Frage wegen offener Türen
11 Beiträge
14.03.2013, 17:49#1
Wenn ich an meine Kindheit zuückdenke (1970er-Jahre),kann ich mich noch gut an die M+m(+m) erinnern, die am 31/5,331,132 fuhren(und auf anderen Linien).
Auf der linken Seite waren die Türen zu, rechts offen-auch während der Fahrt (wenn meine Erinnerung mir keinen bösen Streich spielt)und das bei Schön- wie Schlechtwetter.
Alle diese Linien, an die ich mich erinnern kann, waren (und sind) Zweigleisig.
Wie war das eigentlich bei eingleisigen Linien der Fall? Wurde da die Tür abwechselnd links und rechts geöffnet?Oder fuhr der Wagen dann generell mit 4 offenen Türen?Oder waren in Wien alle eingleisigen Strecken so angelegt,daß die Haltestellen immer auf ein und derselben Seite waren?
Auf der linken Seite waren die Türen zu, rechts offen-auch während der Fahrt (wenn meine Erinnerung mir keinen bösen Streich spielt)und das bei Schön- wie Schlechtwetter.
Alle diese Linien, an die ich mich erinnern kann, waren (und sind) Zweigleisig.
Wie war das eigentlich bei eingleisigen Linien der Fall? Wurde da die Tür abwechselnd links und rechts geöffnet?Oder fuhr der Wagen dann generell mit 4 offenen Türen?Oder waren in Wien alle eingleisigen Strecken so angelegt,daß die Haltestellen immer auf ein und derselben Seite waren?
14.03.2013, 23:17#2
Es waren in Fahrtrichtung gesehen immer die rechten Türen offen. Ob die Strecke zwei- oder eingleisig war spielte dabei keine Rolle. Wenn am Ende der Strecke eine Schleife war, ergab sich das von selbst. Endete die Strecke mit einer Kuppelendstelle (Stockgleis), so wurden die Türen, die bei der Ankunft geöffnet waren, verschlossen und die bis dahin geschlossenen Türen geöffnet.
15.03.2013, 08:02#3
Bei "Kuppel-Endstationen" gab es mitunter Ausnahmen. Ich erinnere mich noch dunkel an jene Zeit, wo der 360er noch bis Mauer fuhr - da schlossen die Schaffner die Türen auf der rechten Seite nach der Anton Krieger-Gasse und öffneten die auf der linken Seite. Das hatte für die Fahrgäste in Mauer den Vorteil, daß sie nicht mehr um den Zug herumgehen mußten, um zum 60er umzusteigen. Wie es bei anderen Wendestellen gehandhabt wurden, die ich noch erlebt habe (z.B. Steinhof, Sievering) ist leider meiner Erinnerung entfallen.
15.03.2013, 08:25#4
Mitte der 70er fuhren die auch gelegentlich auf der Linie 43, kann mich noch erinnern. Ich fand die Holzspriesserlbänke so schön.
15.03.2013, 08:37#5
Es waren in Fahrtrichtung gesehen immer die rechten Türen offen. Ob die Strecke zwei- oder eingleisig war spielte dabei keine Rolle. Wenn am Ende der Strecke eine Schleife war, ergab sich das von selbst. Endete die Strecke mit einer Kuppelendstelle (Stockgleis), so wurden die Türen, die bei der Ankunft geöffnet waren, verschlossen und die bis dahin geschlossenen Türen geöffnet.Fast immer. Auf Linien, auf denen manche Stationen aus Platzgründen nur auf einer Seite vorhanden waren - typischerweise Außenstrecken der 3xx - Linien - wurden die Türen auf der anderen Seite vor dem Erreichen der Station geöffnet und dann wieder verschlossen. Ein Beispiel dafür war die Station "Felsenkeller" der Linie 360, wo jene Fahrgäste, die dort aussteigen wollten und denen diese Eigenheit bekannt war, die Türen mitunter selber (!) öffneten; der Schaffner musste sie nach der Abfahrt nur mehr schließen.
16.03.2013, 11:06#6
Jetzt wo du es sagst, kommt mir auch die Erinnerung wieder. Ich bin allerdings mit 260/360 nur etwa 3 bis 4x gefahren. Bei den "innerstädtischen" Linien ist mir allerdings kein Fall bekannt oder in Erinnerung. Wie sah das eigentlich auf der Strecke 217/317 aus? Gab es da auch "linke" Ausstiegssituationen? Dort bin ich (leider) nur 1x gefahren. Eine andere Erinnerung an Einstiege ist die, dass die G auf der Linie 13 im Sommer statt mit Türen auf der linken Seite nur mit halbhohen Gittern ausgestattet waren.
17.03.2013, 20:01#7
Bei jedem Wetter und egal welchem Gedränge Fahrt mit offenen Türen...
Sind da zuweilen auch welche rausgefallen?
Sind da zuweilen auch welche rausgefallen?
18.03.2013, 00:32#8
Bei jedem Wetter und egal welchem Gedränge Fahrt mit offenen Türen...Wäre mir nichts bekannt. Zumindest gab es den folgenden Spruch wohl nie:
Sind da zuweilen auch welche rausgefallen?
"Bitte seien sie achtsam ! Zwischen Zug und Straße ist keine Tür"

18.03.2013, 10:17#9
Bei jedem Wetter und egal welchem Gedränge Fahrt mit offenen Türen...M.W. nicht. Es gab aber gelegentlich Unfälle beim Aufspringen, dh., wenn jemand versucht hat, auf den bereits anfahrenden Zug zu springen und dass nicht mehr richtig geschafft hat. Den hat's dann halt der Länge nach "aufg'straht".
Sind da zuweilen auch welche rausgefallen?
Ich hatte als Schüler auch einmal so einen "Unfall" - das Aufspringen hat zwar geklappt, aber dafür hat mir der Schaffner mit den Worten "Du Rotzpip'n!" nachher eine geschmiert. Ja ja, da war der Schaffner noch der Herr am Wagen...

18.03.2013, 12:26#10
Sind da zuweilen auch welche rausgefallen?Als Jahrgang 1947 war die Zeit der "offenen Türen" meine Jugendzeit. Ich möchte vorausschicken, dass ich in der Mommsengasse im 4. Bezirk wohnte und "meine" Linien waren daher D (69), 13, 66, 67, 167, O und 118. Rausfallen habe ich nie erlebt, es war jedoch so, dass zur HVZ die Wagen so überfüllt waren, dass die Leute traubenartig aus den Wagen hingen und auf den äußeren Trittbrettern standen (an Fahrkartenverkauf oder Kontrolle war da nicht zu denken). Und da habe ich auf der Favoritenstraße nächst der Belvedere gasse einen bösen Unfall selbst gesehen: Ein sich am in die Haltestelle einfahrenden Zug vorbei schiebender LKW streifte zwei außen hängende Fahrgäste ab und überrollte sie mit den hinteren Zwillingsreifen. Beide starben an der Unfallstelle. Zur Überfüllung kann ich noch einiges beitragen: Wenn im Praterstadion ein Match der Nationalmannschaft stattfand, war der 118er dermaßen voll gestopft, dass nicht nur an den Einstiegen Menschentrauben hingen, sondern auch einige "Fahrgäste" zwischen den Wagen an den Ecken auf den Rammeisen standen und teils von Fahrgästen in Türnähe festgehalten wurden bzw. sich selbst an allem, was dazu diente, fest hielten (z.B. an der Aufhängung der Brustwandtafeln). Hätte ich es nicht selbst gesehen, ich würde es, wenn man es mir erzählte, nicht glauben.
M.W. nicht. Es gab aber gelegentlich Unfälle beim Aufspringen,Das Auf- und Abspringen war eine eigene Sache. Dazu eine wahre Anekdote aus eigener Erfahrung. Der Richtung Südbahnhof fahrende 13er hatte eine Haltestelle am St. Elisabeth Platz, die nächste in der Karolinengasse direkt vor dem Einbiegen in die Prinz Eugen Straße. Nun gab es eine ganze Reihe von Fahrgästen die - so wie ich - in der Mommsengasse wohnten und die pflegten, wenn der Zug diese kreuzte, dort abzuspringen. Die Reaktionen des Personals waren unterschiedlich. Es gab Besatzungen, die wie die Rohrspatzen schimpften und andere, wo der Fahrer bei der Mommsengasse den Zug bis auf Schritttempo verlangsamte und die beiden Schaffner wie gebannt die Mommsengasse hinunter (Richtung Belvederegasse) blickten und so den Abspringern den Rücken zukehrten. Daher erhielt diese Kreuzung den Ruf einer "illegalen Haltestelle". Geschehen ist meiner Erinnerung nach nie etwas. Gruß Öffi Freund

18.03.2013, 19:15#11
Was das rausfallen bzw. auf- & abspringen betrifft kenne ich -von hörensagen aber nur- folgende 2 "Gschichterln"(sag ich so,da ich den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen kann, da beide Geschehnisse lang vor meiner Geburt stattfanden).
1:ein Arbeitskollege hat mit erzählt, daß an der Kreuzung Invalidenstraße/Landstraßer Hauptstraße in einen "2er"(gemeint hier E2,G2 oder H2) jemand auf die hintere Plattform des schon fahrenden Triebwagens noch aufspringen wollte, dabei hinfiel,und unter den/die Beiwagen kam. Dabei wurden denjenigen beide Beine abgetrennt, und im Schock versuchte derjenige ohne Beine aufzustehen(!).
2:ein ehem. Straßenbahnfahrer hat mir erzählt, daß seinerzeit, beim Bau der Opernpassage erstmalig eine Behelfsbrücke verwendet wurde(ein Bild von dieser Brücke findet sich in irgendeinen "Bahn im Bild"), Eines Tages, es war schon finster, blieb ein Straßenbahnzug just genau auf der Brücke stehen.Nach einiger Zeit wollte ein Schaffner nach vorne gehen, um nachzusehen, warum denn der Zug nicht weiterfuhr-ganz im Gedanken stieg er aus-und fiel in die tiefe Baugrube, und brach sich das Genick.
Auch habe ich mich erst unlängst mit einen ehemaligen Lokführer unterhalten, wie es wohl heute wäre, wenn noch 2-Achser mit offenen Plattformen im Planverkehr fahren würden(einzige Absicherung:eine Vorlegestange)-wieviel da heute passieren würde.
Er hat gemeint, heute würde er es nicht wissen wollen, allerdings gab es früher auch oft Unfälle wegen auf-&abspringen bei der Bahn.
1:ein Arbeitskollege hat mit erzählt, daß an der Kreuzung Invalidenstraße/Landstraßer Hauptstraße in einen "2er"(gemeint hier E2,G2 oder H2) jemand auf die hintere Plattform des schon fahrenden Triebwagens noch aufspringen wollte, dabei hinfiel,und unter den/die Beiwagen kam. Dabei wurden denjenigen beide Beine abgetrennt, und im Schock versuchte derjenige ohne Beine aufzustehen(!).
2:ein ehem. Straßenbahnfahrer hat mir erzählt, daß seinerzeit, beim Bau der Opernpassage erstmalig eine Behelfsbrücke verwendet wurde(ein Bild von dieser Brücke findet sich in irgendeinen "Bahn im Bild"), Eines Tages, es war schon finster, blieb ein Straßenbahnzug just genau auf der Brücke stehen.Nach einiger Zeit wollte ein Schaffner nach vorne gehen, um nachzusehen, warum denn der Zug nicht weiterfuhr-ganz im Gedanken stieg er aus-und fiel in die tiefe Baugrube, und brach sich das Genick.
Auch habe ich mich erst unlängst mit einen ehemaligen Lokführer unterhalten, wie es wohl heute wäre, wenn noch 2-Achser mit offenen Plattformen im Planverkehr fahren würden(einzige Absicherung:eine Vorlegestange)-wieviel da heute passieren würde.
Er hat gemeint, heute würde er es nicht wissen wollen, allerdings gab es früher auch oft Unfälle wegen auf-&abspringen bei der Bahn.