Konkreter Vorschlag Übernahme des Tarifsystem von Transport for London
45 Beiträge · Seite 3 von 3
18.05.2011, 01:34#41
Warum ich annehme, dass Bahnsteigsperren (einigermaßen) notwendig sind?
Szenario 1: Ich fahre von Wien aus in eine der weiter entfernten Außenzonen, z.B. nach Neusiedl. Ich halte in Wien die pre-paid Oyster-Card vor das Lesegerät und stecke sie dann in eine Schutzhülle.
Für die Rückfahrt habe ich mir eine zweite anonyme Oyster-Card besorgt und ein paar Euro draufgeladen. Ich lasse die erste Karte in meiner Tasche, halte die zweite Karte vor das Lesegerät und fahre zurück.
Szenario 2: Ich fahre mit der Badner Bahn die Strecke Oper-Bhf. Meidling.
Wenn ich in Szenario 1 in Neusiedl den Zug verlasse hat das System keine Ahnung davon, wie weit ich gefahren bin-ich könnte genauso gut z.B. in Schwechat sein. Um das zu erfahren muss es mich dazu zwingen, auch am Ende der Fahrt die Karte zu scannen.
Wenn es diesen Zwang nicht gibt sieht mein Vorgehen im Szenario 1 so aus, als ob eine Person eine Strecke innerhalb Wiens gefahren ist und eine andere ein Stück in der Nähe von Neusiedl.
Natürlich könnte man hergehen und jedem, der seine Karte am Ende der Fahrt nicht scannt, die höchste mögliche Gebühr verrechnen. Das wäre aber nicht kundenfreundlich und hätte den seltsamen Nebeneffekt, dass man eine Fahrt mit der Schnellbahn nur antreten könnte wenn die Oyster-Card zumindest diesen Höchstbetrag enthielte. Alle anderen Vorgehensweisen ließen sich mehr oder weniger leicht austricksen.
In Szenario zwei frage ich mich, wie das System erkennen soll, ob ich die Badner Bahn nur innerhalb von Wien verwendet oder auch eine Außenzone befahren habe.
Szenario 1: Ich fahre von Wien aus in eine der weiter entfernten Außenzonen, z.B. nach Neusiedl. Ich halte in Wien die pre-paid Oyster-Card vor das Lesegerät und stecke sie dann in eine Schutzhülle.
Für die Rückfahrt habe ich mir eine zweite anonyme Oyster-Card besorgt und ein paar Euro draufgeladen. Ich lasse die erste Karte in meiner Tasche, halte die zweite Karte vor das Lesegerät und fahre zurück.
Szenario 2: Ich fahre mit der Badner Bahn die Strecke Oper-Bhf. Meidling.
Wenn ich in Szenario 1 in Neusiedl den Zug verlasse hat das System keine Ahnung davon, wie weit ich gefahren bin-ich könnte genauso gut z.B. in Schwechat sein. Um das zu erfahren muss es mich dazu zwingen, auch am Ende der Fahrt die Karte zu scannen.
Wenn es diesen Zwang nicht gibt sieht mein Vorgehen im Szenario 1 so aus, als ob eine Person eine Strecke innerhalb Wiens gefahren ist und eine andere ein Stück in der Nähe von Neusiedl.
Natürlich könnte man hergehen und jedem, der seine Karte am Ende der Fahrt nicht scannt, die höchste mögliche Gebühr verrechnen. Das wäre aber nicht kundenfreundlich und hätte den seltsamen Nebeneffekt, dass man eine Fahrt mit der Schnellbahn nur antreten könnte wenn die Oyster-Card zumindest diesen Höchstbetrag enthielte. Alle anderen Vorgehensweisen ließen sich mehr oder weniger leicht austricksen.
In Szenario zwei frage ich mich, wie das System erkennen soll, ob ich die Badner Bahn nur innerhalb von Wien verwendet oder auch eine Außenzone befahren habe.
18.05.2011, 08:58#42
ZitatOriginal von Dan
Natürlich könnte man hergehen und jedem, der seine Karte am Ende der Fahrt nicht scannt, die höchste mögliche Gebühr verrechnen. Das wäre aber nicht kundenfreundlich und hätte den seltsamen Nebeneffekt, dass man eine Fahrt mit der Schnellbahn nur antreten könnte wenn die Oyster-Card zumindest diesen Höchstbetrag enthielte.
So passiert es übrigens auch in London, es wird der Höchstbetrag abgebucht; und obwohl es nicht überall Sperren gibt schaffen es die Benutzer offenbar, sich aus dem System auszubuchen.
ZitatAlle anderen Vorgehensweisen ließen sich mehr oder weniger leicht austricksen.
Im Prinzip wird es immer unehrliche Leute geben, die aus Prinzip versuchen das Ticketsystem zu "austricksen", gegen die kann man nichts machen. Aber es gibt eine ganze Menge an Leuten, die einfach aus Faulheit keine Tickets lösen. Hätten sie ihre Karte eingesteckt und wüssten sie, dass die Ticketpreise gedeckelt sind, würden sie wohl den Fahrpreis entrichten.
ZitatIn Szenario zwei frage ich mich, wie das System erkennen soll, ob ich die Badner Bahn nur innerhalb von Wien verwendet oder auch eine Außenzone befahren habe.
Die Entwerter in Straßenbahn und Autobus "wissen" ja im Moment auch, in welcher Kurzstrecke bzw. welcher Fahrrichtung sie sich befinden - das kann man wohl in die Badnerbahn auch ganz einfach einbauen: Wer bei der SCS ein- und in der Wolfganggasse aussteigt hat ganz offensichtlich eine Außen- und die Kernzone befahren.
26.06.2013, 23:53#43
Noch besser wäre natürlich ein Nulltarif, dann spart man sich auch die Entwerter, Fahrkartenautomaten, Vorverkaufsstellen und Kontrolleure.
Laut neuem Video der Wiener Linien werden 3 Prozent der Ausgaben der Wiener Linien für Anschaffung und Wartung der Ticket-Automaten und das Papier der Fahrscheine ausgegeben.
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27.06.2013, 11:54#44
Gibt es konkrete Gründe, die gegen eine Einführung eines solchen Systems in Wien sprechen würden?Auch ich bin regelmäßig in London und besitze eine Oystercard. Die Antwort: Rentabilität: Wien: Knappe 1,8 Millionen Einwohner (ganz Österreich knappe 8 Millionen (glaube ich)), Greater London: Rund 16 Millionen Einwohner.
30.06.2013, 23:24#45
Noch besser wäre natürlich ein Nulltarif, dann spart man sich auch die Entwerter, Fahrkartenautomaten, Vorverkaufsstellen und Kontrolleure.
Laut neuem Video der Wiener Linien werden 3 Prozent der Ausgaben der Wiener Linien für Anschaffung und Wartung der Ticket-Automaten und das Papier der Fahrscheine ausgegeben.
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Interessant - 3% Fahrscheindingsbums, 4% Treibstoffe und Verwaltungskosten ... Ob das wohl alles stimmt, was in dem Video behauptet wird?