Andalusien und Gibraltar (Nov. 2012)

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30.12.2012, 12:58#1
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Bild 1: Übersichtskarte Spanien mit Hervorhebung Andalusiens (Ansichtskarte)

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Bild 2: Übersichtskarte Andalusien (Ansichtskarte)

In erster Linie wird uns Andalusien wahrscheinlich als der beinahe ewig sonnige Süden Spaniens bekannt sein. Mit einer Fläche von 87.268 km² – davon sind rund 50 % bewaldet – ist alleine diese eine der insgesamt 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens etwas größer als Österreich. Die acht Provinzen Andalusiens (Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga und Sevilla) sowie das Britische Überseegebiet Gibraltar sind der Lebensraum von ungefähr 8,5 Mio. Menschen, die hauptsächlich in der Landwirtschaft (z.B. mehr als 60 Mio. Olivenbäume), in der Forstwirtschaft und im Tourismus tätig sind.

Wie aber ist es um den ÖPNV in diesem Gebiet bestellt? Welche Nahverkehrsmittel stehen zur Verfügung? Sind besondere Vorschriften zu beachten? Wie teuer ist ein Fahrschein? Wie gut ist die Bevölkerung über wesentliche Neuerungen informiert? Warum kann es sein, dass sich mancherorts die Fahrgäste während der Fahrt plötzlich vermehren und sich mit einem Platz. z.B. am Dach oder am Scheibenwischer zufrieden geben?

Antworten auf diese Fragen sollen die folgenden Zeilen geben...

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Bild 3: Vorerst heißt es aber noch Geduld bewahren und bitte kurz warten...

Nachdem sich das Netz des spanischen Eisenbahninfrastrukturunternehmens ADIF (Gesamtlänge 2012: ungefähr 11.000 km Breitspur [1668 mm] und ca. 3.000 km Normalspur) nicht gerade durch eine besondere Dichte auszeichnet, haben auch S-Bahn-Linien zwischen den Städten und ihren Vororten eher Seltenheitswert. Derartige Verbindungen – die von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe Operadora betriebenen Cercanias – verkehren in Andalusien lediglich in den Ballungsräumen Sevilla, Málaga und Cádiz. Zum Einsatz gelangen breitspurige Elektrotriebwagen-Garnituren der Baureihen CIVIA 463-465 sowie 440 und 446 des spanischen Herstellers CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles).

Zu erwähnen ist, dass es seit dem Terror-Anschlag auf mehrere Nahverkehrszüge in Madrid am 11. März 2004 verboten ist, spanische Bahnhöfe sowie Züge zu fotografieren und ich mehrmals beobachten konnte, dass das Sicherheitspersonal sehr genau auf die Einhaltung dieser Vorschrift achtet. Somit kann ich Euch zum Thema Cercanias optisch lediglich nur einen Fahrschein anbieten. Das Ticket sollte man übrigens alleine schon deshalb gut aufbewahren und nach Beendigung der Fahrt griffbereit haben, da nämlich alle Stationen der Cercanias mit elektronisch gesteuerten Bahnsteigsperren ausgestattet sind.

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Bild 4: Cercanias-Fahrschein (Vorderseite)

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Bild 5: Cercanias-Fahrschein (Rückseite)

Damit aber trotz der bescheidenen Gleisverbindungen auch die Erreichbarkeit der Kleinstädte und Dörfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleistet ist, existieren sehr viele Überlandbusverbindungen. So ist es auch kein Wunder, dass praktisch beinahe jede größere Ortschaft über einen zentralen Busbahnhof = estación de autobuses verfügt.

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Bild 6: Wegweiser zum zentralen Busbahnhof (in Torremolinos)

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Bild 7: Beschilderung Busbahnhof (in Ronda)

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Bild 8: Haltestellentafel im zentralen Busbahnhof von Torremolinos

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Bild 9: Überlandbus der Linie M120 zwischen Torremolinos und Fuengirola (Betreiber: Portillo)

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Bild 10: Ein weiteres von 155 Fahrzeugen der Fa. Portillo, die an der Costa del Sol 75 Linien betreibt und jährlich rund 16 Millionen Passagiere befördert.

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Bild 11: Überlandbus der Fa. Arana in Granada[/i]

Innerhalb der einzelnen Städte und Gemeinden wird das ÖPNV-Bild schätzungsweise zu 99 % ebenfalls von Linienbussen – in denen für gewöhnlich das Fahrgastfluss-Prinzip Anwendung findet (Einstieg = Entrada: Tür 1; Ausstieg = Salida: Tür 2 und [so vorhanden] Tür 3; Rollstuhlrampe: Tür 2) – der jeweiligen Kommune geprägt.

Auffallend ist mitunter, dass man in sehr vielen Ballungsräumen und selbst in kleinen Ortschaften einige Buslinien sieht, vor deren Liniennummer der Buchstabe "C" steht oder deren Fahrtziel "CIRCULAR" lautet. Des Rätsels Lösung ist, dass es sich dabei um als Rundkurse betriebene Linien handelt.

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Bild 12: Bus der Linie C2 in Málaga

Auch in Spaniens Städten besinnt man sich allmählich wieder auf den Einsatz von Schienenfahrzeugen. In Andalusien hat die diesbezügliche Vorreiterrolle Sevilla übernommen, sodass es dort neben dem Autobusnetz nun auch wieder eine Straßenbahn- und sogar eine Metrolinie gibt.

Granada und Málaga bekommen "demnächst" ebenfalls eine U-Bahn. „Wegen der wirtschaftlichen und finanziellen Problematik“ (Originalzitat mehrerer Reiseleiter) gehen die Bauarbeiten jedoch recht schleppend voran. Das erste Teilstück der Metro von Málaga z.B. hätte demnach bereits 2011 eröffnet werden sollen. Der vor Reiseantritt von mir im Internet gefundene Termin (Februar 2013) hat bei den meisten Gesprächspartnern vor Ort für großes Staunen und Kopfschütteln gesorgt, in der Rezeption meines Hotels hat meine Anfrage nach tagelanger Diskussion zum Resultat "perhaps at Christmas 2013" geführt. In der Touristeninformation in Málaga hat man mir erklärt, dass die Stadtverwaltung das Projekt überhaupt eingestellt hätte. Dass es sich bei dieser Behauptung mit ziemlicher Sicherheit um eine Fehlinformation handeln dürfte, merkt man spätestens dann, wenn man die Website www.metrodemalaga.info aufruft. Eingestehen muss ich allerdings, dass ich von der spanischen Sprache leider kaum ein Wort verstehe, wenn ich aber die Google-Übersetzung richtig interpretiere, dann scheint die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts derzeit tatsächlich für das Jahresende 2013 geplant zu sein.

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Bild 13: Metro-Baustellen-Schild in Málaga

Vergleicht man die Tarifmodelle der einzelnen Gemeinden bzw. Städte, stellt man fest, dass der Preis für einen Einzelfahrschein zwischen € 1,15 und € 1,30 beträgt und für eine Monatskarte ca. € 34,-- - € 41,-- (Studenten: € 25,-- - € 30,--) zu entrichten sind. Unter Verwendung einer – zumeist – aufladbaren Mehrfahrtenkarte (mindestens 10 Fahrten) ist für die Einzelfahrt mit ungefähr € 0,66 - € 0,80 (Studenten: € 0,30 - € 0,53) zu rechnen. Für Senioren sind die öffentlichen Verkehrsmittel zumindest in den Städten Córdoba, Granada, Málaga und Sevilla – so sie dort ihren Hauptwohnsitz haben – gratis.

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Bild 14: Tarifübersicht (Granada)

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Bild 15: Fahrkarten und Tarife in Málaga

Damit die Koordination des öffentlichen Verkehrs in Andalusien, aber auch die Organisation sowie die Abwicklung der innerbetrieblichen Abläufe der einzelnen Leistungserbringer optimiert werden können, ist das Konsortium Transportes Públicos de Andalucía gegründet worden. Außerdem soll es eine effiziente Umsetzung diverser Projekte (z.B. Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen und anderen sauberen erneuerbaren Energiequellen oder Ankauf und gemeinsame Nutzung von IT-Systemen) erleichtern. Die Fahrgäste profitieren aus der Vorgabe, dass ein sicherer, umweltfreundlicher, moderner, barrierefreier sowie bequemer Fuhrpark zur Verfügung zu stellen ist.

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Bild 16: "Öffentliche Verkehrsmittel Andalusiens"

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Bild 17: "Verkehrsbetriebe-Konsortium im Gebiet von Málaga"

Zwei Wochen durfte ich in Andalusien verbringen. Die Zeit, in der ich mich neben der Besichtigung der kulturellen Sehenswürdigkeiten dem öffentlichen Verkehr widmen konnte, hat – nicht nur wegen des Generalstreiks am 14. 11. (an diesem Tag waren zumindest in der Provinz Málaga die Öffis am Nachmittag übrigens sehr wohl, allerdings ziemlich eingeschränkt [SERVICIOS MÍNIMOS] unterwegs) – aber trotzdem nur für grobe Einblicke gereicht. Und da meine eigens für die fpdwl gestaltete Reportage deshalb keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, ist dieser Bericht eher unter der Devise "Tapas (quasi Häppchen) des ÖPNV Andalusiens" zu verstehen.

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Bild 18: Der nächste Bus (hier in Granada) ist bereits unterwegs...


Córdoba:

Rund 330.000 Einwohner leben in jener Stadt, deren berühmtestes Bauwerk – La Mezquita = die im Stadtzentrum stehende Heilige Kathedrale in der Moschee von Córdoba, die mit einer Grundfläche von mehr als 23.000 m² als einer der größten Sakralbauten weltweit gilt – scharenweise Touristenströme anzieht.

Auf 14 Linien innerhalb der Stadt und 6 Überlandlinien sind insgesamt 115 Busse, seit dem heurigen Februar auch 3 Hybrid-Fahrzeuge, des gemeindeeigenen Unternehmens AUCORSA (www.aucorsa.es)im Einsatz.

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Bild 21: Haltestellentafel in Córdoba

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Bild 23: Fahrpläne der Linien 12 und 14

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Granada:

Ein Begriff, der mit dieser 240.000 Einwohner (davon ca. 60.000 Studenten) zählenden Stadt, die auf einer Seehöhe von 685 m unterhalb der Gipfel der Sierra Nevada liegt, untrennbar verbunden ist: Alhambra! Wer das berühmte Wahrzeichen besichtigen möchte, sollte die Eintrittskarte bereits im Vorhinein (z.B. im Internet) bestellen bzw. einen organisierten Tagesausflug so zeitig wie nur möglich buchen, da pro Tag maximal nur 7.700 Besuchern Einlass gewährt wird. Außerdem ist absolute Pünktlichkeit unerlässlich, ansonsten verfällt das Ticket! Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Alhambra mit den Linienbussen 30 und 34 erreichbar.

Hauptverantwortlich für die Leistungserbringung des ÖPNV in Granada ist seit 5 Jahrzehnten das 1957 gegründete Unternehmen Transportes Rober (www.transportesrober.com), das in seinen Anfangsjahren in Madrid Fuß fassen wollte und heute voller Stolz auf rund 35 Millionen Passagiere sowie auf 150 Busse, die auf 28 Linien unterwegs sind, verweist.

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Bild 29: Haltestelle mit Wartehäuschen in Granada

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Bild 33: Linienübersichtsplan

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Bild 37: Fahrgastinformationsanzeige in einem Wartehäuschen

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Bild 38: Haltestelle des Flughafenbusses

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Bild 39: Flughafenbus (Betreiber: Fa. J. Gonzalez)

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Bild 40: Spät, aber doch: Herzliche Grüße an unseren Webmaster!


Málaga:

Einer der größten Flughäfen Spaniens, auf dem die meisten Costa del Sol- bzw. "Costa del Golf"-Urlauber landen, ein bedeutender Seehafen, ein mindestens ebenso wichtiger Kopfbahnhof für Hochgeschwindigkeitszüge aus Madrid und Córdoba, die Cercanias C1 und C2, eine moderne estación de autobuses (dort bekam dann ich "NO PHOTOS!" zu hören) und Autobahnanschlüsse aus dem Norden, dem Nordosten und dem Südwesten garantieren, dass viele verschiedene Wege nach Málaga führen.

Um nur eine Persönlichkeit – die auf andere Art und Weise wohlbehalten in Málaga angekommen ist und 10 Jahre dort gelebt hat – zu nennen, sage ich nur: Pablo Picasso. Es war der 25. Oktober 1881, als er in der von den Gebirgen Sierra de Mijas und Montes de Málaga umgebenen Stadt am Mittelmeer das Licht der Welt erblickt hat.

Als er 3 Jahre alt war, wurde ein Unternehmen gegründet, das den derzeit ca. 570.000 Einwohnern nun unter dem Namen EMT (www.emtmalaga.es) geläufig ist. Damals hat es bis zu 17 Maultier-Straßenbahnlinien, die zwischen 1903 und 1907 elektrifiziert und nach mehreren Erweiterungen und wirtschaftlichen Krisen 1961 eingestellt worden sind, betrieben. Heute – 85 Jahre nach Anschaffung der ersten Autobusse – setzt es auf den 41 städtischen Buslinien (davon 3 Nachtlinien) 242 Fahrzeuge ein.

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Bild 43: Liniennetzplan

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Bild 46: Haltestellentafel in Málaga

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Bild 49: Wartehäuschen und FGI

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Bild 52: Fahrplanaushang (Linie 20)

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Bild 55: Netzplan der Nachtbuslinien


Sevilla:

Die rund 705.000 Einwohner zählende Hauptstadt Andalusiens liegt an den beiden Ufern des Guadalquivir und war nach der Entdeckung Amerikas lange Zeit eine der bedeutendsten Hafenstädte Europas. Örtliche Tourismusmanager bezeichnen sie sehr gerne als das Herz der andalusischen Kultur, als Zentrum des Stierkampfs oder als Flamenco-Heimat.

Sevilla ist aber auch jene Stadt, in der Christoph Kolumbus seine Expedition, die ihn eigentlich nach Indien hätte führen sollen, bis ins letzte Detail geplant hat und in der er 1506 bestattet worden ist. Seine letzte Ruhe hat der Seefahrer damals allerdings noch lange nicht gefunden. 36 Jahre nach seinem Tod hat man seine sterblichen Überreste auf Wunsch seines Sohnes nämlich nach Santo Domingo und 1795 schließlich nach Kuba (Havanna) überführt. 1898 wurden seine Gebeine (bzw. Teile davon) wieder zurück in die größte gotische Kirche der Welt ( = Santa María de la Sede), die auch als "Kathedrale von Sevilla" ein Begriff ist, überstellt. Erreichbar ist sie – so wie übrigens auch die meisten anderen Sehenswürdigkeiten der Altstadt – mit der Autobuslinie C5.

Ganz in der Nähe konnte ich während meines Sevilla-Tagesausflugs eine vom Verkehrsbetrieb TUSSAM (www.tussam.es) zusammengestellte Reminiszenz an die 125 Jahre lange Geschichte und Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Sevilla entdecken. Leider hat die Zeit lediglich nur für einige bescheidene Schnappschüsse und das Lesen der Information, dass es gegenwärtig eine Straßenbahn- sowie die im April 2009 eröffnete Metrolinie und im Autobusbetrieb 42 Tages-, 10 Nachtlinien und ca. 400 Fahrzeuge gibt, gereicht.

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Bild 56: Sonderausstellung "125 Jahre öffentlicher Verkehr in Sevilla"

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Bild 57: Blick in die Vergangenheit

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Bild 58: Blick in die Gegenwart

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Bild 59: Bus der Rundkurslinie C4

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Bild 60: "125 Jahre öffentlicher Verkehr in Sevilla"-Folie auf einer Straßenbahn

Bim! Bim! Straßenbahnfreunde, aufgepasst! Seit 28.10.2007 ist auch Sevilla wieder in der Liste der Städte mit Straßenbahnbetrieb vertreten. An diesem Tag wurde der erste Abschnitt der Metro Centro mit der Linienbezeichnung T1 eröffnet. Die 60,5 Mio € teure Verbindung zwischen Plaza Nueva (Zentrum) und dem Autobus-Umsteigeknoten Prado de San Sebastián war 1,3 km lang und hatte 4 Stationen. Als Wagenmaterial dienten Zweirichtungsfahrzeuge der Type Urbos 2 (Spurweite: 1435 mm) des Herstellers CAF.

Als im Frühjahr 2011 die Strecke um rund 900 m verlängert und auch die neue Endstation San Bernardo ihrer Bestimmung übergeben worden ist (weitere Verlängerungen sind geplant), wurden die Urbos 2 in den Dienst der Metro gestellt und durch 5 CAF Urbos 3 ersetzt.

Die 275 Fahrgästen Platz bietenden Niederflurfahrzeuge – meistens sind sie im 7-Minuten-Intervall unterwegs – bestehen aus 5 Modulen, sind 31 m lang, können eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erreichen und nutzen auch die Bremsenergie. Als wichtigstes Merkmal dieser Serie ist jedoch die ACR-Akku-Ausstattung (Acumulador de Carga Rápida) zu nennen, sodass zwischen den einzelnen Stationen – in denen werden nämlich während des Fahrgastwechsels die Akkus aufgeladen – die Oberleitung abgebaut werden konnte.


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Bild 61: Einfahrt in die Endstation Plaza Nueva

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Bild 65: Wartende Fahrgäste in der Station Plaza Nueva

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Bild 69: Die Garnitur mit der Betriebsnummer 301 erreicht die Station Plaza Nueva

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Bild 70: Blick in die Fahrerkabine

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Bild 71: Während der Stehzeit – einigermaßen erkennbar: der Monitor zur Abfertigungskontrolle

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Bild 73: Fahrkartenautomat

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Bild 74: Straßenbahn-Fahrschein (Vorder- und Rückseite)

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Bild 76: Einsteigen, bitte! Achtung, Spalt zwischen Tür und Bahnsteigkante!

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Bild 77: Innenansicht eines Urbos 3

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Bild 78: FGI oberhalb der Türen

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Bild 79: Anzeige der nächsten Station

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Bild 80: Ein letzter Blick ins Wageninnere

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Bild 81: Station Archivo de Indias

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Bild 82: Nochmals Station Archivo de Indias

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Bild 83: Station Puerta Jerez

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Bild 84: Ebenfalls die Station Puerta Jerez


Gibraltar:

Bereits die Anreise am Landweg nach dem unter der (von Spanien bis heute nicht anerkannten) Souveränität des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland stehenden Gibraltar mit seinen ca. 30.000 Einwohnern mag ein wenig abenteuerlich klingen: Sie ist nämlich nur über die weltweit einzige vierspurige Straße, die eine Start- und Landebahn kreuzt, möglich! In Gibraltar stellt man dann – entgegen etwaiger Vermutungen – fest, dass trotz der britischen Oberhoheit die Rechtsfahrordnung gilt.

Mangelt es an Aufmerksamkeit – bzw. erlaubt man seiner Fantasie einige Assoziationen – kann es passieren, dass man für einige Augenblicke an London und an den legendären Routemaster denkt.

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All die verschiedenen roten Busse der privaten Calypso Transport Ltd. sind auf der Linie 5 zwischen dem Marktplatz und der Grenze zu Spanien im Einsatz.

Die restlichen 8 Linien werden von der Gibraltar Bus Company (www.gibraltarbuscompany.gi) – das Tochterunternehmen der Regierung von Gibraltar besitzt 18 Dennis Dart Niederflur-Midibusse (28 Sitzplätze) und 3 Mercedes-Benz Sprinter Minibusse (15 Sitzplätze) – betrieben.

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Schenkt man einer alten Legende Glauben, dann wird Gibraltar so lange unter britischer Herrschaft stehen, bis der letzte Affe den Felsen verlässt. Dazu sei angemerkt, dass Gibraltar der einzige Ort Europas ist, an dem es freilebende Affen (Berberaffe bzw. Magot oder Macaca sylvanus) gibt. Das ist auch der Grund, warum Gibraltar auch "Affenfelsen" genannt wird. Und man kann sich tatsächlich davon überzeugen, dass sich die Affen hier nicht nur pudelwohl fühlen, sondern dass sie auch eine unübersehbare Affinität zu Verkehrsmitteln haben....

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30.12.2012, 13:45#2
Danke für die wunderschöne Reportage!
30.12.2012, 14:20#3
Danke, sehr interessant :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:
30.12.2012, 20:01#4
Vielen Dank für die Reportage! :daumenhoch:
31.12.2012, 12:35#5
Herzlichen Dank für die schöne, informative und professionelle Reportage! Gruß Öffi Freund :daumenhoch: :daumenhoch:
01.01.2013, 23:02#6
Auch von mir herzlichen Dank für diese interessanten Eindrücke aus Andalusien und vorallem aus Gibraltar ! :daumenhoch:
Augenscheinlich ist es noch niemandem aufgefallen, dass der Bus auf Foto Nr. 88 ein ehemaliger Dr.Richard Bus (MAN A21) aus Österreich ist 8o ,
erkennbar an den DR-Sitzbezügen 8-)
Auch die anderen Busse sind sehr interessant. Der Stockbus auf Bild Nr. 87 stammt eindeutig aus Berlin.
Vor ca. 10 Jahren hat es in Gibraltar sogar mal einen Wiener DDH-Stockbus für die Stadtrundfahrten gegeben, ich nehme mal an, dass er nicht mehr
unterwegs ist ;-( Die Homepage mit einem Foto dieses Busses dürfte es nicht mehr geben.
02.01.2013, 20:24#7
Muchas gracias für Eure Reaktionen, über die ich mich sehr freue.

Eingestehen muss ich, dass es mir leider nicht aufgefallen ist, dass es sich bei dem Bus auf dem Bild Nr. 88 um ein ehemaliges Dr. Richard-Fahrzeug handelt. Herzlichen Dank, Gerald, für Deinen Hinweis und auch für die vielen anderen interessanten Informationen.

Da Du mich neugierig gemacht hast und ich es genauer wissen wollte, was es mit dem DDH-Stockbus in Gibraltar auf sich hat, habe ich Google um Rat gefragt. Im "LKW-Stefan Forum" habe ich dann auch einen entsprechenden Beitrag gefunden. Vielleicht ist es ja dieses Bild, an das Du Dich erinnerst?
04.01.2013, 08:38#8
Muchas gracias für Eure Reaktionen, über die ich mich sehr freue.
Da Du mich neugierig gemacht hast und ich es genauer wissen wollte, was es mit dem DDH-Stockbus in Gibraltar auf sich hat, habe ich Google um Rat gefragt. Im "LKW-Stefan Forum" habe ich dann auch einen entsprechenden Beitrag gefunden. Vielleicht ist es ja dieses Bild, an das Du Dich erinnerst?
Gab es eigentlich DDH in anderen Städten außer Wien auch oder war das eine Wiener Spezialität?
04.01.2013, 11:48#9

Gab es eigentlich DDH in anderen Städten außer Wien auch oder war das eine Wiener Spezialität?

In Algier war ein Exemplar eine Zeitlang im Einsatz. (Das Fahrzeug ist später auch nach Wien gekommen, um ein jäh "geköpftes" Pendant zu ersetzen.)

Beste Grüße
VT
04.01.2013, 17:50#10

Gab es eigentlich DDH in anderen Städten außer Wien auch oder war das eine Wiener Spezialität?

In Algier war ein Exemplar eine Zeitlang im Einsatz. (Das Fahrzeug ist später auch nach Wien gekommen, um ein jäh "geköpftes" Pendant zu ersetzen.)

Beste Grüße
VT
Ergänzend dazu möchte ich auf den Band 4 der "Wiener Bustypen" (Autoren: Robert Schwihlik und Dr. Peter Lösch) aufmerksam machen.

In der Einleitung ist auch die Betriebsnummer jenes 1978 gebauten Busses, der probeweise in Algier unterwegs gewesen und vom dortigen Verkehrsbetrieb dann aber doch nicht gekauft worden ist, zu finden: 8336.

Außerdem schreiben die beiden Autoren, dass die in Wien ausgemusterten Busse der Type DDH200/43/16 reges Interesse seitens verschiedener Unternehmen gefunden haben und ihre Karriere im Ausland fortsetzten. Einige Fahrzeuge wurden z.B. etliche Jahre lang in Paris, manche von ihnen – als sie bereits rund 30 Jahre alt waren – dann in Oslo für Stadtrundfahrten genutzt. Andere wiederum dienten in Chicago dem gleichen Zweck. In Valdivia (Chile) hingegen wurden "unsere" Doppeldecker im Werksverkehr einer Schiffswerft eingesetzt.

Nachzulesen ist auch – und hier schließt sich nun wieder der Themenkreis – , dass Verkäufe nach Gibraltar ebenfalls bekannt sind.
04.01.2013, 18:28#11

Nachzulesen ist auch – und hier schließt sich nun wieder der Themenkreis – , dass Verkäufe nach Gibraltar ebenfalls bekannt sind.
Da habe ich mich sichtlich unklar ausgedrückt - ich habe eigentlich gemeint, ob DDH speziell für andere Verkehrsunternehmen angefertigt wurden (also DDH, die nie in Wien im Einsatz waren).
04.01.2013, 22:58#12
Das von mir bereits zitierte Büchlein meint, dass es sich bei den DDH-200/43/16 um eine eigens für die Wiener Verkehrsbetriebe gefertigte Type handelt.

Originalzitat: Das dreitürige Konzept mit der geforderten Passagierzahl von 129 Personen und das Mehrgewicht durch die Flüssiggastanks ließen eine zweiachsige Ausführung des Busses nicht zu. Aus dem 2-achsigen Basismodell, wie es für die Berliner Verkehrsbetriebe gebaut wurde, wurde daher bei ÖAF-Gräf & Stift diese spezielle Ausführung mit 3 Türen und luftgefederter selbstspurender Vorlaufachse entwickelt.

So wie ich es überblicke, scheint damals einzig und allein auch Algier an dieser Fahrzeugtype interessiert gewesen zu sein. Der Probebetrieb hat dann aber dazu geführt, dass man den dort eingesetzten Bus nach Wien geschickt hat.
09.02.2016, 16:40#13
Sevilla
Hier nun Bilder aus Sevilla, wobei ich das Glück hatte sie bei schönem Wetter machen zu können:
Es sind CAF Urbos 3 im Einsatz, die auch mit einer Batterieladung fahren und dies auch tun im oberleitungsfreien Bereich neben der Kathendrale.
Freundlicherweise gab es bei der Haltestelle dort eine Ausstellung mit Bildern der alten Straßenbahn.
Auf der Homepage gibt es auch Bilder eines sehr modernen Schrägseilaufzugs.

mehr Bilder gibt es hier: http://public-transport.net/tram/Sevilla/
Anhänge
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