Auf Wiener Straßenbahn geschossen - Trio flüchtig
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20.05.2014, 20:34#1
ZitatDie Serie brutaler Angriffe auf Wiener Bim-Lenker und -Garnituren reißt nicht ab: So beschossen drei Jugendliche am Montag eine Garnitur der Linie 26 in Floridsdorf. Womit, ist unklar, die Täter sind flüchtig. Aufgeschreckt durch einen Knall und eine zerborstene Scheibe zogen Fahrgäste die Notbremse und strömten verängstigt ins Freie. Zurück bleibt ein faustgroßes, kreisrundes Loch in der Straßenbahn.
"Projektil einer Schusswaffe haben wir keines gefunden. Vermutlich wurden Steine verwendet", so Polizeisprecher Roman Hahslinger. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die drei Täter tauchten im Dunkel der Nacht unter. Der Zug wurde eingezogen. Die Wiener Linien beziffern den Schaden auf "mehrere Hundert Euro". Kein Einzelfall.
Wie berichtet, hatte im April ein 20-Jähriger mit einer Gaspistole auf eine herannahende Garnitur der Straßenbahnlinie 6 gefeuert. Ein Großaufgebot der Exekutive konnte den Mann am Matzleinsdorfer Platz stoppen und festnehmen.
Geschlossene Fahrerkabinen und Begleitschutz?
Bereits in den Monaten zuvor waren mehrere Bim-Lenkerteils mit Messern attackiert und verletzt worden. Folge: ein Aufschrei der Gewerkschaft sowie ein Streik zur Morgenspitze. Die Verkehrsbetriebewollen geschlossene Fahrerkabinen in sämtlichen Zügen, doch die Umstellung dauert Jahre.
BZÖ-Wien-Chef Dietmar Schwingenschrot fordert einen Öffi-Begleitschutz in den Nachtstunden analog den "Air Marshalls" im Flugverkehr. Wer soll das bezahlen? "Die Wiener Linien."
Quelle/Foto: Alex Schönherr, Kronen Zeitung /red
20.05.2014, 20:37#2
Bezüglich, wer das bezahlen soll, finde ich Indie Aussage "die Wiener Linien" lustig. Letztlich zahlen es ja eh wir mit unseren Fahrkarten und Steuergeldern.
20.05.2014, 22:07#3
Langsam glaub ich, das ist der typische Schneeballeffekt. Jemand hat mit dem Mist angefangen, und weils andauernd in den Schlagzeilen steht, finden andere das offenbar "cool" sich da anzuschließen, und die Bims zur Zielscheibe zu machen. Ich fürcht das wird solang weitergehen, bis irgendwann mal wirklich jemand ernsthaft verletzt wird ... erst dann wird man mal zum Denken anfangen. Und da nutzt auch keine Security, oder Begleitschutz in den Bims, es ist einfach die kranke Gesellschaft heutzutage, denen offenbar so fad in ihrer massenhaft vorhandenen Freizeit ist, das ihnen nix "cooleres" mehr einfällt als Leute zu terrorisieren ...

20.05.2014, 22:39#4
Das ist ja echt nicht zu fassen! Obwohl, ich weiß nicht ob ich der Krone Glauben schenken darf...
20.05.2014, 22:50#5
Tatort war auf Höhe Fahrbachgasse, Ecke Schlosshoferstraße in Floridsdorf: Montag, 22.45 Uhr; 3 Jugendliche schlugen mit einem Stein ein Loch in die Scheibe. Ein Fahrgast zog darauf die Notbremse.
Dieser Beitrag wurde 6-mal editiert, zuletzt von sheldor (21.05.2014, 02:39)
21.05.2014, 06:06#6
Die Meldungen im Polizeibericht Berlin sind zwar in letzter Zeit etwas „dünner“ geworden — möglichweise auch unter dem Gesichtspunkt der möglichen Trittbrettfahrer — aber es steht eigentlich immer was drin:
http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen…itteilung.109901.php
http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen…itteilung.109901.php
Zitat
Sachbeschädigung an Tram
Polizeimeldung Nr. 1114 vom 11.05.2014
Marzahn - Hellersdorf
Ein Unbekannter hat gestern Abend in Marzahn eine Tram beschädigt und den Fahrer bedroht. Gegen 21 Uhr beobachtete der 49-Jährige Fahrer einen Fahrgast am S-Bahnhof Marzahn beim Beschmieren einer Scheibe eines Waggons der Linie M6. Als er den Unbekannten daraufhin ansprach, wurde er mit einer Bierflasche bedroht. Der Täter warf anschließend die Flasche gegen die Frontscheibe der Straßenbahn und flüchtete. Der Zug musste ausgetauscht werden.
21.05.2014, 12:46#7
Die Meldungen im Polizeibericht Berlin sind zwar in letzter Zeit etwas „dünner“ geworden — möglichweise auch unter dem Gesichtspunkt der möglichen Trittbrettfahrer — aber es steht eigentlich immer was drin:Ich hatte einmal von einem Kollegen (der des Öfteren in Deutschland) erfahren, dass dieser Bezirksteil auch so ein "Problembezirk" (Klientel) sein soll
http://www.berlin.de/polizei/polizeimeld…lung.109901.php
Zitat
Sachbeschädigung an Tram
Polizeimeldung Nr. 1114 vom 11.05.2014
Marzahn - Hellersdorf
Ein Unbekannter hat gestern Abend in Marzahn eine Tram beschädigt und den Fahrer bedroht. Gegen 21 Uhr beobachtete der 49-Jährige Fahrer einen Fahrgast am S-Bahnhof Marzahn beim Beschmieren einer Scheibe eines Waggons der Linie M6. Als er den Unbekannten daraufhin ansprach, wurde er mit einer Bierflasche bedroht. Der Täter warf anschließend die Flasche gegen die Frontscheibe der Straßenbahn und flüchtete. Der Zug musste ausgetauscht werden.
. Stimmt das? 21.05.2014, 16:30#8
Ich hatte einmal von einem Kollegen (der des Öfteren in Deutschland) erfahren, dass dieser Bezirksteil auch so ein "Problembezirk" (Klientel) sein soll. Stimmt das?
Nicht viel mehr als in anderen Bezirken.

Ich habe von 1994 - 2011 dort gelebt, obwohl ich eigentlich ein so genannter „Wessi“ (aus Niedersachsen, nahe der Heimat des Jägermeisters) bin.
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist eigentlich für sich schon eine Großstadt mit rund ¼ Mio Einwohnern. Zu DDR-Zeiten wurden die ehemaligen Dörfer dort (Marzahn, Hellersdorf, Biesdorf, Kaulsdorf usw.) von Berlin „geschluckt“ und es entstanden riesige Plattenbau-Siedlungen als Arbeiter- und Familienwohnraum. Inzwischen ist nach Rückbau von nicht mehr genutzten Gebäuden viel Grünfläche dort entstanden.
Klar, dass es da Auseinandersetzungen und andere Straftaten gibt. Aber Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Mitte, Wedding, Neukölln sind auch nicht gerade immer Oasen der Ruhe und des Friedens. Das wäre - mit Ausnahme von Villeneinbrüchen - beispielsweise der Grunewald und Dahlem, wo die Immobilienpreise generell mindestens 7-stellig sind und selten eine „1“ vorne steht.
Die häufigsten Einsatzgründe der Polizei sind in Marzahn-Hellersdorf wie in fast allen Massen-Ansiedlungen „häusliche Gewalt“ und „unzulässiger Lärm“, dann erst Körperverletzungen, Diebstahl, Raub etc. sowie ab und zu mal ein Rechter, der Nazi-Parolen brüllt oder irgendwo hinschmiert. Und die Vietnamesen beschäftigen Polizei und Zoll, die den Straßenhandel mit Schmuggelzigaretten garnicht schätzen.

Deren Handelsmarke #1 ist diese:
