[PM] Salzburg: Pinzgaubahn übertrifft eigene Erfolge

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20.02.2014, 14:10#1
Pinzgaubahn übertrifft eigene Erfolge

Die Pinzgaubahn ist eine Erfolgsgeschichte. Die Fahrgastzahlen zwischen Zell am See und Krimml haben sich seit der Wiedereröffnung vor fünf Jahren mehr als verdoppelt. Nach dem großen Hochwasser von 2005 sah es so aus, als sei Schluss mit der Linie.


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Pinzgaubahn im Sommer, und auch die Winterbilanz kann sich sehen lassen (ORF)

2005 wurden die Gleise der Bahn weggespült. Und kaum jemand glaubte noch an den Neustart. Doch es kam anders. Schüler und Pendler kamen zurück. Und auch immer mehr Touristen steigen im Mitterpinzgau mittlerweile gerne in den Zug ein.

Populäre Gesamtpakete
Mit dem Neustart kam der Betreiberwechsel von der ÖBB zur Salzburg AG - und damit kamen neue und attraktive Zuggarnituren, Fahrplanverbesserungen, freundliche Schaffner und weitere Annehmlichkeiten auf Schiene. Die fünfte Jahresbilanz kann sich nun wieder sehen lassen. Vor allem Rad-, Ski- und Wandertouristen entdecken die Pinzgaubahn immer mehr. Es gibt auch für Wintersportler gute Angebote - zum Beispiel aus Norddeutschland, um mit der Bahn im internationalen Fernverkehr in den Pinzgau zu kommen und auch hier die Lokalbahn zu benutzen - um insgesamt 35 Euro in einer Richtung.

Mit maßgeschneiderten Angeboten wurde der Urlaub ohne eigenes Auto auf vielen Ebenen - und auch für den Sommer - erfolgreich beworben. Zigtausende Touristen buchten im vergangenen Jahr diese Pakete mit der Pinzgaubahn.

Noch mehr Angebote für Schüler & Pendler
Aber auch unter Pendlern und Schülern hat sie kräftig aufgeholt. Insgesamt zählt man jetzt knapp 900.000 Fahrgäste pro Jahr - mehr als doppelt so viel wie beim Neustart vor fünf Jahren. Es sei aber noch mehr drin, sagt Gunter Mackinger, Verkehrsdirektor Salzburg AG. Er will das Marketing und spezielle Angebote noch ausweiten.

Vor allem auch noch dichtere Fahrpläne, elektronische Info-Systeme für Fahrgäste und mehr sowie attraktivere Park-and-Ride-Parkplätze sollen dazu beitragen.

Beste Grüße
VT
20.02.2014, 15:18#2
Wieder ein Beweis, was mit gutem Willen möglich ist. Funktioniert ja auch bei der WLB, Zillertalbahn oder der SLB! Vielleicht hätten die ÖBB ihre NÖ-Strecken nicht dem Land sondern irgendeinem anderen Verkehrsträger verhökern sollen. Ein Stundentakt im Weinviertel, der Wachau oder im Voralpengebiet hätte wahrscheinlich auch hier zu einem Fahrgast-Plus gseführt.
Ich bin ja an sich kein Freund von Privatisierungen von Staatsbetrieben, vor allem weil daran ja meist wieder Großkonzerne ihre Macht ausbauen können. Aber wenn es tatsächlich eine Verbesserung für den Kunden bringt, ist das sicher positiv zu bewerten.
20.02.2014, 18:32#3
Funktioniert ja auch bei der WLB, Zillertalbahn oder der SLB!

Was funktioniert bei der Zillertalbahn? Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete man ein Minus von 805.287,94 EUR, bei den Dampfzugfahrten und dem Güterverkehr wurde kräftig gespart und von der Verlängerung zur Ahornbahn hört man auch nichts mehr.
21.02.2014, 09:50#4
Wobei das aber eine besondere Situation war. Mit Binderholz hatte man den einzigen nennenswerten Kunden im Güterverkehr verloren, der quasi die Dampfzugfahrten indirekt gesponsert hatte. Außerdem sind bei steigenden Kosten die Zuschüse gleich geblieben bzw. reduziert worden. Und zu guter Letzt ist die MöSt-Rückerstattung gestrichen worden. Dass die Zillertalbahn für einen Gutteil ihrer Fahrgäste (Schüler, Schipassbesitzer) einen Bettel bekommt, macht die Situation auch nicht einfacher. Wenn die Geschäftsführung aber klug und rasch agiert, ist die Zillertalbahn trotzdem zukunftssicher, nur nicht mehr auf so hohem Niveau.