Eröffnung des Verkehrsmuseums Remise am 13.9.2014
19 Beiträge
05.10.2014, 12:08#1
Es war einmal...
Es war einmal durchaus üblich, dass in Wien Personen mit dem Tragsessel quer durch die Stadt transportiert worden sind. Vor knapp 200 Jahren war dann der Stellwagen – ab den 1830er Jahren auch Omnibus genannt – das zeitgemäße Beförderungsmittel. Ein halbes Jahrhundert später waren die Wagen, die die Pferde zu ziehen hatten, schienengebunden. 4 Jahrzehnte lang war das Glöckchengeklingel der Pferdetramway zu hören. Aufsehenerregend war dann der Einsatz der ersten dampfenden und qualmenden "Ungeheuer" gegen Ende des 19. Jahrhunderts – sowohl in Form der Dampftramway als auch in Form der Stadtbahn. 1897 war der Fortschritt perfekt: Die erste "Elektrische" hat den regulären Linienbetrieb aufgenommen! Eine Faszination der anderen Art waren Oberleitungsbusse sowie die ersten Automobil-Omnibusse. Und trotz der beachtlichen Leistung der bereits angesprochenen Verkehrsmittel gab und gibt es eine Steigerung: Die U-Bahn! Neugierig auf 150 (und mehr) Jahre Verkehrsgeschichte? Das neue Verkehrsmuseum Remise schickt seine Besucher auf eine beeindruckende Zeitreise – vom Tragsessel bis zum Silberpfeil.
Der Betriebsbahnhof Erdberg, das Straßenbahnmuseum und das Verkehrsmuseum Remise
Es war einmal das Sägewerk Anderl in der unteren Dietrichgasse. Rund um das Jahr 1900 wurde das Unternehmen geschlossen. Ab 1901 haben an dieser Stelle die Arbeiten zur Errichtung des für die elektrische Straßenbahn ausgerichteten Betriebsbahnhofs Erdberg begonnen. Die Inbetriebnahme der Halle I erfolgte noch im Juli des selben Jahres. Die Hallen II und III konnten 1902 ihrer Bestimmung übergeben werden und wurden 1910/11 erweitert. 1926 kam die Halle IV hinzu. Mit der im Zuge der U3-Bauarbeiten verbundenen Einstellung des Straßenbahnbetriebs in der Erdbergstraße waren jedoch die Weichen zur Auflassung des Betriebsbahnhofs Erdberg gestellt. Der letzte Wagenauslauf des Linienverkehrs ist mit 6.1.1990 datiert.
Zum Glück nutzte man die Gunst der Stunde und entschied sich für die Adaptierung und Erweiterung des am 31.5.1986 eröffneten und vorerst in nur einer Halle des Betriebsbahnhofs Erdberg untergebrachten Wiener Straßenbahnmuseums. Am 13.6.1992 hatte die Bevölkerung dann endlich die Möglichkeit, das größte Straßenbahnmuseum der Welt (umfangreichste Originalsammlung, ca. 100 Fahrzeuge auf beinahe 2 km Gleislänge) kennenzulernen.
31.5.1986: Betriebsbahnhof Erdberg – Quelle: Dia-Archiv Fam. "67er"
31.5.1986: Betriebsbahnhof Erdberg – Quelle: Dia-Archiv Fam. "67er"
31.5.1986: Betriebsbahnhof Erdberg, Eröffnung Straßenbahnmuseum – Quelle: Dia-Archiv Fam. "67er"
31.5.1986: Betriebsbahnhof Erdberg, Eröffnung Straßenbahnmuseum – Quelle: Dia-Archiv Fam. "67er"
31.5.1986: Betriebsbahnhof Erdberg, Eröffnung Straßenbahnmuseum, Verkehrsstadtrat Johann Hatzl bei Michael Schrenk in der Sendung "Autofahrer unterwegs" – Quelle: Dia-Archiv Fam. "67er"
20 Jahre lang konnte man im Straßenbahnmuseum beinahe alle erhalten gebliebenen und restaurierten Zeitzeugen des öffentlichen Nahverkehrs in Wien bestaunen und studieren. Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Backstein-Bausubstanz und ein neues Ausstellungskonzept haben es in das nun barrierefreie Verkehrsmuseum Remise verwandelt. Ziel ist es, mit einer reduzierten und erst dadurch möglich gewordenen abwechselnden Fahrzeugausstellung sowie mit multimedialen Themeninseln ein breiteres Publikum anzusprechen. Zahlreiche Aufgaben – einige davon speziell für Kinder – vermitteln beispielsweise die Grundlagen der Elektrotechnik und erleichtern, den Fahrzeugantrieb zu verstehen. Filme, Simulatoren und interaktive Spiele tragen dazu bei, dass die Zeitgeschichte lebendig wird.
Die Eröffnung
Es war einmal Samstag, der 13. September 2014. An diesem Tag feierte man ab 9.30 Uhr die Eröffnung des neuen Verkehrsmuseums Remise. Einige Wochen bzw. Tage zuvor wurden Plakate affichiert, Sonderfahrscheine ausgegeben und Wegweiser (beispielsweise in der U-Bahn-Station Schlachthausgasse) sowie Hinweise, dass die Museums-Einfahrt permanent freizuhalten ist, montiert. Für den akustischen Empfang sorgte traditionsgemäß das Orchester der Wiener Linien. Begrüßt wurden die Gäste der 1. Stunde von Frau Vizebürgermeisterin Mag. Brauner, der Geschäftsführung der Wiener Linien (Mag. Reinagl, Dipl.-Ing. Steinbauer und Dipl.-Ing. Winter) sowie der ORF-Moderatorin Carola Gausterer.
Nun aber genug der langen Worte, stattdessen viel Spaß und Freude an der Erkundungstour!
Der Antritt der Reise in die Vergangenheit
Die Pferdetramway, die Dampftramway und die Elektrische
Die Stadtbahn
Die traurigsten und fürchterlichsten Jahre
Der Autobus
Die U-Bahn
Ausklang
Es war einmal und ist auch heute noch eine Verkehrsmuseums-Eröffnungs-Reportage eines begeisterten fpdwl-Users. Da es natürlich auch ihm unmöglich war, alle Exponate abzulichten und hier zu präsentieren, ist das Ergebnis seiner "Arbeit" lediglich ein Bruchteil dessen, was das Verkehrsmuseum tatsächlich zu bieten hat und kann einen persönlichen Besuch nicht ersetzen.
Nachsatz
Es war einmal das Bestreben, die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in neuem Gewand zu präsentieren und gleichzeitig auf das Zusammenspiel öffentlicher Verkehr und Individualverkehr aufmerksam zu machen. Außerdem wollte man das Verständnis für ein Miteinander bzw. für die Erforderlichkeit der gegenseitigen Rücksichtnahme verbessern. Es war unter anderem auch ein Versuch, die Regelung der Straßenverkehrsordnung, wonach Schienenfahrzeuge und Omnibusse des Kraftfahrlinienverkehrs aus gutem Grund bevorzugte Straßenbenützer sind, verständnisvoll zu untermauern und das Unterbewusstsein der Autofahrer anzusprechen, das Schienennetz, Busspuren, Kreuzungs- und Haltestellenbereiche freizuhalten. Die Notwendigkeit beweist der Alltag. Und wenn die Bemühungen, die auf Papier geschriebenen Bestimmungen einzuhalten, keine Früchte tragen, dann soll zumindest das Festhalten der folgenden Situation, die der Autor dieses Bildberichts bei seiner Ankunft kurz vor der Eröffnungsfeier des neuen Verkehrsmuseums miterlebt hat, als Appell und Motivation, unseren öffentlichen Verkehrsmitteln den für ihren reibungslosen Betriebsablauf erforderlichen Platz einzuräumen, verstanden werden:
Edit: Fehlerkorrektur
Zur Diskussion: http://www.fpdwl.at/forum/galerie/reportagen/diskussionen/13396-d-er-ffnung-des-verkehrsmuseums-remise-am-13-9-2014/
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 67er (05.10.2014, 21:28)
05.10.2014, 14:27#2
[D] Eröffnung des Verkehrsmuseums Remise am 13.9.2014
Vielen dank für diesen wunderschönen Einblick 
05.10.2014, 14:36#3
Danke für die informative und umfangreiche Reportage! 

05.10.2014, 19:23#4
Ich war heute in der Remise. Was schade ist – und ganz im Gegensatz zu der schönen Bildstrecke steht –, ist, dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils). Dennoch: Glückwunsch zum schönen Museum!
06.10.2014, 09:02#5
Ich war heute in der Remise. Was schade ist – und ganz im Gegensatz zu der schönen Bildstrecke steht –, ist, dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils). Dennoch: Glückwunsch zum schönen Museum!Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Betreten der Fahrzeuge nur im Rahmen von Führungen möglich.
06.10.2014, 09:18#6
Tja, aber Führungen gibt es nur für Gruppen ab 10 Personen auf Voranmeldung. Sinnvoll wäre es, Führungen auch für Einzelbesucher anzubieten.. . . schade . . . dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils) . . .Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Betreten der Fahrzeuge nur im Rahmen von Führungen möglich.
06.10.2014, 09:24#7
Wie stellst du dir das in der Praxis vor? Dass dann jeder Besucher seine eigene Führung bekommen? Woher soll das Personal dafür kommen?Tja, aber Führungen gibt es nur für Gruppen ab 10 Personen auf Voranmeldung. Sinnvoll wäre es, Führungen auch für Einzelbesucher anzubieten.. . . schade . . . dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils) . . .Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Betreten der Fahrzeuge nur im Rahmen von Führungen möglich.
06.10.2014, 10:48#8
Wie stellst du dir das in der Praxis vor? Dass dann jeder Besucher seine eigene Führung bekommen? Woher soll das Personal dafür kommen?Tja, aber Führungen gibt es nur für Gruppen ab 10 Personen auf Voranmeldung. Sinnvoll wäre es, Führungen auch für Einzelbesucher anzubieten.. . . schade . . . dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils) . . .Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Betreten der Fahrzeuge nur im Rahmen von Führungen möglich.
Führungen zu festgelegten Zeiten, also beispielsweise Samstag und Sonntag um 10 Uhr und 15 Uhr.
06.10.2014, 10:52#9
Etwas Ähnliches ist m.W. ohnehin geplant, aber scheinbar gab es bis jetzt noch nicht genug Interessenten dafür.Wie stellst du dir das in der Praxis vor? Dass dann jeder Besucher seine eigene Führung bekommen? Woher soll das Personal dafür kommen?Tja, aber Führungen gibt es nur für Gruppen ab 10 Personen auf Voranmeldung. Sinnvoll wäre es, Führungen auch für Einzelbesucher anzubieten.. . . schade . . . dass man die Ausstellungsstücke nicht betreten kann, es ist alles versperrt (mit Ausnahme des Silberpfeils) . . .Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Betreten der Fahrzeuge nur im Rahmen von Führungen möglich.
Führungen zu festgelegten Zeiten, also beispielsweise Samstag und Sonntag um 10 Uhr und 15 Uhr.
06.10.2014, 15:51#10
Freilich, genauso war's gemeint.Wie stellst du dir das in der Praxis vor? Dass dann jeder Besucher seine eigene Führung bekommen? Woher soll das Personal dafür kommen?Führungen zu festgelegten Zeiten, also beispielsweise Samstag und Sonntag um 10 Uhr und 15 Uhr.
06.10.2014, 21:49#11
Danke, 67er, für diese wunderbare Bildreportage. Das Zusammenfügen der aktuellen Situation gepaart mit archivarischen Schätzen von Dir gibt ein so facettenreiches Gesamtbild, es motiviert mich, selbst einmal das Museum zu besichtigen und auch den Shuttleservice natürlich zu nutzen. Danke!
22.10.2014, 20:24#12
Vielen herzlichen Dank für die netten Rückmeldungen.
Da ich mich auch heute noch begeistert an den Besuch des Fests der Hundertjährigen und die Möglichkeit, im Rahmen einer "Privatführung" in den K 2380 einzusteigen, erinnere, kann ich den Wunsch, die Innenausstattung der historischen Fahrzeuge sehen zu dürfen, sehr gut verstehen. Und es ist gar keine Frage, dass ich mich diesem Wunsch anschließe. Gleichzeitig kann ich mir allerdings auch vorstellen, dass die Eigentümer der Dauerleihgaben, die ihre Freizeit in die Restaurierung und den Erhalt der Oldtimer investier(t)en, und möglicherweise auch die Versicherung besondere Bedingungen stellen und befürchten, aufgrund gewisser Erfahrungen anderer Museumsbetreiber vielleicht sogar wissen, dass sich unter 1.000 disziplinierten Gästen eventuell 1 Vandale befindet.
Hoffen wir, dass das Interesse an Besichtigungsmöglichkeiten im Rahmen von Führungen so groß ist, dass für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird.
@ 13A-ler: Es freut mich sehr, zu lesen, dass Dich diese Reportage inspiriert, das Museum zu besichtigen. Und auch ich bin unendlich dankbar für die Schätze aus dem Familienarchiv, noch mehr aber dafür, dass wir heute und hier die Möglichkeit haben, mit unseren eigenen Bildern und Beiträgen, die irgendwann einmal ebenfalls historisch sein werden, heute, morgen, übermorgen und überübermorgen weltweit Freude zu bereiten.
Und da sich bereits jetzt die Gelegenheit bietet, den letzten Satz in die Tat umzusetzen, beende ich meine Antwort mit einem Hauch von Nostalgie, den ich während meiner Anreise zum heurigen Tramwaytag im m2 5211 eingefangen habe.



Da ich mich auch heute noch begeistert an den Besuch des Fests der Hundertjährigen und die Möglichkeit, im Rahmen einer "Privatführung" in den K 2380 einzusteigen, erinnere, kann ich den Wunsch, die Innenausstattung der historischen Fahrzeuge sehen zu dürfen, sehr gut verstehen. Und es ist gar keine Frage, dass ich mich diesem Wunsch anschließe. Gleichzeitig kann ich mir allerdings auch vorstellen, dass die Eigentümer der Dauerleihgaben, die ihre Freizeit in die Restaurierung und den Erhalt der Oldtimer investier(t)en, und möglicherweise auch die Versicherung besondere Bedingungen stellen und befürchten, aufgrund gewisser Erfahrungen anderer Museumsbetreiber vielleicht sogar wissen, dass sich unter 1.000 disziplinierten Gästen eventuell 1 Vandale befindet.
Hoffen wir, dass das Interesse an Besichtigungsmöglichkeiten im Rahmen von Führungen so groß ist, dass für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird.
@ 13A-ler: Es freut mich sehr, zu lesen, dass Dich diese Reportage inspiriert, das Museum zu besichtigen. Und auch ich bin unendlich dankbar für die Schätze aus dem Familienarchiv, noch mehr aber dafür, dass wir heute und hier die Möglichkeit haben, mit unseren eigenen Bildern und Beiträgen, die irgendwann einmal ebenfalls historisch sein werden, heute, morgen, übermorgen und überübermorgen weltweit Freude zu bereiten.
Und da sich bereits jetzt die Gelegenheit bietet, den letzten Satz in die Tat umzusetzen, beende ich meine Antwort mit einem Hauch von Nostalgie, den ich während meiner Anreise zum heurigen Tramwaytag im m2 5211 eingefangen habe.
23.10.2014, 09:03#13
Welche Fahrzeuge fehlen denn jetzt in der neuen "Remise" im Vergleich zu vorher?
Ich bin da nicht so auf dem Laufenden.
Ich bin da nicht so auf dem Laufenden.
23.10.2014, 11:19#14
Welche Fahrzeuge fehlen denn jetzt in der neuen "Remise" im Vergleich zu vorher?Laut den aktuellen Verkehrsblättern sind folgende Ausstellungsfahrzeuge weggekommen:
Ich bin da nicht so auf dem Laufenden.
AW 2103
M 4078
P 4153
k7 1500
l3 1840
m2 5194
m3 5337
Desweiteren folgende Fahrzeuge, die als Betriebsfahrzeuge deklariert wurden, aber ebenfalls aus dem Museum stammen:
L 502
K 2283
GP 6412
b 1482
l 1702
l 1776
u2 3832
gr 7139
ko1 7503
Es sind also insgesamt 16 Fahrzeuge weniger.
23.10.2014, 14:28#15
Welche Fahrzeuge fehlen denn jetzt in der neuen "Remise" im Vergleich zu vorher?Laut den aktuellen Verkehrsblättern sind folgende Ausstellungsfahrzeuge weggekommen:
Ich bin da nicht so auf dem Laufenden.
AW 2103
M 4078
P 4153
k7 1500
l3 1840
m2 5194
m3 5337
Desweiteren folgende Fahrzeuge, die als Betriebsfahrzeuge deklariert wurden, aber ebenfalls aus dem Museum stammen:
L 502
K 2283
GP 6412
b 1482
l 1702
l 1776
u2 3832
gr 7139
ko1 7503
Es sind also insgesamt 16 Fahrzeuge weniger.
Was wird aus diesen Fahrzeugen passieren?
23.10.2014, 15:14#16
Laut den aktuellen Verkehrsblättern sind folgende Ausstellungsfahrzeuge weggekommen:
„Weggekommen“ bedeutet bitte was?
Wurden die Fahrzeuge ausgelagert, abgegeben, ....
Sind ja etwas größer als ein Schlüsselbund, der schon mal durch verlegen oder verlieren wegkommen kann.

24.10.2014, 13:26#17
Bei bahnbilder.warumdenn.net gibt es einen kurzen Bericht samt Bildern, von Answer Kurz (
), über den Verbleib der Wagen:
), über den Verbleib der Wagen:Zitat
In letzter Zeit gab es einige gravierende Änderungen in diesem Bereich. Trotzdem gab es in Zeitschriften und Worldwideweb keine näheren Informationen, weshalb hier ein kurzer Überblick gegeben werden soll. Ein Kommentar zu den Vorgängen und den Eigentumsverhältnissen der Wagen wird nicht gegeben.
Nachdem das ehemalige Strassenbahnmuseum zum Verkehrsmuseum „umgestaltet“ wurde, stand auf Grund des neuen Ausstellungskonzeptes weniger Platz für Fahrzeuge zur Verfügung. Gleichzeitig musste die Abstellanlage Speising von Museumswagen geräumt werden, wodurch in Summe für Museumswagen viel weniger Platz zur Verfügung steht. Die Konsequenzen waren bisher:
Verschrottung von Fahrzeugen:
EW 6600, F 734, c3 1146
Abtransport von Fahrzeugen nach Traiskirchen:
Triebwagen: K 2283, P 4153, G3 2103, H1 2248, M 4078, GS 6858, L 502 und GP 6412;
Beiwagen: u2 3832, d2 5022, m2 5194, m3 5337, l3 1840, l 1702+1776, b 1482, c3 1101, gr 7130, k7 1500, k3 1608, al 7008 und ko3 7503; Zusätzlich der Niederflurversuchsträger ohne c2-1054;
Weiters ist die Platzsituation im Verkehrsmuseum und der Abstellanlage im Bahnhof Simmering weiterhin angespannt und so standen zum Berichtszeitpunkt folgende Fahrzeuge im Freien: M 4137+m3 5418, TU1 6122 und TH 6503.
Eine weitere Reduktion an Fahrzeugen ist somit zu befürchten bzw. steht für Neuzugänge (der aufgearbeitete Salonwagen 82 oder künftig eine E1+c4 Garnitur) kein Platz zur Verfügung. Die Aufnahmen zeigen die nächtlichen Transporte der oben erwähnten Wagen in die Hauptwerkstätte Simmering, von wo sie per LKW-Tieflader nach Traiskirchen verbracht wurden. Text und Fotos: Answer Kurz
G3 2103 + M1 4151, Bf. Simmering, 27.09.2014
4151+502+1702 in St. Marx, Rennweg Ecke Landstrasser Hauptstrasse, 30.9.2014
Quelle + Weitere Bilder
24.10.2014, 15:11#18
Sie sind nun in einer ehem. Lagerhalle der Firma Semperit in Traiskirchen, wohin sie per Tieflader gebracht wurden (Quelle: Verkehrsblätter 10/2014).Laut den aktuellen Verkehrsblättern sind folgende Ausstellungsfahrzeuge weggekommen:
„Weggekommen“ bedeutet bitte was?
24.10.2014, 20:55#19
Sie sind nun in einer ehem. Lagerhalle der Firma Semperit in Traiskirchen, wohin sie per Tieflader gebracht wurden (Quelle: Verkehrsblätter 10/2014).Weißt du auch zufällig wo diese ehemalige Lagerhalle in Traiskirchen genau liegt?

