[PM] Innsbruck: Ausbau der Regionalbahn beschlossen, Kranebitter Allee wird verlegt

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13.03.2013, 16:47#1
Innsbruck: Kranebitter Allee wird verlegt

Der Innsbrucker Stadtsenat hat am Mittwoch den weiteren Ausbau der Regionalbahn beschlossen. Ab 2015 wird die Straßenbahntrasse auf der jetzigen Kranebitter Allee in Richtung Westen weitergebaut. Die Straße wird dann nach Süden verlegt.


Für den weiteren Ausbau der Regionalbahn in Innsbruck Richtung Westen wird die Trassenführung der Kranebitter Allee geändert. Dies beschloss der Stadtsenat am Donnerstag. „Der Trassentausch ist in mehrerlei Hinsicht die beste Lösung“, erklärte die Innsbrucker Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (Die Grünen). Der öffentliche Verkehr und der Radweg würden demnach künftig direkt am Wohngebiet liegen. Die Kranebitter Allee müsse daher nicht mehr überquert werden, um zu den Haltestellen zu gelangen. Eine Mauer entlang der Trasse soll als Schallschutz gegenüber dem Wohngebiet dienen.

Baumbestand wird erneuert
Der nördlich der Kranebitter Allee liegende Baumbestand habe unter dem Verkehr massiv gelitten. Daher soll dieser Teil der Allee erneuert werden. Die Gesamtkosten des Umbaus sollen 10,2 Millionen Euro betragen. Gibt der Gemeinderat Grünes Licht, soll noch heuer mit der Detailplanung begonnen werden. Der Bau der neuen Landesstraße soll im Jahr 2015 erfolgen und Ende 2016 fertiggestellt sein.

Beste Grüße
VT
23.11.2013, 11:02#2
Der Regionalbahn-Ausbau verzögert sich ein wenig:

Überraschende Änderung der Regionalbahn

Die Streckenführung der Regionalbahn in Innsbruck ist seit Freitagnacht wieder fraglich. Im Gemeinderat entschied eine Mehrheit, die Peerhöfe nicht wie geplant von der Regionalbahn anfahren zu lassen. Die SPÖ war dafür aus der Koalition ausgeschert.


Ursprünglich war vorgesehen, dass die neue Regionalbahn die Peerhöfe in ihre Streckenführung aufnimmt und dort auch eine Station hat - mehr dazu in Regionalbahn kommt wie geplant. Eine Bürgerinitiative aus Anrainern kämpft seit Wochen gegen diese Pläne an und hat jetzt offensichtlich mehrere Parteien auf ihre Seite holen können.

Nach einem Bericht der Tiroler Tageszeitung (Samstag-Ausgabe) stimmten SPÖ, FPÖ, Liste Federspiel, Pirat und ÖVP zu später Stunde im Gemeinderat mit 22 Stimmen in namentlicher Abstimmung für ein Aus der Straßenbahnpläne in die Peerhofsiedlung. Das Argument der Befürworter - Für Innsbruck, Grüne und die freie Mandatarin Elfriede Moser - , die Endhaltestelle sei aus der Siedlung bereits herausverlagert, zählte laut Bericht nicht.

Einreichung wird später als geplant stattfinden
Für die weitere Vorgangsweise dürfte der mitternächtliche Gemeinderatsbeschluss zumindest eine Verzögerung bedeuten. Martin Baltes, Chef der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), befürchtet laut TT, dass die Einreichpläne überarbeitet und Konsequenzen für das Gesamtkonzept geprüft werden müssen. Die Verzögerung könnte ein Jahr dauern.

Beste Grüße
VT
24.11.2013, 15:18#3
Anlässlich meines Besuches vor einigen Tagen in Innsbruck, hier zwei Bilder zum obigen aktuellen Thema. Hötting 1 zeigt die Endstelle in der jetzigen Form, Hötting 2 den aktuellen Ausbaustand in nach Westen. Für Wiener gepflogenheiten eine seltsame Situation. Aber die Innsbrucker Uhren und Projekte ticken eben anders (Was fertige Projekte betrifft wirklich positiv, was den Bau einer Strecke betrifft, welche noch nicht 100% abgesichert ist eher negativ).

Beste Grüße
81er

PS: Mehr aktuelle Bilder mit Detailaufnahmen der Neubauprojekte (Leipziger Platz, Amras) können bei Interesse gerne hochgeladen werden. Bitte um kurze Nachricht falls das hier gewünscht.
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19.12.2013, 19:39#4
Tauziehen um Straßenbahnerweiterung

Das politische Tauziehen rund um die umstrittene Straßenbahn-Erweiterung im Westen Innsbrucks geht weiter. Die Planung bzw. Umsetzung des Projekts verzögert sich massiv. Jetzt ist viel Überzeugungsarbeit gefragt, wenn man das Projekt doch umsetzen will.


Über elf Millionen Euro kostet laut aktueller Schätzung die Anbindung der Peerhofsiedlung - gegenüber Innsbrucks Flughafen - an das moderne Innsbrucker Straßenbahnnetz. Zuletzt regte sich Widerstand der Anrainer gegen das Projekt. Argumentiert wurde mit dem Verlust von Parkplätzen, der Zerstörung einer Wohnstraße sowie mit der Sicherheit für Kinder.

Sinnhaftigkeit und Kosten als Gegenargumente
IVB, Bürgermeisterin und Verkehrsstadträtin warnen nach dem überraschenden NEIN des Gemeinderates vor massiven Folgekosten durch neuerliche Umplanungen, die die Straßenbahn-Erweiterung schon jetzt um ein Jahr verzögerten. Die grüne Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider betont zur jüngsten Diskussion über Bus statt Straßenbahn in die Peerhofsiedlung, dass dies auf lange Sicht die beste Lösung für die dort lebende Bevölkerung sei.

Für Innsbruck-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hofft immer noch, Gemeinderat und Bürger zu überzeugen, dass der Straßenbahn-Ausbau richtig sei. Abgesehen von der Sinnhaftigkeit des Projekts, würde Kosten von 1,5 Mio. Euro verloren gehen, wenn der Bau nicht realisiert werden würde, so Oppitz.

Gemeinderat stoppte Projekt
Ursprünglich hätten die Bauarbeiten schon im Frühjahr 2014 beginnen sollen. Dann aber haben SPÖ, ÖVP, FPÖ, Liste Federspiel und der Pirat im Innsbrucker Gemeinderat die aus ihrer Sicht gerechtfertigte verkehrspolitische Notbremse gezogen - mehr dazu in Überraschende Änderung der Regionalbahn.

Beste Grüße
VT
13.02.2014, 14:13#5
ÖVP jetzt für Peerhof-Straßenbahn

Im Innsbrucker Gemeinderat gibt es eine neue Mehrheit für den Straßenbahn-Ausbau in die Peerhofsiedlung. Nach einer Befragung der Anwohner wird die ÖVP für den Straßenbahnausbau stimmen. Ende 2013 hatten SPÖ und ÖVP dagegen gestimmt.


Auf der einen Seite standen Unterschriften gegen eine Straßenbahnanbindung, auf der anderen Seite Anrainer, die auf eine Tramanbindung hoffen. Die Kontroverse sorgte auch für politische Verwerfungen, weil Ende 2013 die SPÖ im Innsbrucker Gemeinderat „Nein“ sagte und es damit keine Mehrheit mehr für den Ausbau der Straßenbahn in die Peerhofsiedlung gab - mehr dazu in Tauziehen um Straßenbahnerweiterung. Verzögerungen im Ausbau waren damit fix und es gab auch Befürchtungen, dass der Straßenbahnausbau in andere Stadtteile dadurch ebenfalls einen Dämpfer bekommt, sollte es Widerstand in der Bevölkerung geben.

Befragung ergab Mehrheit für Straßenbahn
Die ÖVP als größte Oppositionspartei in der Stadt wollte vor einer neuerlichen Abstimmung die Bevölkerung in der Siedlung selbst befragen und ging in den letzten Wochen von Haushalt zu Haushalt. Diese Basisbefragung der Volkspartei ergab eine 55-prozentige Mehrheit für einen Straßenbahnausbau. Die Volkspartei wird damit für die Erweiterung der Straßenbahn bis in die Peerhofsiedlung stimmen, wenn das Thema Ende Februar neuerlich in den Innsbrucker Gemeinderat kommt. Zusammen mit der Liste „Für Innsbruck“ und den Grünen ergibt das eine Mehrheit.

Verbunden ist diese ÖVP-Zustimmung allerdings mit Kritik an der Stadtspitze und den Innsbrucker Verkehrsbetrieben: Wäre die Bevölkerung früher eingebunden gewesen, wären das Hick-Hack um den Ausbau und die Zeitverzögerung zu vermeiden gewesen, sagt der Innsbrucker ÖVP-Chef Franz Gruber.

Beste Grüße
VT