Konkreter Vorschlag Obus einführung in Wien

138 Beiträge · Seite 2 von 7
28.08.2011, 19:36#21
O-Bus kann man schon begrüßen. Aber prinzipiell sollten mal die am stärksten ausgelasteten Busstrecken auf Bim umgestellt werden (Kapazität!) und mal ein Testbetrieb auf einer Buslinie (zB 74A, da hat man nur an den Endstellen Kontakt mit der Straßenbahn und kann das mal auch in Wien testen) eingerichtet werden.
38A wäre mE auch ein guter Kandidat zumindest mal zwischen Heiligenstadt und Wagenwiese, da der 38A oft überfüllt ist zwischen Heiligenstadt und zumindest Grinzing. Dort einen Gelenk-O-Bus zu installieren wäre eine echte Verbesserung.
28.08.2011, 20:27#22
Es gibt ja in Zürich zum Beispiel einen Doppelgelenkobus mit 24,7m länge!
Das wäre ja das optimale in Wien würd ich sagen. Bräuchte in der EU eine Sonder-Genehmigung, aber Salzburg wird sich in den nächsten Jahren auch so einen Dackel anschaffen.

Mich erfreut übrigens die positive Einstellung von euch zum Obus. Sowas findet man recht selten ;)
28.08.2011, 20:40#23
Zitat
Original von E1
Es gibt ja in Zürich zum Beispiel einen Doppelgelenkobus mit 24,7m länge!
Das wäre ja das optimale in Wien würd ich sagen.

Wo solche Kapazitäten benötigt werden, ist eine Straßenbahn sinnvoller.
28.08.2011, 21:00#24
Zitat
Original von E1

Mich erfreut übrigens die positive Einstellung von euch zum Obus. Sowas findet man recht selten ;)


Selbst in Salzburg ist das neu. Es gab Zeiten, da wäre die Führung Stadtwerke (heute Stadtbus) den Obus am liebsten losgeworden. Der Gipfel dessen war, dass 1998 fünf Obusse durch Dieselbusse ersetzt wurden.

@umweltretter: zumindest in Salzburg halte ich Doppelgelenkobusse für sinnvoller als eine Straßenbahn, weil für die Straßenbahn jegliche Infrastruktur fehlt aber für den Obus alles bereits vorhanden ist. Außerdem ist ein Einsatz dieser Busse nur auf der Linie 3 geplant (für ortskundige: das könnte zwischen Bahnhof und Pflanzmann zu Schwierigkeiten führen) und eine einzige Straßenbahnlinie zahlt sich nicht wirklich aus.
28.08.2011, 22:56#25
Von Doppelgelenk-Bussen halte ich wenig, diese sind sehr unpraktisch. Ab solchen Fahrzeugen ist es wirtschaftlicher, eine Straßenbahn einzusetzen. Generell sollte man den Bus nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Straßenbahn sehen, und die Straßenbahn kapazitätsmäßig "höher" positionieren, als es mit den jetztigen A-Ulfen der Fall ist.

Der O-Bus erhöht aber desweiteren auch die Kapazität einer Buslinie, da er schneller ist als ein normaler Bus und so die selbe Anzahl an Fahrzeugen eine größere Anzahl an FG pro Stunde transportieren kann. Desweiteren verfügt auch der O-Bus über eine Variante des Schienenbonus - wenn auch mit weniger Wirkung.
29.08.2011, 12:22#26
Eine Frage hätte ich da noch: Wie schaut es mit der Wartung aus? Ist diese (kosten-)aufwändiger als bei herkömmlichen Bussen bzw. den Flüssiggasbussen der WL?
29.08.2011, 16:24#27
prinzipiell wäre ein obus betrieb auf einigen linien in wien schon sinnvoll.
Zitat
Original von matboy
Beim 13A bin ich nach wie vor für eine Straßenbahn.
29.08.2011, 17:31#28
Die Panikmache von den Grünen und Co stimmt ja gar nicht!

-> Je teurer der Sprit desto MEHR Ölvorkommen/verfügbares Öl gibt es.

Ich glaube damit kann man noch paar Jährchen auskommen. Und wenn man bedenkt dass ca. 50% Steuern sind so ist der Preis gar nicht mehr sooo teuer für das Produkt ansich (leider muss man alles bezahlen ;) )

O Bus als Umwelt-Plus geht vielleicht in Österreich durch (da wir viel Strom aus Wasserkraft haben) aber in Ländern mit Kohlekraftwerken wäre es nur eine Verlagerung vom CO2 Ausstoß.

Ansonsten bin ich weder dafür noch dagegen. Wenn es sinnvoll ist - warum nicht - passt. Aber wegen Öl-Panik braucht man das nicht zu machen. Es ist ggf. sogar eine gute Alternative zu den Hybrid-Bussen, die ja teure und anfällige Akkus mit sich rumschleppen.

Mal ne Frage:
Fährt der O Bus (oder gibt es O Busse) mit "Straßenbahnstrom"? Was passiert wenn Straßenbahn und O Bus kreuzen? Ist das dann wie eine Straßenbahnkreuzung?


gehtjanx
29.08.2011, 17:55#29
Zitat
Original von gehtjanx
Fährt der O Bus (oder gibt es O Busse) mit "Straßenbahnstrom"?

Ja. (Gleichstrom)

Zitat
Was passiert wenn Straßenbahn und O Bus kreuzen? Ist das dann wie eine Straßenbahnkreuzung?

Das ist ein wenig komplizierter, da beim Obus Plus- und Minuspol "in der Luft hängen".

----> Bildbeispiel aus Athen

Beste Grüße
VT
29.08.2011, 18:24#30
Zitat
Original von gehtjanx
O Bus als Umwelt-Plus geht vielleicht in Österreich durch (da wir viel Strom aus Wasserkraft haben) aber in Ländern mit Kohlekraftwerken wäre es nur eine Verlagerung vom CO2 Ausstoß.


"Nur" die Verlagerung von CO2-Ausstoss (und Lärm) alleine hat halt auch schon das nicht unwesentliche Potential, die Wohnsituation des überwiegenden Mehrheit der Stadtbewohner von "völlig unerträglich" zu "jetzt müssten nur noch die Parkplätze weg und Bäume und Spielplätze her" zu ändern.
Das bezieht sich natürlich nicht nur auf O-Busse, sondern auf Elektromobilität und das damit einhergehende hoffentlich möglichst früh realisierte Fahrverbot für Kfz mit Verbrennungsmotor in den Ballungsräumen.

Aber ich weiß schon, für die üblichen Umweltschützer und Grünen zählen Menschen nicht zur Umwelt. Die protestieren dann gegen die Verlagerung in unbewohnte oder schwach besiedelte Gegenden, weil ja die Verursacher (natürlich sind alle Menschen gleich böse Umweltzerstörer, und die in den Villenvierteln leiden sicher ganz besonders unter den Folgen) das Resultat spüren müssen.
29.08.2011, 19:00#31
@VT 5081:
Danke, O Bus ist ja rel. unbekannt - zumindest in Wien ;)

@ 68er:
> "Nur" die Verlagerung von CO2-Ausstoss (und Lärm) alleine hat halt auch
> schon das nicht unwesentliche Potential, die Wohnsituation des
> überwiegenden Mehrheit der Stadtbewohner von "völlig unerträglich" zu
> "jetzt müssten nur noch die Parkplätze weg und Bäume und Spielplätze her"
> zu ändern.

Hmm, das schon, aber das löst/begrenzt das Problem nur in Bereichen ein und löst das Problem nicht an sich. Nur weil man in Österreich nichts verbrennen darf wegen Umweltauflagen und dies aber in Afrika dann (mit unserem Müll zB) gemacht wird ändert nichts an dem Problem - und es ist ein und derselbe Platine auf dem wir dies verursachen. Also für mich keine Lösung.

> Elektromobilität und das damit einhergehende hoffentlich möglichst früh
> realisierte Fahrverbot für Kfz mit Verbrennungsmotor in den Ballungsräumen.

Das ist aber nicht realistisch bzw. in ferner ferner Zukunft ;)

Die Umweltzonen in Deutschland zeigen, dass es nicht viel bringt (hier zumindest einen Teil) "auszusperren". Das Verbot ist wie auch oben geasgt, keine wirkliche Lösung. Eine Großstadt ist auch nicht abgeschirmt und die Luft wird vermutlich nicht so viel besser, nur weil keine Autos mehr fahren, gibt es doch auch viele andere Umwelteinflüsse und durch Wind etc. verteilte "Partikel".

Wenn es wirklich gute Alternativen geben würde, wäre ich natürlich dafür und die Leute würden dies auch kaufen (wenn es einen Vorteil hätte und nicht zu teuer wäre). Gibt es derzeit aber nicht wirklich. Zumindest im Privatbereich.

Hybrid und Elektroautos finde ich derzeit zu teuer und anfällig bzw. die Akkus nicht haltbar genug. OBusse haben hier einen Vorteil: Die Technik ist ausgereift und funktioniert mit gleichzeitigem Umweltnutzen. Von daher finde ich OBusse eine interessante Alternative, zumal sich große Unternehmen Neuerungen besser finanzieren können wie Private.

gehtjanx
29.08.2011, 19:13#32
@FromHell: Nein. Günstiger (Behaupten zumindest die Werkstätten, und auch einige Vergleiche)

Bei euch ist ja die ÖVP mehr die Partei für den Obus (?)

Übrigens, wen von den WienerLinien kann ich zum Thema Obus was fragen?
29.08.2011, 19:20#33
Zitat
Original von E1
Bei euch ist ja die ÖVP mehr die Partei für den Obus (?)

Deren Verkehrssprecher hat das nur einmal in seiner üblichen grenzenlosen Fachkompetenz für den 13A vorgeschlagen. Der schlägt aber viel vor, wenn der Tag lang ist ...
29.08.2011, 19:43#34
Zitat
Original von VT 5081
Zitat
Original von gehtjanx
Fährt der O Bus (oder gibt es O Busse) mit "Straßenbahnstrom"?

Ja. (Gleichstrom)

Zitat
Was passiert wenn Straßenbahn und O Bus kreuzen? Ist das dann wie eine Straßenbahnkreuzung?

Das ist ein wenig komplizierter, da beim Obus Plus- und Minuspol "in der Luft hängen".

----> Bildbeispiel aus Athen

Beste Grüße
VT

Wozu in die Ferne schweifen? Lokalaugenschein in Linz genügt... :rolleyes:
29.08.2011, 20:25#35
Zitat
Original von gehtjanx

@ 68er:
> Elektromobilität und das damit einhergehende hoffentlich möglichst früh
> realisierte Fahrverbot für Kfz mit Verbrennungsmotor in den Ballungsräumen.

Das ist aber nicht realistisch bzw. in ferner ferner Zukunft ;)

Die Umweltzonen in Deutschland zeigen, dass es nicht viel bringt (hier zumindest einen Teil) "auszusperren". Das Verbot ist wie auch oben geasgt, keine wirkliche Lösung. Eine Großstadt ist auch nicht abgeschirmt und die Luft wird vermutlich nicht so viel besser, nur weil keine Autos mehr fahren, gibt es doch auch viele andere Umwelteinflüsse und durch Wind etc. verteilte "Partikel".

Wenn es wirklich gute Alternativen geben würde, wäre ich natürlich dafür und die Leute würden dies auch kaufen (wenn es einen Vorteil hätte und nicht zu teuer wäre). Gibt es derzeit aber nicht wirklich. Zumindest im Privatbereich.

Hybrid und Elektroautos finde ich derzeit zu teuer und anfällig bzw. die Akkus nicht haltbar genug. OBusse haben hier einen Vorteil: Die Technik ist ausgereift und funktioniert mit gleichzeitigem Umweltnutzen. Von daher finde ich OBusse eine interessante Alternative, zumal sich große Unternehmen Neuerungen besser finanzieren können wie Private.

gehtjanx


E-Mobilität ist wesentlich "lärmsparender", als Verbrennungsmotoren und dergleichen, bei Mofas ist es besonders krass!
In diesem Sinne bringt es gerade im dicht bebauten Gebiet enorm viel - vor allem aber der Allgemeinheit und nicht der Individualperson, es führt also kein Weg an einem Verbot vorbei!
Dass man aber noch lange wird warten können, bis derartiges politisch durchsetzbar sein wird ist leider eine wahre Sache!
Aber für alle Anrainer von nur etwas stärker befahrenen Straßen würde es wirklich eine enorme Steigerung der Lebensqualität bedeuten, wenn man die erlaubten Lärmemissionen von Fahrzeugen massiv senken würde (in welcher Form auch immer)!
30.08.2011, 00:15#36
Wobei halt einige Fahrzeuge mehr stören als andere. Autos sind für mich kein Problem, aber wenn dann so ein Moped durch die Nacht prescht (und idealerweise noch ein Paar Runden um den Block dreht), dann werde ich wahnsinnig. Für Motorräder und auch z.B. Traktoren gilt das Gleiche.
Besonders bei Autos ist das Rollgeräusch ohnehin oft schon lauter als der Motor an sich, da hilft auch ein Elektromotor nicht viel. Effizienter ist er besonders in der Stadt natürlich schon!
30.08.2011, 20:31#37
Für mich wäre es ja optimal, da ja Wien so eine "rot-grün-rot" Stadt ist. Und da ja der Verbrauch, und der Co2 Ausstoß beim wegfahren am größten ist. Ebenso die vielen Steigungen.
04.09.2011, 12:32#38
Meiner Meinung nach wäre ein O-Bus-Netz in Wien nur sinnvoll, wenn die WL ihren Verbrennungsbusbetrieb dafür völlig privaten Subunternehmern überlassen und die stärksten Buslinien auf Straßenbahn umstellen. Ansonsten kauft man sich nur noch ein zusätzliches System mit neuen Nachteilen (ungeachtet aller Vorteile) ein.
04.09.2011, 14:25#39
Vorallem, weil das System, anders als in anderen Städten, nicht sowohl von Straßenbahn als auch vom O-Bus nutzbar sein wird. In San Francisco zum Beispiel fahren diverse (ältere) Straßenbahnenen mit Stangenstromabnehmer mit denselben Fahrleitungen wie der O-Bus (IIRC). Mit Einholmen wird das wohl etwas schwieriger werden.
05.09.2011, 07:26#40
Zitat
Original von WeSt
die stärksten Buslinien auf Straßenbahn umstellen.


Na das wäre eine tolle Idee - aber ihre Realisierung ist wohl kaum zu erwarten - da sei Gott (oder eher ÖAMTC und ARBÖ9 davor... :evil: