Linienkonzept
5 Beiträge
04.01.2014, 09:26#1
Ihksstadt ist eine Großstadt in Irgendwoland.
Verkehrsplaner A. Stößer hat Probleme:
Touristen und Einheimische steigen nicht durch das Chaosliniennummernkonzept durch. Zum Beispiel der Bus der den Hbf mit dem Rathaus verbindet ist Linie 1, während der Bus vom Hbf zur Universität 53573423 heißt.
Da hat sich Herr Stößer ein neues Liniennummernkonzept ausgedacht, welches auf den 18 Bezirken der Stadt aufbaut:
Linien, die nur in einem Bezirk fahren, haben die Nummer des Bezirks (z.B. 1, 18 usw.)
Linien, die zwei Bezirke verbinden besitzen die Nummern der beiden Bezirke (z.B. 12 oder 21, 418 oder 184, usw.)
Linien, die von einem Bezirk durch einen anderen zurück in den Ausgangsbezirk fährt, erhält die Nummer des Starts- und Ausgangsbezirk und als Index die Nummer des durchfahrenden Bezirk. (Werden mehrere Bezirke durchfahren, gilt als Index, die des mit dem längsten Streckenabschnitt (z.B. 1², 6³, usw.)
Zusätzlich kann jede Nummer noch einen Buchstaben bekommen zur Unterscheidung.
Nur noch eine Frage hat Herr Stößer:
Was haltet ihr von seinem Konzept?.
Gruß, Bob
Verkehrsplaner A. Stößer hat Probleme:
Touristen und Einheimische steigen nicht durch das Chaosliniennummernkonzept durch. Zum Beispiel der Bus der den Hbf mit dem Rathaus verbindet ist Linie 1, während der Bus vom Hbf zur Universität 53573423 heißt.
Da hat sich Herr Stößer ein neues Liniennummernkonzept ausgedacht, welches auf den 18 Bezirken der Stadt aufbaut:
Linien, die nur in einem Bezirk fahren, haben die Nummer des Bezirks (z.B. 1, 18 usw.)
Linien, die zwei Bezirke verbinden besitzen die Nummern der beiden Bezirke (z.B. 12 oder 21, 418 oder 184, usw.)
Linien, die von einem Bezirk durch einen anderen zurück in den Ausgangsbezirk fährt, erhält die Nummer des Starts- und Ausgangsbezirk und als Index die Nummer des durchfahrenden Bezirk. (Werden mehrere Bezirke durchfahren, gilt als Index, die des mit dem längsten Streckenabschnitt (z.B. 1², 6³, usw.)
Zusätzlich kann jede Nummer noch einen Buchstaben bekommen zur Unterscheidung.
Nur noch eine Frage hat Herr Stößer:
Was haltet ihr von seinem Konzept?.
Gruß, Bob
04.01.2014, 11:18#2
An sich gute Idee, aber das wird zu unübersichtlich. MMn ist es besser, einfach aufsteigende Nummern zu vergeben. Wenn ich weiß, wo der 31A fährt, brauch ich keinen Bezirk und kann ihn besser vom 30A unterscheiden, besser als 21hoch5 und 21 hoch 13. Und wenn ich das nicht weiß, gibt es immer noch Zielschilder.
07.01.2014, 13:28#3
RE: Linienkonzept
Nur noch eine Frage hat Herr Stößer:Gar nichts. So etwas Ähnliches gab es schon vor Jahren in Salzburg und dort wurde es wieder abgeschafft, weil es zu verwirrend war.
Was haltet ihr von seinem Konzept?
07.01.2014, 13:47#4
Da kann man keine pauschale Antwort geben, das hängt von der Topologie des Liniennetzes ab. Bei kleinen überschaubaren Netzen bedarf es eh keines Schemas, bei großen Netzen wird auch das beste Schema schnell unüberschaubar sein. Abgesehen davon, dass durch diverse Änderungen im Laufe der Zeit auch vom besten Schema abgewichen werden muss. Wesentlich zielführender ist bei der Liniennummerierung eine Unterscheidung nach dem Verkehrsmittel, dem Haltemuster und ggf. dem Angebot. Eine Ausrichtung nach der Topologie ist bestenfalls das i-Tüpfelchen. Denn für eine detailierte Routenplanung von A nach B wird auch das beste Linienschema als alleinige Information nicht ausreichen.
Das Stößer-Kozept ist wenig intuitiv (je länger und somit wichtiger eine Linien ist, desto höher ist die Liniennummer) und mit den Indices auch unnötig kompliziert.
Das Stößer-Kozept ist wenig intuitiv (je länger und somit wichtiger eine Linien ist, desto höher ist die Liniennummer) und mit den Indices auch unnötig kompliziert.
07.01.2014, 15:05#5
Tja,
Auch wenn ein System sehr ausgereift ist, kommt es zu einem Chaos, wenn zB. mehrere Firmen eigene Konzessionen haben. Dann ist 16A-19A im Süden, und 20B (fast) ganz im Norden. Dagegen würde zwar das Konzept mit den Bezirken ankämpfen, aber dass würde bei Zb. Wien auch im Chaos enden. Dann würden Busse, die oft parallel fahren und sehr lang sind etwa so Nummeriert sein: 12354A und 12354B und 12543. Wenn sich dann noch wer auskennt... Dem kann man dann einen Nobelpreis geben. Das System ist "nur" für kleine Städte beziehungsweiße Buslinien à la 7B möglich. Für den praktischen gebrauch ist ein "intuitives" Nummerieren (wie es mMn in Wien betrieben wurde) doch besser geeignet.
Auch wenn ein System sehr ausgereift ist, kommt es zu einem Chaos, wenn zB. mehrere Firmen eigene Konzessionen haben. Dann ist 16A-19A im Süden, und 20B (fast) ganz im Norden. Dagegen würde zwar das Konzept mit den Bezirken ankämpfen, aber dass würde bei Zb. Wien auch im Chaos enden. Dann würden Busse, die oft parallel fahren und sehr lang sind etwa so Nummeriert sein: 12354A und 12354B und 12543. Wenn sich dann noch wer auskennt... Dem kann man dann einen Nobelpreis geben. Das System ist "nur" für kleine Städte beziehungsweiße Buslinien à la 7B möglich. Für den praktischen gebrauch ist ein "intuitives" Nummerieren (wie es mMn in Wien betrieben wurde) doch besser geeignet.