Zukunftsvision Vorschläge für U-Bahnrouten

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25.10.2012, 02:31#21
Ohne auf die bisherige Diskussion einzugehen:

Was haltet ihr von einer Gabelung der Linie U4 bei Hietzing? Ein Arm weiter nach Hütteldorf und ein neuer Arm nach Speising. Meinen Beobachtungen nach steigen 80% der 60er Fahrgäste in die U4 Richtung Zentrum um. Für diese würde dann der Umsteigezwang entfallen. Da es dann kaum Sinn machen würde den 60er auf dem parallelen Stück zu betreiben würde man diesen bis Speising kürzen und könnte ersatzweise Busse über Teile der Strecke, von Speising oder davor aus über Ober- oder Unter Sankt Veit, in den 14ten Bezirk schicken.

Damit hätte man 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
- geringe Auslastung der U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing relativiert sich.
- Die Relation Speising - Innenstadt wird besser bedient (Umsteigen entfällt)
- UND es gäbe endlich brauchbare Querverbindungen zwischen 13 und 14 Bezirk.

Mir ist übrigens klar, dass das vermutlich nie realisiert werden wird, da es Geld kosten würde und es "eh auch so geht". Verlockend finde ich die Idee aber allemal.
25.10.2012, 07:12#22
Verlockend finde ich die Idee aber allemal.

Ich finde eine andere Idee viel verlockender und auch günstiger: Wir verlängern den 60er über die Mariahilfer Straße bis zum Ring! :daumenhoch:

(Wenngleich das leider utopisch ist.)
25.10.2012, 08:04#23
Verlockend finde ich die Idee aber allemal.

Ich finde eine andere Idee viel verlockender und auch günstiger: Wir verlängern den 60er über die Mariahilfer Straße bis zum Ring! :daumenhoch:

(Wenngleich das leider utopisch ist.)

Und ziemlich sinnlos - als durchgehende Linie nämlich! Oder glaubst du tatsächlich, jemand tut sich den 60er von Rodaun bis z.B. Neubaugasse an?
25.10.2012, 09:31#24
Und ziemlich sinnlos - als durchgehende Linie nämlich! Oder glaubst du tatsächlich, jemand tut sich den 60er von Rodaun bis z.B. Neubaugasse an?
Warum nicht? Vergleichen wir einmal die Fahrzeiten auf der Strecke Rodaun - Neubaugasse (laut WL-Fahrplanauskunft).

Derzeit:
00:38 mit Postbus / S-Bahn / U6 / U3 -- diese Verbindung funktioniert allerdings nur zwei mal pro Stunde
00:45 mit 60 / U4 / U6 / U3
Dazwischen gibt es auch noch andere Kombinationen, die Fahrzeit schwankt zwischen 00:41 und 00:48. Alle haben allerdings gemeinsam, dass mindestens 2x Umsteigen notwendig ist.

Straßenbahn:
60 Rodaun - Hietzing 00:25
58 Hietzing - Westbahnhof 00:13

Schlagen wir noch fünf Minuten für die Strecke Westbahnhof - Neubaugasse drauf, kommen wir also auf eine Gesamtfahrzeit von 00:43 für Rodaun - Neubaugasse. D.h. die Verbindung ist im Durchschnitt gleich schnell wie (EDIT: oder schneller! als) die derzeitige "Normalverbindung", allerdings ohne Umsteigen! Da sind etwaige Optimierungspotenziale bei der Straßenbahn noch gar nicht eingerechnet.

Ich denke, dass das durchaus eine attraktive Verbindung wäre.

EDIT: "oder schneller" eingefügt :-)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von bes (25.10.2012, 09:37)
25.10.2012, 09:43#25
Gewonnen! :)
Allerdings halte ich die Netzwirkung der U4 (wenn sie denn fährt ;) ) für besser!
25.10.2012, 09:53#26
Ohne auf die bisherige Diskussion einzugehen:

Was haltet ihr von einer Gabelung der Linie U4 bei Hietzing?
Es ist - zumindest derzeit - technisch nicht möglich, in Wien U-Bahn-Strecken zu gabeln. Dein Vorschlag ist daher undurchführbar.
25.10.2012, 18:36#27
- geringe Auslastung der U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing relativiert sich.
Das sind eher urbane Mythen - die Auslastung ist nicht so gering... auch nicht bei der U6 Süd. Es trifft vielleicht um die Mittagszeit und teilweise an Wochenenden zu. Manche behaupten dasselbe ja sogar über die U3 in den Bereichen Simmering und Ottakring, auch wenn es vollkommen falsch ist.
06.11.2012, 14:21#28

Was haltet ihr von einer Gabelung der Linie U4 bei Hietzing? Ein Arm weiter nach Hütteldorf und ein neuer Arm nach Speising. Meinen Beobachtungen nach steigen 80% der 60er Fahrgäste in die U4 Richtung Zentrum um. Für diese würde dann der Umsteigezwang entfallen. Da es dann kaum Sinn machen würde den 60er auf dem parallelen Stück zu betreiben würde man diesen bis Speising kürzen und könnte ersatzweise Busse über Teile der Strecke, von Speising oder davor aus über Ober- oder Unter Sankt Veit, in den 14ten Bezirk schicken.

Geht's dir noch gut? Den 60er am Abschnitt Speising - Hietzing einstellen und durch flexible Autobusse ersetzen? :wacko: Die Gleise in der Lainzer Straße müssten zudem sowieso als Betriebsstrecke erhalten bleiben, denn sie sind eine betriebsnotwendige Verbindung zwischen RDH und SPEIS.

P.S. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich aus diesem Kuriositätenkabinett schon längere Zeit weitgehend heraushalte.
07.11.2012, 11:31#29
Es ist - zumindest derzeit - technisch nicht möglich, in Wien U-Bahn-Strecken zu gabeln. Dein Vorschlag ist daher undurchführbar.
Jetzt ganz ohne Polemik: Woran liegt eigentlich die "derzeitige technische Unmöglichkeit"? Habe das schon oft gehört, aber noch nirgends eine technische Erklärung gefunden. Fast überall in der Welt funktioniert das, nur bei uns nicht? Und wenn dem so ist, warum macht man dann bei der U1 Verlängerung Vorarbeiten für eine spätere Abzweigung nach Rothneusiedl? ?(
07.11.2012, 12:15#30
Ich glaube das liegt einfach am Trauma der Wiener Linien. Das hat man vor vielen Jahren schon einmal versuchen. Dabei war das ganze schlecht vorbereitet und die technischen/baulichen Gegebenheiten waren auch nicht optimal. Ich denke würde man heute einen neuen Versuch starten, sähe die Sache ganz anders aus. Technisch ist das alles machbar. Hard- und Software kann ja immer angepasst werden. Und wie schon gesagt, in vielen anderen Ländern funktionieren Liniengabelungen einwandfrei.

@ Clemens: Vielleicht hältst du dich besser deswegen aus solchen Themen heraus, weil niemand Lust haben wird auf so ein Posting zu antworten...
07.11.2012, 13:25#31
@ Clemens: Vielleicht hältst du dich besser deswegen aus solchen Themen heraus, weil niemand Lust haben wird auf so ein Posting zu antworten...

Allein, dass er Recht hat.
07.11.2012, 13:54#32
Mit der Betriebsstrecke ja. Der Rest des Postings ist entbehrlich.
Das mit der Betriebsstrecke ist ja durchaus ein berechtigter Kritikpunkt, aber durch den Ton in dem der Rest des Postings gehalten ist, vergeht mir die Lust auf den Inhalt einzugehen.

EDIT: Posting verlängert
07.11.2012, 14:54#33
Es ist - zumindest derzeit - technisch nicht möglich, in Wien U-Bahn-Strecken zu gabeln. Dein Vorschlag ist daher undurchführbar.
Jetzt ganz ohne Polemik: Woran liegt eigentlich die "derzeitige technische Unmöglichkeit"? Habe das schon oft gehört, aber noch nirgends eine technische Erklärung gefunden. Fast überall in der Welt funktioniert das, nur bei uns nicht?
Ich glaube, das hat mit dem System der bei uns verwendeten LZB zu tun, die nicht damit klarkommt, dass bei einer Verzweigung einer Strecke Züge von dieser Strecke plötzlich "verschwinden" bzw. bei der Vereinigung wieder "auftauchen" würden. Genauer weiß ich es auch nicht, ab bei der Einstellung der im September 1981 nur knapp drei Wochen betriebenen HVZ-Linie U2/U4 wurde das als Grund angegeben.

Zitat
Und wenn dem so ist, warum macht man dann bei der U1 Verlängerung Vorarbeiten für eine spätere Abzweigung nach Rothneusiedl? ?(
Weil sich das politisch gut verkaufen lässt. Mal schauen, welcher Art diese "Vorarbeiten" sind und ob und wie sie ausgeführt werden. Aber vielleicht haben wir ja bis dahin auch eine LZB, die mit Verzweigungen klarkommt... :)
07.11.2012, 15:53#34

Ich glaube, das hat mit dem System der bei uns verwendeten LZB zu tun, die nicht damit klarkommt, dass bei einer Verzweigung einer Strecke Züge von dieser Strecke plötzlich "verschwinden" bzw. bei der Vereinigung wieder "auftauchen" würden. Genauer weiß ich es auch nicht, ab bei der Einstellung der im September 1981 nur knapp drei Wochen betriebenen HVZ-Linie U2/U4 wurde das als Grund angegeben.

Ca. 20 Jahre später hat man das anläßlich von Brückensanierungsarbeiten zwischen Landstraße und Schwedenplatz allerdings wieder für kurze Zeit geschafft und den nördlichen Teil der U4 ab Schwedenplatz übers Gleis 7 zur U3-Station Landstraße (mit Umsteigemöglichkeit zum südlichen U4-Teil) geschickt - zwar IIRC mit längeren Intervallen (Sonntagvormittag?) und Kurzzügen (um kritische Gleisabschnitte schneller freizufahren?), aber doch...

Beste Grüße
VT
07.11.2012, 16:30#35
Ca. 20 Jahre später hat man das anläßlich von Brückensanierungsarbeiten zwischen Landstraße und Schwedenplatz allerdings wieder für kurze Zeit geschafft und den nördlichen Teil der U4 ab Schwedenplatz übers Gleis 7 zur U3-Station Landstraße (mit Umsteigemöglichkeit zum südlichen U4-Teil) geschickt - zwar IIRC mit längeren Intervallen (Sonntagvormittag?) und Kurzzügen (um kritische Gleisabschnitte schneller freizufahren?), aber doch...
Und da wurde mit LZB gefahren?
07.11.2012, 16:56#36
Ich glaube, das hat mit dem System der bei uns verwendeten LZB zu tun, die nicht damit klarkommt, dass bei einer Verzweigung einer Strecke Züge von dieser Strecke plötzlich "verschwinden" bzw. bei der Vereinigung wieder "auftauchen" würden. Genauer weiß ich es auch nicht, ab bei der Einstellung der im September 1981 nur knapp drei Wochen betriebenen HVZ-Linie U2/U4 wurde das als Grund angegeben.
Ich habe mal im "Schienenverkehr aktuell" gelesen, dass das Scheitern der U2/U4 auf die EDV-Konstellation bezüglich der Einfahrtsweiche in die U4 und auf die Schwierigkeit zwischen Langzügen (U4) und Kurzzügen (U2) in der Station Schottenring zurück zu führen war. Das muss natürlich nicht wahr sein. Allerdings ist es mir nicht klar, warum es nicht möglich ist, ein zeitgemäßes EDV Programm so zu modifizieren, dass man auch Streckenabzweigungen protokollieren bzw. updaten kann, dass Linienabzweigungen möglich sind. Wenn ich an London denke wo es das Gleisdreieck bei Aldgate gibt: Circle Line biegt Richtung Tower Hill ab, Hammersmith & Cityline Richtung Whithechapel und die "Basis" dieses Dreiecks bildet die Districtline, dann frage ich mich schon, warum bei uns nicht eine einfache Abzweigung technisch möglich sein soll. Wahrscheinlich fehlt einfach der politische Wille ("Wien ist anders").
07.11.2012, 17:15#37
Ich finde eine andere Idee viel verlockender und auch günstiger: Wir verlängern den 60er über die Mariahilfer Straße bis zum Ring!

(Wenngleich das leider utopisch ist.)
Klingt gut, ist aber nicht einmal utopisch sowie Vorschläge 52 und 58 zum Ring zu verlängern. Fällt unter das Kapitel Träumerei. Wäre das erste mal, dass eine Straßenbahnstrecke in Wien genau über einer bestehenden U-Bahn errichtet würde und noch dazu mit Haltestellen, die den verschiedenen U-Bahn Ausgängen so ziemlich entsprechen. Mein Vorschlag wäre, den 60er zum Westbahnhof zu verlängern und den 10er nach Unter St.Veit zu führen bei gleichzeitiger Einstellung der Linie 58.
07.11.2012, 17:21#38
Dem stimme ich zu. Deswegen wünschte ich mir lieber eine Auflassung der Stammstrecke für den Regional und S-Bahn Verkehr und stattdessen für diese lieber einen Ring in den Aussenbezirken, denn dafür würde ein 2gleisiger Bau reichen. Der Ring existiert ja bei genauerer Betrachtung, egal von welcher Seite man nach Wien reinfährt. Ich finde man sollte den ganzen Schnellbahnverkehr und den Güterverkehr sowieso aus Wien raushalten bzw. so weit wie möglich an die Grenzen halten. Die U-Bahn sollte reichen. Ist aber nur meine persönliche Meinung.

Die einzige gröbere Schwierigkeit sehe ich im Umbau von U6->U4, (Verbreitung der Trasse,Umbau der Stationen....)Aber auch wenn die Idee vllt. unreal wirkt , einen Mischverkehr zw. Strab und U6 finde ich gut...
Seid ihr noch zu retten? :rolleyes:
07.11.2012, 17:30#39
@ Öffi Freund: Bitte vermeinde Mehrfachpostings! Nutze die Möglichkeit mehrere Beiträge zum Zitieren auszuwählen :daumenhoch:
08.11.2012, 19:22#40

[U4-Umleitung ab Schwedenplatz via Gleis 7 zur U3-Station Landstraße im März 1998]
Und da wurde mit LZB gefahren?

Konsultierte Fachzeitschriften gaben diesbezüglich leider nix her. :-(

Beste Grüße
VT