Author Topic: Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe  (Read 321 times)

moszkva tér

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« on: June 14, 2010, 10:06:31 PM »
Heute habe ich mich am Weg in die Arbeit wieder sehr über die Verbindung in den Bereich Kolpingstraße / Slamastraße ärgern müssen.

Am Otto-Probst-Platz ist der 16A verspätet, dann steht er danach 10 min. beim Bahnübergang Pfarrgasse, weil der Zeitraum zwischen den Zügen zu kurz ist - wir haben erst den Gegenbus passieren lassen und schon war der Schranken wieder zu  :boese:

Wie könnte man die Erreichbarkeit der Draschegründe verbessern?
1) Den 16A umleiten, wo er die Bahn niveaufrei kreuzen kann. Dafür könnte man die Unterführung Neilreichgasse verbreitern. Da diese Bahnstrecke aber gerade erst erneuert wurde, ist dieser Zug wohl abgefahren.

2) Einen Fußgängerdurchgang durch die A2 bauen, dann hätte man nur einen kurzen Fußweg von der WLB Neu Erlaa zur Slamastraße. Die A2 wurde in diesem Bereich aber erst vor wenigen Jahren neu gebaut - also dieser Zug ist auch abgefahren.

3) Eine umsteigefreie Verbindung vom Reumannplatz in die Draschegründe zusätzlich zum 16A anbieten - aber das wäre ein Busoverkill in Inzersdorf.

Hättet ihr Ideen / Vorschläge dazu?

29er

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #1 on: June 14, 2010, 10:37:54 PM »
Die EK Pfarrgasse wird ab 2011 sowieso einer Unterführung weichen. Ab 17.September starten die Bauarbeiten mit der Bohrpfahlherstellung und ab dem 08.Oktober werden die ersten Hilfsbrücken eingebaut. Im November wird mit der Tragwerksherstellung begonnen.

martin8721

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RE: Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #2 on: June 15, 2010, 12:08:41 AM »
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Original von moszkva tér
Wie könnte man die Erreichbarkeit der Draschegründe verbessern?
Hättet ihr Ideen / Vorschläge dazu?

Soviel ich weiß, arbeitet die MA18 eh gerade an einem Verkehrskonzept für Inzersdorf (zumindest gab's in der vorletzten Bezirksvertretungssitung in Liesing einen solchen Antrag, der an die Verkehrskommission und infolge an die MA 18 weitergeleitet wurde).  ;)

Nun.
Nachdem ich in der Pfarrgasse wohne, kann ich das leider nur bestätigen:
Die Anbindung des Grätzls rund um die Kolpingstraße ist nicht gerade "knusprig".

Die Gehwege zu den Haltestellen von 16A und 66A sind zu lang und die Busse brauchen ewig, bis sie irgendwo sind:

16A von Kolpingstraße - Otto Probst Platz : 9 Min.
16A von Kolpingstraße - Schöpfwerk 16 Min.

66A von Sterngasse - Reumannplatz: 16 Min

Das sind allerdings nur die offiziellen Fahrzeiten.
Der 16A braucht in der Regel gute 15 Minuten wegen des Bahnübergangs Pfarrgasse, der oft minutenlang (!) vor Eintreffen eines Zuges bereits schließt (hier könnte man beispielsweise was machen) und der 66A braucht zum Reumannplatz eigentlich immer 20 Minuten - das jedoch relativ konstant. Die 16 Minuten offizielle Fahrzeit kommen vielleicht in den Abendstunden bei weniger Verkehr hin.
Einzig die Verbindung zur U6 über 66A Sterngasse - Alterlaa funktioniert ganz gut.

Was die Draschegründe brauchen, wäre eine schnelle Verbindung in die Stadt bzw. zu einem hochrangigen Verkehrsmittel, doch da sehe ich im Moment kaum Chancen auf Machbarkeit - ganz im Gegenteil - die ganze Gegend dort ist ein Musterbeispiel für eine "autogerechte Planung":
In den kommenden Jahren wird das Areal der ehemaligen Inzersdorfer Konservenfabrik verbaut, Straßen werden verbreitert (konkret die Kolbe- und die Sterngasse), damit die Autos besser und noch schneller fahren können, aber hinsichtlich einer Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ist (zumindest laut SP-Bezirksvorstehung) nichts geplant.
Ein SPÖ-Bezirksrat meinte zu mir mal: Was will ich denn? Der 66A ist eh super.  :rolleyes:

Insgeheim hege ich ja immer noch Hoffnung auf den im Masterplan Verkehr vorgesehenen Liesing-Korridor und die Erschließung durch eine Schnellstraßenbahn.
Laut einem WL-Sprecher soll es ja ab 2019 (mit Verlängerung der U1) eine direkte Verbindung von Inzersdorf nach Rothneusiedl geben. Wenn die wirklich schnell ist, wäre das schon eine Verbesserung.
Problem ist halt die Trassenführung.

Eventuell könnte man auch etwas mit der Badner Bahn machen und (Utopie-Modus an) deren Trasse näher in die dicht besiedelten Gebiete bei der Pfarrgasse legen.
Die Station Inzersdorf Personenbahnhof liegt im Moment ziemlich fernab vom Schuss zwischen den am stärsten befahrenen Straßen in Inzersdorf (Triesterstraße, Sterngasse, Südosttangente) bei ein paar Reihenhaussiedlungen.

Noch utopischer:
Vielleicht könnte man auch eine neue Linie schaffen, die in Inzersdorf startet, bei der Konservenfabrik in die Pottendorfer Linie eingefädelt wird und dann über die WLB-Trasse und Gutheil Schoder Gasse nach Meidling führt.
Das ist aber nur die Phantasie eines alten Straßenbahnfreundes - realistisch glaube ich (und das hab ich oben auch schon erwähnt), dass die Verbindung 66A - Alterlaa U6 eh ganz gut ist - sofern der 66A nicht gerade im Stau steckt.

Am Besten wär natürlich die Verlängerung der U1 vom Reumannplatz nach Inzersdorf  :P

Quote
Original von moszkva tér
3) Eine umsteigefreie Verbindung vom Reumannplatz in die Draschegründe zusätzlich zum 16A anbieten - aber das wäre ein Busoverkill in Inzersdorf.

Och. Ich würd mich seeehr drüber freuen!  8-)
Das wär auf jeden Fall schon mal eine große Verbesserung!  :lampe:
Von einem "Bus-Overkill" würde ich bei den bisherigen Verbindungen (16A und 66A) sicher nicht sprechen. Dann hätten wir in der Währinger Straße auch einen Straßenbahn-Overkill.  :P
Hier in Inzersdorf haben wir wohl eher einen Auto-Overkill.
Soviel ich weiß hatte Liesing 2009 den schlechtesten Modal-Split und die meisten PKW-Neuzulassungen aller 23 Bezirke -  und damit zusätzliche und bessere Öffi-Verbindungen mehr als nötig!

moszkva tér

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #3 on: June 15, 2010, 08:29:19 AM »
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Original von 29er
Die EK Pfarrgasse wird ab 2011 sowieso einer Unterführung weichen. Ab 17.September starten die Bauarbeiten mit der Bohrpfahlherstellung und ab dem 08.Oktober werden die ersten Hilfsbrücken eingebaut. Im November wird mit der Tragwerksherstellung begonnen.

Tatsächlich?
Wird Bahn oder Straße tiefergelegt?

Oben ist die A23, also kann man keine Brücke über die Eisenbahn bauen.
Die Pfarrgasse kann man nicht tieferlegen, da südlich der EK der Liesingbach fließt.
Die Eisenbahn tieferlegen? Geht sich das dann mit der neuen Eisenbahnbrücke über die Triester Straße aus?

@MA18 Verkehrskonzept Intersdorf:
Die MA18 liefert immer wieder brauchbare Konzepte ab, es liegt nur an den Politikern, sie umzusetzen (oder nicht). Wenn Schicker oder BV sagen, des woin ma net, dann ist es gestorben.

29er

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #4 on: June 15, 2010, 08:59:00 AM »
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Original von moszkva tér
Die Eisenbahn tieferlegen?
Das halte ich für die unwahrscheinlichste Variante, denn immerhin hat man ja erst vor nicht allzu langer Zeit die komplette Infrastruktur umgebaut. Ich könnte mir eigentlich nur einen Bogen vorstellen der ab der Hochwassergasse nach links oder rechts führt, unter der A23 und Bahn durch und beim Anton-Balzer-Weg wieder an die Oberfläche führt.

Eine gerade Straßenführung kann man aufgrund der kurzen Distanz und recht hohen Unterführung sicher ausschließen. Man wird schon sehen ...

martin8721

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #5 on: June 15, 2010, 12:07:54 PM »
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Original von moszkva tér

Die MA18 liefert immer wieder brauchbare Konzepte ab, es liegt nur an den Politikern, sie umzusetzen (oder nicht).

Ja, leider... :(

umweltretter

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RE: Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #6 on: June 15, 2010, 08:06:06 PM »
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Original von martin8721
Hier in Inzersdorf haben wir wohl eher einen Auto-Overkill.
Soviel ich weiß hatte Liesing 2009 den schlechtesten Modal-Split und die meisten PKW-Neuzulassungen aller 23 Bezirke -  und damit zusätzliche und bessere Öffi-Verbindungen mehr als nötig!

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Quote
Original von http://liesing.gruene.at/artikelseite/artikel/lesen/55449/
Liesing braucht bessere Öffis! Liesing ist Rekordhalter bei Neuzulassungen österreichweit.
90.000 EinwohnerInnen + 50.000 Autos. Im Jahr 2009 hat es in Liesing österreichweit die meisten Pkw-Neuzulassungen gegeben. Liesing steht am Rande des Verkehrskollaps, wenn nicht endlich der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut wird.

Eine aktuelle Studie des Verkehrsclub Österreichs (VCÖ) hat es erneut ans Tageslicht gebracht, wovor wir Grüne seit Jahren im Bezirk warnen: Liesing steht am Rande des Verkehrskollaps, wenn nicht endlich der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut wird. Insbesondere die Querverbindungen in Liesing (Stichwort 66A) müssen dringend verbessert und ergänzt werden. Aber auch viele neue Wohngebiete brauchen dringend einen schnellen Anschluss an die U-Bahn, den 60er und die S-Bahn.

Die aktuellen Verkehrszahlen sprechen eine eindeutige Sprache und untermauern die Tatenlosigkeit der Bezirks-SPÖ in dieser für unsere Lebensqualität und unsere Umwelt wichtigen Frage. Denn Liesing ist mittlerweile jener Außenbezirk mit dem höchsten Motorisierungsgrad von ganz Wien. Demnach sind in Liesing mittlerweile über 50.000 PKW zugelassen und natürlich werden diese auch aufgrund mangelnder Alternativen genutzt.

Und die Tendenz ist stark steigend: Im Jahr 2009 hat es in Liesing österreichweit die meisten Pkw-Neuzulassungen gegeben. Unser Bezirk ist damit Spitzenreiter in ganz Österreich. Dies zeigt eine aktuelle VCÖ-Untersuchung. Insgesamt wurden 9.158 Pkw in Liesing neu zugelassen, das sind immerhin 14 Prozent aller Neuzulassungen in Wien. Negativ für die Verkehrssicherheit und die Luftqualität in Wien ist auch, dass immer mehr große Autos und SUV gekauft werden.  Im Jänner lag in Liesing die Feinstaubbelastung mehr als 11 Tage durchgehend über dem Grenzwert!

Gleichzeitig beschließen SPÖ und ÖVP gegen den Willen der betroffenen AnrainerInnen ohne mit der Wimper zu zucken auf dem Areal der ehemaligen Inzersdorfer Konservenfabrik neue Büros und Einkaufszentren sowie ein neues Hotelhochhaus, obwohl das beauftragte Verkehrsgutachten 4.400 zusätzliche Autofahrten auf Inzersdorf Straßen täglich prognostiziert. Es ist höchst an der Zeit, diesen verkehrspolitischen und stadtplanerischen Fahrlässigkeiten der SPÖ ein Ende zu setzen - für den Erhalt unserer Lebensqualität in Liesing und unserer Umwelt!

moszkva tér

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #7 on: June 15, 2010, 09:12:25 PM »
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Original von 29er
Ich könnte mir eigentlich nur einen Bogen vorstellen der ab der Hochwassergasse nach links oder rechts führt, unter der A23 und Bahn durch und beim Anton-Balzer-Weg wieder an die Oberfläche führt.

Eine gerade Straßenführung kann man aufgrund der kurzen Distanz und recht hohen Unterführung sicher ausschließen. Man wird schon sehen ...

Da wäre es doch am simpelsten gewesen, die Unterführung Neilreichgasse auszubauen, da ja die Bahntrasse eh fast komplett neu gebaut wurde.
Dann hätte man auch eine Option für eine Bim-Verlängerung nach Süden gehabt.

towot

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #8 on: June 16, 2010, 04:28:55 PM »
Ich hatte früher öfters in der Gegend zu tun und bin meistens mit der U6 und dem 66A angereist. Wenn der 16A pünktlich kam, hatte man bei der Sterngasse einen guten Anschluß.

Wie schon öfters von mir erwähnt, finde ich es Schade, dass man beim Ausbau der Pottendorfer Linie die S-Bahn-Haltestelle Inzersdorf nicht ein paar Hundert Meter nach Westen verlegt hat, wo man Anschluß zum 16A und mit Fußmarsch zum 67er hätte. OK, der Zug ist abgefahren.

Die höchstrangige Verbindung ist dort sicher die Schnellbahn, die z.Zt. leider nur jede Stunde kommt.
Nach der Errichtung des Hauptbahnhofs könnte ein Halbstundentakt kommen. Dann wäre es sinnvoll, den 16A auf die  Zug-Abfahrtzeiten abzustimmen und nach Inzersdorf  :sbahn: zu führen.

Eine andere Möglichkeit wäre, den 16A nach Inzersdorf WLB zu führen, wo die Umsteigewege von der 66A Hst. Purkytgasse inakzeptabel sind.

Eine Verlängerung der Linie 67 bzw. O über die Neilreichgasse nach Süden erscheint mir zweifelhaft, weil der 67er jetzt schon ähnlich lange vom Otto-Probst-Platz zum Reumannplatz braucht wie der 66A von der Sterngasse. Sinnvoll nur, wenn man sich damit einmal Umsteigen (16A->66A) erspart.

p16

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #9 on: June 16, 2010, 07:37:44 PM »
Ich kenne die Situation im 23. nur zu gut!
Als kleines Beispiel: Einige meiner Freunde wohnen (recht verteilt) in Mauer draußen, und die Anfahrt dorthin kann mit den Öffis ein regelrechter Graus sein. Tagsüber geht es ja noch, genauso wenn man irgendwohin muss, was entlang des 60ers oder der S-Bahn liegt, aber sonst ist man dort hoffnungslos aufgeschmissen. Die Busse fahren ab 20 Uhr einheitlich im Halbstundentakt (56B, 156B, 60A) oder gar nicht (58B), was zu langen Wartenzeiten führt und das Auto umso mehr attraktiviert. Wenn wir in der Maurer-Lange-Gasse zum Heurigen gehen, dann fahre ich danach zumindest bis Atzgersdorf immer bei jemandem im Auto mit, weil ich mir die Warterei einfach nicht antun will. (Vom Heurigen würde ich zur S-Bahn mit 60-60A fahren, was bei einer Nettofahrzeit von ca. 10 Minuten schlimmstenfalls sogar 45 Minuten dauern kann!)

Das Problem in Mauer ist halt jenes, dass sich speziell die meisten Familien dort mehr als nur ein Auto leisten können und dementsprechend wenige die Öffis nutzen. Auch sind in den Abendstunden nur wenige Leute dort unterwegs. Das merkt man ganz besonders an den leeren Bussen, die ab 20 Uhr durch die Gassen kurven.

Wie die Situation im restlichen 23. ist, kann ich nur erraten. Im Bereich Inzersdorf ist allerdings unübersehbar Handlungsbedarf gegeben. Die S-Bahn fährt nur stündlich und der Bahnhof liegt irgendwo im nirgendwo, die Lokalbahn fährt genauso viel zu abseits, der 67er nur zum Otto-Probst-Platz und übrig bleiben die Busse im altbewährten Viertel- bis Halbstundentakt (16A, 66A, 67A), die wegen den Stehzeiten an Bahnkreuzungen (Pfarrgasse, Purkytgasse) auch noch ihre Intervalle nicht einhalten können...

umweltretter

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #10 on: June 16, 2010, 10:08:49 PM »
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Original von penner16
Als kleines Beispiel: Einige meiner Freunde wohnen (recht verteilt) in Mauer draußen, und die Anfahrt dorthin kann mit den Öffis ein regelrechter Graus sein. Tagsüber geht es ja noch, genauso wenn man irgendwohin muss, was entlang des 60ers oder der S-Bahn liegt, aber sonst ist man dort hoffnungslos aufgeschmissen. Die Busse fahren ab 20 Uhr einheitlich im Halbstundentakt (56B, 156B, 60A) oder gar nicht (58B), was zu langen Wartenzeiten führt und das Auto umso mehr attraktiviert. Wenn wir in der Maurer-Lange-Gasse zum Heurigen gehen, dann fahre ich danach zumindest bis Atzgersdorf immer bei jemandem im Auto mit, weil ich mir die Warterei einfach nicht antun will. (Vom Heurigen würde ich zur S-Bahn mit 60-60A fahren, was bei einer Nettofahrzeit von ca. 10 Minuten schlimmstenfalls sogar 45 Minuten dauern kann!)
Im "Heute" von gestern war eine Meldung, wonach Die Grünen eine Intervallverdichtung auf 56B, 156B, 60A und 255 sowie eine Betriebszeitverlängerung des 58B fordern.

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Original von towot
Wie schon öfters von mir erwähnt, finde ich es Schade, dass man beim Ausbau der Pottendorfer Linie die S-Bahn-Haltestelle Inzersdorf nicht ein paar Hundert Meter nach Westen verlegt hat, wo man Anschluß zum 16A und mit Fußmarsch zum 67er hätte. OK, der Zug ist abgefahren.
Fändest du nicht eine Anbindung an die östlich gelegene Brücke mit Umsteigemöglichkeit zu 66A, 67A und 70A sinnvoller?
Egal was, irgendwas muss bei dieser Station geschehen, da gebe ich dir vollkommen recht. Auch mir erscheint es unverständlich, warum man da in den letzten Jahren im Zuge des Quasi-Neubaus nichts verändert hat. :rolleyes:

towot

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #11 on: June 17, 2010, 12:43:20 PM »
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Original von umweltretter
Fändest du nicht eine Anbindung an die östlich gelegene Brücke mit Umsteigemöglichkeit zu 66A, 67A und 70A sinnvoller?
Von dort ist man aber dank der Busspur in der schnurgeraden Laxenburgerstr. recht schnell am Reumannplatz. In die Schnellbahn würden dann nur diejenigen umsteigen, die in den Westen Wiens (Meidling) wollen.
Für die Gebiete, die heute durch den 67A und 70A abgedeckt werden, wäre vielleicht ein Zubringer nach Blumental  :sbahn: sinnvoller. Das aber auch nur nach einer Verdichtung des Schnellbahntaktes.

Das angesprochene Problem des Gebiets Slamastr./Kolpingstr. ist, dass der 16A nur einen Zubringer zum 66A und nicht zu einem hochrangigen Verkehrsmittel darstellt. Nach Am Schöpfwerk :ubahn: fährt mit diesem Bus niemand, weil er durch zig Siedlungen herumgurkt (Schulzubringer) und durch die EK Pfarrgasse extrem unzuverlässig ist.

Jahreskarte

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #12 on: June 18, 2010, 11:28:22 AM »
Als aufgewachsener Inzersdorfer muss ich auch mal meinen Senf dazugeben. Die Verkehrssituation war zeitlebens dort eigentlich ziemlich verworren, weil es in Inzersdorf mittlerweile so etwa sieben Hotspots gibt, die in keiner geraden Linie verbunden werden - außer am ehesten die "älteren" Hotspots vielleicht noch vom 66A. Das sind
•   Inzersdorf Steinhof/Straßenhäuser (das Gebiet um die WLB-Station bis zur Schwarzenhaidestraße)
•   Inzersdorf Ort (Kirche, Schule, Inzersdorfer-Fabrik)
•   Draschestraße

Weitere in den letzten jahren hinzugekommene Gebiete mit ÖV-Bedarf:
•   Jochen Rindt Straße
•   Pfarrgasse
•   Industriegebiet Pfarragsse
•   Industriegebiet Laxenburger Straße

Wenn Ihr Euch das mal am Plan anschaut, ist es eine Sisyphos-Aufgabe, den ÖV so effizient wie möglich zu legen, dass alle Ansprüche aus diesen Gebieten befriedigt werden können.

Die Anbindungen zu den U-Bahnen dauern recht lang:
•   Reumannplatz
•   Alterlaa (noch am besten und schnellsten, aber in die City?)
•   Am Schöpfwerk

Meine Kritik am momentanen Zustand:
•   die WLB wird in Inzersdorf viel zu schelcht angebunden. Von der Station des 66A in der Sobotagasse oder der Purkytgasse hatscht man 5 Minuten. Die WLB fährt mitllerweile in einem super Intervall nach Meidling. Hier lässt man Chancen aus.
•   Der 16A ist ein klassischer Staubsauger, der herummäandert. Keiner, der diesen Bus mit dieser Linienführung nicht benötigt, setzt sich freiwillig rein.
•   Das Linienbündel 67A/70A ist aus meiner Sicht eher ineffizient. Hier gibt’s unterschiedliche Bedürfnisse (Wohngebiet- und Industriegebiet), die auch zur Linienteilung des 67A zumindest beigetragen haben. Aber all das ist eher auf die seltsame Raumplanung in Inzersdorf zurückzuführen. Nirgendwo sonst gibt es einen derartigen Fleckerlteppich von Grün-, Wohn- und Industriegebiet.
•   Die S-Bahn ist eine super Sache, nur kennt die in Inzersdorf niemand. Immer hat die Pottendorfer Linie ein Stiefmütterliches Dasein geführt, die durchgebundenen Schnellbahnen haben für Inzersdorf den Effekt: Null. Eine ÖV-Anbindung ist dort auch inexistent. Sensationell die ineffiziente Ausnutzung eines hochrangigen Verkehrsmittels dort.
•   Der 65A mäandert eigentlich auch, mir fielen in der letzten Zeit auch die vielen Kurzfahrten Reumannplatz - Business Park auf. Das Gebiet um die Zetschegasse ist zu klein und auch durch einen Inzersdorfer Klassiker gekennzeichnet: Wohngebiet (Einfamilienhäuser) durchmischt mit Industrie, daneben die Autobahn. Auch kein Bedarfsgenerator. Und zum Reumannplatz nimmt man eher den 66A (direkterer Weg auf Hauptverkehrsstraßen).
•   19A – bitte reden wir nicht drüber. Wenn ich in der Oberlaaer Straße arbeiten müsste, würde ich ein Auto kaufen.
•   Der 66A ist der einzige brauchbare Bus, was auch seine in den letzten Jahren gestiegene Auslastung zeigt. Ich fuhr noch mit übervollen Normalbussen mit ihm.

•   Die Unterführung Neilreichgasse war seit Jahren bereits für den Individualverkehr gesperrt, jetzt wurde er zur reinen Fußgängerunterführung umgebaut. Ursprünglich war ja geplant gewesen, den 67er in Richtung Toscaninigasse zu verlängern. geworden ist es bekanntlich die Otto-Probst-Siedlung.
•   Die S-Kurve Sterngasse – Pfarrgasse – Kolbegasse sollte schon in den 80er-Jahren begradigt werden. Man hat sogar Häuser abgerissen und ein Freund von mir musste von dort in eine Ersatzwohnung in die damals neu gebauten Siedlung in die Pfarrgasse/Zeleznygasse ziehen. Das Grundstück gibt es mittlerweile immer noch, das Haus wurde abgerissen.
•   Dass sie dort eine Rennbahn bauen wollen, halte ich für realistsich. Bei einem Gemeindebau kurz vor der 66A-Station Inzersdorf Friedhof haben sie eine schöne Lärmschutzwand – ähnlich der beim Matzleinsdorfer Platz – gebaut. Fesch!
•   Ja, es ist eine Unterführung der Eisenbahn in der Pfarrgasse geplant. Wie die das machen ist schleierhaft, da sind einige Autobahnstelzen im Weg (die fällt dort im übrigen eh schon zusammen und man hat sie notdürftig abgestützt). Es steht zu befürchten, dass dort eine einspurige Unterführung nur für den 16A kommt und leider nicht für einen verlängerten 67er.

Fazit: In Inzersdorf gehört definitiv etwas getan, und zwar insbesondere gegen den MIV und für den ÖV. Mir ist nicht wohl, wenn ich diesen Threat lese, insbesondere die überlieferten Aussagen  der dortigen Lokalpolitiker.

p16

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #13 on: June 18, 2010, 12:55:38 PM »
Den 67er verlängern zahlt sich jetzt kaum noch aus. Wenn, dann müsste man ihn wie früher geplant vom Frödenplatz geradeaus durch die Neilreichgasse weiter zur Draschestraße und dann durch die Vösendorfer Straße bis zu deren Ende führen. So wäre der Bahnhof Inzersdorf angeschlossen und der Bereich weiter südlich nicht mehr so vom 67A abhängig, dessen Intervalle (Abends und Wochenende!) zum Vergessen sind!

Den Abschnitt Frödenplatz - Otto Probst Platz müsste man dann entweder einstellen, oder eine andere Straßenbahnlinie dorthin schicken (Stichwort 66er!) während der 67er nach Inzersdorf fährt, oder abwechselnd den 67er dorthin bzw. nach Inzersdorf fahren lassen, was beim 15 Min-Takt am Abend erst wieder zu Halbstunden-Takten ab Frödenplatz führt!

Die Idee einer Verlängerung ist aber prinzipiell nicht so schlecht!

matboy

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Erschließung Industriegebiet Inzersdorf Draschegründe
« Reply #14 on: June 18, 2010, 06:17:56 PM »
Das wäre eine Option für den O.
Andererseits könnte man auch überlegen, die S-Bahnhaltestelle Inzerdorf zur Pfarrgasse zu verlegen und für die Buslinie 16A eine Haltestelle beim Bahnübergang zur errichten. Und vor allem sollte die S-Bahn öfter fahren. Desweiteren wären auch Haltestellen bei Gutheil-Schodergasse und Laxenburgerstraße hilfreich. Bei einem 60-Minuten-Intervall ist die S-Bahn in dem Bereich nicht ernst zu nehmen.