Bodenfreiheit einer Strassenbahn?

9 Beiträge
06.01.2004, 16:26#1
Hallo Strassenbahnfreunde!

Es gibt mal wieder etwas zum Lachen aus der Kronen-Zeitung ! Heute steht im Wien-Teil der Krone auf Seite 21 folgender Kurzbericht.

Fahrgäste klagen über Niederflur-Bim

Die Kehrseiter der Einstiegshöhe in Niederflur-Bims machte sich laut Klagen von Fahrgästen am Montag bemerkbar. Im tiefen Schnee sei der "ULF" langsamer. Die Wiener Linien meinen, durch das höhere Gewicht sollte es keine Probleme geben.

Quelle: Kronen-Zeitung / 06.01. 2004

Äusserst diplomatische Antwort der WL!

Tja, aber zum gegensatz zu den E2-c5 und E1-c3 waren sie alle unterwegs und sind gefahren. Ist Euch eine ULF-Entgleisung von gestern bekannt? Leider kann man das von unseren Altfahrzeugen nicht sagen. Auf Grund der Schneelage, und teilweise Unbewältigbarkeit von starken Steigungen (z.B. Wildgansberg) der E2 wurden sogar E1 auf der Linie 18 eingesetzt. Heute waren sogar Solo E2 am 18er unterwegs! Würde sagen wenn in der Nacht zum Montag die Schneeräumung der Haltestellen bei den WL funktioniert hätte wäre auch das kein Problem gewesen! Somit wäre auch das vereisen des Wagenbodens in den Türbereichen, und der dadurch verursachten Türstörungen zu verhindern gewesen.

Nun zur Bodenfreiheit von Strassenbahnen!

Alle Drehgestellfahrzeuge haben einen Max. Abstand von 7,5 cm von der Bahnräumerunterkante (BUK) zur Schienenoberkante (SOK). Dieser Bahnräumer dient zum Schutz der Getriebe- / Motoreinheit vor Fremdkörpern. Bei Rädern knapp vor der Abnützungsgrenze ist BUK und Getriebe- / Motorunterseite eine Linie. Das heisst, irgent wann ist so viel gepresster Schnee unter dem Drehgestell das diese Fahrzeuge auf dem Schnee aufreiten könnten und Entgleisen, wie Gestern ja ein paar Mal passiert. Der ULF hat jedoch im Winterniveau 22 cm durchgehende Bodenfreiheit über SOK, also fast drei Mal so viel wie ein E-Typ. Die E - Typen haben den ganzen Schnee vor sich hergeschoben, dadurch dürfte es so viele hengen gebliebene Züge gegeben haben, und dadurch lange Wartezeiten. Warum der ULF langsamer (er war Gestern sicher schneller als anderen Tramways) oder besser gesagt alle Strassenbahnen gestern langsammer unterwegs waren ist auch klar. Die Fahrer sind praktisch im Blindflug gefahren, denn Schienen waren keine zu sehen. Diese Leute Sind wirklich zu Bewunder wie sie Ihren Weg und ihre Strecken kennen. Schweiffr zwar jetz vom Thema ab, aber sollte auch mal gesagt werden! An dieser Stelle ein grosses Kompliment an das Fahrpersonal der WL, den gestern war es ganz sicher nicht leicht den richtigen Weg zu finden.

Was meint Ihr zu diesem Thema würde mich über Zahlreiche Antworten freuen! Vielleicht veirrt sich auch der schreiber des Krone-Artikel auf diese Seite dann hat er hier eine technische Erklärung warums nicht schneller ging.

MfG

XILEF

P.S.: Kau mas dena Weana eigantlich recht mochn? Na, weu zum Raunts finds und haums imma wos, de oidn Grandscheam!
06.01.2004, 17:08#2
Hi!

Wohin soll man sonst den ganzen Schnee geben?
Man gibt ihm auf die Seite der Fahrbahn.
Und wenn man dadurch "Wetterbedingt" über einen Schneehaufen steigen muss, stirbt man ja nciht gleich, oder?

Es gibt einige solche Leute die sich gleich wegen jeden Schas aufregen müssen.

Die sollen sich mal den bhf. fav. anschauen. Die haben den Schnee auf ca. 3 Meter haufen gegeben, weil sie nicht gewusst haben, wohin damit! :-)

SG Markus
06.01.2004, 17:56#3
Das der Ulf teilweise schneller unterwegs war liegt auch an der technik. Aber man soll nicht sagen die andern waren langsamer. Am O-Wagen sans ned grad langsam gfahrn.
kleines beispiel für gestern:

ULF 602 Tür 1+2 deffekt (abgsperrt) --> L67
E1 4842 Tür 4 deffekt. (schließt nicht) --> L6
ebenfalls bei diesem Zug die 1 Beiwagen Tür def.

und das ist nur ein kleiner auszug von gestern!
Also haben so ziemlich beide gelitten, ULF und E1 bzw. E2.
Bey Martin
06.01.2004, 17:59#4
Servas!

Stimmt! Am 67-er wars ja super! Der Fahrer hat schon den ganzen leuten nach hinten gewinkl zur 3-er Tür! :))


SG Markus
06.01.2004, 18:09#5
Guten Abend!

Bin selbst in einem c3 gesessen bei dem die T1 zugesperrt war! Bis zur oberkannte Fussboden waren die Tritstufen voll mit Schnee. Ist aber kein Wunder, Pulverschnee kommt durch die feinste Ritze und in Verbindung mit Fahrtwind eine tolle Mischung für exponierte Lagen.

Am Abend bin ich dann mit 601 nach Hause gefahren, aber nicht weit! Dann hat der Fahrer die rote Türkontrolle nicht mehr weggebracht. Ursache war das Eis im einstiegsbereich der T2. Die Türflügel haben nicht mehr richtig schliessen können, die Türe ist immer wieder aufgegangen.

MfG

XILEF
06.01.2004, 18:33#6
Hallo

Hab gestern auch am 15A eine defekte Tür gesehen.
06.01.2004, 18:54#7
Also eines will ich gar nicht wissen. Wie es auf der U6 zugegangen ist. Ist ja so auch uuur störungsanfällig.

Bey Martin
06.01.2004, 18:55#8
Link
Hallöchen!

habe inen Link gefunden mit einen Bericht davon!
(Ulf und deren Beschwerden!

HIER DER LINK


SG Markus
07.01.2004, 00:08#9
Hallo,

bin gestern mit einigen ULFen mitgefahren, es gab eigentlich nie Probleme. Zweimal musste etwas Schnee von den Türsensoren weggeputzt werden, aber das wars.
Das einzige was mir aufgefallen ist, dass bei der vierten Tür von vorne beim allerneuesten B 672 von innen kein Betätigen des Türsensors zum Öffnen möglich war, nachdem der aber erst seit 5 Tagen oder so in Betrieb ist, ist das Problem eher woanders zu suchen.

LG
Alex