2014-01-19 | U6-Stationswart mit Messer attackiert
28 Beiträge · Seite 1 von 2
19.01.2014, 14:51#1
Quelle: wien.orf.atZitatU6-Stationswart mit Messer attackiert
Ein Bediensteter der Wiener Linien ist Samstagfrüh in der U6-Station Michelbeuern von einem Fahrgast mit einem Messer attackiert und verletzt worden. Der 57-Jährige hatte sich geärgert, weil die U6-Garnitur eingezogen werden sollte.
Bundespolizeidirektion Wien
Fahrgast zückte sein Messer
Kurz vor 5.30 Uhr forderte der Stationswart einen Fahrgast auf, den Zug zu verlassen, da dieser eingezogen werden sollte. Daraufhin begann der 57-Jährige zu schimpfen und zu stoßen, was der Wiener Linien-Mitarbeiter ignorierte und sich auf den Weg in sein Büro machte.
Von hinten angefallen
Plötzlich jedoch fiel der alkoholisierte Randalierer den Mann von hinten an und verletzte ihn mit einem Messer. Passanten griffen ein und halfen den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Der Stationswart erlitt leichte Schnittverletzungen und wurde ins Spital eingeliefert, konnte es jedoch nach kurzer Zeit wieder verlassen. Der 57-jährige Verdächtige befindet sich in Haft.
Edit: Thread umbenannt: U6 Stationswart mit Messer attakiert
Angriffe gegen WL MitarbeiterDieser Beitrag wurde 3-mal editiert, zuletzt von Bimigel (01.02.2014, 21:24)
19.01.2014, 14:54#2
Einfach nur Trauig.
19.01.2014, 14:57#3
Was ich mich immer frage: Wieso haben einige Menschen überhaupt ein Messer eingesteckt? Um andere Leute zu bedrohen wenn es ihnen einmal nicht passt?
19.01.2014, 15:00#4
Was ich mich immer frage: Wieso haben einige Menschen überhaupt ein Messer eingesteckt? Um andere Leute zu bedrohen wenn es ihnen einmal nicht passt?
Wahrscheinlich weil ihnen Faad ist.
19.01.2014, 16:15#5
Ein normales Taschenmesser ist doch nicht unpraktisch auch ein solch ähnliches wie die Tatwaffe ist auch noch zu gebrauchen. Aber man sollte es halt nicht als Waffe gebrauchen.
19.01.2014, 16:17#6
Ein normales Taschenmesser ist doch nicht unpraktisch auch ein solch ähnliches wie die Tatwaffe ist auch noch zu gebrauchen.So einen Feitl wie im Eingangsposting hat man vielleicht mit wenn man als Pfadfinder im Wald unterwegs ist aber kein normaler Mensch läuft in der Stadt damit herum.
19.01.2014, 16:18#7
Wieso haben einige Menschen überhaupt ein Messer eingesteckt?
Ich habe auch (fast) immer mein kleines Schweizer Messer dabei. Aber ich stochere damit nicht in Leuten herum.
19.01.2014, 17:41#8
So einen Feitl wie im Eingangsposting hat man vielleicht mit wenn man als Pfadfinder im Wald unterwegs ist aber kein normaler Mensch läuft in der Stadt damit herumStimmt auffallend. Das unterscheidet sich schon wesentlich von einem üblichen Taschenmesser. Ich glaube dass das ein Symptom für eine in den letzten Jahren immer mehr um sich greifende psychische Vereinsamung und damit einher gehende Verrohung ist. Auch ich habe in meiner Jugend zusammen mit meinen Freunden manchen Unsinn getrieben, aber keinem von uns wäre eingefallen, Leute zu attackieren oder aus Fadigkeit Gegenstände zu zerstören (Bänke, Papierkörbe etc.). Und wir haben auch nicht unsinniges Zeug auf Häuser oder Waggons geschmiert. Und wir haben zur Selbstbehauptung auch keine geisteskranken Mutproben benötigt wie zum Beispiel auf Eisenbahnwagen zu klettern um dann womöglich in die 15.000 Volt Fahrleitung zu geraten.
19.01.2014, 18:14#9
Zur Verrohung noch ein ganz simpler Kommentar:
Die meisten (männlichen) User werden in ihrer Jugend wohl auch mal die eine oder andere „nicht-verbale“ Auseinandersetzung hinter sich gebracht haben.
Zu meinen jungen Jahren war es eine eiserne Regel, dass die Sache beendet ist, wenn der Kontrahent zu Boden geht. (Und meistens war damit dann auch die Sache ein für alle mal aus der Welt.)
Heute scheint es nicht mehr möglich zu sein, derartige Auseinandersetzungen zu beenden, ohne (mindestens) nachzutreten. Sehe ich jedenfalls anhand der Presseberichte in D und A so.
Die meisten (männlichen) User werden in ihrer Jugend wohl auch mal die eine oder andere „nicht-verbale“ Auseinandersetzung hinter sich gebracht haben.
Zu meinen jungen Jahren war es eine eiserne Regel, dass die Sache beendet ist, wenn der Kontrahent zu Boden geht. (Und meistens war damit dann auch die Sache ein für alle mal aus der Welt.)
Heute scheint es nicht mehr möglich zu sein, derartige Auseinandersetzungen zu beenden, ohne (mindestens) nachzutreten. Sehe ich jedenfalls anhand der Presseberichte in D und A so.
19.01.2014, 21:44#10
Ich habe auch (fast) immer mein kleines Schweizer Messer dabei.Ich habe auch manchmal ein kleines Taschenmesser mit, wenn ich in den Wald gehe und etwas schnitzen will, aber doch nicht um 5:30 in der U-Bahn! Wie groß ist dieses Messer eigentlich? Ich kann keine Zentimeterbegrenzungen erkennen.
19.01.2014, 22:22#11
Wie groß ist dieses Messer eigentlich? Ich kann keine Zentimeterbegrenzungen erkennen.
Rein logisch betrachtet (kleines "Kasterl" am Maßstab = 1 cm, Rechteck darüber = 5 cm) schaut das nach einer Gesamtlänge von 17,5 cm aus.
Beste Grüße
VT
19.01.2014, 23:25#12
Ich habe nie ein Taschenmesser mit.
26.01.2014, 15:06#13
Und die nächste Messerattacke gegen einen WL-Bediensteten:
Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2627539/
ZitatBimfahrer mit Messer attackiert: Lebensgefahr
Wieder ist ein Mitarbeiter der Wiener Linien mit einem Messer attackiert worden. Der 23-Jährige war am Franz-Jonas-Platz niedergestochen worden. Laut Polizei wurde der Mann lebensgefährlich verletzt. Ein Verdächtiger ist in Haft.
Der 23-Jährige hatte gegen 11.30 Uhr eine von ihm geführte Straßenbahngarnitur der Linie 31 in der Endstation am Franz-Jonas-Platz verlassen. Auf dem Weg zu den Diensträumen der Wiener Linien stürmte plötzlich ein Mann mit einem Messer von hinten auf den Fahrer zu und stach mehrmals auf ihn ein. Der 23-Jährige wurde laut Polizei schwer an Rücken und Oberarm verletzt. Die Rettung brachte ihn in ein Spital, wo er notoperiert wurde. Es bestand Lebensgefahr.
Verdächtiger in Haft
Die Polizei zitierte Zeugenaussagen, wonach der mutmaßliche Täter ohne erkennbaren Grund auf den Mann eingestochen hatte. Nach der Tat versuchte er zu flüchten. Zeugen konnten ihn jedoch festhalten, bis die Polizei am Tatort eintraf.
Nach den derzeitigen Erkenntnissen könne eine psychische Erkrankung des Tatverdächtigen nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei. Er befindet sich in Haft. Die Tatwaffe, ein zweischneidiges Messer mit einer Klingenlänge von rund zwölf Zentimetern, wurde sichergestellt.
Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2627539/
26.01.2014, 15:28#14
Das kann ja nicht war sein. Wo führt das noch hin?
lg sheldor
lg sheldor
26.01.2014, 19:52#15
Also da krieg ich teilweise so einen Hass auf solche Leute...
26.01.2014, 20:53#16
Zuallererst möchte ich – und ich denke, dass ich das wohl im Namen sämtlicher fpdwl-Mitglieder darf – dem armen Straßenbahnfahrer sowie seinen Angehörigen mein Mitgefühl aussprechen und ihm wünschen, dass er bald wieder gesund wird und es ihm hoffentlich gelingt, dieses Attentat auch seelisch zu verarbeiten.
Gleichzeitig ist es mir aber auch ein Anliegen, daran zu erinnern, dass es derartige Attacken leider auch schon in der Vergangenheit gegeben hat. Hier (ab 0:20:03) ist z.B. ein Bericht des Mittagsjournals vom 27.5.1993 zu hören. Damals ist allerdings der Amokläufer von einem Polizisten erschossen worden.
Gleichzeitig ist es mir aber auch ein Anliegen, daran zu erinnern, dass es derartige Attacken leider auch schon in der Vergangenheit gegeben hat. Hier (ab 0:20:03) ist z.B. ein Bericht des Mittagsjournals vom 27.5.1993 zu hören. Damals ist allerdings der Amokläufer von einem Polizisten erschossen worden.
26.01.2014, 22:11#17
Der Mitgefühlsbekundung möchte ich mich anschließen.
Traurig aber wahr: In Wien scheinen langsam ähnliche Zustände einzukehren wie in Berlin. Dort sind tätliche Übergriffe auf Fahrpersonal (Bus, die anderen sind gegen Übergriffe durch Fahrgäste mittels Trennwänden geschützt) sowie Kontrollpersonal mittlerweile fast schon an der Tagesordnung.
Beispiel (Polizeibericht vom 17.01.2014):
Traurig aber wahr: In Wien scheinen langsam ähnliche Zustände einzukehren wie in Berlin. Dort sind tätliche Übergriffe auf Fahrpersonal (Bus, die anderen sind gegen Übergriffe durch Fahrgäste mittels Trennwänden geschützt) sowie Kontrollpersonal mittlerweile fast schon an der Tagesordnung.
Beispiel (Polizeibericht vom 17.01.2014):
Quelle: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/393596/index.htmlZitatPressemeldung
Eingabe: 17.01.2014 - 15:00 Uhr
BVG-Mitarbeiter sowie Polizisten geschlagen und gebissen
Neukölln
# 0152
Aus einer Gruppe von mindestens sechs Personen heraus wurden Mitarbeiter
der BVG und Polizeibeamte heute Vormittag auf einem U-Bahnhof in
Neukölln attackiert und verletzt.
Am U-Bahnhof Hermannplatz wollten Fahrscheinkontrolleure gegen 10 Uhr
die Fahrausweise der Personen überprüfen. Hierbei wurden die Mitarbeiter
von einem Teil der Gruppe zunächst verbal attackiert und kurz darauf
geschlagen, getreten sowie gebissen. Im weiteren Verlauf soll sich -
laut Aussage von Zeugen - das Geschehen in die U-Bahn der Linie U 7
verlagert haben, woraufhin die Zugfahrerin aufgrund des weiterhin sehr
aggressiven Verhaltens der Personen die Polizei alarmierte.
Zwischenzeitlich löste sich ein Mann von der Gruppe und legte sich vor
den wartenden Zug auf die Bahngleise, woraufhin der Strom abgeschaltet
und der U-Bahnverkehr unterbrochen werden musste. Bedienstete der BVG
mussten den 41-Jährigen aus dem Gleisbett herausholen. Hierbei biss er
einem BVG-Mitarbeiter in die Hand und trat und schlug nach dem
Sicherheitspersonal. Nachdem die alarmierten Beamten den Bahnsteig des
U-Bahnhofes erreicht hatten und die Personen überprüfen wollten, wurden
sie ebenfalls attackiert. Aufgrund der wachsenden Zahl von Schaulustigen
und der aggressiven Stimmung der Personen forderten die Beamten weitere
Polizisten zur Unterstützung an. Eine 25-jährige Frau war ebenfalls
sehr aggressiv und wehrte sich bei der Überprüfung. Hierbei schlug und
biss sie einen Polizisten und verletzte ihn leicht. Insgesamt zwei
Beamte und ein Mitarbeiter der BVG wurden von den Festgenommenen
verletzt. Während der Rest der Gruppe sich unerkannt entfernen konnte,
kamen der 41-Jährige und seine 25-jährige Begleiterin zur
erkennungsdienstlichen Behandlung in ein Polizeigewahrsam. Nach
Beendigung der polizeilichen Maßnahmen kamen beide wieder auf freien
Fuß. Gegen sie wird nun unter anderem wegen gefährlicher
Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
ZitatDer Nachdruck von Pressemitteilungen ist mit Quellenangabe gestattet.
27.01.2014, 09:26#18
Gott sei Dank ist der 23jährige inzwischen außer Lebensgefahr und wurde in die "normale" Station des Unfallkrankenhauses verlegt. Wünsche ihm von Herzen eine gute Besserung. Aus dem Nichts so angegriffen zu werden ... das ist schockierend.
27.01.2014, 13:57#19
Gleichzeitig ist es mir aber auch ein Anliegen, daran zu erinnern, dass es derartige Attacken leider auch schon in der Vergangenheit gegeben hat. Hier (ab 0:20:03) ist z.B. ein Bericht des Mittagsjournals vom 27.5.1993 zu hören. Damals ist allerdings der Amokläufer von einem Polizisten erschossen worden.Wenn ein Polizist das heute tut, muss er sich vor Gericht verantworten. Weit haben wir es gebracht. Es mag schon sein, dass es so etwas schon gegeben hat, aber das war dann eine Einzelsensation. Die heutige Dichte solcher und ähnlicher Vorfälle ist beängstigend.
27.01.2014, 17:35#20
Quelle: wien.orf.atZitatAttacke auf Bim-Fahrer: Angreifer schweigt
Nach der Messerattacke auf einen 23-jährigen Wiener Straßenbahnfahrer ist dieser definitiv außer Lebensgefahr. Der 52-jährige Verdächtige verweigerte bisher jede Aussage und will sich zuerst mit einem Anwalt besprechen.
Zu der Bluttat war es am Sonntag gegen 11.30 Uhr am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf gekommen. Der 23-jährige Straßenbahnfahrer hatte an der Endstelle der Linie 31 seine Garnitur
gestoppt. Zu Fuß wollte er zu den Diensträumlichkeiten der Verkehrsbetriebe, um eine Pause anzutreten.
Mutmaßlicher Täter soll psychische Probleme haben
Wie er in einer ersten Einvernahme schilderte, ging der 52-Jährige nach etwa 25 Metern völlig grundlos von hinten auf ihn los. Den ersten Messerstich habe er im Schock gar nicht als solchen realisiert. Bei dem folgenden Gerangel versuchte der 23-Jährige, sich auf den Angreifer zu legen, um ihn so zu fixieren.
Polizei
Als beide wieder auf die Beine kamen, flüchtete der Angreifer, während sein Opfer an die Scheibe des Aufenthaltsraums klopfte, um seine Kollegen zu alarmieren. Zeugen folgten dem Mann, der sich vor einer nahen Bankfiliale auf den Boden setzte und sich widerstandslos festnehmen ließ. Bisher verweigerte er jede Aussage und will sich zuerst mit einem Anwalt besprechen.
Er soll wegen psychischer Probleme behandelt worden sein, was die Polizei aber nicht bestätigen durfte. Ein entsprechendes Gutachten soll nun erstellt werden. Vorstrafen habe der
52-Jährige keine, allerdings sei er polizeibekannt weil gegen ihn ermittelt wurde - allerdings handelte es sich dabei um nichts „Dramatisches“, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.
„Ein Wunder“ nach Notoperation
Das Opfer wurde ins Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus eingeliefert, wo es notoperiert wurde. Dass der Mann überlebte und es ihm relativ gut gehe, sei „wie ein Wunder“, zitierte Keiblinger die Aussagen der Ärzte - mehr dazu in Attackierter Bimfahrer außer Lebensgefahr.
Die Stiche mit dem zweischneidigen Messer ziehen sich vom Kopf über den Nacken- und Halsbereich bis zu Schulter und Oberarm. Arterien wurden von der rund zwölf Zentimeter langen Klinge oft nur um Millimeter verfehlt.
Bei den Wiener Linien zeigte man sich am Montag sehr erleichtert, dass es dem 23-Jährigen besser geht.Im ersten Halbjahr 2013 wurden 59 tätliche Angriffe auf Mitarbeiter registriert, 37 davon richteten sich gegen Fahrer, 22 gegen Kontrolleure. Im entsprechenden Zeitraum 2012 waren es insgesamt 97 gewesen. Diesen Rückgang führt man auf das durchgeführte Deeskalationstraining, abgeschlossene Fahrerkabinen in neueren Garnituren sowie den abschreckenden Effekt der Videoüberwachung zurück. Attacken wie am Sonntag würden sich dadurch natürlich nicht verhindern lassen.

