2011-07-20 | Straßenbahnfahrer soll Unfall provoziert haben

58 Beiträge · Seite 2 von 3
25.07.2011, 16:55#21
Zitat
Ich glaube das auch; es erscheint mir nicht sehr wahrscheinlich, dass ein Fahrer einen Unfall mutwillig verschuldet.


Wenn ich daran denke wie so mancher Busfahrer aus der Haltebucht rausfährt, wär ich mir da nicht so sicher ...

Zitat
Ich nehme an, der Slowake wollte dann das Gleis räumen, der Straßenbahnfahrer ist - möglicherweise verfrüht - losgefahren, und als der Slowake ein für den Fahrer unerwartetes Wende- oder Ausweichmanöver gestartet hat, ist sich auch eine Notbremsung nicht mehr ausgegangen.


Wenn das Gleis nicht frei ist, kann man eben nicht mit 3-facher Erdbeschleunigung drauf losfahren :D
25.07.2011, 17:03#22
Zitat
Original von felix1210
Wenn ich daran denke wie so mancher Busfahrer aus der Haltebucht rausfährt, wär ich mir da nicht so sicher ...


Prinzipiell hat er da ja auch Vorrang!

Möchte aber nur schnell noch klarstellen, dass ich nirgendwo geschrieben habe, dass der Straßenbahnfahrer Schuld an diesem Unfall hat - ich war ja schließlich nicht dabei. Nur ich hab' irgendwie etwas dagegen, wenn man ohne zusätzliche Informationen automatisch jemand anderen beschuldigt. Es stimmt schon, dass das Fahrpersonal der WL sehr gut ausgebildet ist und ca. 95% der Unfälle auf Fehlverhalten anderer VT zurückzuführen ist, aber deswegen die Möglichkeit eines selbstverschuldeten VUs auszuschließen, halte ich für bestenfalls naiv.

Ferrys Erklärung zu dem Thema scheint mir einigermaßen schlüssig, aber ich denke, endgültig wird das dann eh die Polizei klären. Fragt sich nur, ob die Medien das dann auch bekannt geben werden.
25.07.2011, 20:38#23
Zitat
Original von N1 2957
Schade ,daß ich nicht dabei war.Ich wäre dem Kollegen Motorführer der Linie 71 auf jeden Fall als Zeuge gegangen. Dann wäre Ruhe.


Eine falsche Zeugenaussage, egal ob bei einem Straf-, bei einem Zivilprozess oder in einem Verwaltungs(straf)verfahren ist ein Strafrechtstatbestand:

Aus dem Strafgesetzbuch: [B]§ 288.[/B] (1) Wer vor Gericht als Zeuge oder, soweit er nicht zugleich Partei ist, als Auskunftsperson bei seiner förmlichen Vernehmung zur Sache falsch aussagt oder als Sachverständiger einen falschen Befund oder ein falsches Gutachten erstattet, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.  (2) Wer vor Gericht eine falsche Beweisaussage (Abs. 1) unter Eid ablegt oder mit einem Eid bekräftigt oder sonst einen in den Gesetzen vorgesehenen Eid vor Gericht falsch schwört, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen. Einem Eid steht die Berufung auf einen früher abgelegten Eid und bei Personen, die von der Pflicht zur Eidesleistung befreit sind, die anstelle des Eides vorgesehene Beteuerung gleich.  (3) Nach den Abs. 1 und 2 ist auch zu bestrafen, wer eine der dort genannten Handlungen im Verfahren vor einem nach Art. 53 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929 eingesetzten Ausschuß oder einer Disziplinarbehörde des Bundes, eines Landes oder einer Gemeinde begeht.  (4) Nach Abs. 1 ist auch zu bestrafen, wer als Zeuge oder Sachverständiger eine der dort genannten Handlungen in einem Ermittlungsverfahren nach der Strafprozessordnung vor Kriminalpolizei oder Staatsanwaltschaft begeht.  [B]§ 289.[/B] Wer außer in den Fällen des § 288 Abs. 3 und 4 vor einer Verwaltungsbehörde als Zeuge bei seiner förmlichen Vernehmung zur Sache falsch aussagt oder als Sachverständiger einen falschen Befund oder ein falsches Gutachten erstattet, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.


Zitat
So wie Du es beschreibst wird es auch gewesen sein Ferry. Ich bin entsetzt über das Gejammer der heutigen Zeitgeistgesellschaft. Diese hätte in den 70ern keine Chance gehabt. ...und ja nichts gegen Fremde sagen ,wir könnten ja Nazis sein :P


Der eine Zeuge hat in "Wien heute" ausgesagt, dass der Fahrer angefahren wäre, dann wieder gehalten hätte und dann nochmals angefahren sei, wobei er dann den Slowaken erwischt hat.

In einer Zeitung habe ich gelesen, dass der Fahrer hat dies bestätigt hätte und weiter gesagt habe, dass der Slowake zurückgeschoben und dann doch wieder nach vor gefahren wäre.

Es kommt jetzt auf alle Zeugenaussagen, auf die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers und auf die Stellung der Fahrzeuge an, das letzte Wort hat der Richter.

Eines ist aber sicher: Die Zeugenaussage eines "Kollegen" oder eines Autoinsassen oder eines Familienmitgliedes wird ein Richter eher auf die Goldwaage legen als die eines Zeugen, der kein Naheverhältnis zu einem Unfallbeteiligten hat.

Ich würde als Zeuge mit Freude helfen, einen "Kollegen". der eine "Gefälligkeitsaussage" macht, "einzutunken", egal ob es ein Straßenbahnfahrer, ein Kollege eines LKW-Fahrers oder ein sonstiger ähnlicher Fall wäre. Hat ein Fahrer einen Fehler gemacht - egal ob vorsätzlich oder Fahrlässig - dann er dafür einzustehen.

Eine Frage hab ich noch:
Du hast ein Auto oder ein Fahrrad? Was würdest du sagen, wenn es irgendwo abgestellt beschädigt wird und der Verursacher sich aus dem Staub macht? Ähnlich ist es mit einer Gefällgikeitsaussage.

Hannes
25.07.2011, 23:32#24
Wie auch immer das ganze geschehen ist, es können hier keine großen Kräfte im Spiel gewesen sein, da bestenfalls die Tür vom Skoda eine kleine Delle hat.
Dass ein Straßenbahnfahrer bewusst jemandem gerade in die Fahrertüre fährt halte ich persönlich für absolut unwahrscheinlich. Ich kannte vor Jahren einen Straßenbahnfahrer, der bei der Polgarstraße, damals noch am 25er einem Linksabbieger in die Fahrertüre gefahren ist, der Fahrer des PKW verstarb damals noch an der Unfallstelle, der Straßenbahnfahrer brauchte Jahre danach noch psychologische Betreuung. Gerade die Fahrertüre eines PKW ist hier extrem gefährlich, weil dort immer jemand direkt dahinter sitzt.

Slowake hin oder her, fest fährt da wahrscheinlich kein Fahrer freiwillig an, schaut eher nach einem Missverständnis aus, "Gas gegeben" hat der Fahrer sicher nicht, sonst würde das Auto anders aussehen ;)
Dass die Medien die Realität verdrehen kenne ich aus der jüngsten Vergangenheit persönlich leider zu gut, daher setze ich da keinen Cent drauf.

Ich wundere mich gerade nur, wieviel Emotion und (wertvolle) Zeit von uns allen da mittlerweile in eine Diskussion fließt, die, wenn man den Wert einer Stunde von jedem von uns betrachtet, wahrscheinlich bei weitem mehr kostet, als die "einfache Delle" in der Fahrertür des Skoda. (ich sehe von dem Kratzer im Rammschutz des E2 einmal ab ;) )
26.07.2011, 00:13#25
Vielleicht darf ich ein Erlebnis aus meiner aktiven Zeit schildern, wo es sich unter Umständen ähnlich zugetragen hat:

Döblinger Hauptstrasse / Hofzeile - Ich fuhr damals mit dem 37er FR Schottentor, als ein PKW mit der "Schnauze" auf die Schienen ragte. Ich gab akustische Warnsignale ab und verlangsamte die Geschwindigkeit. Meinen Zug kommen sehend, schob der Lenker zurück, um die Gleise freizumachen. Daraufhin beschleunigte ich wieder. So ca. 15 Meter vor der Stelle rollte/fuhr der PKW wieder auf die Gleise - Resultat: "A Buserer".
Der Lenker - ein etwas älterer Herr mit Kopfbedeckung - gab dann sogar an, dass er das Gaspedal mit der Bremse verwechselt hätte.
Wobei hier auch noch zu vemerken ist, dass ein "FG" aus dem hinteren Fahrzeugraum mit den Worten "Sie san schuld" nach vorne gestürmt kam. (Es war damals ca. 07:45 und der Zug voller Schüler) Den Rest kann man sich denken....
SO gesehen, hätte ich damals auch - nach den heutigen Medienberichten - auch den Unfall provoziert. Denn vielleicht hätte ich anhalten, und dem "oiden Manderl" seine erzwungene Vorfahrt lassen sollen. (Dort gibts auch ein Verkehrsschild "Vorrang geben"

Und ein Zweites möchte ich auch nicht vorenthalten:
Währinger Strasse / Sensengasse stadtauswärts - Linksabbieger vor meinem Zug, fährt bei Rot (weil ja die Geradeaus-Ampel grün zeigt) - Wuuusch - FZG mit ausländischem Kennzeichen. Funkspruch meinerseits: "VU mit ausländischem PKW, keine Verletzten, bitte Polizei verständigen". Würde aber dieser Funkspruch heutzutage auch als diskriminierend empfunden?

Edit: "Zweites" eingefügt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von captainmidnight (26.07.2011, 00:18)
26.07.2011, 13:04#26
Wenn ich nur daran denke, wie manch ein Straßenbahnfahrer reagiert, wenn irgendjemand oder irgendetwas die Schienen vor ihm blockiert, dann schließe ich jedoch ehrlich gesagt auch nicht aus, dass der Triebfahrzeugführer möglichst nah an den PKW auffahren wollte, um ihn da zu vertreiben, und sich letzten Endes vielleicht einfach um ein paar Centimeter verschätzt hat.. Aber aufgrund dieser einzelnen Pressemeldung kann man da ja alles reininterpretieren, daher mag ich jetzt einfach mal mit den Mutmaßungen aufhören und das Ergebnis der Untersuchung abwarten, auf die ich schon ziemlich gespannt bin.
26.07.2011, 21:09#27
Hallo!

Zitat
Original von FromHell
Wenn ich nur daran denke, wie manch ein Straßenbahnfahrer reagiert, wenn irgendjemand oder irgendetwas die Schienen vor ihm blockiert, dann schließe ich jedoch ehrlich gesagt auch nicht aus ...


Wenn man das pro Tag mehrere Male hat, dann findest du irgendwann keine freundlichen Worte mehr dafür und versuchst dir mit näherem heranfahren die Autofahrer zu erziehen, ABER ...

Zitat
und sich letzten Endes vielleicht einfach um ein paar Centimeter verschätzt hat.


...des glaub ich eher ned, so leicht spielt sich keiner mit seiner Existenzgrundlage!

Ich bin auf alle Fälle froh, das mir beim U-Bahnbetrieb Autos nicht sehr nahe kommen, und wenn ich eins dawisch, bin ich sicha im Recht weil es da wo es ist, sicher nix verloren hat :D

Zitat
, dass der Triebfahrzeugführer möglichst nah an den PKW auffahren wollte, um ihn da zu vertreiben


Wenn sich der Tfzf so nah an ein Fahrzeug bewegen kann, dann steht es vorschriftswidrig auf einer geschlossenen EK, bleiben wir also bei der Strab bitte beim Fahrer ;)

lg
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von h0e (26.07.2011, 21:12)
26.07.2011, 21:48#28
Zitat
Original von h0e
Ich bin auf alle Fälle froh, das mir beim U-Bahnbetrieb Autos nicht sehr nahe kommen, und wenn ich eins dawisch, bin ich sicha im Recht weil es da wo es ist, sicher nix verloren hat :D

Außer natürlich, du bist über den Prellbock hinausgefahren. :) Dann dürfte das Auto aber dein geringstes Problem sein.
26.07.2011, 21:52#29
Zitat
Original von darkweasel
Außer natürlich, du bist über den Prellbock hinausgefahren. :) Dann dürfte das Auto aber dein geringstes Problem sein.


Da müsst ich auf da Wiesn aba scho seeeehr weit kommen, mit viel Schwung, und dann ist nicht das Auto sondern das Eindringen in das Fundament des Stationsgebäudes Spittelau das größere Problem ^^

lg
26.07.2011, 22:03#30
Zitat
Original von h0e
Zitat
Original von darkweasel
Außer natürlich, du bist über den Prellbock hinausgefahren. :) Dann dürfte das Auto aber dein geringstes Problem sein.


Da müsst ich auf da Wiesn aba scho seeeehr weit kommen, mit viel Schwung, und dann ist nicht das Auto sondern das Eindringen in das Fundament des Stationsgebäudes Spittelau das größere Problem ^^

lg

Muss ja nicht im Betriebsbahnhof sein, gibt ja auch noch Wendeanlagen ... ;) Soll ja schon passiert sein, wobei ein Auto da nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber mit ein bisschen Schwung könnt auch das in Siebenhirten oder bei der Aspernstraße passieren, wenn ich mir das am Stadtplan so anschau ...
26.07.2011, 22:43#31
Zitat
Original von h0e
Ich bin auf alle Fälle froh, das mir beim U-Bahnbetrieb Autos nicht sehr nahe kommen, und wenn ich eins dawisch, bin ich sicha im Recht weil es da wo es ist, sicher nix verloren hat :D


Auf der U6 soll ein gewisser P. H. in MICH sowas schon fabriziert haben. Ist aber auch schon einige Jährchen her...
War angeblich der erste "Knaller" einer U-Bahn mit einem KFZ - nicht verifizierbar.
28.07.2011, 11:29#32
Zitat
Original von h0e




...des glaub ich eher ned, so leicht spielt sich keiner mit seiner Existenzgrundlage!



lg



Prinzipiell hast du da vollkommen recht, ein normaler Mensch der sich seiner Handlungen halbwegs bewusst ist, riskiert seine Existenzgrundlage nicht unnötig, aber hinsichtlich der Tatsache, dass sogar schon Bimfahrer betrunken ihren Dienst angetreten und so einen Unfall fabriziert haben, schließe ich da rein gar nichts mehr aus... :rolleyes:
28.07.2011, 12:46#33
Zitat
Original von FromHell
Prinzipiell hast du da vollkommen recht, ein normaler Mensch der sich seiner Handlungen halbwegs bewusst ist, riskiert seine Existenzgrundlage nicht unnötig, aber hinsichtlich der Tatsache, dass sogar schon Bimfahrer betrunken ihren Dienst angetreten und so einen Unfall fabriziert haben, schließe ich da rein gar nichts mehr aus... :rolleyes:

Das ist aber lange her und ich glaube nicht, dass es heute noch solche Fahrer gibt. Immerhin gibt es heute Geräte, mittels derer der Grad der Alkoholisierung leicht festgestellt werden kann (Alkomaten), die es in den 50ern und 60ern noch nicht gab bzw. der Exekutive vorbehalten waren. Damals war es kaum möglich, vor Ort verläßlich festzustellen, ob jemand alkoholisiert war oder nicht, man konnte relativ sicher sein, "davonzukommen".

Theoretisch kann heute ein Fahrer von einem Organ der BI jederzeit zum "Blasen" angehalten werden. In den ULF geht das dank der Kabine sogar ohne jegliches Aufsehen. Neben der sofortigen Suspendierung und Einleitung eines Disziplinarverfahrens hätte der Fahrer auch noch strafrechtliche Konsequenzen zu vergegenwärtigen. Glaubst du wirklich, dass das einer riskiert?

Wenn du schon mehrere Stunden Dienst gemacht hast und ununterbrochen nur Trotteln vor dir hattest, die dich ständig behindert und dann vielleicht auch noch beschimpft haben, dann kann auch der trockenste Abstinenzler mal die Nerven wegschmeißen und länger bimmeln und näher heranfahren als umbedingt notwendig (womit ich keineswegs sagen will, dass es in diesem Fall so gewesen ist). Das hat mit Saufen gar nichts zu tun.
28.07.2011, 12:55#34
Zitat
Original von Ferry

Das ist aber lange her und ich glaube nicht, dass es heute noch solche Fahrer gibt...


Der Fall an den ich da gedacht habe, ist noch nicht wirklich lange her, leider hab ich zur Zeit nichts Handfestes darüber, lediglich das, an was ich mich von den Berichten damals noch erinnern kann. Muss vielleicht vor fünf Jahren oder so gewesen sein, genau weiß ich das nicht mehr.

Zitat
Das hat mit Saufen gar nichts zu tun.


Ich habe auch nie behauptet, dass dieser Vorfall was mit Trunkenheit zu tun hatte. Das war lediglich als Vergleich angedacht, dass es halt auch eine Genies gibt, die unnötige Dummheiten machen, die sie letztendlich dann eventuell den Job kosten.
28.07.2011, 14:23#35
Zitat
Der Fall an den ich da gedacht habe, ist noch nicht wirklich lange her, leider hab ich zur Zeit nichts Handfestes darüber, lediglich das, an was ich mich von den Berichten damals noch erinnern kann.


Du meinst wohl diesen Vorfall vom April 2009 =>
> http://wien.orf.at/stories/357453/

Oder anderweitige Substanzen vom September 2010 =>
> http://wien.orf.at/stories/471577/

Dabei schafft es nicht jeder Fall in die Medien ...
28.07.2011, 14:41#36
Jop, danke für die Links. Ich glaub Ersterer war der Unfall, an den ich dachte, da der meines Wissens auch in Simmering passierte (Man möge mir bitte meinen kleinen Schätzungsfehler bezüglich der fünf Jahre verzeihen, ich dachte nur, dass das schon länger zurückliegt... :traurig: )
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von FromHell (28.07.2011, 14:42)
28.07.2011, 14:50#37
... und Anfang diesen Jahres irgendwann ist einer alkoholisiert bei Rot mit der Bim am Ring über die Kreuzung. Prompt ein Auto abgeschossen, Verletzte,....
29.07.2011, 21:30#38
Hallo,

Ich war auch nicht dabei, aber wahrscheinlich ist es eine unglückliche verkettung von Dingen. Dass der Straßenbahnfahrer nun das Kennzeichen anschaut oder extra dem reinfährt, ist sehr seltsam. Den Funkspruch sollte man nicht über-bewerten, aber die WL sollten daran arbeiten, dass solche Funksprüche gar nicht erst gesendet werden. Da sollte es klare Regeln und Wortlaute geben - ist ja keine gute Presse (und das ist alles Auslegungssache).

Fall 1:
Der Lenker fährt wie irre und verwirrt herum. Der Straßenbahnfahrer läutet und bleibt stehen. Er sieht das Kennzeichen und gibt Gas, damit er viel Ärger und Probleme sowie ein Verfahren bekommt und ggf. seinen Job verliert.
-> Klingt nicht gerade logisch oder?

Fall 2:
er Lenker fährt wie irre und verwirrt herum. Der Straßenbahnfahrer läutet und bleibt stehen. Der Lenker gibt Gas, die Straßenbahn auch. Plötzlich - ggf. ohne Grund - bleibt das Auto stehen und die Straßenbahn kann nicht mehr rechtzeitig bremsen oder der Fahrer war kurz nicht aufmerksam.
-> klingt nachvollziehbar, aber auch vermeidbar


Das sind jetzt nur Annahmen, aber kann mir kaum vorstellen, dass man sowas absichtlich macht. Unfallbericht usw. ist ja auch Arbeit.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass beide Lenker verkehrstauglich ohne Einflüsse waren ;)

gehtjanx
30.07.2011, 18:39#39
Zitat
Original von Ferry
Wenn du schon mehrere Stunden Dienst gemacht hast und ununterbrochen nur Trotteln vor dir hattest, die dich ständig behindert und dann vielleicht auch noch beschimpft haben, dann kann auch der trockenste Abstinenzler mal die Nerven wegschmeißen und länger bimmeln und näher heranfahren als umbedingt notwendig (womit ich keineswegs sagen will, dass es in diesem Fall so gewesen ist). Das hat mit Saufen gar nichts zu tun.

:daumenhoch: Obwohl nur "passiver" Verkehrsteilnehmer - wenn ich hinter dem Bimfahrer oder Buslenker sitze und beobachte, was sich da so abspielt, wundere ich mich sowieso immer, wie gelassen diese Menschen meist sind bzw. daß es nicht viel öfter kracht. Wobei ich noch anmerken möchte, daß eine Schnellbremsung ja auch nicht ganz unproblematisch ist. Manchmal ist es für einen "Passagier debout" schon bei "normalen" Fahrverhältnissen problematisch, festen und stabilen Halt zu finden.
31.07.2011, 09:48#40
Zitat
Original von gehtjanx


Fall 2:
er Lenker fährt wie irre und verwirrt herum. Der Straßenbahnfahrer läutet und bleibt stehen. Der Lenker gibt Gas, die Straßenbahn auch. Plötzlich - ggf. ohne Grund - bleibt das Auto stehen und die Straßenbahn kann nicht mehr rechtzeitig bremsen oder der Fahrer war kurz nicht aufmerksam.
-> klingt nachvollziehbar, aber auch vermeidbar



Ich weiß nicht, wie die WL das handhaben, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Fahrer erst losfahren sollten, sobald die Schienen wirklich frei sind. Macht zwar vielleicht nicht 100%-ig jeder/jede, aber eigentlich muss man ja mit allem rechnen, so auch damit, dass das Fahrzeug plötzlich erneut stehen bleibt. Da das Fahrpersonal ja die Verantwortung von vielen Fahrgästen trägt, ist es, denke ich einmal, nicht unangebracht, etwas vorausschauenderes Fahren zu verlangen... Und ich denke mal, dass die WL das ihrem Personal auch so mitgeben.