Konkreter Vorschlag Realistischere Umsteigezeiten in der Fahrplanauskunft

16 Beiträge
19.09.2011, 18:39#1
Bei der WL-Fahrplanauskunft sind mitunder Umsteigezeiten angeführt, über die jeder, der die örtliche Situation kennt, nur den Kopf schütteln kann. Beispiel: Schloß Schönbrunn - Umstieg vom 10A zur Bim in Ri Kennedybrücke. da wird regelmäßig ein Anschluß nach 2 Minuten angeführt. Aber man muß nicht nur rund 200 m zurückgehen sondern landet noch dazu bei einer Fußgängerampel, die wiederum kaum unter 2 Minuten grün wird. Und selbst dann kriegt der 10er oder 58er, der schon dort steht, vorher sein Freisignal.
Eine ähnliche "geht-fast-nicht" - Anschlußangabe lieferte übrigens gestern auch der Monitor im Railjet der ÖBB (an Wien West 21:44) - da wird als "Erreichbarer Anschluß die STR 9 um 21:50 angegeben. Bei pünktlicher Ankunft (war übrigens gestern der Fall) in 6 Minuten vom vorletzten Waggon zur Neunerschleife zu kommen, ist schon eine sehr sportliche Leistung (erschweredne wiederum: Rotlauf-Ampel am Gürtel!!) - mit einem Koffer schafft das sicher niemand.
Vielleicht sollten die Programmierer da doch ein bißchen an über 20-Jährige Fahrgäste und endlos rote FG-Ampeln denken.
19.09.2011, 18:47#2
RE: Konkreter Vorschlag: realistischere Umsteigezeiten in der Fahrplanauskunft
Zitat
Original von Ottakring
Eine ähnliche "geht-fast-nicht" - Anschlußangabe lieferte übrigens gestern auch der Monitor im Railjet der ÖBB (an Wien West 21:44) - da wird als "Erreichbarer Anschluß die STR 9 um 21:50 angegeben. Bei pünktlicher Ankunft (war übrigens gestern der Fall) in 6 Minuten vom vorletzten Waggon zur Neunerschleife zu kommen, ist schon eine sehr sportliche Leistung (erschweredne wiederum: Rotlauf-Ampel am Gürtel!!) - mit einem Koffer schafft das sicher niemand.

Also wenn man sich halbwegs beeilt, keinen Koffer hat und vorne aussteigt, erscheint mir das schon realistisch.
19.09.2011, 18:50#3
RE: Konkreter Vorschlag: realistischere Umsteigezeiten in der Fahrplanauskunft
Zitat
Original von Ottakring
[...] Vielleicht sollten die Programmierer da doch ein bißchen an über 20-Jährige Fahrgäste und endlos rote FG-Ampeln denken.

In der erweiterten Fahrplanauskunft läßt sich immerhin die Geh- (und folglich auch die Umsteige-)Geschwindigkeit anpassen.

Beste Grüße
VT
19.09.2011, 19:04#4
Beim VOR ist die Situation genau umgekehrt. Dort werden Fußwege als viel zu lang angegeben (z.B. 3 Minuten, um in Mödling von Bahnsteig zum Bahnhofsvorplatz zu kommen - inklusive 2 Minuten Haltestelle suchen ? :D)

Edit: das wichtigste Wort vergessen
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von matboy (19.09.2011, 19:28)
19.09.2011, 20:41#5
Die Grundlage für die Auskunft von VOR und WL ist das gleiche System, nur das Layout der Benutzeroberfläche unterscheidet sich. Bei solch wirklich eklatanten Fällen einfach ne Mail an VOR oder WL und die Umsteigezeiten werden angepasst.
25.09.2011, 17:07#6
Zitat
Original von Tatra83
Die Grundlage für die Auskunft von VOR und WL ist das gleiche System, nur das Layout der Benutzeroberfläche unterscheidet sich. Bei solch wirklich eklatanten Fällen einfach ne Mail an VOR oder WL und die Umsteigezeiten werden angepasst.


Das ist richtig! Am besten ist eine möglichst genaue Beschreibung des Problems. Ich habe dem VOR vor kurzem wegen ähnlicher Fälle geschrieben und prompt wurde das geändert. :daumenhoch:
26.09.2011, 10:47#7
Meines Wissens kann das System im railjet keine unterschiedlichen Umsteigezeiten. Gibst du längere Umsteigezeiten an, werden z.B. Anschlüsse mit weniger Umsteigezeiten nicht angezeigt.
23.10.2011, 15:49#8
Mich hat der inteligente Fahrplan von irgendwo nach Speising S geschickt von dort mit den DrRichard Bus dorthin wo der 60er und 62er abzweigt weil der Bus sageundschreibe 1Min "vor" der Bim angekommen ist. In der realtität war es so das die Bim eben neben den Bus gefahren ist und als der Bus abgebogen ist habe ich die Bin natürlich verpasst und durfte ne halbe stunde warten. :daumenrunter:
23.10.2011, 18:37#9
Ich wollte heute gegen Mitternacht von der Maurer Langen Gasse in den Nachbarbezirk fahren. Die Fahrplanauskunft wollte, dass ich mit der Straßenbahn zur Franz-Asenbauer-Gasse fahre und dort in den (letzten) 156B umsteige - und das bei einer Umsteigezeit von einer Minute. Glücklicherweise bin ich zum Maurer Hauptplatz gegangen und dort in den 156B eingestiegen. Der Bus fuhr nämlich pünktlich weg, hatte dann bei der Franz-Asenbauer-Gasse ein paar Sekunden "Verfrühung", während die Straßenbahn ein paar Sekunden "Verspätung" hatte. Der 1-Minuten-Übergang hätte also nicht geklappt.
24.10.2011, 09:26#10
Zitat
Original von 64er
Ich wollte heute gegen Mitternacht von der Maurer Langen Gasse in den Nachbarbezirk fahren. Die Fahrplanauskunft wollte, dass ich mit der Straßenbahn zur Franz-Asenbauer-Gasse fahre und dort in den (letzten) 156B umsteige - und das bei einer Umsteigezeit von einer Minute. Glücklicherweise bin ich zum Maurer Hauptplatz gegangen und dort in den 156B eingestiegen. Der Bus fuhr nämlich pünktlich weg, hatte dann bei der Franz-Asenbauer-Gasse ein paar Sekunden "Verfrühung", während die Straßenbahn ein paar Sekunden "Verspätung" hatte. Der 1-Minuten-Übergang hätte also nicht geklappt.

In jeder anderen Stadt der Welt (die man mit Wien aber nicht vergleichen darf, weu Wien is aunderscht und des woar scho imma so) wäre dieser Anschluss vom RBL gewährleistet worden. 8-)
24.10.2011, 10:40#11
Zitat
Original von 95B
In jeder anderen Stadt der Welt (die man mit Wien aber nicht vergleichen darf, weu Wien is aunderscht und des woar scho imma so) wäre dieser Anschluss vom RBL gewährleistet worden. 8-)

Jeder andere Stadt der Welt, die man natürlich nicht mit Wien vergleichen kann, hat auch ein RBL, das funktioniert. :rolleyes:
24.10.2011, 12:12#12
Wobei bei der letztgenannten Verbindung noch dazukommt, daß zwei verschiedene VU's beteiligt sind und (abgesehen davon, daß DR(noch?) kein RBL hat, keine Koordination existiert. Hier liegt übrigens das nächste Problem - jeder Betreiber kocht bei den Funknetzen sein eigenes Süppchen. Deswegen sind ja z.B. auch die neuen Anschluß-Monitore (wie am Reumannplatz) relativ sinnlos, weil mindestens 3 Linien (nebst den Regionalbussen) überhaupt nicht angezeigt werden.
24.10.2011, 12:29#13
Ja, die Vorweganzeiger am Reumannplatz sind ein Witz, seit 67A und 70A an die WLBB gegangen sind. Das ist aber die Schuld der Wiener Linien. Man müsste nur die RBL-Infrastruktur den privaten Betreibern zur Verfügung stellen und bei Ausschreibungen RBL-taugliche Busse verlangen.
24.10.2011, 12:36#14
Man bringt es ja nicht einmal zusammen, genormte Außenlackierungen zu verlangen, was ja schon ein Scherz an sich ist. Dadurch sind Wettbewerber, die sich brav an diese Regelung halten (Richard, Postbus), deutlich im Nachteil, denn im Gegensatz zum verkehrsroten Ganzlack der Blaguss-Wagen kostet sie logischerweise Aufpreis. :daumenrunter:

Der Idealfall wäre natürlich, wenn die Busse der privaten Betreiber weder innen noch außen denen der Wiener Linien, von der Aurüstung her, in nichts nachstehen würden. In anderen Städten kriegt man so etwas problemlos hin, nur hier kann das wieder einmal nicht funktionieren. :rolleyes:
24.10.2011, 13:01#15
Das Lackierungsschema ist mir ehrlichgesagt ziemlich wurscht! Von mir aus soll jeder Betreiber seine eigene Corporate Identity haben.

Es geht eher um technische Dinge, wie FGI und RBL, die vereinheitlicht gehören. Es ist ein Witz, dass Auftragslinien nicht im RBL sind, und daher auch auf den Vorweganzeigern, im i-tip und qando nicht aufscheinen und dass es teilweise nicht einmal Haltestellenansagen gibt (was sich dank der Neuausschreibungen vieler Linien jetzt glücklicherweise nach und nach eh ändern wird).
24.10.2011, 13:51#16
Bei dem RBL habe ich sowieso das Gefühl, als wollten die WL nur von der "Konkurrenz" herausstechen, um ihr Image aufzupolieren. Dass man sich da als normaler Fahrgast allerdings schlichtweg veräppelt fühlt, ist jetzt nichts Überraschendes. Meiner Meinung nach sollten die WL, wie bereits irgendwo weiter oben erwähnt, das RBL-System auch den anderen Betreibern zur Verfügung stellen, um eine zufriedenstellende Fahrgastinformation zu gewährleisten. Diese Streitereien wegen solchen Kleinigkeiten, zumindest habe ich das Gefühl, als wären diese präsent, gehören vielleicht in den Kindergarten, aber sicherlich nicht auf solch hohe Ebene, weswegen letztlich tausende Menschen einen Nachteil erleiden. :rolleyes: