Innere Aspangbahn

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12.08.2012, 19:09#1
In der gestrigen Ö1-Radiosendung "Diagonal" zum Thema "Entschleunigung" war auch ein Beitrag über die Innere Aspangbahn zu hören:

7 Tage nachzuhören auf ----> http://oe1.orf.at/ -> 7 Tage Ö1 -> Samstag -> Diagonal (17.09 Uhr) -> Beitrag ca. ab Minute 26:30.

Zitat von http://oe1.orf.at/programm/309814#
Auf der Suche nach der verlorenen Fahrzeit
Die Aspangbahn ist kein Nostalgiezug, obwohl schon etwas Wehmut aufkommen kann, wenn kaum mehr einer sie nutzen will. Dabei fegt sie mit einem Tempo von 40 Stundenkilometern an den vor sich hin stauenden Autos auf der Südautobahn vorbei. Geschwindigkeit ist eben relativ.
13.08.2012, 09:34#2
Unverständlich, warum man die innere Aspangbahn so verkommen lässt! Deren Ausbau wäre eine ideale Alternative zum täglichen Autowahnsinn! Aber nein, da baut man lieber um -zig Millionen eine Umfahrung Theresienfeld. (Ich weiß, dass der Ort nicht an der Aspangbahn liegt - aber die Umfahrung dient ja als Zubringer nach Wr. Neustadt, und die innere Aspangbahn könnte diese Funktion auch erfüllen.)
13.08.2012, 17:19#3
Unverständlich, warum man die innere Aspangbahn so verkommen lässt! Deren Ausbau wäre eine ideale Alternative zum täglichen Autowahnsinn! Aber nein, da baut man lieber um -zig Millionen eine Umfahrung Theresienfeld. (Ich weiß, dass der Ort nicht an der Aspangbahn liegt - aber die Umfahrung dient ja als Zubringer nach Wr. Neustadt, und die innere Aspangbahn könnte diese Funktion auch erfüllen.)
Richtig, vor allem wäre eine Beschleunigung aufgrund der weitgehend geraden Streckenführung relativ leicht möglich (Oberbau herrichten und Eisenbahnkreuzungen sichern).
13.08.2012, 17:25#4
innere Aspangbahn
Oder sogar elekrifizieren und mit leichten und schnellen Triebwagen (zB 4855) die Strecke bedienen. Ausserdem könnte sie dann leicht als Ersatzstrecke dienen wenn man mal auf der Südbahn oder Pottendorferlinie nicht fahren kann!
13.08.2012, 18:11#5
Richtig, vor allem wäre eine Beschleunigung aufgrund der weitgehend geraden Streckenführung relativ leicht möglich (Oberbau herrichten und Eisenbahnkreuzungen sichern).

Die Sicherungsanlagen müssen auch noch umfassend erneuert und modernisiert werden.


Ausserdem könnte sie dann leicht als Ersatzstrecke dienen wenn man mal auf der Südbahn oder Pottendorferlinie nicht fahren kann!

Und wie oft kommt es vor, dass beide Strecken nicht befahrbar sind?


Oder sogar elekrifizieren und mit leichten und schnellen Triebwagen (zB 4855) die Strecke bedienen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich lohnt die Strecke zu elektrifizieren um dann mit dem Zwergerltriebwagen durch die Gegend zu fahren. Bis nach Guntramsdorf-Kaiserau würde die Elektrifizierung immerhin noch Sinn machen aber sonst ...
13.08.2012, 18:25#6
Zwergerltriebwagen
Also den 4855 als Zwergerltriebwagen zu bezeichnen halte ich für ein wenig gewagt! Der ist mindestens so groß wie ein 5047!
13.08.2012, 19:07#7
Bei der inneren Aspangbahn müssen wir schon froh sein, wenn sie nicht eingestellt wird. Das derzeitige Angebot ist unattraktiv und vergrault auch noch die letzten Fahrgäste. Hier gehört zumindest tagsüber an Werktagen ein Stundentakt her sowie eine durchgehende Verbindung zum Hauptbahnhof.
Leider habe ich den Pessismus, zu prophezeien, dass es auf dieser Strecke 2020 keine PV mehr gibt.
13.08.2012, 19:17#8
Oder sogar elekrifizieren und mit leichten und schnellen Triebwagen (zB 4855) die Strecke bedienen. Ausserdem könnte sie dann leicht als Ersatzstrecke dienen wenn man mal auf der Südbahn oder Pottendorferlinie nicht fahren kann!


Eine Elektrifizierung ist tatsächlich geplant. Leider widerspricht sich das "Zielnetz 2025" der ÖBB hin und wieder (einerseits sollen 2025 Güter- und Personenzüge über die gesamte innere Aspangbahn fahren, andererseits soll der dortige Regionalverkehr unter Einbeziehung der Regionen überprüft werden), aber folgende Maßnahmen wünscht man sich seitens der ÖBB:

  • Errichtung einer Schleife vom Bahnhof Maria Lanzendorf zum Bahnhof Achau der Pottendorfer Linie
  • vom Zentralverschiebebahnhof bis dorthin Elektrifizierung
  • außerdem Anhebung der Streckenklasse auf D4


Die Finanzierung dieser Maßnahmen ist derzeit ungeklärt. Beim Abschnitt zwischen Maria Lanzendorf und Sollenau sind eventuell Bahnsteigmaßnahmen vorgesehen, was auch immer das heißen soll.
13.08.2012, 21:55#9
Das derzeitige Angebot ist unattraktiv und vergrault auch noch die letzten Fahrgäste.

Wirklich ärgerlich ist der SEV von/nach Maria Lanzendorf, aber sonst war das Angebot früher (nicht mal zur Zeiten des NAT) besser. In den 70er-Jahren gab es sogar noch weniger Züge.


Also den 4855 als Zwergerltriebwagen zu bezeichnen halte ich für ein wenig gewagt! Der ist mindestens so groß wie ein 5047!

Wenn man allerdings den Aufwand betreibt und die Strecke von oben bis unten modernisiert und das Fahrplanangebot verdichtet, wäre der 4855 wohl von der Kapazität her zumindest in der HVZ eine schlechte Wahl. Und wenn man durch die rosarote Brille schaut und die Strecke im Jahr 2020 in diesem Zustand wäre, wäre es wohl eine Zumutung für die Fahrgäste wenn das Fahrzeug nicht barrierefrei ist (vom Fahren her ist der Triebwagen super in punkto Fahrkomfort und Beschleunigung - keine Frage!).


Beim Abschnitt zwischen Maria Lanzendorf und Sollenau sind eventuell Bahnsteigmaßnahmen vorgesehen, was auch immer das heißen soll.

Außerdem plant man die Strecke auf vereinfachten Fernbedienbetrieb umzustellen.
14.08.2012, 09:34#10

Wenn man allerdings den Aufwand betreibt und die Strecke von oben bis unten modernisiert und das Fahrplanangebot verdichtet,



Der Aufwand wäre im Verhältnis zum Nutzen durchaus gerechtfertigt! Vor allem, wenn man die Kosten (für den Steuerzahler) in Relation zu diversen neuen Umfahrungen setzt genauso wie die Kosten des einzelnen Autopendlers entlang der Bahn für Sprit, Parkgebühren etc. zum Zeitkartenaufwand.
14.08.2012, 09:48#11

Wenn man allerdings den Aufwand betreibt und die Strecke von oben bis unten modernisiert und das Fahrplanangebot verdichtet,
Der Aufwand wäre im Verhältnis zum Nutzen durchaus gerechtfertigt! Vor allem, wenn man die Kosten (für den Steuerzahler) in Relation zu diversen neuen Umfahrungen setzt genauso wie die Kosten des einzelnen Autopendlers entlang der Bahn für Sprit, Parkgebühren etc. zum Zeitkartenaufwand.
Fragt sich, wie Aufwand unf Nutzen ermittelt werden...
14.08.2012, 23:46#12
Bis nach Guntramsdorf-Kaiserau würde die Elektrifizierung immerhin noch Sinn machen aber sonst ...
Wenn schon, dann gleich die gesamte Strecke. Vor Einführung des SEV zwischen Wien und Maria Lanzendorf war die Auslastung gar nicht einmal so schlecht. Morgens Pendlerverkehr nach Wien, nachmittags/abends von Wien, zu Mittag Schülerverkehr von Wiener Neustadt aus und dazwischen auch immer wieder Lokalverkehr für ein oder zwei Stationen. Seit dem SEV ist die Auslastung katastrophal.
Wirklich ärgerlich ist der SEV von/nach Maria Lanzendorf, aber sonst war das Angebot früher (nicht mal zur Zeiten des NAT) besser.
Doch, den Samstagsverkehr hat man ganz gestrichen.
15.08.2012, 09:40#13


. Seit dem SEV ist die Auslastung katastrophal.


Eine Gesetzmäßigkeit, die von der Politik stets ignoriert wird und in einem unübersichtlichen AST- und/oder Ortstaxisystem als letztem "innovativen" Öffi-Angebot mündet, bis auch dieses eingestellt wird.Gleichzeitig jedoch steigt der Autoverkehr und erfordert teure Umfahrungen. Siehe Zwettl oder den "Abstieg" der FJB seit dem Ausbau der B 4 usw.
05.10.2012, 07:52#14
Die Auslastung war aber genau genommen noch nie wirklich berauschend.
Daß man die Strecke aber mutwillig in Lanzendorf abwürgt, ist nur klare Fortführung der PV-Strategie. Bestes Beispiel hierfür war die Unterbrechung der NÖ Südwestbahn Leobersdorf-St.Pölten.
Auf der EWA ist jedenfalls die Zeit seit langem schon stehen geblieben. In der Betriebsführung muss die Strecke ja eine der absolut teuersten sein, zumal hier noch zahlreiche Fahrdienstleiter im Einsatz sind.

Wenn man wollte, könnte man aus der Strecke durchaus noch etwas machen - einige Stationen müssten zwar verlegt und/oder modernisiert werden, man bräuchte vernünftige Intervalle und man müsste die Streckengeschwindigkeit endlich anheben.
Aber wie man weiß, geht die NÖ Landesregierung in Sachen ÖPNV eindeutig den Weg Richtung Bus. Die Regionalbahnen werden - bis 2019 ist das Bestehen der derzeitigen Strecken ja gesichert worden - wohl ab 2020 den nächsten Kahlschlag erleben.
05.10.2012, 09:11#15
In der Betriebsführung muss die Strecke ja eine der absolut teuersten sein, zumal hier noch zahlreiche Fahrdienstleiter im Einsatz sind.

Kann mir vorstellen, dass die Hausruckbahn noch teurer sein muss aufgrund der zahlreichen Schrankenwärter und dort gibt es nicht mal mehr einen Güterverkehr im Gegensatz zur doch recht dicht befahrenen Inneren Aspangbahn.
06.10.2012, 00:19#16
Die Auslastung war aber genau genommen noch nie wirklich berauschend.
In der Hauptverkehrszeit hab ich vor einigen Jahren durchaus gut besetzte Triebwägen erlebt.
18.10.2012, 10:07#17
Ist aber schon lange Geschichte - und v.a. betraf das in erster Linie nur einen Teil der gesamten Strecke.
Bin einge Male einfach aus Komfort-Gründen mit der EWA zum Südbahnhof gefahren, weil die 5x47er das letzte verbleibende komfortable Nahverkehrsfahrzeug darstellen und da war die Auslastung morgens bzw. Nachmittags eher dürftig und mit den "Zielvereinbarungen" des Zielnetz 2025+ in keinster Weise zu vereinen.

Nichts desto trotz:
durch eine Ertüchtigung der Strecke, Verlegung und Neuerrichtung von Haltestellen könnte man mit etwas Willen was aus der Strecke machen.
Könnte, wohlgemerkt.
18.10.2012, 13:25#18
Ich bin voll deiner meinug 5047.090! Man braucht nichts verlegen, sondern nur neue Haltestellen einrichten!
19.10.2012, 11:54#19
War schon länger nicht mehr unterwegs dort, aber die eine oder andre Hst liegt schon etwas abseits und könnte durch Verlegung interessanter werden.
19.10.2012, 17:11#20
War schon länger nicht mehr unterwegs dort, aber die eine oder andre Hst liegt schon etwas abseits und könnte durch Verlegung interessanter werden.

Laxenburg-Biedermannsdorf würde mir da eigentlich nur einfallen, da könnte man die Hst. zur Wiener Straße verlegen aber sonst könnte man (ohne eine Streckenverlegung) nicht viel verändern.