharmützel gab es bereits: Die SPÖ fordert im
Wahlprogramm eine Beschränkung der Vorstandsgagen im öffentlichen
Bereich. Die ÖVP meint, man solle gleich bei den ÖBB anfangen.



Bures: Wir haben ein klares System bei den Gagen von
Geschäftsführern. Aber ich halte nichts von Zurufen. Jeder soll seinen
Bereich so optimal wie möglich aufstellen.


Herr Kern, die ÖBB waren immer ein Politikum, etwa bei Postenbesetzungen. Ist es mühsamer als in anderen Firmen?


Kern: Die ÖBB haben eine enorme Aufmerksamkeit. Es
erscheinen jährlich rund 25.000 gedruckte Artikel über die ÖBB. Ruhe
gibt es nie. Aber ich würde meinen, dass Aufsichtsrat und Vorstand
genauso professionell geführt werden wie in jedem anderen Unternehmen
auch.


Die ÖBB haben für 2012 einen Vorsteuergewinn von 66,5
Millionen vermeldet. Kann man von Gewinn sprechen, wenn der Steuerzahler
jährlich 2,5 Milliarden Euro in die ÖBB steckt?



Kern: Selbstverständlich. Wir erhalten vom
Steuerzahler Geld für den Ausbau der Infrastruktur oder nehmen es mit
Staatsgarantie auf den Kapitalmärkten auf – rund zwei Milliarden pro
Jahr. Das hat keinen Einfluss auf unseren Gewinn. Zusätzliches Geld
erhalten wir für die Verkehrsbereitstellung auf Strecken, die man nicht
gewinnbringend betreiben kann. Das ist international üblich – selbst der
Euro-Tunnel von London nach Paris macht trotz 80 Prozent Marktanteil
Verluste.


Auf der Weststrecke hat sich gezeigt, dass die ÖBB dank
Konkurrenz besser geworden sind. Wäre eine Konkurrenz auf der Südbahn
nicht sinnvoll?



Bures: 2025 planen wir die Verkehrsfreigabe der
Südbahn. Wenn sie wie geplant ausgebaut wird, gehe ich davon aus, dass
private Mitbewerber kommen.


Kern: Derzeit wäre es für einen privaten Anbieter
aber Kamikaze, auf der Südbahn zu fahren. Selbst auf der Westbahn ist es
schwer, Geld zu verdienen.


Herr Kern, stört es Sie, wenn das Finanzministerium
aufschlüsselt, dass jeder Österreicher 4,4 Prozent seiner Steuern für
die ÖBB zahlt?



Kern: Die Rechnung ist nicht korrekt. In dieser Zahl
stecken etwa die Pensionszahlungen an Ex-ÖBB Mitarbeiter. Die hält man
anderen Bundes-Unternehmen nicht vor. Zudem muss angerechnet werden,
dass wir der größte Steuerzahler des Landes sind und jährlich 800
Millionen Steuern zahlen.


Frau Minister, die ÖBB weisen derzeit 18 Milliarden Euro an Schulden auf. Wie sollen die abgebaut werden?


Bures: Das sind nicht Schulden, sondern
Investitionen in Werte. Weil wir Weitblick beweisen, werden noch unsere
Ururenkel die Infrastruktur nutzen. Und es gibt ein Finanzrahmengesetz,
wo wir bis zum Jahr 2074 definiert haben, wie sich die Investitionen in
die Infrastruktur auswirken.


Das heißt, wir zahlen bis 2074 die ÖBB-Schulden zurück?


Bures: 2074 haben wir alle Investitionen in die
großen Bahnkorridore finanziert. Der Nutzen reicht aber noch viele
Jahrzehnte darüber hinaus.


Kern: Volkswirtschaftlich werden Werte für
Generationen geschaffen. Das Geld der Steuerzahler wurde nicht von
hungrigen Eisenbahnern verfrühstückt, sondern sinnvoll investiert.


Anders als etwa beim Flughafen Wien hat die ÖBB bei ihren
Großbaustellen noch keinen Baukosten-Skandal gehabt. Wird das so
bleiben?



Kern: Wir bauen keine Fertigteilhäuser. Das sind
hochkomplexe Projekte. Aber die Kosten-Abweichung über alle Projekte im
Rahmenplan liegt bei einem Prozent. Wir haben international einen
hervorragenden Ruf.


Frau Minister, die Regierung hat drei Konjunkturpakete
geschnürt und immer in die Bahn investiert. Wird da nicht
überdurchschnittlich viel in Schienen und Beton investiert statt in
Bildung oder Forschung?



Bures:Nein. Für die Forschung haben wir letztes Jahr
ein Paket von 110 Millionen Euro geschnürt. Bei den Konjunkturpaketen
2008 haben wir gesehen, dass genau die Schieneninvestitionen für
Wachstum sorgen. Fast 80 Prozent der Wertschöpfung aus Bahninvestitionen
landen bei kleinen und mittleren Unternehmen. Es geht nicht darum,
Stahl und Beton in die Landschaft zu legen. Wir werden Verkehr
ermöglichen, werden noch Züge kaufen und das Angebot erweitern.


Eine Großbaustelle ist auch der Brennerbasistunnel. Wie sieht die Finanzierung aus?


Bures: Der Brennerbasistunnel wird einmal der
längste Eisenbahntunnel der Welt. Wir rechnen mit Kosten von zehn
Milliarden Euro, die sich Italien und Österreich teilen. Von den fünf
Milliarden für Österreich soll ein Drittel aus EU-Förderung kommen, ein
Drittel aus der Querfinanzierung von der Straße und ein Drittel aus dem
Budget.


Herr Kern, Sie haben zuletzt geklagt, dass nach dem Aus für
Frühpensionierungen das Durchschnittsalter ihrer Mitarbeiter kräftig
steigt. Droht den ÖBB die Überalterung?



Kern: Unser Altersschnitt liegt bei 43 Jahren – und
wird bis 2020 auf 47 Jahre steigen. Daher wollen wir versuchen, unsere
Mitarbeiter länger gesund und leistungsfähig im Unternehmen zu halten.


Braucht die Bahn eine Einstellungswelle?


Kern: Das wird rechtzeitig passieren müssen. Aber genauso müssen wir in ältere Mitarbeiter investieren.


Frau Minister, sind Sie zufrieden mit ÖBB-Chef Kern?


Bures: Wir haben die Schwerpunkte für die
Verkehrspolitik klar festgelegt. Die Umsetzung wird vom Vorstand
professionell erledigt. Ich denke, dass wir gut aufgestellt sind. Die
Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Ihnen wird immer wieder ein Wechsel in die Wiener Landespolitik nachgesagt. Lust auf Tapetenwechsel?


Bures: Ich habe vor fünf Jahren dieses interessante
Ressort übernommen. Hier kann man etwas bewegen und verändern. Wenn ich
wieder die Chance bekomme, würde ich gerne Verkehrsministerin bleiben.



ÖBB
Bahn kommt langsam auf Schiene

Mitarbeiter
2012 sank die Zahl der Mitarbeiter erstmals knapp unter die Marke von 40.000. Zusätzlich bilden die ÖBB 1800 Lehrlinge aus.

Schwarze Zahlen
Die ÖBB konnten 2012 endlich wieder schwarze Zahlen schrei- ben: Nach
-27,9 Mio. Euro 2011 drehte das Vorsteuerergebnis auf 66,5 Mio. Alle
drei Teilkonzerne (Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur)
schafften ein Plus.

Personen- und Güterverkehr
Die Bahn beförderte 2012 rund 224 Millionen Passagiere (+7 %). Mit
dem ÖBB-Postbus fuhren zusätzlich 240 Millionen Kunden. Die noch nicht
ganz sanierte Rail Cargo Austria (RCA) beförderte im Vorjahr 113
Millionen Tonnen auf der Schiene.

(kurier)
Erstellt am 04.08.2013, 08:00

Ottakring

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #34 on: August 06, 2013, 05:50:08 PM »
Quote from: 'umweltretter','index.php?page=Thread&postID=284219#post284219'
Braucht die Bahn eine Einstellungswelle?

Ein Wort, das im Konnex mit der ÖBB sehr zweideutig ausgelegt werden kann  :(

umweltretter

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Jahreskarte für Österreich
« Reply #35 on: September 13, 2016, 02:25:57 AM »
Quote from: 'matboy','index.php?page=Thread&postID=200335#post200335'
Ich würde deutlich weiter gehen. Warum nur eine gemeinsame Jahreskarte ? Warum nicht gleich ein österreichweiter Verkehrsverbund ? Schluss mit übertriebenen Föderalismus und Tarifdschungel !
Das fordert jetzt auch die Bahngewerkschaft:  ----> Streit über regionale Verkehrsverbünde - help.ORF.at