[PM] Kärnten: Wirbel um Bus-Einsparpläne in Wolfsberg

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17.06.2013, 13:18#1
Wirbel um Bus-Einsparpläne in Wolfsberg

Weil der Verkehrsverbund Busse einsparen will, soll in Wolfsberg der Unterricht für Pflichtschüler um 45 Minuten später beginnen. Die Eltern laufe dagegen Sturm, sie seien nicht eingebunden worden.


Beginnt der Unterricht um eine Dreiviertelstunde später, würden weniger Busse benötigt. Sie könnten ihre Runden zuerst für die Mittelschüler und dann noch einmal für Pflichtschüler drehen. Doch gegen diese Pläne protestieren nun betroffene Eltern, denn gute Kommunikation schaut anders aus. Dieses Modell stellt berufstätige Eltern vor große Probleme, wenn Kinder im Volksschulalter später mit der Schule beginnen und dementsprechend später abzuholen sind.

Eltern: Einsparungen fraglich
Ein Gipfeltreffen mit Landesschulrat, Verkehrsverbund und Bürgermeister gab es bereits, kommenden Mittwoch soll ein zweites Treffen stattfinden. Es wird um die neuen Beginnzeiten für die Pflichtschulen. Andreas Tatschl, Elternvereinsobmann der neuen Mittelschule St. Marein, sagte gegenüber dem ORF, dreieinhalb Wochen vor Schulschluss seien die Direktoren vom Pilotprojekt verständigt worden, die Elternvereine nicht. Die Pflichtschule solle demnach um 8.30 beginnen, die Höhere Schule um 7.45 und das Gymnasium St. Paul um 8.00 Uhr. In jedem Ortsteil müsste der Bus zweimal fahren, er frage sich, wo man da sparen solle.

Aufsicht eines der Probleme
Die Eltern habe man bewusst aus den Verhandlungen draußengelassen, um nicht noch vor den Sommerferien zuviel Wirbel zu erzeugen, vermutet Tatschl. Er habe schon Kontakt mit den Schulen aufgenommen, alle seien dagegen. Die Eltern müssen arbeiten und bringen die Kinder vorher zur Schule - wer sollte bis zum späteren Schulbeginn die Kinder beaufsichtigen, sei die Frage.

Für Bürgermeister Hans Peter Schlagholz sind zwei Kriterien zu erfüllen, um in dieser Sache weiter zu diskutieren. Eine Zwangsbeglückung dürfe es nicht geben. Komme es zu einer Einigung, dann müssen die Kinder, die aufgrund der elterlichen Arbeitszeit früher in der Schule seien, von geeigneten Personen beaufsichtigt werden, so Schlagholz.

Holub: Bei Protesten keine Umsetzung
Der Verkehrsverbund Kärnten war Montagvormittag zu keiner Stellungnahme bereit. Details seien beim politischen Verantwortliche Rolf Holub (Grüne) zu erfragen, hieß es. Holub sagte, wenn es Proteste gebe, dann werde dieses Projekt in Wolfsberg eben nicht umgesetzt.

Beste Grüße
VT