"Was wir sagen, interessiert keinen..."
13 Beiträge
11.03.2014, 09:55#1
Habe mich kürzlich mit einem Spetterbrücke-Fahrer unterhalten und u.a. gesagt, daß die Ansagen in deren Bussen um ein vielfaches zu laut wären. Er stimmte mir zu und sagte, sie (die Fahrer) hätten das schon einige male beanstandet. Müssen doch nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Fahrer selbst, die sich auf den Verkehr konzentrieren müssen, die Lautstärke ertragen. Er sagte mir folgendes: "Was wir sagen, interessiert keinen, wir sind nur Mittel zum Zweck!"
Wiener Linien eben....
Wiener Linien eben....

11.03.2014, 12:09#2
Er sagte mir folgendes: "Was wir sagen, interessiert keinen, wir sind nur Mittel zum Zweck!"Endlich spricht ein Lenker (hier SPB) das aus was sich der großteil der Belegschaft schon seit Jahren denkt. So beim plaudern mit einem Lenker sagte mir mal einer: "Seit es die KV´ler gibt geht es berg ab mit dem Unternehmen. Egal in welchem Bereich. Ware Worte sag ich nur!" Bitte das jetzt nicht falsch zu verstehen. Mit KV´ler habe ich den Vetrag gemeint nicht die Frauen und Männer hinter der DN
! 11.03.2014, 15:29#3
So beim plaudern mit einem Lenker sagte mir mal einer: "Seit es die KV´ler gibt geht es berg ab mit dem Unternehmen. Egal in welchem Bereich. Ware Worte sag ich nur!"
Betrifft jetzt nicht die Wiener Linien, ich habe vor einiger Zeit in Wien Meidling folgendes beobachten können: Dosto-Wendezug mit Taurus steht am Bahnsteig, davor führen Fahrdienstleiter und der Tfz-F des Zuges offensichtlich ein Streitgespräch. Als ich mich auf Hörweite genähert habe, ist das Gespräch schon beendet, der junge Tfz-F trottet wutschnaubend zu seiner Lok, und der FDL ruft ihm in besten wienerisch nach: "und außadem, Kollegen samma kane, wei i bin no a Eisenbohna, du nua a Vertraugsbediensteter !"
Keine Ahnung weshalb die zwei Männer gestritten haben, nur hat mich die Art und Weise wie leicht man Menschen die im selben Betrieb arbeiten nur durch unterschiedliche Arbeitsverträge auseinander dividieren kann, betroffen gemacht.
Edit: Aus Dosto hinter Doppelpunkt wurde Smiley . .
11.03.2014, 16:46#4
Keine Ahnung weshalb die zwei Männer gestritten haben, nur hat mich die Art und Weise wie leicht man Menschen die im selben Betrieb arbeiten nur durch unterschiedliche Arbeitsverträge auseinander dividieren kann, betroffen gemacht.Ich will damit (so wie ich bereits geschrieben habe) nicht den Mitarbeitern die einen KV haben die Schuld geben. Die machen genau so ihre arbeit wie alle anderen auch. Es hat sich aber leider seit dieser Einführung viel zum negativen geändert. Ich zu meinem Teil mache da keine Unterschiede ob der jetzt KV´ler, Vertragler oder Pragmatisierter ist. Wenn mir was ned passt sag ich demjenigen das schon ins Gesicht.
Und solche Unterhaltungen die du erlebt hast, habe ich auch schon einige male mitbekommen
11.03.2014, 16:52#5
Soetwas kann man in den Betriebsräumen "austragen" aber nicht auf Bahnsteigen etc.
Ja genau, in den gemeinsamen Betriebsräumen von Fdl und Tfzf.

11.03.2014, 17:18#6
Es gibt ja auch noch Aufenthalts- /Pausenräume ... aber vielleicht will ja der Eisenbahner nicht mit ihm zusammen sitzen oder sich am gleichen Kaffeeautomaten bedienen, dann wird es problematisch.
Diese interne Unterscheidung habe ich aber auch bei den WiLi erlebt, als ein Kollege zum anderen sagte (wienerisch bekomme ich nicht hin
): „Wenn Du als KV'ler das machst, hast Du einen Fleck. Ich bin pragmatisiert, mir kann der Alte nichts.“
Diese interne Unterscheidung habe ich aber auch bei den WiLi erlebt, als ein Kollege zum anderen sagte (wienerisch bekomme ich nicht hin
): „Wenn Du als KV'ler das machst, hast Du einen Fleck. Ich bin pragmatisiert, mir kann der Alte nichts.“ 11.03.2014, 20:41#7
Das ist ja teilweise noch heute beim Postbus problematisch. Wenn du eine Dienststelle wechselst und das erste mal in den Aufenthaltsraum kommst, gibt's ab und zu noch immer die Frage. Bist du a Postler oder a Eisenbahner? Und das obwohl der Zusammenschluss heuer zehn Jahre her ist. Die Arbeit ist dabei ganz genau gleich. Traurig eigentlich.
11.03.2014, 20:54#8
Ja genau, in den gemeinsamen Betriebsräumen von Fdl und Tfzf.In Meidling gibt es ja einige möglichkeiten. Eine davon wäre, leise zu reden. Das ist mir schon klar das es keine gemeinsamen Betriebsräume für Fdl und Tfzf gibt. Nur kann man das sicher auch auf andere art regeln
. 12.03.2014, 23:05#9
RE: "Was wir sagen, interessiert keinen..."
"Was wir sagen, interessiert keinen, wir sind nur Mittel zum Zweck!"
Das habe ich auch schon von vielen anderen Fahrern gehört. Dabei hätten die bezügl. Fahrzeit oder Fahrgastaufkommen etc. die meiste und beste Erfahrung.
13.03.2014, 00:19#10
RE: RE: "Was wir sagen, interessiert keinen..."
Zum denken sind die anderen da! Dieser Spruch ist auch oft zu hören und da ist es egal welcher "Verein" es ist. Bei mir in der Firma hörst du auch des öfteren: "Mund halten und einfach machen"! Kommt natürlich auf das selbe raus wie ich im ersten Satz geschrieben habe. Leider werden Tipps oder Anregungen nur mehr belächelt oder nicht mehr wahrgenommen. Das dabei das Betriebsklima Richtung Keller sinkt ist da schon zu erwarten bzw. ist es schon so weit"Was wir sagen, interessiert keinen, wir sind nur Mittel zum Zweck!"
Das habe ich auch schon von vielen anderen Fahrern gehört. Dabei hätten die bezügl. Fahrzeit oder Fahrgastaufkommen etc. die meiste und beste Erfahrung.
. 13.03.2014, 07:22#11
Fachkompetenz interessiert die Geschäftsführung und die verantwortlichen Entscheidungsträger nicht, den da können Sie nicht mithalten. Einmal ein Frühstück an die Bediensteten aus zuteilen ist zu wenig.
Da aber auch die Verträge für die Geschäftsführung nur auf 5 Jahre gehen, interessiert es Sie nicht was danach geschieht,: Jetzt wurde gespart und ich bin ein Liebkind von VizebgmstIn Mag. Brauer und habe ruhige Jahre im Berufsalltag. Warum wechselt ein 59-jhrg. vom Brückenbau bzw. Verantwortlicher der Stadt Wien für den Hauptbahnhof in den Vorstand der Wiener Linien und trägt die Verantwortung über den Verkehr, als Techniker könnte ich es mir vorstellen. Aber was soll es, so werden wir als Steuerzahler und Kunden leider finanziell über den Tisch gezogen.
Da aber auch die Verträge für die Geschäftsführung nur auf 5 Jahre gehen, interessiert es Sie nicht was danach geschieht,: Jetzt wurde gespart und ich bin ein Liebkind von VizebgmstIn Mag. Brauer und habe ruhige Jahre im Berufsalltag. Warum wechselt ein 59-jhrg. vom Brückenbau bzw. Verantwortlicher der Stadt Wien für den Hauptbahnhof in den Vorstand der Wiener Linien und trägt die Verantwortung über den Verkehr, als Techniker könnte ich es mir vorstellen. Aber was soll es, so werden wir als Steuerzahler und Kunden leider finanziell über den Tisch gezogen.
13.03.2014, 08:59#12
Warum wechselt ein 59-jhrg. vom Brückenbau bzw. Verantwortlicher der Stadt Wien für den Hauptbahnhof in den Vorstand der Wiener Linien und trägt die Verantwortung über den Verkehr, als Techniker könnte ich es mir vorstellen.Wenn man die Person nicht persönlich kennt und sich somit keine objektive Meinung bezüglich seiner Kompetenz machen kann, kann man es sich wirklich nur schwer vorstellen. Aber fachlich (und menschlich) gesehen ist er schon schwer in Ordnung, auch wenn er nicht schon seit Jahren mit dem Unternehmen zu tun hat wie zum Beispiel sein Mascherl-Vorgänger.
13.03.2014, 10:33#13
Ist zwar jetzt OT, aber der vorstehend genannte Kritikpunkt ist ein völlig normaler Vorgang. Sowohl in der „normalen“ Wirtschaft als auch in Unternehmen in staatlichem/kommunalem Besitz.
Die Spitzenkräfte (nicht unbedingt durch ihre Qualifikation definiert, sondern nur über ihre Position in den jeweiligen Unternehmen) werden praktisch durchgereicht. Dass jemand „nach unten fällt“, ist eher sehr selten. Meistens werden die Unternehmen, in denen diese Personen Spitzenpositionen bekleiden, größer oder bedeutender als das jeweils vorhergehende.
Dass durchaus einmal jemand rausfallen kann, hat aber gerade Österreich bewiesen.
Hartmut Mehdorn ist auch so ein Stehaufmännchen ...
Aktuell Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (ob der je fertig wird?), vorher bei Air Berlin nicht so recht erfolgreich, sehr umstritten bei der Deutschen Bahn .... usw.
Die Spitzenkräfte (nicht unbedingt durch ihre Qualifikation definiert, sondern nur über ihre Position in den jeweiligen Unternehmen) werden praktisch durchgereicht. Dass jemand „nach unten fällt“, ist eher sehr selten. Meistens werden die Unternehmen, in denen diese Personen Spitzenpositionen bekleiden, größer oder bedeutender als das jeweils vorhergehende.
Dass durchaus einmal jemand rausfallen kann, hat aber gerade Österreich bewiesen.
Die ÖBB hat ihm aber sicher ein kleines Sackerl mit Talerchen mit auf den Weg gegeben, damit ihn der Abschied nicht ganz so hart trifft ....ZitatRüdiger vorm Walde
1964 Ausbildung zum Industriekaufmann
1970 Studium Fachbereich Wirtschaft
1973 Gutachter bei der Wirtschaftsberatung WIBERA AG, Tätigkeitsgebiet: Verkehrswirtschaft
1976 ÜSTRA; Hannoversche Verkehrsbetriebe AG; u.a. Leiter der kaufmännischen Abteilung
1984-94 Sprecher der Geschäftsführung Kraftverkehrsgesellschaft mbH, Braunschweig, Salzgitter
1984-94 Alleingeschäftsführer der Elektro- und Dieseldienst GmbH, Salzgitter
1988-94 Mitglied des Vorstandes der Braunschweiger Verkehrs AG und Mitglied der Geschäftsleitung der Bus-Gesellschaft Braunschweig-Salzgitter mbH
1988-94 Alleiniger Geschäftsführer der Kraftverkehrsgesellschaft Reisen mbH, Salzgitter
1994-2001 Mitglied des Vorstandes / Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)- Anstalt des öffentlichen Rechts -
2001-2004 Generaldirektor der ÖBB
2004-2005 Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG
2005-? Assekuranz-Makler in Lemgo ....
Hartmut Mehdorn ist auch so ein Stehaufmännchen ...
Aktuell Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (ob der je fertig wird?), vorher bei Air Berlin nicht so recht erfolgreich, sehr umstritten bei der Deutschen Bahn .... usw.