120 Jahre Erzbergbahn

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21.09.2011, 19:39#1
Bildreportage über die Erzbergbahn anlässlich des 120-Jahr-Jubiläums:
----> http://derstandard.at/1315006456649/Museums-B…tarbeit-auf-Schienen
27.10.2012, 20:12#2
Zuletzt aktualisiert: 24.10.2012 um 20:30 Uhr
Hilfe für die Erzbergbahn

Vor zwei Jahren zerstörte eine Mure die Erzbergbahn. Schladminger Bauunternehmer half schnell und unbürokratisch und ließ einen Bagger am Erzberg auffahren.

Bild

Langsam wird der Gleiskörper der Erzbergbahn freigelegt - Foto © Johanna Birnbaum

Am 19. Juli 2010 brach für die Mitglieder des Vereins Erzbergbahn eine Welt zusammen. Schwere Unwetter hatten am Vortag und in der Nacht Tausende Kubikmeter Gestein, Geröll und Wasser am Hinter-Erzberg ins Tal donnern lassen. Auch über die Strecke der Erzbergbahn vom Bahnhof Erzberg in Richtung Eisenerz. "Als wir das Ausmaß gesehen haben, waren wir einfach nur verzweifelt", erzählt Roland Knall, einer der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder. Erste Schätzung, was das denn kosten würde, alles zu räumen und abzusichern, brachten genau das zutage, was alle befürchtet hatten: unbezahlbar für den Verein. Und zu abgelegen, um mit öffentlichen Geldern rechnen zu können. "Wir haben dann bei der Behörde die einstweilige Einstellung der Strecke Bahnhof Erzberg nach Eisenerz beantragt. Keine Stilllegung, sonst wäre alles aus gewesen."

Dann wurde verhandelt, es hieß, das Bundesheer könne im Rahmen einer Übung das Geröll wegräumen. "Daraus wurde leider nichts und auch alle Versprechungen, die uns gemacht wurden, haben nicht gehalten", erzählt Knall.

Unbürokratische Hilfe

Doch die Redewendung "Beim Reden kommen die Leut' z'samm" hat sich bewahrheitet. Im Moment wird am Hinter-Erzberg gerade die neue Druckrohrleitung für das Wasserkraftwerk beim neuen Feinerzlager gebaut. Mit dabei 35- bis 60-Tonnen-Bagger des Schladminger Bauunternehmens Karl Pitzer. "Ich habe mit dem Chef gesprochen, der hat sich unsere Gerölllawine angeschaut und gemeint: Kein Problem, das mach ma in einem Tag". Gesagt getan. Und Dienstag Früh um 7 Uhr legte der 35-Tonner los. Auch die VA Erzberg half und stellte ebenfalls einen Bagger samt Fahrer zur Verfügung.

Die beiden Baggerfahrer schafften es, präzise, schnell und gekonnt die Gleiskörper freizulegen. "Es werden so an die 700 Kubikmeter Geröll sein. Das sind mehr als eine Million Tonnen an Material", erklärt Knall: "Es schaut so aus, als ob sich der Gleiskörper nicht verschoben hat. Das wäre natürlich super, dann könnten wir, wenn alles glattgeht, interne Fahrten machen." An Besucherfahrten sei überhaupt nicht zu denken. "Dafür müssten wir den ganzen Hang absichern. Das ginge ins Bodenlose.
15.05.2013, 22:17#3
Zuletzt aktualisiert: 15.05.2013 um 20:16 Uhr

"Die Kugel rollt noch"

Für die Bahnlinie von Trofaiach bis Vordernberg Markt und für die Erzbergbahn ist es bereits fünf vor zwölf. Es wird noch an einer guten Lösung für den Erhalt des Schienenbandes gearbeitet.

Die Zeit drängt. Bereits am 31. Mai läuft der Bestandsvertrag der Österreichischen Bundesbahnen mit dem Verein Erzbergbahn über die Bahnlinie Vordernberg Markt bis Vordernberg Süd aus.

Wie berichtet, möchten die ÖBB den Streckenabschnitt von Trofaiach bis Vordernberg Markt um etwa 820.000 Euro verkaufen. Gibt es keinen Käufer, soll die Strecke abgetragen und rückgebaut werden, was auch das Ende der touristisch so wichtigen Erzbergbahn bedeuten würde. Ein Schulterschluss aller Bürgermeister, deren Gemeinden an der Bahnlinie liegen, und der Tourismusverbände für den Erhalt der Bahnstrecke und der Erzbergbahn ließ Hoffnungen aufkommen.

Wir fragten bei Trofaiachs Bürgermeister Mario Abl nach, wie nun, fünf Minuten vor Zwölf, der Stand der Dinge sei. "Wir hatten einen Termin bei Landeshauptmann Franz Voves, bei dem alle Bürgermeister und auch Landtagsabgeordnete Helga Ahrer dabei waren. Die Kugel rollt noch", so Abl. Bei dem Gespräch habe sich herausgestellt, dass noch einige Daten nachzubringen gewesen seien, was bereits geschehen sei. "Wir arbeiten weiter daran, damit wir eine gute Lösung zusammenbringen", betont Abl. Es brauche ein professionelles Projekt, mit halben Sachen laufe nichts. Positiv sei, dass das Bekenntnis der Bürgermeister zum Erhalt der Bahnlinie nach wie vor unverändert sei.
16.05.2013, 15:54#4
Wie es sein könnte ...
Ich träum mal ein wenig ...
Wenn man so ein Angebot wieder bringen könnte - mit Aussichtswagen, etc. - wäre dies sicher für viele eine Reise wert - Egal zu welcher Jahreszeit!
Einfach mal reinschauen -->
Erzbergbahn

Das das natürlich etwas kostet, versteht sich von selbst. Aber man soll nie aufhören zu träumen und Visionen haben ...
16.05.2013, 18:34#5
Touristisch wichtig? Na ja. Es gibt ein paar Events am Erzberg, Wandertourismus und Skitourismus im Winter, wobei letzterer leider der Erzbergbahn in die Quere kommt. Wenn die ganze Strecke befahrbar wäre, könnte ich mir vorstellen, dass es interessant wäre, den einen oder anderen Zug zwischen Hieflau und Leoben zu führen. Eventuell als S-Bahn, vielleicht aber auch touristisch, nach dem Motto "in der Früh zum Schifahren auf den Präbichl, am Nachmittag ins Asia Spa."

Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Eisenerz und Vordernberg ziemlich tote Hose ist.
16.05.2013, 19:56#6
Wenn die ganze Strecke befahrbar wäre, könnte ich mir vorstellen, dass es interessant wäre, den einen oder anderen Zug zwischen Hieflau und Leoben zu führen. Eventuell als S-Bahn, vielleicht aber auch touristisch, nach dem Motto "in der Früh zum Schifahren auf den Präbichl, am Nachmittag ins Asia Spa."

Für Pendler (die es so gut wie nicht gibt) wäre die Strecke mehr als uninteressant, da man über die Bundesstraße doppelt so schnell ist und geeignetes Wagenmaterial gibt es für die Strecke auch nicht. Und einen durchgehenden Tourismusverkehr kann man sich eigentlich auch aufzeichnen - es gibt ja nicht einmal jetzt den vollen Betrieb der Erzbergbahn wegen der Vermurung vor 3 Jahren.
16.05.2013, 21:42#7
Wenn die ganze Strecke befahrbar wäre, könnte ich mir vorstellen, dass es interessant wäre, den einen oder anderen Zug zwischen Hieflau und Leoben zu führen. Eventuell als S-Bahn, vielleicht aber auch touristisch, nach dem Motto "in der Früh zum Schifahren auf den Präbichl, am Nachmittag ins Asia Spa."

Für Pendler (die es so gut wie nicht gibt) wäre die Strecke mehr als uninteressant, da man über die Bundesstraße doppelt so schnell ist und geeignetes Wagenmaterial gibt es für die Strecke auch nicht. Und einen durchgehenden Tourismusverkehr kann man sich eigentlich auch aufzeichnen - es gibt ja nicht einmal jetzt den vollen Betrieb der Erzbergbahn wegen der Vermurung vor 3 Jahren.

Pendler gibt's in größerer Zahl zwischen Trofaiach und Leoben, weshalb es ja auch durchaus sinnvoll ist, dass sich die ÖBB dieses Stück behalten. Zu den Fahrzeiten Leoben-Eisenerz: mit dem Auto ca. 35-40min, mit dem Bus fast eine Stunde, mit der Bahn: ?
Bei sämtlichen restlichen Varianten kommt es darauf an, ob irgendwo der politische Wille und das Geld da ist. Das ist aber in der Gegend absolut nichts neues und daher habe ich mir mal erlaubt, das implizit anzunehmen.
Was dieser Verein im Winter eventuell ohne allzu großen Aufwand machen könnte: eine Haltestelle direkt bei der Talstation der Präbichl-Bergbahnen errichten und in Kooperation mit selbigen und den Gemeinden einen Ski-Zug aus Leoben dorthin führen. Allerdings stellt sich natürlich die Frage nach dem passenden Wagenmaterial und dem Geld.
16.05.2013, 22:42#8

Zu den Fahrzeiten Leoben-Eisenerz: mit dem Auto ca. 35-40min, mit dem Bus fast eine Stunde, mit der Bahn: ?

Mit dem Zug hat man bis zur Einstellung ziemlich genau eine Stunde gebraucht, da wird man auch nicht mehr herausholen können.

Bis Trofaiach (oder eigentlich sogar Hafning) wäre es noch halbwegs sinnvoll - da hat man rund an die 1000 Pendler (Stand 2010) welche in Richtung Leoben pendeln.


Was dieser Verein im Winter eventuell ohne allzu großen Aufwand machen könnte: eine Haltestelle direkt bei der Talstation der Präbichl-Bergbahnen errichten und in Kooperation mit selbigen und den Gemeinden einen Ski-Zug aus Leoben dorthin führen. Allerdings stellt sich natürlich die Frage nach dem passenden Wagenmaterial und dem Geld.

Im Winter wird der Betrieb dort so gut wie unmöglich sein, da der Verein kein Fahrzeug für die Schneeräumung besitzt bzw. jemals besitzen wird. In Österreich braucht man sich über solche Sachen so gut wie keine Gedanken machen - da kann man über den Status Quo froh sein wenn es überhaupt irgendeinen Betrieb gibt, sei er noch so klein (Bregenzerwaldbahn, Gurktalbahn, ...).
17.05.2013, 00:20#9
Ich fürchte auch, daß die Erzbergbahn bald Geschichte sein wird, nur die Sache ist die:eine Bahn erhalten benötigt einmal 3 Dinge-erstens: Geld, zweitens: Geld, und drittens . . Bingo, noch mehr Geld.
Der Verein, der seinerzeit die Museumsbahn betrieb, war nur/ist nur ein Mini-Verein (d.h. mit personell/materiell/finanziell endenwollenden Ressourcen).
Nett ist es, wenn die Bürgermeister beim LH für die Bahn intervenieren, nur wer von den honorigen Herren will, oder kann grössere Finanzielle Zuwendungen für die Bahn lockermachen (mathematisch nähern wir uns der . . leeren Menge).
Man kann es Idealisten sicher nicht hoch genug anrechnen, wann Sie versuchen, in ihrer Freizeit eine Museumsbahn zu errichten, toll ist es, wenn ein örtlicher Bauunternehmer seine Baumaschinen zur Verfügung stellt, nur mMn wird das Vorhaben nur dann gelingen, wenn die ganze Region dahintersteht.
Was noch erschwerend dazukommt:für einen regulären Betrieb ist die Bahn zu ungünstig(Fahrzeit), als Bergbahn ist Sie sicher teuer in der Erhaltung, so dicht besiedelt ist die Gegend nicht, und Tourismus-Gebiet ist das Ganze eher auch nicht(also ist es mehr als fraglich, ob Sie als reine Museumsbahn/Ausflugsbahn überleben wird können).
Außerdem: Uerdinger-Schienenbusse (Reihe 5081) und 2143.5 sind zwar nett, nur berühmt war die Erzbergbahn als Zahnradbahn mit Dampfbetrieb (womit wir wieder ein gewaltiges Stück von einer Realisierung entfernt sind)(gibt es eigentlich noch die klassischen 2Ax-Erzwagen? die Garnitur, die noch 1987 bei den Paraden fuhr, habe ich danach nicht mehr gesehen).
17.05.2013, 08:29#10

Außerdem: Uerdinger-Schienenbusse (Reihe 5081) und 2143.5 sind zwar nett, nur berühmt war die Erzbergbahn als Zahnradbahn mit Dampfbetrieb (womit wir wieder ein gewaltiges Stück von einer Realisierung entfernt sind)(gibt es eigentlich noch die klassischen 2Ax-Erzwagen? die Garnitur, die noch 1987 bei den Paraden fuhr, habe ich danach nicht mehr gesehen).

Die Erzwagen haben schon mit dem Schrottplatz Bekanntschaft gemacht aber es wäre sowieso nicht sinnvoll eine Garnitur zu haben ohne Dampfloks oder geschweige denn überhaupt dem geeigneten Personal. Mit einer Güterzug-Garnitur macht man dann vielleicht einmal eine Fotosonderfahrt (die absolut nicht kostendeckend wäre) und das wars dann auch schon wieder ...

Falls es jemals vom Land eine ordentliche Geldspritze gibt wäre das Geld sowieso gleich wieder für die durchgehende Befahrung und diverse Sanierungsarbeiten weg. Da braucht man sich keine Gedanken über den Wiedereinbau der Zahnstange oder Fuhrparkerweiterung und Co. machen. :(
17.05.2013, 18:54#11
Ich träum mal ein wenig ...
Wenn man so ein Angebot wieder bringen könnte - mit Aussichtswagen, etc. - wäre dies sicher für viele eine Reise wert - Egal zu welcher Jahreszeit!
Einfach mal reinschauen -->
Erzbergbahn

Das das natürlich etwas kostet, versteht sich von selbst. Aber man soll nie aufhören zu träumen und Visionen haben ...

:daumenhoch:
15.06.2013, 21:10#12
Zuletzt aktualisiert: 14.06.2013 um 23:00 Uhr
Die Erzbergbahn fährt nicht mehr

Seit 1. Juni ist der Lebensnerv der Erzbergbahn zwischen Heizhaus und Vordernberg-Markt eingestellt. Die ÖBB haben den Vertrag gekündigt. Der Verein ist verzweifelt.

Ein rotes Rechteck, weiß umrahmt, steht mitten auf den Geleisen beim Heizhaus und den Werkstätten der Erzbergbahn in Richtung Bahnhof Vordernberg-Markt. Das eisenbahntechnische Zeichen für eine gesperrte Strecke. "Die Strecke, die den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehört, ist gesperrt, seit Ende Mai. Und damit ist der Betrieb der Erzbergbahn seit diesem Datum eingestellt. Eingestellt deshalb, weil wir nicht mehr von unserer Werkstatt, die beim Bahnhof Vordernberg-Süd liegt, zum Bahnhof Vordernberg Markt kommen", sagen Rene Thaller, Obmann des Vereines Erzbergbahn, und Roland Knall, Vorstand des Vereins.

Emotionaler und empört ist da schon Hartmut Glettler, Vorstand der Werkstätte und des Fuhrparks. "Das ist ja ein Wahnsinn. Man hat uns einfach die Verbindung zu unserem Ausgangspunkt für unsere beliebten Fahrten genommen. Es gab kein Entgegenkommen, keine Ausnahme", erzählen die Drei.

Natürlich sei alles rechtens. 2002 wurde das 1,5 Kilometer lange Streckenstück, das die Erzbergbahn braucht, um die Schienenbusse auf die für Fahrten benötigte Strecke zu bringen, von den ÖBB quasi gepachtet worden. "Es heißt richtig, in Bestand genommen. Dafür haben wir jährlich Bestandszins gezahlt und auch die Instandhaltung gewährleistet", erzählt Thaller.

Streckenverkauf

Im Rahmen des Verkaufsprozesses der Strecke Trofaiach-Vordernberg, für die die ÖBB 820.000 Euro haben wollen, sei auch klar geworden, dass ein Teilverkauf dieses für die Erzbergbahn so wichtigen Teilstücks nicht infrage käme.

Ausnahmegenehmigungen für einige Fahrten nach der Kündigung seien von den ÖBB kategorisch abgelehnt worden. "Wir haben schon Voranmeldungen gehabt, so zum Beispiel am 8. Juni eine ganze Kindergartengruppe. Es war einer meiner schwersten Gänge, den Kindern zu sagen, dass das nicht mehr möglich sei", sagt Knall mit belegter Stimme.

Durch die Sperre des Streckenabschnitts sei es auch nicht möglich, Instandhaltungsarbeiten an der dem Verein gehörenden Strecke durchzuführen. "Weil wir eben unsere notwendigen Fahrzeuge nicht dorthin bringen können", bestätigen Glettler und Wolfgang Müller noch einmal.

Jahrelang habe man darum gekämpft, als Partner von Abenteuer Erzberg ein Paket zu schnüren, um Gäste zum Bahnhof Erzberg zu bringen. "Im Moment ist alles aus und vorbei. Abenteuer Erzberg hat uns auch aus der Werbung genommen. Logisch, wenn wir nicht fahren können", erzählt Thaller. Und Knall fügt hinzu: "Nach 122 Jahren und fünf Tagen." Mindestens 40.000 Euro habe der Verein jährlich durch die Fahrten eingenommen. "Geld, das wir als ehrenamtlich arbeitender Verein brauchen. Wir wissen nicht, ob wir überhaupt noch eine Zukunft haben", so Thaller.

Nun liegen die Hoffnungen beim Land. "Wir als Verein sind zu klein für die große ÖBB. Wir zählen auf das Land, dort wurde uns Unterstützung zugesagt. Auch die Regions-Bürgermeister stehen hinter uns", hoffen die Vereinsmitglieder. Ihre Panik und Verzweiflung über das derzeitige Aus ist aber nicht zu übersehen.
15.06.2013, 22:15#13
Das ist wieder einmal typisch für diesen Saftverein von ÖBB... :daumenrunter: X( :(
26.04.2014, 14:25#14
Erzbergbahn steht vor der endgültigen Einstellung ----> http://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben…en-einstellung.story
26.04.2014, 14:48#15
Erzbergbahn steht vor der endgültigen Einstellung ----> http://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben…en-einstellung.story


. . das war leider zu befürchten :(
26.04.2014, 16:09#16
Ich lese leider viel zu oft das Bahnlinien wie die Erzbergbahn dran glauben müssen, jetzt meine Frage wie viele Bahnen sind den noch gefährdet? Ich finde es einfach traurig das man so viele Bahnen aufgrund von hohe Kosten leider nicht weiterbedient werden können/wollen. :traurig:
26.04.2014, 18:31#17
Ich hoffe, sie können das Geld aufbringen!
26.04.2014, 19:24#18
Mit den 411.000 Euro ist es allerdings noch nicht getan, denn man wird noch einige Tausend Euro brauchen für die Mängel entlang der Strecke wie kaputte Stützmauern, schadhafte Brückendielen und die Sicherung des Hanges der damals die Strecke vermurt hat. Da braucht man sich wirklich keine Hoffnungen mehr machen, dass irgendwann nochmal ein Schienenbus unterwegs sein wird. Ybbstalbahn, Oberwart-Oberschützen und Krumpn lassen grüßen. :(
28.04.2014, 00:00#19
22.12.2014, 17:14#20
Verein Erzbergbahn und ÖBB sichern wichtiges Kulturerbe

Nach langen Gesprächen und Verhandlungen verkaufen die ÖBB das Streckenstück vom Bahnhof Vordernberg Süd bis zur Haltestelle Vordernberg Markt an den Verein Erzbergbahn. Museumsbahnbetrieb wird 2015 wieder aufgenommen!

Vor wenigen Tagen übernahm der Verein Erzbergbahn das für den Museumsbetrieb dringend notwendige Teilstück mit allen Rechten und Pflichten zwischen Vordernberg Süd und Vordernberg Markt. Damit wurde die steilste normalspurige Adhäsionsstrecke der europäischen Union und anno dazumal wichtige Zahnradstrecke, die dem Transport von Eisenerz diente, nun nach dem bereits 2003 realisierten Teilverkauf komplett in museale Erhaltung gegeben.

Gemeinsam wurde ein bedeutendes Stück Eisenbahngeschichte und Steirisches Kulturgut gerettet. Bereits im kommenden Jahr soll der Museumsbahnbetrieb wieder aufgenommen werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Finanzierung wurde durch großzügige Spenden der Vereinsmitglieder, durch private Gönner und Sponsoren aus der Wirtschaft sowie durch maßgebliche Unterstützungen des Verkehrsressorts des Landes Steiermark und der Marktgemeinde Vordernberg sichergestellt.

Der Verein Erzbergbahn, dessen Mitglieder sich ausschließlich ehrenamtlich um die Erhaltung und den Betrieb dieses historischen Juwels kümmern, ist jenen zu Dank verpflichtet, die entweder durch ihre Spende oder ihren Einsatz gezeigt haben, dass ihnen die Erzbergbahn am Herzen liegt. Und so kann die Bahn an ihrem 123. Geburtstag wieder gesichert in die Zukunft rollen.

Die Steirische Erzbergbahn

Der Eisenerzabbau am Steirischen Erzberg hat eine jahrhundertelange Tradition. Zumindest seit dem 11. Jahrhundert wird hier Eisenerz gewonnen. Die Industrialisierung und der Hunger nach dem begehrten Rohstoff im 19. Jahrhundert ließ schon bald den Plan einer Eisenbahn über den Präbichl gen Süden gedeihen, der bereits 1864 eine hohe Priorität zugestanden wurde. Zunächst wurden je eine Stichstrecke von Leoben nach Vordernberg und eine von Hieflau nach Eisenerz gebaut. Die eigentliche 19,7 Kilometer lange Steirische Erzbergbahn wurde zwischen

1888 und 1891 gebaut und am 15. September 1891 feierlich eröffnet. Eine Besonderheit der Steirischen Erzbergbahn ist die besonders aufwändige und steile Trassierung. Denn von Beginn an wurde sie als normalspurige Zahnradbahn projektiert. Die notwendigen Zahnstangen des Systems Abt wurden in der Mitte des Gleiskörpers montiert. Die eingesetzten Dampflokomotiven verfügten über zusätzliche Antriebszahnräder, die in die Zahnstangen griffen.

Freilich waren mit diesem System keine Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen, galt es jedoch eine leistungsfähige Eisenerzbeförderung zu gewährleisten. Der Zahnradbetrieb wurde schließlich am 30. September 1978 aufgegeben und der gesamte Bahnverkehr am Präbichl verdieselt. Nur acht Jahre später endete auch der Eisenerzverkehr über die Erzbergbahn, denn in Krumpenthal wurde eine moderne und leistungsfähige Verladeanlage in Betrieb genommen. Nach einem Lawinenabgang im Jahre 1988 erfolgte letztlich die Einstellung der Erzbergbahn. Der Museumsbahnbetrieb wurde durch den Verein Erzbergbahn im Jahre 1990 aufgenommen und begeistert seitdem tausende Gäste pro Saison.

Mit dem nunmehr erfolgtem Verkauf des Reststücks der Bergstrecke konnte nun gemeinsam mit dem Verein Erzbergbahn eine Lösung erreicht werden, die sich sehen lassen kann. Sämtliche Infrastrukturanlagen inklusive der umfassenden Heizhausanlagen in Vordernberg Süd stehen nun dem Museumsbetrieb uneingeschränkt zur Verfügung, der bereits 2015 wieder aufgenommen werden soll.

Der Verein Erzbergbahn bedankt sich bei Allen die zum Erhalt der Erzbergbahn beigetragen haben und wüscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Glück Auf!