Was war das für eine Type?

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01.06.2011, 18:10#1
Ich erinnere mich dunkel an einen Triebwagen mit einer Besonderheit, die mir ein einziges Mal aufgefallen ist - deswegen glaube ich, daß es sich bei dem Wagen um ein "Unikat" gehandelt haben muß.
Es war Anfang der 60er-Jahre auf der Linie 52, ein Wagen mit Laternendach und großer Plattform (also G2 oder H(1). Die Besonderheit war die Sitzanordnung: An den Strinwänden gab es keine Sitze, die erste Sitzreihe (Quersitze) waren zur Stirnwand gerichtet (wie heute die Sitze in den T[/SUB](1) vor der Fahrerkabine. Leider war ich damals als 10- oder 11-jähriger noch nicht so weit, mir die Wagennummer zu merken und die Typenbezeichnung konnte ich dann wegen schnellem Umsteigens zum 10er auch nicht eruieren.
Weiß jemand mehr dazu?
01.06.2011, 22:36#2
Mir fällt eigentlich nur die Type G2 ein. (Nummern 2005 - 2100), Wenn du dich erinnern kannst dass auf einer Wagenseite Einzelsitze und gegenüber Doppelsitzbänke waren, dann dürfte es sich um diese Type handeln.
02.06.2011, 00:03#3
Ein G3 könnte es auch gewesen sein, die hatten auch diese Sitzanordnung und nach Umbau Plattformen wie die G2 nach Umbau (ausgenommen die Wagen mit Schiebetüren).

EDIT: Unikate waren es nicht, aber in meinem Bildarchiv finden sich für die letzte Zeit der G2 und G3 nur Einsätze auf eher unwichtigen und/oder weit außerhalb liegenden Linien (106, 16, 17, 17A, 24, 31/5, 231, 132). Das sagt natürlich nichts aus, aber ich kann mir denken, dass auf der Linie 52 G2 und G3 bzw. allgemein im innerstädtischen Bereich Anfang der 60er eher eine Ausnahme waren.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Zug fährt ab! (02.06.2011, 00:06)
02.06.2011, 01:53#4
Das einzige damals noch im Planeinsatz befindliche Unikat aus der Familie der Laternendachtriebwagen war mWn der Wagen (4)863, der im Jahr 1941 als Musterwagen 463 für die Reihe G4 gebaut wurde und eine Neukarrossierung des G1 483 mit einem Kasten ähnlich der Type G2 darstellte. Da sowohl die G/G1 als auch die G4 Längsbänke besaßen, ist dies auch für den Wagen 463/(4)863 anzunehmen, der im Übrigen vor ziemlich genau einem halben Jahrhundert am 31. Mai 1961 ausgemustert wurde.

Interessant an dem Fahrzeug sind übrigens auch die zahlreichen Umbezeichnungen:
1902–1941: G1 483
1941–1949: G4 463
1949–1956: G1 463
1956–1960: G1 863
1960–1961: G1 4863
02.06.2011, 13:04#5
Zitat
Original von N1_2888
Das einzige damals noch im Planeinsatz befindliche Unikat aus der Familie der Laternendachtriebwagen war mWn der Wagen (4)863


Wie kommst du darauf? Anfang der 60er gab es noch fast alle G2 und G3 und einige G(1) und H(1), und zwar länger als den (4)863.
02.06.2011, 15:41#6
Und was machte diese zu Unikaten? ?(
02.06.2011, 16:09#7
Zitat
Original von N1_2888
Und was machte diese zu Unikaten? ?(


Tut mir leid, ich hatte deine Aussage falsch verstanden. Meine Vermutung ist, dass Ottakring kein Unikat gesehen hat, sondern eine Type, die man fast ausschließlich auf Linien fand, die er nicht nutzte. Wenn nun auf seiner "Hauslinie" aus irgendeinem Grund ausnahmsweise ein solcher Wagen aufgetaucht ist, ist es für ihn auch ein "Unikat" gewesen.
02.06.2011, 16:22#8
Danke für die Hinweise - G3 dürfte passen. Die G2 hatten ja (wenn ich den Wagen aus dem Straßenbahnmuseum als Vorbild nehme) ja die Sitzanordnung wie die L1 und M. Und die G3 könnten ja durchaus noch in RDH stationiert gewesen sein (ex 158). Wie gesagt, der Wagen war für meine damaligen Erfahrungen ganz untypisch, zumal ja am 52er A+m3 der Normalfall waren.
02.06.2011, 17:07#9
Zitat
Original von Ottakring
Die G2 hatten ja (wenn ich den Wagen aus dem Straßenbahnmuseum als Vorbild nehme) ja die Sitzanordnung wie die L1 und M.

Entweder wurden die Sitzanordnung der G2 im Laufe ihrer langen Existenz zwischenzeitlich verändert oder das Straßenbahnmuseum hat bei der Rekonstruktion geschlampt. Ursprünglich hatten die G2 jedenfalls genau dieselbe Sitzkonstellation wie die G3.