[PM] Tirol: Regionalzüge überdurchschnittlich pünktlich

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12.02.2014, 12:46#1
Regionalzüge überdurchschnittlich pünktlich

Mit einer Pünktlichkeitsrate von 97,3 Prozent liegt Tirol über dem österreichischen Durchschnitt. Zeitkartenbesitzer bekommen seit Kurzem bei Unpünktlichkeit eine Entschädigung. Im Fernverkehr kommt es häufiger zu Verspätungen.


In ganz Österreich waren 96,4 Prozent der Nahverkehrszüge pünktlich unterwegs. Spitzenreiter unter den Bundesländern waren Vorarlberg mit 97,9 Prozent und Kärnten mit 97,4 Prozent, knapp gefolgt von Tirol an dritter Stelle.

Mehr Verspätungen im Fernverkehr
Im Fernverkehr schaut die Statistik der ÖBB weniger rosig aus, da schafften es nur 85,4 Prozent der Züge, pünktlich zu sein. Die Ursachen dafür waren neben dem harten Winter am Jahresbeginn auch das Hochwasser. Außerdem kommt es laut den ÖBB im Fernverkehr prinzipiell leichter zu Verspätungen, weil etwa Züge aus dem Ausland zu spät in Österreich eintreffen oder sich diverse Verzögerungen, etwa durch Baustellen, summieren. Rechnet man den Fern- und Nahverkehr zusammen, so waren in Österreich 95,9 Prozent aller Züge pünktlich. Laut den ÖBB liegt man damit im europäischen Spitzenfeld, nur die Schweizer Bundesbahnen seien noch pünktlicher unterwegs.

Als pünktlich gelten in Züge, deren tatsächliche Ankunftszeit maximal fünf Minuten über der veröffentlichten Fahrplanzeit liegt. Für die Messung wird laut den ÖBB österreichweit jeder der 4.300 Personenzüge in allen Haltebahnhöfen gemessen, im Durchschnitt seien das rund 45.000 Kontrollpunkte pro Tag.

Mehr Rechte für Zeitkartenbesitzer
Sollte ein Zug unpünktlich sein, kann der Bahnkunde unter Umständen einen Teil des Ticketpreises zurückfordern. Seit Kurzem gibt es für Zeitkartenbesitzer die Regelung, dass sie zehn Prozent des Preises eines Monats zurückfordern können, wenn auf der betreffenden Strecke in diesem Monat eine Pünktlichkeitsrate von 95 Prozent unterschritten wurde.

Bei krassen Verspätungen bis zu 50 Prozent retour
Besitzer von Einzelfahrscheinen können bei Verspätungen von über einer Stunde 25 Prozent des Preises zurückfordern, bei über zwei Stunden 50 Prozent. Maßgeblich dafür sei nicht nur die Verspätung eines einzelnen Zuges, sagt ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel. Die Regelung gelte für die gesamte Reisekette, so wenn man durch einen verspäteten Regionalzug einen Anschlusszug versäumt.

Eine durch einen versäumten Anschlusszug nutzlos gewordene Reservierung wird laut Zumtobel nicht vollständig ersetzt. Bei Verspätungen von über einer Stunde werde sie wie der Fahrschein zu 25 oder 50 Prozent vergolten. Zumtobel weist darauf hin, dass der Preis für Reservierungen bei den ÖBB im internationalen Vergleich ohnehin sehr niedrig sei.

Rein rechtlich hingegen nicht möglich ist es laut Zumtobel, im Verspätungsfall eine längere Strecke zu fahren um früher am Ankunftsbahnhof zu sein. Etwa wenn ein Kunde mit einem Ticket für Jenbach statt eines stark verspäteten Intercityzuges in Salzburg einen Railjet nimmt, mit dem bis Innsbruck ohne Halt durchfährt und dann mit dem Regionalexpress nach Jenbach zurückfährt.

Beste Grüße
VT