Lokalbahnprojekte in Salzburg

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20.03.2011, 18:35#1
Zitat
Original von http://search.salzburg.com/articles/17382292
Verkehrskonzept für die Zukunft

Auftakt. Die Ortschefs und viele Landespolitiker sind sich einig: Salzburg braucht neue Bahnlinien zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden.

STEFAN VEIGL SALZBURG (SN). Heute, Donnerstag, werden fast 50 Ortschefs zur Auftaktveranstaltung einer Bürgermeisterkonferenz in Grödig erwartet: Präsentiert wird ein neuer Vorschlag für eine Regionalstadtbahn (RSB). Sie soll auch das Umland verkehrsmäßig entlasten, damit der Zug für Pendler endgültig schneller ist als das Auto.

Herzstück der Öffi-Initiative ist eine neu zu errichtende Schienenverbindung namens RSB 5. Sie soll von Bad Ischl in die Landeshauptstadt und weiter über Salzburg-Süd bis zum Königssee führen. Die Trasse der alten Ischlerbahn soll nur in geringem Maß genutzt werden. In der Stadt soll die Bahn entweder, wie bisher geplant, unterirdisch, oder oberirdisch als Straßenbahn geführt werden. Entscheidungshilfe soll ein Gutachten unabhängiger Fachleute sein. Weiters sollen die bestehenden Bahnstrecken durch neue Taktfahrpläne besser genutzt werden. Durch verlängerte und neue S-Bahn-Linien soll auch der angrenzende Großraum zwischen Braunau, Vöcklabruck, Bad Ischl, Schladming, Kitzbühel, Traunstein und Mühldorf angebunden werden. Als Querverbindungen zu den Bahnen sollen Busse dienen.

Einer der Motoren des Projekts ist der Thalgauer Bürgermeister Martin Greisberger. Er sieht die Regionalstadtbahn als einzige Alternative zu den zu erwartenden Megastaus: „Alle wissen, dass es bis 2025 um ein Drittel mehr Individualverkehr geben wird. Reaktion gibt es darauf aber so gut wie keine.“ Gemeinsam mit anderen hat er einen Verein gegründet, dem er als Obmann vorsteht, und in dem 44 Bürgermeister und Gemeinden vertreten sind.

Vereins-Vizechef Gottfried Mayer hat das Detailkonzept entwickelt und verweist auf die 1,6 Millionen Menschen, die im Großraum leben. Mayers Ziel ist, allein mit der RSB 5 binnen vier Jahren auf acht Millionen Fahrgäste jährlich zu kommen. Mayer: „Das wären pro Werktag 20.000 Pkw-Fahrten weniger. Das werden alle spüren.“

Die Kosten des Jahrhundertprojekts belaufen sich auf eine Milliarde Euro, eine unterirdische Variante käme etwas teurer. Greisberger relativiert: „Was ist das schon, gerechnet auf 30 oder 40 Jahre?“ Erster Schritt zur Umsetzung ist eine Machbarkeitsstudie, die noch im März bei der EU eingereicht wird. Ab Herbst 2012 sollen dann die notwendigen Trassen reserviert werden. Mayer: „Die Hälfte der neuen Schienen können auf Flächen errichtet werden, die bereits der öffentlichen Hand gehören.“ Seiner Rechnung nach kann der erste Zug auf der neuen Strecke in zehn Jahren fahren.
20.03.2011, 19:12#2
Tja, wenn es in NÖ nur halb so gut laufen würde, wären wir schon zufrieden.
:daumenhoch:Auf jeden Fall ein tolles Projekt :daumenhoch:
02.08.2012, 22:20#3
Strittiges Bahnprojekt: Ein Ortschef geht volles Risiko
01.08.2012

Visionär? Thalgaus Bürgermeister Martin Greisberger (ÖVP) haftet jetzt auch persönlich für sein Lieblingsprojekt – die Regional-Stadtbahn Salzburg. Es geht um 187.000 Euro. Nun bittet er seine Amtskollegen um Geld.

christian resch salzburg-stadt (SN). Besser als Martin Greisberger (ÖVP) kann man es ohnehin nicht auf den Punkt bringen: „No risk, no fun“, sagt der Thalgauer Bürgermeister. Und ein hohes Risiko ist er tatsächlich eingegangen.

Wie berichtet, kämpft der Politiker für das ambitionierte Projekt einer Regional-Stadtbahn: 130 neue Schienenkilometer sollen – irgendwann – Berchtesgaden mit Mattsee, das Salzkammergut und die Stadt verbinden. Inklusive einer Trasse durch die Landeshauptstadt. Kosten: irgendwo weit jenseits der Milliarden-Euro-Grenze.

Bisher ist das Vorhaben eher abstrakt. Sehr konkret sind dagegen die finanziellen Verpflichtungen, die Greisberger und sein Mitstreiter Gottfried Mayer bereits eingegangen sind. Als Vorstände des Bahn-Fördervereins haben die beiden bereits einiges geschafft: nämlich eine 1,1 Millionen Euro teure Machbarkeitsstudie auf Schiene zu bringen. Die Hälfte des Geldes sponsert die EU. Land Salzburg und Bayern zahlen mit. Nur: 187.000 Euro blieben übrig. Und für die steht nun der Förderverein mit Greisberger und Mayer an der Spitze gerade. Soll heißen: Beide haften persönlich für das Geld.

Weil das kein angenehmer Zustand ist, flatterte 71 Bürgermeistern der – vielleicht – einmal betroffenen Gemeinden ein Brief ins Haus. Es handelt sich um einen vorläufigen Tätigkeitsbericht – und die Bitte an die Ortschefs, sich doch an den Kosten für die Machbarkeitsstudie zu beteiligen.

37 Cent pro Bürger würden dabei anfallen. 400 Euro wären das für Schleedorf, 58.000 Euro für die Stadt Salzburg. „Ich vertraue schon darauf“, sagt Greisberger, „dass uns die Kollegen jetzt nicht auf unseren Kosten sitzen lassen“. Greisbergers Kompagnon, der Salzburger Unternehmer Gottfried Mayer, sieht es ähnlich: Er hofft auf die „politische Vernunft“ der Angeschriebenen und darauf, dass jeder den Sinn eines visionären Verkehrsprojekts erkennen müsse.

Momentan sieht es danach aber gar nicht aus. „Das kommt ja wohl überhaupt nicht infrage“, sagt Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) zu Greisbergers Bitte um finanzielle Hilfe. „Ich schätze Engagement, und ich schätze Visionäre“, teilt Schaden mit, aber: „Niemand hat vorher gesagt, dass wir Kosten übernehmen sollen. Dann die persönliche Haftung zu übernehmen und dann zu uns betteln zu kommen, das ist schlicht unprofessionell.“ Schaden macht klar, dass er an eine baldige Verwirklichung des Milliarden-Projekts nicht glaubt – „allein, weil der Bund die Euros in den Koralm- und den Brennerbasistunnel steckt.“ Greisberger handle abgekoppelt von den realen Verhältnissen, deshalb bekomme er auch keine Hilfe. Nicht viel anders argumentiert Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer (ÖVP): „Die Vorgangsweise Greisbergers ist nicht angebracht. Man hätte mit uns reden müssen. So ein unprofessionelles Vorgehen erschüttert für die Zukunft das Vertrauen in die Vorgangsweise dieses Vereins.“

Auch Mödlhammer hält das Bahnprojekt für die kommenden Jahrzehnte nicht für machbar. Besonders, falls jemand gar Schienen durch Hallwang bauen wolle, wo Mödlhammer Ortschef ist. „Das sind Illusionen, die in keinster Weise irgendwo realistisch sind“, lautet Mödlhammers Urteil.

Heute, Mittwoch, stellt der Verein zur Förderung der Regionalstadtbahn seine Pläne für die weitere Vorgangsweise vor.


Ortschefs verteidigen Bahn-Vision
02.08.2012

Regionalstadtbahn sei realisierbar und derzeit auf einem guten Weg

salzburg (SN). Es sei möglich, es sei finanzierbar – und vor allem sei es unbedingt notwendig für die Zukunft der Stadt Salzburg und ihres Umlandes: Die Verfechter einer Salzburger Regionalstadtbahn haben am Mittwoch ihre Pläne verteidigt.

Wie berichtet, treiben die Ortschefs Martin Greisberger aus Thalgau und Johann Strasser aus Eugendorf (beide ÖVP) das Großprojekt unermüdlich voran. 130 neue Schienenkilometer zwischen Königssee und Salzkammergut wären enthalten, vor allem eine oberirdische Durchquerung des Stadtgebiets.

Greisberger hat sogar persönliche Haftungen in Höhe von 187.000 Euro für die Finanzierung einer Studie übernommen. Er appelliert nun an die beteiligten Gemeinden, hier mitzuzahlen.
03.08.2012, 12:09#4
Tja, wenn es in NÖ nur halb so gut laufen würde, wären wir schon zufrieden.
:daumenhoch:Auf jeden Fall ein tolles Projekt :daumenhoch:
Was unter Garantie nix wird...
04.08.2012, 10:49#5
Was unter Garantie nix wird...
Womit du wahrscheinlich leider recht hast. Ich könnte mir jedoch eine abgespeckte Version mit größeren Realisierungschancen vorstellen: Eine Art Wiederaufbau der SKGLB zwischen Salzburg und Bad Ischl. Deren Einstellung war meiner Meinung nach ein kapitaler Fehler (noch dazu wo schon das Material für eine Modernisierung (= Elektrifizierung) teilweise bereit lag). Heute wäre das eine Touristenattraktion ersten Ranges (Salzburg: Jööööh - Mozart! Bad Ischl: Jööööh -der Kaiser und Sisi!) und das außerdem wegen der Landschaft des Salzkammerguts. Nicht viele Chancen sehe ich für eine Bahn nach Berchtesgaden, da dorthin ohnehin eine Bahn von Freilassing hinführt und dieser Ausgangspunkt ja fast vor den Toren Salzburgs liegt. :traurig:
04.08.2012, 13:51#6
Die Einstellung erfolgte damals auf massiver Intervention der OÖ-Landesregierung im Verkehrsministerium, weil die Bahn dem Bau einer Straße im Weg war. Und dem damaligen Salzburger LH Klaus war das auch nicht so unrecht, er berief sich einfach auf einen "Befehl aus Wien". seitens der Bevölkerung der Anrainergemeinden gab es große Proteste, aber sie halfen nichts. Im Gegenteil, man baute hastig die Gleisanlagen ab, um vollendete Tatsachen zu schaffen (in NÖ macht man diese Verkehrspolitik noch heute).
Vorschläge zum Wiederaufbau (ebenso wie der Lokalbahn nach Berchtesgaden) gibt es immer wieder, eine Realisierung dürfte leider geringe Chancen haben.
14.10.2012, 21:22#7
Auf der Schiene in die Stadt
11.10.2012

Nahverkehr. Von St. Wolfgang bis zur Uni im Nonntal ohne Stau und Umsteigen? Das ist machbar, meint der Verein RSB, der den Eugendorfern, Hallwangern und Thalgauern das Verkehrskonzept „RegionalStadtBahn Salzburg“ vorstellte.

Gertraud Kleemayr Eugendorf. Mit dem Nahverkehrskonzept, dessen Netz innerhalb von 50 Kilometern rund um Salzburg bis nach Bayern und Oberösterreich hinein flächendeckend die Bahn zum Bürger bringen will, werden Stau, Innenstadtsperre und Verkehrsinfarkte der Vergangenheit angehören. Davon sind die Bürgermeister der RSB-Gemeinden überzeugt. Allen voran Martin Greisberger, Ortschef von Thalgau und Obmann des Vereines, und auch Eugendorfs Bürgermeister Johann Strasser.

„Es stehen 79 Gemeinden mit ungefähr 160.000 Bürgern hinter dem Projekt“, so Gottfried Mayer, der sich seit Jahren intensiv mit der Verkehrsproblematik auseinandersetzt. Leider sind noch nicht alle im Boot. Die Stadt Salzburg und Hallwang zweifeln an der Machbarkeit.

„Die Politik muss nur wollen und ihre Entscheidungen nicht von Wahlterminen abhängig machen“, so Bgm. Strasser, der überzeugt davon ist, dass gerade die Stadt Salzburg am meisten von einem attraktiven öffentlichen Verkehrsnetz im Umkreis profitiert. „Der Verkehrsstrom in die Stadt würde sich auf die Schiene verlegen.“

Das beweist ein ähnliches Verkehrskonzept, das in und um Karlsruhe realisiert wurde. „In Karlsruhe ist in der Stadt selbst der Individualverkehr stark zurückgegangen und die angeschlossenen Umlandgemeinden wurden attraktive Destinationen für Wohnen und Wirtschaft“, so Mayer, und das ohne Stau, Lärm und Abgase. In Karlsruhe benützen mittlerweile 47 Prozent der Bevölkerung die öffentlichen Verkehrsmittel, in Salzburg sind es nur 16 Prozent.

Die RSB-Machbarkeitsstudie für Salzburg wurde bereits in Auftrag gegeben, die Trassen für die Strecken Bad Ischl bis zum Königssee, Mattsee bis Schwarzach und Radstadt bis Garching werden bereits geprüft. Für die Region Hof und Koppl muss erst ein Weg gefunden werden.

Für die 3,5 Kilometer im Altstadtbereich von Salzburg liegt eine unterirdische und eine oben laufende Variante vor.

„Wir möchten die bestmögliche Lösung für die Zukunft der gesamten Region, darum müssen wir jetzt die Trassen festlegen und in der Raumordnung berücksichtigen“, betont Bgm. Martin Greisberger die Wichtigkeit des Projektes: „Wir müssen die Bürger mit einbinden und informieren, damit eine breite Öffentlichkeit sich dafür stark macht.“
15.10.2012, 04:07#8
Ehrgeizig ! Das würde einen langen Kampf mit der Autolobby bedeuten, so dass man schon glücklich sein könnte, wenn ein kleiner Teil davon umgesetzt werden würde.
16.10.2012, 00:21#9
Website zur Vision: ----> http://www.rsb-salzburg.at
Unter "Projekt" gibt's u.a. Netzpläne zu finden.
17.11.2012, 23:29#10
Ischler Bahn vorerst nur bis Mondsee?
ST. WOLFGANG. Der Traum von der Wiederauferstehung der Ischlerbahn zwischen Salzburg und Bad Ischl wird bescheidener. Die Machbarkeitsstudie, die derzeit mit Fördermitteln der EU entsteht, sieht nur noch eine Neuerrichtung der Bahnlinie von Salzburg bis Mondsee vor.

„Vorerst zumindest“, sagt Hannes Peinsteiner, VP-Bürgermeister von St. Wolfgang und einer der Betreiber der Pläne. Grund für die abgespeckte Version ist laut Peinsteiner das Ausscheren einiger Gemeinden entlang der Strecke. „Doch das heißt nicht, dass das Projekt in Mondsee enden muss“, sagt Peinsteiner. „In einer weiteren Ausbauphase kann man die Strecke bis Bad Ischl verlängern.“

Ob das Projekt jemals verwirklicht wird, steht aber in den Sternen. Ein beträchtlicher Teil der alten Trasse steht nicht mehr zur Verfügung, vor allem die Finanzierung ist unklar.

Die Ischlerbahn wurde 1893 in Betrieb genommen und 1957 eingestellt. (ebra)
29.07.2013, 18:18#11
Großer Bedarf für neue Ischlerbahn

Analyse zeigt : 4400 Personen pendeln täglich zwischen Bad Ischl und Salzburg. Konzept sieht separate Trassen für Regionalstadtbahn – von Mondsee und Bad Ischl – vor.

Bild
Großen Bedarf gibt es laut einer aktuellen Studie für eine Bahnlinie zwischen Bad Ischl und Salzburg. Derzeit fahren täglich 4400 Pendler diese Strecke mit dem PKW. (Foto: Symbolfoto: Verein RSB)

OÖ/SBG (tk). „Regional-Stadt-Bahn – Salzburg-Bayern-Oberösterreich“ (RSB): Unter diesem sperrigen Projektnamen werkelt seit 2010 ein Verein am Ausbau des Schienenverkehrs in Österreich und Deutschland. Der Masterplan sieht vor, das Salzkammergut mit dem Mondsee- und Berchtesgadnerland zu verbinden. Herzstück der Schienen-Vision auf österreichischer Seite ist – vereinfacht gesagt – die Wiederbelebung der 1957 eingestellten Ischlerbahn zwischen Bad Ischl und Salzburg.

Mittlerweile sind 29 Gemeinden – von St. Wolfgang über Thalgau bis Berchtesgaden – dem RSB-Verein beigetreten. Deren gemeinsames Motto lautet: „Schiene statt Verkehrslawine“. Dass diese Lawine keineswegs ein Produkt einiger Autoskeptiker ist, zeigen die ersten Resultate einer Studie, die der BezirksRundschau vorliegen.

Insgesamt 11.000 Pendler
So wurde erhoben, dass derzeit täglich 4400 Personen zwischen Salzburg und Bad Ischl pendeln. Touristen nicht mitgerechnet. Das sind etwa 90 komplett vollbesetzte Reisebusse. Zahlenmäßig beinahe doppelt so hoch ist die Zahl der Pendler zwischen dem Mondseeland und Salzburg. Tagtäglich tummeln sich dort 7000 Personen auf der Straße – immer am Weg zwischen Heim und Arbeitsstätte. Summa summarum: 11.000 Personen, die von und nach Salzburg pendeln. Täglich.
„Die Daten der Grobanalyse bestätigen uns“, sagt der stellvertretende RSB-Obmann Gottfried Mayer. Aber nicht nur die Anzahl der Pendler hebt das Projekt auf eine neue Stufe. Die Analysten verwarfen auch die geplante Trassenführung von Bad Ischl über Mondsee nach Salzburg.

Vielmehr sieht das Konzept des Vereins nun zwei getrennte RSB-Trassen vor. Eine Bahnstrecke soll von Mondsee über Thalgau nach Salzburg und eine weitere von Bad Ischl über Strobl, St. Gilgen und Koppl direkt zum Salzburger Hauptbahnhof führen.

Nachdem die erste greifbare Analyse vorliegt, wirft sich nun auch die Politik für das RSB-Projekt sprichwörtlich auf die Schienen. „Langfristig müssen wir die Menschen in der Region vom Auto wegbringen und ein Alternativangebot schaffen“, fordert etwa der Thalgauer Bürgermeister Martin Greisberger.
Unterstützt wird der Salzburger Ortschef dabei von der OÖ-Landtagsfront rund um Hannes Peinsteiner aus St. Wolfgang und Michaela Langer-Weninger aus der Mondseelandgemeinde Innerschwand.

„Trassensicherung betreiben“
„Wir müssen den Zug zu den Menschen bringen – und nicht umgekehrt“, fordert Peinsteiner, der in diesem Projekt auch eine Riesen-Chance für den Tourismus im Salzkammergut sieht. Denn im Endeffekt wäre es dann möglich, vom Münchner Flughafen bis ins Salzkammergut mit der Bahn zu fahren.

Aber auch in der Gegenwart ortet die Politik bereits Handlungsbedarf. „Wir müssen jetzt Trassensicherung betreiben“, meint Bürgermeister Greisberger. Soll heißen: Bei großen Infrastrukturprojekten, der Raumordnung und den Flächenwidmungsplänen muss zehn, fünfzehn Jahre in die Zukunft gedacht werden. Denn aktuell gibt‘s nur ungefähre RSB-Korridore am Papier und keine exakte Trassenführung. Diese festzulegen, wird sicher eine der schwierigsten Hürden, die das Projekt in den nächsten Jahren noch zu nehmen hat.

ZUR SACHE: Regionalstadtbahn
Wie kann man sich eine Regionalstadtbahn vorstellen und wo würde sie fahren? Eine RSB ähnelt einer Straßenbahn, die aber auch auf „normalen“ Zuggleisen fahren kann. Solche Bahnen verursachen mittlerweile kaum mehr Lärm – die Belastung beträg weit weniger als 50 Dezibel. Ungefähr 500 Personen könnte ein vollbesetzter RSB-Zug fassen. Experten gehen von Fahrten im Halb- oder Viertelstundentakt während der Stoßzeiten aus.
Das Projekt sieht im Endausbau hunderte neue Bahnkilometer in OÖ, Salzburg und Bayern vor. So ist neben der Strecke von Bad Ischl und Mondsee nach Salzburg auch eine Bahnlinie in Richtung Bischofshofen und Königssee (Bayern) geplant. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten des Projekts auf eine Milliarde Euro. Fertiggestellt könnte es in etwas 20 bis 25 Jahren sein.
30.07.2013, 07:48#12
Schön wär's - aber bei der übermächtigen Autolobby wohl nur ein utopischer Wunschtraum ;-(
Aber:
Zitat
So ist neben der Strecke von Bad Ischl und Mondsee nach Salzburg auch eine Bahnlinie in Richtung Bischofshofen ... geplant. ?(

Parallelverkehr zur bestehenden Strecke? Oder ist damit ein Ast aus dem Bereich Berchtesgaden gemeint?