Neues Moto der Wiener Linien? Wenn schon Störung dann richtig?

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08.12.2014, 22:18#1
Hallo, zum Vorfall heute in der Oberfledgasse möchte ich noch mal etwas Kundtun, ich habe den WL einfach ein Mail geschrieben und möchte gerne mal eure Meinung hören. Also ich hab schon viel Blödsinn gesehen aber das war leider sonderlich dumm.

Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

Eigentlich wollte ich mich heute nur über die neue Linienführung der Linie 84A ab Jänner erkundigen, doch ein Vorfall in Kagran hat mich dazu gebracht, dass ich diesen lieber ausführlicher ansprechen will.
Grundsätzlich ist es mir ja egal wenn es eine Panne/Betriebsstörung oder wie man es auch immer nennen will gibt, aber hier haben einige Faktoren zusammengeholfen um das negative Erlebnis perfekt abzuschmecken. Und bevor jetzt der Eindruck entsteht ich habe kein Verständnis für Störungen möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich das sehr wohl habe. Autofahrer die versuchen die Hochtrasse in der Oberfeldgasse zu befahren gibt es anscheinend leider wirklich, aber das kann überall passieren und nur weil das den Betrieb der Linie 26 gestört hat, würde ich Ihnen eigentlich nicht schreiben. Was mich aber an dem Vorfall besonders ärgert, wäre alles perfekt gelaufen, wäre ich nicht einmal betroffen gewesen. Ich schildere einfach einmal die Sachlage.
Ich muss Montags immer zwischen 17:00 und 19:00 von der Großfeldsiedlung zur Scheffelstraße. Mein üblicher Weg ist daher 29A, 33A oder U1, S2, 33A. Da aber heute ein Feiertag ist beschloss ich den Fahrtweg U1, 25 zu nehmen und ab Hoßplatz zu Fuß zu gehen. Soweit war ich ja noch ganz zufrieden, nun ja es wäre zwar schon schön die Linie 33A auch Feiertags nutzen zu können aber es ist auch kein Weltuntergang ohne dieser Linie. Ich habe also meinen Plan über Qando „abklären“ lassen und somit auch meine Fahrzeiten. U1 kam wie immer pünktlich und auch bis zur Ankunft in Kagran war alles ganz nach Plan. Doch dort erblickte ich einen ULF der Linie 26 und zwar in Fahrtrichtung Strebersdorf. Aber nicht in der Station sondern auf dem Regelgleis der Linie 25 in Fahrtrichtung Floridsdorf genau auf der Prandaugasse und versperrte somit die Prandaugasse und die Attemsgasse. Da aber bis jetzt noch alle Fahrgäste ganz entspannt bei der Haltestelle der Linie 25 standen habe ich mich halt auch dazugestellt und die Situation beobachtet. Bis auf das, dass Qando keine Planzeiten mehr anzeigte und auch die Fahrgastinformationsanzeige außer Betrieb war, beziehungsweise nur „Fahrplanaushang beachten“ anzeigte war eigentlich alles relativ normal. Der Fahrer meiner Straßenbahn machte dann auch nicht den Eindruck als würde er diese Situation sonderlich komisch finden, bis er dann nach kurzer Zeit anfing verdutzt zu schauen und schlussendlich auch feststellte, der steht da jetzt schon recht lang, blockiert die Straße, hat den Warnblinker an und der Fahrer geht vor seiner Garnitur nervös auf und ab, irgendwas stimmt da nicht. Das ist dann auch schnell einigen Fahrgästen und den Fahrern von Bussen der Linien 22A, 93A und 94A aufgefallen die alle an der Bim vorbei mussten, aber nicht konnten.
Der Fahrer der 25er Garnitur hatte dann die Idee er spaziert jetzt mal langsam vor (Stress hat er ja keinen, er ist ja quasi schon an seinem Arbeitsplatz), ich mein ich erwarte keinen Sprint aber ein schnelleres Tempo wäre da vielleicht schon angebracht wenn da circa 300 Fahrgäste warten was jetzt passiert. Und so kam er dann auch zurück auf meine fragende Mimik erhält ich den Gesichtseindruck „nicht gut“ zurück und auch das anschließende Funkgespräch war eher ein Gespräch das einer wortwörtlich genommenen Doppelblindstudie gleichkommt, das Ergebnis wurde dann aber mit „Dieser Zug fährt nach Aspern“ recht eindeutig kommuniziert. Lösungsansätze für den Fahrgast, Gründe oder dergleichen blieben aus, der Fahrgast wird sich schon zu helfen wissen, nicht? Naja zumindest ich, hatte eine Idee, den als ich in der Gegend noch öfter unterwegs war konnte man immer mit dem 27A zur Josef-Baumann-Gasse (Vetmed Uni) fahren, wo ich dann vor hatte in die Linie 26 umzusteigen. Ich fragte also den Fahrer des Busses ob er denn diese Idee unterstützen würde. Da das Ergebnis positiv war, setze ich mich also hin und beobachtet die Situation weiter. Anscheinend dürfte der Fahrer die letzten 10 Minuten geschlafen haben, denn er realisierte erst jetzt, dass da eine Bim, und 4 Busse im Weg stehen und er da in keinem Fall wegkommt. Das sich gerade 100 Fahrgäste aus dem 25er in seinen Bus quetschen dürfte ihm nicht aufgefallen sein. Seine jüngst erworbene Erkenntnisse kommentierte er dann über Lautsprecher trocken mit den Worten: „Werte Fahrgäste wir haben eine Fahrtbehinderung.“ Ich wollte es schon fast kommentieren dachte es mir dann aber nur im stillen. Es hätte die Situation wohl kaum verbessert. Während der Fahrer abwechselnd sein RBL-Geräte und die Straßenbahngarnitur ansah und nicht wirklich wusste was er den nun tun oder lassen soll, obwohl man ihm durchaus eine gewisse Problemlösungskompetenz zuschreiben kann, er hatte zumindest die Idee das er den Motor ja abschalten kann, hatten die Fahrer der Linien 22A (Gschwindl, mittlerweile 2 Busse) und 93A (Dr. Richard, 1 Bus) die Idee, sie könnten ja kommunizieren. Also entwickelten sie einen Plan wie sie denn diese Problemstelle am besten umfahren und tatsächlich 1 Minuten später waren die Busse auch schon weg, beziehungsweise wieder an der Haltestelle weil sie sonst im Konvoi fahren würden (22A). Und nach weiteren 4 Minuten hat die Straßenbahngarnitur die seit 15 Minuten die Straße blockiert angefangen eine Rückwärtsfahrt einzuleiten, defekt kann sie also nicht gewesen sein. Bevor es mir aber möglich war dies zu verarbeiten und mir einen neuen Plan auszudenken, kommentierte der mittlerweile sehr aufmerksam gewordene 27A-Fahrer die Situation mit: „Die Fahrbehinderung löst sich gerade auf“, und fuhr seinen Bus weiter.
Angekommen bei der Josef-Baumann-Gasse wusste ich erstmal nicht was ich denn tun sollte - obwohl eigentlich schon - ich wollte in einen Zug der Linie 26. Doch zu meiner Verwunderung kam keiner. Und da mittlerweile schon 1 26er (!?) und ein 25er aus der Tokyostraße kamen beschloss ich, auch dorthin zu gehen und erwischte dann auch die 3. Bim die von dort abfuhr.
Auf meine Frage an den Fahrer dieses Zuges, ob er den wüsste was hier los sei, sagte er mir nur das er von nichts wüsste und nur ganz normal fahren würde. Er hatte übrigens auch keine Verspätung und aus den vorherigen Situation hatte ich ja gelernt, dass Kommunikation beim Fahr- und Betriebspersonal der Wiener Linien, im Gegensatz zu anderen Unternehmen (Gschwindl, Richard), ein Fremdwort ist, konnte ich ihm das sogar glauben. Was allerdings dann zum einen, eine Auflösung der Situation, zum anderen ein grandioser Blödsinn und Schuss ins Knie war, war die Ansage die beim 18 Minuten zu späten aussteigen am Hoßplatz erfolgte: „Aufgrund einer Fahrtbehinderung in der Oberfeldgasse kann die Linie 26 derzeit nur zwischen Strebersdorf und Kagran fahren.“
Wie ich sagte ein perfekt abgeschmecktes negatives Erlebnis. Nun warum schreibe ich das, ich erwarte mir nichts, außer Antworten auf folgende Fragen, die auch Gleichzeitig eine Zusammenfassung darstellen sollen:

• Warum wurde nicht schon früher in Kagran - wie zum Beispiel meist beim 26A morgens, da erfolgt es in 1-2 Minuten Intervallen - kommuniziert das es eine Fahrtbehinderung auf der Linie 26 gibt?
• Warum stand ein Fahrzeug der Linie 26 da auf der Straße und konnte oder wollte nicht weiterfahren (ULF Nr. 675)? Was war Fehlerhaft und vor allem was passiert mit dem Zug nach dem zurücksetzen?
• Warum gelingt es Fahrern von privaten Unternehmen eine Kommunikation untereinander aufzubauen, den Wiener Linien aber nicht einmal betriebsintern?
• Warum kommuniziert man die Fahrtbehinderung, die anscheinend schon länger herrschte nicht einmal direkt bei den Haltestellen der betroffen Linien (26, Josef-Baumann-Gasse) sondern erst 10 Minuten später am Hoßplatz!?
• Warum wurde der Fahrer der Linie 27A nicht informiert das Fahrgäste die eventuell beim ihm einsteigen um zum 26er zu kommen, gar nicht hin müssten, weil der sowieso nicht fährt?

Abschließend noch kurz zu einem anderen Thema, ich habe erfahren, dass die Linie ab 84A nicht mehr zur Hausfeldstraße fahren soll. Würde da sehr gerne wissen ob es da schon näheres gibt und die wir als Fahrgäste darüber noch informiert werden?


In Erwartung einer ausführlichen Klärung,

Felix *******


Ich hoffe das ist nicht zu viel!
09.12.2014, 05:49#2
Sehr ausführlich .... aber die Antwort wird wohl eher ein nichtssagendes „bla-bla“-Statement sein. Vielleicht noch mit dem Hauch einer Entschuldigung und (vorgetäuschtem) Bedauern ....