Fahrerinnen (gelöst)
45 Beiträge · Seite 2 von 3
13.12.2004, 15:21#21
Vor 30 Jahren zeichnete sich ja bereits das Ende der offenen Wagen ab. Vielleicht erhielt das weibliche Fahrpersonal daher nur mehr Fahrberechtigungen für die neueren Wagentypen, also Einrichtungswagen der Typen C1, C3, D, D1, E, E1, F, L3, L4, T2 (ich hoffe, ich hab keinen vergessen). Altbauwagen durften sie mangels Berechtigung nicht fahren. Ab 1978 erübrigte sich dieses Problem mit Ausscheiden der letzten alten Wagen dann und Frauen konnten, genauso wie die männlichen Kollegen, mit allen Typen fahren.
mfg Clemens
mfg Clemens
14.12.2004, 00:26#22
Gut, nach den letzten Antworten lass' ich das Rätsel als gelöst gelten!
Punkt 1: Ihre Arbeitszeit als Fahrerin endete um 23.00Uhr, das heißt sie wurden nur für Dienstgruppen eingeteilt deren Dienstende vor 23.00Uhr lag. Schaffnerinnen fuhren bis zur "Blauen".
Punkt 2: Es waren die sogenannten "Steher", mit denen sie nicht fahren durften (K, M), mit anderen offenen Wagen (A, T1) durften sie schon fahren.
Gibt es heute, zur Freude nicht näher erwähnter Forenmitglieder, sehr viele weibliche Fahrbedienstete, waren sie am Anfang echte Exoten in der Wiener ÖV-Landschaft - fast konnte man sie an einer Hand zählen. Leider hatten die Wiener Verkehrsbetriebe auch nicht immer Glück mit der Auswahl der Kandidtinnen. Schon kurz nachdem sie stolz den Medien präsentiert wurde, rammte die erste Wiener Fahrerin in einer Halle einen abgestellten Zug. Entgegen dem damaligen Usus (sofortiger Abzug), hat man ihr das verziehen, weil man sich vermutlich die Nachrede der Presse ersparen wollte; doch leider, rasant wie sie nun einmal war, stand ihr nur einige Zeit später in der Linzer Straße der Vorderzug im Weg, welcher ihre Garnitur mit einer buchstäblichen Widerstandsbremsung zum Stillstand brachte. Damit war die Karriere dann wirklich zu Ende. Sie war dann noch als Schaffnerin tätig und wurde irgendwann zum Gaswerk versetzt. Auch eine andere aus der Gruppe der "Ersten" beendete ihre Laufbahn unfreiwillig. Sie war, wenn auch mit Unterbrechungen privater Natur, mehrere Jahre tätig und wurde gern fotografiert. Immer perfekte Frisur, lange rote Nägel und "Hochhackige" an den Füßen, sah man sie gern mit übereinandergeschlagenen langen Beinen im Emil lässig durch die Gegend brausen (noch Hebel gesteuert!). Ihr Schicksal war die Laudongasse, wo sie mit einem L3 einen Stockbus an die Hausmauer pickte.
Aber passieren tun solche Dinge auch den Männern, nur redet man dann halt nicht soviel davon.
Punkt 1: Ihre Arbeitszeit als Fahrerin endete um 23.00Uhr, das heißt sie wurden nur für Dienstgruppen eingeteilt deren Dienstende vor 23.00Uhr lag. Schaffnerinnen fuhren bis zur "Blauen".
Punkt 2: Es waren die sogenannten "Steher", mit denen sie nicht fahren durften (K, M), mit anderen offenen Wagen (A, T1) durften sie schon fahren.
Gibt es heute, zur Freude nicht näher erwähnter Forenmitglieder, sehr viele weibliche Fahrbedienstete, waren sie am Anfang echte Exoten in der Wiener ÖV-Landschaft - fast konnte man sie an einer Hand zählen. Leider hatten die Wiener Verkehrsbetriebe auch nicht immer Glück mit der Auswahl der Kandidtinnen. Schon kurz nachdem sie stolz den Medien präsentiert wurde, rammte die erste Wiener Fahrerin in einer Halle einen abgestellten Zug. Entgegen dem damaligen Usus (sofortiger Abzug), hat man ihr das verziehen, weil man sich vermutlich die Nachrede der Presse ersparen wollte; doch leider, rasant wie sie nun einmal war, stand ihr nur einige Zeit später in der Linzer Straße der Vorderzug im Weg, welcher ihre Garnitur mit einer buchstäblichen Widerstandsbremsung zum Stillstand brachte. Damit war die Karriere dann wirklich zu Ende. Sie war dann noch als Schaffnerin tätig und wurde irgendwann zum Gaswerk versetzt. Auch eine andere aus der Gruppe der "Ersten" beendete ihre Laufbahn unfreiwillig. Sie war, wenn auch mit Unterbrechungen privater Natur, mehrere Jahre tätig und wurde gern fotografiert. Immer perfekte Frisur, lange rote Nägel und "Hochhackige" an den Füßen, sah man sie gern mit übereinandergeschlagenen langen Beinen im Emil lässig durch die Gegend brausen (noch Hebel gesteuert!). Ihr Schicksal war die Laudongasse, wo sie mit einem L3 einen Stockbus an die Hausmauer pickte.
Aber passieren tun solche Dinge auch den Männern, nur redet man dann halt nicht soviel davon.
14.12.2004, 09:58#23
ZitatOriginal von hema
Aber passieren tun solche Dinge auch den Männern, nur redet man dann halt nicht soviel davon.
Beim Autofahren nennt man das "Kavaliersdelikt", warum soll's bei der Tramway anders sein?
Wenn eine Betriebsstörung war und der erste Zug, der nach langer Wartezeit daher kommt, von einer Fahrerin besetzt ist, hört man oft genug so was wie "Eh kloar, a Weib!" - die Vorurteile dürften im IV wie im ÖV dieselben sein. 14.12.2004, 15:33#24
ZitatOriginal von hema
Aber passieren tun solche Dinge auch den Männern, nur redet man dann halt nicht soviel davon.
Ach so, man redet über Unfälle, an denen Fahrerinnen beteiligt waren? Das ist mir noch nie aufgefallen, dass darüber mehr "gelästert" wird, als bei Unfällen mit Fahrern.
14.12.2004, 16:05#26
@ 37er-Wagen
Werd' ja nicht frech!
Ich finde alle gemein, die die FahrerInnen in irgendeiner Weise schimpfen, oft, wenn diese, beispielsweise für eine Störung, gar nichts dafür können. Schon oft überlegte ich, wie es wäre, wenn ich diesen lästernden Mann/diese lästernde Frau auch schimpfen würde...
Ich finde alle gemein, die die FahrerInnen in irgendeiner Weise schimpfen, oft, wenn diese, beispielsweise für eine Störung, gar nichts dafür können. Schon oft überlegte ich, wie es wäre, wenn ich diesen lästernden Mann/diese lästernde Frau auch schimpfen würde...

14.12.2004, 16:34#27
Steinhof, Steinhof, machs Türl auf,
der Martbay kommt im Dauerlauf!
Steinhof, Steinhof, machs Türl zu,
vom Martbay haben wir jetzt gnua!

der Martbay kommt im Dauerlauf!
Steinhof, Steinhof, machs Türl zu,
vom Martbay haben wir jetzt gnua!

14.12.2004, 16:50#28
ZitatOriginal von hema
Punkt 2: Es waren die sogenannten "Steher", mit denen sie nicht fahren durften (K, M), mit anderen offenen Wagen (A, T1) durften sie schon fahren.
Warum eigentlich? Ist das Fahren mit Stehern so anders bzw. schwieriger? Oder wurde die Schulung auf den Stehern einfach nicht mehr gemacht, weil es sich in den 70er-Jahren nicht mehr rentiert hätte.
ZitatOriginal von Martbay
Ach so, man redet über Unfälle, an denen Fahrerinnen beteiligt waren? Das ist mir noch nie aufgefallen, dass darüber mehr "gelästert" wird, als bei Unfällen mit Fahrern.
Ist mir auch noch nicht aufgefallen. Im ÖV scheinen sich die Frauen doch weitestgehend emanzipiert zu haben. Ganz anders beim IV.
mfg Clemens
14.12.2004, 20:34#29
ZitatOriginal von Clemens
Ist mir auch noch nicht aufgefallen. Im ÖV scheinen sich die Frauen doch weitestgehend emanzipiert zu haben.
Clemens - du bist der Held! Meine Stimme hast du - für was auch immer!

Und zu 37er-Wagen kann man nur sagen, dass er selbst einem leid tun muss, denn wenn du für ein Gedicht so viel Zeit haben musst...

Sag', hast du denn keine Freunde?!

14.12.2004, 20:50#30
Genug Freunde! Aber wie arm mußt Du sein, daß Du diese kleine Liedchen nicht kennst??? Bei dem kann man jeden beliebigen Namen einsetzen! 8)
Tja, die Schulbildung läßt doch nach und Martbay ist das Paradebeispiel!!

Tja, die Schulbildung läßt doch nach und Martbay ist das Paradebeispiel!!

14.12.2004, 21:13#31
Hearst, jetzt fühle ich mich aber beleidigt.
Außerdem kenne ich sehr wohl dieses Lied, ich wollte ja bloß sehen, ob du zugibst, dass es nicht aus deiner Feder stammt, und ob du auch wirklich ehrlich bist - offenbar ja.
Und du hast kein Recht, mich als ein "Paradebeispiel" zu bezeichen, weil auch ich bin ein Mensch und habe genauso ein Recht wie du, meine Meinung zu sagen.
Und alles, was Gehrer behauptet, ist Unfug! Die ist ja nur neidisch, weil ihre Schüler und Schülerinnen nicht so tüchtig ihre Arbeit verrichten, wie meine Lieblings-Personengruppe...
Wir SchülerInnen sind schließlich nicht ihre Zirkusartisten, mit denen sie in anderen Ländern angibt, was sie nach der PISA-Studie nun ohnehin nicht mehr kann.
Außerdem kenne ich sehr wohl dieses Lied, ich wollte ja bloß sehen, ob du zugibst, dass es nicht aus deiner Feder stammt, und ob du auch wirklich ehrlich bist - offenbar ja.
Und du hast kein Recht, mich als ein "Paradebeispiel" zu bezeichen, weil auch ich bin ein Mensch und habe genauso ein Recht wie du, meine Meinung zu sagen.

Und alles, was Gehrer behauptet, ist Unfug! Die ist ja nur neidisch, weil ihre Schüler und Schülerinnen nicht so tüchtig ihre Arbeit verrichten, wie meine Lieblings-Personengruppe...

Wir SchülerInnen sind schließlich nicht ihre Zirkusartisten, mit denen sie in anderen Ländern angibt, was sie nach der PISA-Studie nun ohnehin nicht mehr kann.

14.12.2004, 21:18#32
@37er-Wagen: Böser Bub! Keine Diskriminierung von Leuten mit abstrusen Fetischen!
Da müssten wir die Gehrer mit ihren Kartoffelsäcken ja auch gleich miteinbeziehen.
Da müssten wir die Gehrer mit ihren Kartoffelsäcken ja auch gleich miteinbeziehen. 14.12.2004, 21:19#33
ZitatOriginal von Martbay
Wir SchülerInnen sind schließlich nicht ihre Zirkusartisten, mit denen sie in anderen Ländern angibt, was sie nach der PISA-Studie nun ohnehin nicht mehr kann.
Auch ohne Pisa nicht...
14.12.2004, 21:20#34
ZitatOriginal von Chrisi
@37er-Wagen: Böser Bub! Keine Diskriminierung von Leuten mit abstrusen Fetischen!Da müssten wir die Gehrer mit ihren Kartoffelsäcken ja auch gleich miteinbeziehen.
Na und? Ist das ein Problem. Beziehen wir sie halt ein.
14.12.2004, 22:08#35
Ich diskriminiere niemanden! Ich meinte nur, er solle sich...ähh....die Kirche am Steinhof anschauen, die ist sehenswert! 
Eins muß ich noch kritisieren: @ Martbay: Du bist eine Schülerin????


Eins muß ich noch kritisieren: @ Martbay: Du bist eine Schülerin????

14.12.2004, 23:36#36
*gg*
15.12.2004, 02:10#37
ZitatOriginal von Clemens
Warum eigentlich? Ist das Fahren mit Stehern so anders bzw. schwieriger? Oder wurde die Schulung auf den Stehern einfach nicht mehr gemacht, weil es sich in den 70er-Jahren nicht mehr rentiert hätte.
mfg Clemens
Wahrscheinlich wegen der höheren körperlichen Belastung. Oft schwergängige Fahrschalter (je nach Wartung und Einstellung), Kälte im Winter (Schaffner konnte ins Wageninnere gehen) und speziell beim M die Handbremse. Handbremsen haben auch andere Fahrzeuge, aber die Steher-M haben eine Getriebebremse ohne Übersetzung, da beträgt der Kurbelweg nur etwa eine halbe Umdrehung und der nötige Kraftaufwand ist um einiges größer (die Handbremse musste während eines Arbeitstages mehrere hundert Mal angezogen werden). Auch für Männer galt früher eine Mindestgröße, wenn sie Fahrer werden wollten; diese wurde dann im Lauf der Zeit (in Schrittten) herabgesetzt. Deshalb begannen viele auch als Schaffner und konnten erst später ihre Chance wahren, auf Fahrer umzusatteln - allerdings war dafür auch oft nur das Alter der Grund, Schaffner konnte man schon mit 18 werden, Fahrer erst mit 24 Jahren.
15.12.2004, 09:07#38
ZitatOriginal von 37er-Wagen
Eins muß ich noch kritisieren: @ Martbay: Du bist eine Schülerin????![]()
Noch dazu eine, die sich im Besitz einer Tastatur mit hängender Shift-Taste befindet, sodass mitten in Wörtern Großbuchstaben auftauchen...

15.12.2004, 22:17#39
@ 37er-Wagen und 95B
Ich weiß, dass ihr beide sehr wohl wisst, wie ich es meinte, aber hier kann man wirklich nichts machen, was nicht kritisiert wird. 
Da ich die Frauen nicht diskriminieren wollte, habe ich eben auch ein Innen angehängt, aber wenn es euch so besser gefällt, dann schreibe ich halt, "wir Schüler und Schülerinnen", das ist ein ähnliches Prinzip, wie wenn ich die Fahrerinnen nicht diskriminieren will und sie extra erwähne - und besonders von 37er-Wagen will ich keinen Kommentar hören.

Da ich die Frauen nicht diskriminieren wollte, habe ich eben auch ein Innen angehängt, aber wenn es euch so besser gefällt, dann schreibe ich halt, "wir Schüler und Schülerinnen", das ist ein ähnliches Prinzip, wie wenn ich die Fahrerinnen nicht diskriminieren will und sie extra erwähne - und besonders von 37er-Wagen will ich keinen Kommentar hören.

15.12.2004, 22:32#40
Rein interessehalber: wie schaut das bei den Sitzer-M aus?