Schleife Am Spitz

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29.04.2014, 09:35#21
Retour fuhr sie abends nur bis zum 12. April, ebenfalls als "Linie 17/16" (weiß, ohne Besteckung).
Zur Klarstellung: bis 12.4.1938 gab es neben drei Frühkursen auch einen HVZ-Nachmittagskurs (nicht abend). Die "Linie" verkehrte nur Mo-Fr in der HVZ. Die Züge (meist nur Solo-Tw) trugen weder Innenbesteckung noch Dachsignal, die Bezeichnung 17/16 wurde nur intern verwendet. Für Fahrgäste erkennbar war das abweichende Fahrziel anhand der Brustwandtafel (ja, damals gab es noch Fahrgäste, die geschaut haben, wohin ein Zug fährt, bevor sie eingestiegen sind! :) ).

Markiert wurde ganz normal mit "17", "25" und "16", je nachdem, welcher Linienast gerade befahren wurde. Die Wagen wurden anschließend nicht weiterverwendet, sondern fuhren über 16 - 25 - 17 wieder nach FLO zurück.

Die erwähnte Besonderheit ist übrigens folgende: im Frühjahr 1969 wurde von den WL beschlossen, sämtliche Einführungsfahrten nicht mehr mit weißer Scheibe, sondern mit entsprechender Besteckung durchzuführen (erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die nur aus einem einzigen Triebwagen bestehende und nur in eine Richtung geführte Früh-"Linie" 75/78, die es - bedingt durch Einstellung der Linie 80 am 17.8.1969 - nur ca. drei Monate gab; bei der Rotundenbrücke wurde der Wagen als 80er besteckt und dort weiterverwendet). An der Linie 17/16 jedoch ging dieser Beschluss spurlos vorüber; sie verkehrte weiterhin bis zu ihrer Einstellung am 24.9.1970 mit weißer Scheibe und ohne Innenbesteckung.

PS: Ein Blick in das Straßenbahnjournal-Wiki kann oftmals hilfreich sein. :lampe:
29.04.2014, 10:06#22
Der Bahnhof (nicht die Schnellbahnstation!) war nicht genau am Schlingermarkt, sondern direkt an der Nordbahn(weiß jetzt auf die Schnelle nicht, wie die Gasse heißt).

Der alte Bahnhof befindet sich in der Pitkagasse. http://goo.gl/maps/6Piqi
29.04.2014, 10:08#23
Retour fuhr sie abends nur bis zum 12. April, ebenfalls als "Linie 17/16" (weiß, ohne Besteckung).
Zur Klarstellung: bis 12.4.1938 gab es neben drei Frühkursen auch einen HVZ-Nachmittagskurs (nicht abend).

PS: Ein Blick in das Straßenbahnjournal-Wiki kann oftmals hilfreich sein. :lampe:

Diese maximal drei Züge, meistens ohnehin nur Solotriebwagen, absolvierten hauptsächlich in der Früh, zwischen 1919 und 1933 auch nachmittags, je eine Tour, um dann wieder einzuziehen.

12. August 1919 12. April 1933 Floridsdorf, Am Spitz - 31 - 17 - 25 - 26 - Stadlau W früh und abends; weiß
29.04.2014, 10:45#24

Der alte Bahnhof befindet sich in der Pitkagasse. http://goo.gl/maps/6Piqi


Nicht ganz-Nordbahnanlage 9 ist die genaue Addresse, war nämlich kurz dort :D
Und bringe zwecks Anschauung Bilder mit:
Bf_Alt_Fldf_01.jpg
Der Alte Bahnhof-zur Erklärung:die Gasse, die vom Schlingermarkt Richtung Nordbahn führt, ist die Pitkagasse, dann gibt es eine annähernd 90° Kurve und Sie geht paralell zur Nordbahn bis zur Angererstraße. Ab der Kurve bis zur Angererstraße heißt Sie aber Nordbahnanlage.
Bf_Alt_Fldf_02.jpg
Der ehemalige Bahnhof von der anderen Seite (Blickrichtung Angererstraße).
Leider ist der Platz dort permanent zugeparkt-Fotos ohne Autos sind leider unmöglich.
Bf_Alt_Fldf_03.jpg
Eingang des Alten Bahnhofes.
Das Gebüsch im Vordergrund des 2ten Bildes ist der verwilderte Gastgarten der geschlossenen "Bahnhofs-Resti".
Allerdings so wie da Gebäude aussieht würde es mich nicht wundern, wenn einmal die Caterpillar zwecks Bahnhofsplanierung anrücken . . .

Edit:Tipp Ex
29.04.2014, 11:13#25

12. August 1919 12. April 1933 Floridsdorf, Am Spitz - 31 - 17 - 25 - 26 - Stadlau W früh und abends; weiß [/color]
Sorry, ich habe die Jahreszahl falsch abgetippt.
29.04.2014, 11:18#26
Nicht ganz-Nordbahnanlage 9 ist die genaue Addresse, war nämlich kurz dort

Auch gut. Ich hätte gedacht, dass sie erst ab der Weisselgasse so heißt. War schon ewig nicht mehr in der Ecke... in den 70ern kam ich dort täglich vorbei. :D
08.05.2014, 12:30#27
Das heißt, es gab keine direkte Anknüpfung der Straßenbahn an die Nordbahn?
14.05.2014, 22:04#28
Das heißt, es gab keine direkte Anknüpfung der Straßenbahn an die Nordbahn?


Nein, es gab damals keine Anbindung des Bahnhofes an die Straßenbahn.
Da war damals Fußmarsch vom Schlingermarkt her angesagt . . .
27.06.2014, 19:34#29
Das von mir in Antwort 20 erwähnte Foto aus den "Bahn-im-Bild" ist jetzt in einen Artikel über den Floridsdorfer Bahnhof in der aktuellen Ausgabe (Juliheft) von "Schienenverkehr aktuell" enthalten(Seite 339unten).
In den Artikel wird auch behauptet, daß das Bahnhofsgebäude abgetragen wurde-gestern (26.6.2014) ist es allerdings noch gestanden =)
Allerdings wurde das Gebäude wenn man sich das Bild ansieht, in der Zwischenzeit einmal umgebaut oder saniert (siehe Fenster,Dach,..).
Grüße-SchienenWolf
17.10.2014, 16:07#30
Weiß jemand, wo sich auf der Schleife am Spitz genau die Stationen befunden haben?
24.10.2014, 17:29#31
Weiß jemand, wo sich auf der Schleife am Spitz genau die Stationen befunden haben?
Weis dass da wirklich Keiner tät mich auch interresiren
24.10.2014, 20:07#32
Weiß jemand, wo sich auf der Schleife am Spitz genau die Stationen befunden haben?
Weis dass da wirklich Keiner tät mich auch interresiren
Ich habe nur diese Karte aus dem Jahr 1912 gefunden. Hier sind die alten Gleisführungen eingezeichnet. Vielleicht hilft diese Karte etwas weiter ;) .

Link (lässt sich vergrößern)
27.10.2014, 11:51#33
Ich habe nur diese Karte aus dem Jahr 1912 gefunden. Hier sind die alten Gleisführungen eingezeichnet. Vielleicht hilft diese Karte etwas weiter ;) .

Link (lässt sich vergrößern)
Entweder der Plan stimmt nicht ganz oder die Gleise wurden später umgebaut. Die Schleife verlief doch um das Amtshaus, hier ist sie aber vor dem Amtshaus eingezeichnet.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Berni229 (27.10.2014, 11:55)
27.10.2014, 16:32#34
Entweder der Plan stimmt nicht ganz oder die Gleise wurden später umgebaut. Die Schleife verlief doch um das Amtshaus, hier ist sie aber vor dem Amtshaus eingezeichnet.
Die Amthausschleife wurde ja auch erst am 4. November 1930 erstmals befahren.
28.10.2014, 08:50#35
Amthausschleife wurde ja auch erst am 4. November 1930 erstmals befahren.
Und ist im Stadtplan Wien von 1946 sehr schön zu sehen.
Die stadtauswärtige Haltestelle des 331er war rechts vom Amtshaus und ist hier im Nachbarforum www.tramwayforum.at (3. Foto) zu sehen. Die Befragung meiner Mutter ergab, dass stadteinwärts dort gehalten wurde wo auch heute der 26er stehen bleibt. Der 132er hatte die Haltestellen im Doppelgleisstück in der Prager Straße. Das scheint mir logisch, denn Stadtauswärts halten/parken an der linken Seite vom Amtshaus (siehe Link oben, 6 Bilder oberhalb) nämlich die Busse der Linie 5, da gabs wohl keine Straßennbahnhaltestelle und stadteinwärts machts dort auch keinen Sinn, da ja der 331er ebenfalls dort fuhr. Die wendenden Linien benutzten die jeweiligen Haltenstellen in der Reihenfolge des Anfahrens.
29.10.2014, 13:24#36
@ MS. Danke für die Informazion über die Haltestellen.
11.02.2015, 16:34#37
Ich kann mich noch an den Hatscherer vom Spitz zum Bahnhof Floridsdorf, der ja bis 1959 ein quasi Kopfbahnhof war, obwohl ich damals maximal 4 jahre alt war, noch einigermaßen erinnern:

Ich fuhr mit meiner Großmutter, Verwandte in Deutsch Wagram besuchen und wir kamen aus Hirschstetten. Umsteigen in Kagran vom 317er (K + k3) in den 17er (damals Type Z) Austeigen am Spitz und dann zum Bahnhof. Faszinierend für mich der Kobel-G der auf der Linie 117, später 17A nach Leopoldau trödelte. (Auch dort hatten wir Verwandte) Auf der (damaligen Freilandstrecke) entlang der Leopoldauerstraße (heute unvorstellbar) war die Gleislage so schlecht, dass die ganze Garnitur schaukelte, dass man seekrank wurde...
Gewendet haben beide Linien in einer Schleifenfahrt um das Amtshaus, soweit ich mich erinnern kann. Ansonsten verkehrten dort die Linien 331, 231, 31/5 und 132; - 16/17 war, wie schon geschrieben nicht betafelt...
20.02.2015, 14:56#38
Ich kann mich noch an den Hatscherer vom Spitz zum Bahnhof Floridsdorf, der ja bis 1959 ein quasi Kopfbahnhof war, obwohl ich damals maximal 4 jahre alt war, noch einigermaßen erinnern:
Wieso war er quasi Kopfbahnhof?
21.02.2015, 09:18#39
Wieso war er quasi Kopfbahnhof?
Die im Krieg zerstörte Nordbahnbrücke war zwar seit 1957 wieder befahrbar, nicht jedoch die Strecke dahinter zum Praterstern. Also endeten alle Nordbahnzüge bis zum 31. Mai 1959 in Floridsdorf
21.02.2015, 10:49#40
Wieso war er quasi Kopfbahnhof?
Die im Krieg zerstörte Nordbahnbrücke war zwar seit 1957 wieder befahrbar, nicht jedoch die Strecke dahinter zum Praterstern. Also endeten alle Nordbahnzüge bis zum 31. Mai 1959 in Floridsdorf
Danke für die Info!

Weiß eigentlich jemand, wann der neue Bahnhof Floridsdorf genau fertig war bzw. wann die erste Schnellbahn nach Floridsdorf fuhr?