Attraktivität der S45 (war: Die Vorortelinie)

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24.03.2015, 22:43#1
Ich finde ja die Aussenring-Schnellbahn wunderschön, passt gut ins Stadtbild.

Leider hat man es bisher unterlassen, sie attraktiv zu machen und sie irgendwie besser zu führen z.b über die Verbindungsbahn zum Hb, vielliecht weiter nach Kaiserebersdorf eventuell zum Flughafen. Das ganze umbenennen in U irgendwas, auf den U-Bahnplänen einzeichnen, ein 15 Minuten Takt fürs erste, dann würde die Sache schon ganz anders aussehen
24.03.2015, 22:59#2
Die S45 ist durchaus attraktiv, wenn du dir anschaust was hier täglich an Leuten befördert wird.
24.03.2015, 23:07#3
Leider hat man es bisher unterlassen, sie attraktiv zu machen und sie irgendwie besser zu führen z.b über die Verbindungsbahn zum Hb, vielliecht weiter nach Kaiserebersdorf eventuell zum Flughafen. Das ganze umbenennen in U irgendwas, auf den U-Bahnplänen einzeichnen, ein 15 Minuten Takt fürs erste, dann würde die Sache schon ganz anders aussehen
Es gibt doch ein 10 min. Intervall. Das reicht doch aus ;) . Ich würde die S45 in erster Linie einmal bis Praterkai verlängern (Anschluss an die U1 und die U2). Dann eventuell über die S80 zum Hauptbahnhof. In die Gegenrichtung wäre eine Verlängerung Richtung St. Pölten wäre begrüßenswert. Das einzige Problem ist halt das Stück zwischen Hütteldorf und Penzing (eingleisig).
24.03.2015, 23:17#4
Naja, aber wenn man die S45 wirklich bis nach Hütteldorf weiter hinausverlängert, dann braucht's sowieso ein oder zwei Weichennach dem Bahnhof Penzing damit der Zug auf jene Gleise kommt die nicht in Hütteldorf enden. Dann hätte man in dem Sinn keinen eingleisigen Streckenabschnitt mehr.
25.03.2015, 06:49#5
Ich befürworte nach wie vor den S-Bahnring, doch Wien ist leider eher ein U-Bahn-Fan. Mir reichen die U-Bahnen auch langsam, vor allem seitdem mit den Plastiksitzen und den Piepserln der Komfort deutlich gesunken ist. :daumenrunter:
25.03.2015, 13:09#6
...Ich würde die S45 in erster Linie einmal bis Praterkai verlängern (Anschluss an die U1 und die U2). Dann eventuell über die S80 zum Hauptbahnhof. In die Gegenrichtung wäre eine Verlängerung Richtung St. Pölten wäre begrüßenswert. Das einzige Problem ist halt das Stück zwischen Hütteldorf und Penzing (eingleisig).


Ja Langläufe sind in der Theorie sehr beliebt, aber oft sinnlos. Was bringt es die S45 nach St. Pölten zu verlängern? Von St. Pölten fährt man schnell über den Tunnel nach Wien, als S-Bahn überall stehen zu bleiben attraktiviert das ganze für die Menschen bis maximal Tullnerbach.
Über die S80 zum Hauptbahnhof ist nett, aber bis zur Vorgartenstraße fahren die Menschen mit der U1 zum Hauptbahnhof und danach ist das Einzugsgebiet eher nicht so gewaltig, abgesehen von der Morgen- und Abendspitze wäre das eher Geldverbrennung denn benutztes Verkehrsmittel.
25.03.2015, 14:22#7
Über die S80 zum Hauptbahnhof ist nett, aber bis zur Vorgartenstraße fahren die Menschen mit der U1 zum Hauptbahnhof und danach ist das Einzugsgebiet eher nicht so gewaltig, abgesehen von der Morgen- und Abendspitze wäre das eher Geldverbrennung denn benutztes Verkehrsmittel.
Wenn man wüsste wie es mit der Anzahl der Autofahrer zum neuen "huma Einkaufspark" aussieht, würde sich dort eine S-Bahn auszahlen?
25.03.2015, 14:39#8
Um eine höhere Auslastung der S45 zu erreichen, bräuchte man nur eine Sache machen. S45 in U7, 8,9,10 ,100 oder so umbenennen und in die U-Bahnpläne als U-Bahn einzeichnen.

Die jetzige Führung der S45 ist einfach nicht optimal, weil man faktisch nur einen Aussenbezirk Döbling mit einen anderen Penzing verbindet und zwischen den Ausssenbezirken rumfahren kann. Deshalb frage ich mich was das bringen soll, diese daher noch weiter außerhalb zu verlängern wie Klosterneuburg oder Tullnerbach. Das ist falsch, im Gegenteil man muss die Vorortlinie näher an die Stadt rücken lassen, denn dort arbeiten die Menschen, dort halten sich die Menschen auf.

Eine verbindungstechnische Verbesserung, wenn man unbedingt verlängern möchte, wäre die Vorortelinie mindestens über Meidling bis zum Hauptbahnhof zu führen, eventuell nach Schwechat/Flughafen oder Simmering, am anderen Ende statt eine Führung nach Heiligenstadt eine Führung nach Spittelau und wenn es sich baulich machen lässt sogar bis Schottentor. Und ich glaube, dass würde wahrscheinlich schon reichen um die ganzen Straßenbahnen im Nordwesten spürbar zu entlasten und eine U5 nach Hernals könnte man noch herauszögern.
25.03.2015, 15:12#9
RE: Attraktivität der S45 (war: Die Vorortelinie)
Ich finde ja die Aussenring-Schnellbahn wunderschön, passt gut ins Stadtbild.

Leider hat man es bisher unterlassen, sie attraktiv zu machen und sie irgendwie besser zu führen z.b über die Verbindungsbahn zum Hb, vielliecht weiter nach Kaiserebersdorf eventuell zum Flughafen. Das ganze umbenennen in U irgendwas, auf den U-Bahnplänen einzeichnen, ein 15 Minuten Takt fürs erste, dann würde die Sache schon ganz anders aussehen


ein 15-Minuten-Takt fürs erste ... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Daran merkt man wirklich, dass Du Dich noch überhaupt nicht damit beschäftigt hast ... denn Montag bis Freitag gibt es ja schon seit einigen Jahren zwischen 6 und 19h einen 10-Minuten-Takt. Und selbst nach 23h fährt die S-Bahn ja schon alle 15 Minuten!
Wenn Du jemals in der HVZ mit der S45 gefahren wärst wüsstest Du auch, dass sie sehr gut ausgelastet ist und es auf allen Abschnitten zu diesen Tageszeiten keine freien Sitzplätze gibt und es im seltenen Fall eines Zugausfalles um diese Uhrzeit weitaus enger wird, als etwa in der U6 zwischen Westbahnhof und Alser Straße oder auch der U3 zwischen Volkstheater und Westbahnhof.
Und selbst wenn es zu keinem Zugausfall kommt, so ist es in der S45 z.B. zwischen Heiligenstadt und Oberdöbling immer voller, als in der U4 zwischen Spittelau und Heiligenstadt.
Ohne Intervallverdichtung ist eine Attraktivierung der S-Bahn also schon rein von der Kapazitätsgrenze nicht wirklich möglich.
Und ob die jetzt S45 oder U7 heißt wird den Leuten, die sie brauchen relativ egal sein.
Die Stärke der S45 ist eben nicht, dass sie die Leute ins Zentrum führt, sondern dass man mit Ihr schnell von A nach B kommt auf Routen, die eben nicht ins Zentrum führen, schließlich wohnen nicht nur Menschen außerhalb des Gürtels, sondern es gibt auch Arbeitsplätze und Einkaufsgelegenheiten außerhalb des Gürtels. Und gerade wenn man auf derartige Tangentialverbindungen angewiesen ist (wie es ja auch die erfolgreiche U6 ist), dann hat man in der Innenstadt immer Engpässe bei der Kapazität.
Bevor man groß herumdocktort an der S45 sollte man die bestehenden Engpässe beseitigen, also die eingleisiegen Abschnitte zwischen Penzing und Hütteldorf sowie zwischen Heiligenstadt und Handelskai zweigleisig ausbauen. Danach wäre eine Verlängerung zumindest zur U1 (Vorgartenstraße) und zur U2 (Donaumarina), oder am besten gleich bis zum Praterkai (Marchegger Ostbahn) äußerst sinnvoll. Ich hätte die Verbindung zur U1 oder zur U2 schon dutzende Male brauchen können und ärgere mich jedes Mal, wenn ich daran denke, dass ich schon wieder "unnötig" umsteigen musste um zur U1 zu gelangen, welche für Leute aus dem Nordwesten Wiens ja keinesfalls ohne mehrmaliges Umsteigen zu erreichen ist.
Im Falle so einer Verlängerung müsste man aber auf jeden Fall die Intervalle verdichten, da es ansonsten zwischen Handelskai und Ottakring zu einer massiven Überfüllung kommen würde.

Nachtrag: Die Hochflur-Fahrzeuge gehören natürlich auch ersetzt durch Niederflurfahrzeuge, was auf der Flughafenschnellbahn aber eigentlich noch wichtiger wäre.
25.03.2015, 15:32#10
Um eine höhere Auslastung der S45 zu erreichen, bräuchte man nur eine Sache machen. S45 in U7, 8,9,10 ,100 oder so umbenennen und in die U-Bahnpläne als U-Bahn einzeichnen.

Die jetzige Führung der S45 ist einfach nicht optimal, weil man faktisch nur einen Aussenbezirk Döbling mit einen anderen Penzing verbindet und zwischen den Ausssenbezirken rumfahren kann. Deshalb frage ich mich was das bringen soll, diese daher noch weiter außerhalb zu verlängern wie Klosterneuburg oder Tullnerbach. Das ist falsch, im Gegenteil man muss die Vorortlinie näher an die Stadt rücken lassen, denn dort arbeiten die Menschen, dort halten sich die Menschen auf.

Eine verbindungstechnische Verbesserung, wenn man unbedingt verlängern möchte, wäre die Vorortelinie mindestens über Meidling bis zum Hauptbahnhof zu führen, eventuell nach Schwechat/Flughafen oder Simmering, am anderen Ende statt eine Führung nach Heiligenstadt eine Führung nach Spittelau und wenn es sich baulich machen lässt sogar bis Schottentor. Und ich glaube, dass würde wahrscheinlich schon reichen um die ganzen Straßenbahnen im Nordwesten spürbar zu entlasten und eine U5 nach Hernals könnte man noch herauszögern.
Eine Umbennenung der S45 in eine U-Bahnlinie ist jetzt nicht wirklich notwendig. Abgesehen davon, dass die S45 ein ganz anderes System als eine U-Bahn hat, ist einfach nicht nötig.

Man muss die S-Bahn einfach nur attraktiver gestalten, im Fall der Vorortelinie etwa ein 7,5 Intervall mit abzweigenden Ästen an beiden Enden erstellen. So könnte man etwa ab Penzing einen Ast zum Hauptbahnhof, einen anderen nach Tullnerbach-Pressbaum führen und im Norden ab Heiligenstadt einen Ast zum Praterkai und einen nach Klosterneuburg. Die S45 über die Stadtgrenze zu verlängern halte ich keinesfalls für keine schlechte Idee, schließlich ist die Anzahl an Pendlern sehr hoch und dieses Problem kann man nur lösen indem S-Bahnen sinnvoll durch die Stadt durchgebunden werden.

Wie du die S45 nach Spittelau fahren lassen willst ist mir auch nicht wirklich klar, dazu müsste man in Heiligenstadt wenden, was alles andere als attraktiv ist, das kostet ja nur Zeit für die Fahrgäste und ergibt ohnehin auch von der Linienführung her nicht viel Sinn. Außerdem ist fraglich, ob in Heiligenstdat überhaupt die notwendigen Kapazitäten dafür vorhanden sind. Einen Tunnel zum Schottentor (und weiter) find ich jedenfalls als nötig, allerdings wäre die Führung der Züge von der Franz-Josefs-Bahn aus kommend eine effektiviere Nutzung dieser neuen Strecke.
25.03.2015, 20:39#11
Eine Teilung und Weiterführung ins Umland finde ich auf der einen Seite ganz gut, was ich weniger gut finde ist der dadurch größer werdende Takt zum Handelskai. Wen. Man sich so mal die Züge ansieht wie voll die sind wenn sie am Handelskai ankommen, dann möchte ich schon sagen das ein Intervall von 20 Min diese Verbindung erheblich verschlechtern würde.
Eine Führung bis zur U1 ist ja Sein Jahren längst überfällig. Die Führung bis Praterkai sehe ich da jetzt nicht unbedingt als notwendig, wäre dafür wirklich die Nachfrage da?
Eine Weiterführung bis zum HBF finde ich für unnötig, denn wer dort hin möchte würde bestimmt nicht den Umweg wählen, man würde zur U1 umsteigen und so recht rasch beim HBF sein.
Was die Linie noch attraktiveren würde sind die Fahrzeiten, die langen Stationsaufenthalte sind ja schon sehr nervig, aber ja, das ist eben ÖBB, ist ja auf der Stammstrecke nicht anders.
26.03.2015, 00:08#12
Danke 38ger, ich stimm' dir vollinhaltlich zu. :daumenhoch:
26.03.2015, 09:06#13
Danke 38ger, ich stimm' dir vollinhaltlich zu. :daumenhoch:
Da stimme ich euch voll und ganz zu. Eine Verlängerung der S45 über den Handelskai wäre kein Problem. Nur scheitert es immer wieder am Verkehrsdienstevertrag :boese: .
26.03.2015, 11:21#14
Eine Verlängerung der S45 über den Handelskai wäre kein Problem. Nur scheitert es immer wieder am Verkehrsdienstevertrag :boese: .
Was soll das bringen? Dafür besteht doch kein Bedarf.
26.03.2015, 12:21#15
Was soll das bringen? Dafür besteht doch kein Bedarf.
Lt. den letzten Berechnungen der ÖBB (und der Stadt Wien) würde sehrwohl bedarf bestehen. Alleine die Entlastung der Linien 11A/11B wäre schon enorm (Handelskai - Vorgartenstr.).

PS: Um eines vorweg zu nehmen: Die Berechnung darf ich hier nicht veröffentlichen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von sheldor (26.03.2015, 12:25)
26.03.2015, 14:05#16
Was soll das bringen? Dafür besteht doch kein Bedarf.
Lt. den letzten Berechnungen der ÖBB (und der Stadt Wien) würde sehrwohl bedarf bestehen. Alleine die Entlastung der Linien 11A/11B wäre schon enorm (Handelskai - Vorgartenstr.).

PS: Um eines vorweg zu nehmen: Die Berechnung darf ich hier nicht veröffentlichen.
Auch viele Fahrten aus den nordwestlichen Bezirken Richtung Transdanubien, die derzeit über Radialstraßenbahnlinien zu U2 und U1 verlaufen, würden auf die Verlängerung verlagert werden. Wie schon öfters diskutiert, wäre der Umsteigeweg bei der Reichsbrücke zwar nicht ideal, bei der Donaustadtbrücke und am Praterkai hingegen könnte man direkte Zugänge schaffen.
26.03.2015, 14:14#17
Auch viele Fahrten aus den nordwestlichen Bezirken Richtung Transdanubien, die derzeit über Radialstraßenbahnlinien zu U2 und U1 verlaufen, würden auf die Verlängerung verlagert werden. Wie schon öfters diskutiert, wäre der Umsteigeweg bei der Reichsbrücke zwar nicht ideal, bei der Donaustadtbrücke und am Praterkai hingegen könnte man direkte Zugänge schaffen.
Es gab auf der S45 ja schon einmal eine Station Floridsdorfer Brücke, die später wieder mangels Bedarf geschlossen wurde. Das Gelände entlang des Handelskai ist von Industriebetrieben geprägt. Dort gibt es ev. Bedarf für Güter-, aber sicher für keinen Personenverkehr.
26.03.2015, 14:23#18
Naja, aber wenn man die S45 wirklich bis nach Hütteldorf weiter hinausverlängert, dann braucht's sowieso ein oder zwei Weichen nach dem Bahnhof Penzing damit der Zug auf jene Gleise kommt die nicht in Hütteldorf enden.
Das geht aber auch ohne zusätzliche Weichen (S45 fährt in Hütteldorf am Bahnsteig 1 [statt Bahnsteig 11] ein) und wird hin und wieder praktiziert (lt. Scotty ist lustigerweise soeben eine S45 vom Bahnsteig 1 in Hütteldorf abgefahren).
26.03.2015, 14:24#19
Auch viele Fahrten aus den nordwestlichen Bezirken Richtung Transdanubien, die derzeit über Radialstraßenbahnlinien zu U2 und U1 verlaufen, würden auf die Verlängerung verlagert werden. Wie schon öfters diskutiert, wäre der Umsteigeweg bei der Reichsbrücke zwar nicht ideal, bei der Donaustadtbrücke und am Praterkai hingegen könnte man direkte Zugänge schaffen.
Es gab auf der S45 ja schon einmal eine Station Floridsdorfer Brücke, die später wieder mangels Bedarf geschlossen wurde. Das Gelände entlang des Handelskai ist von Industriebetrieben geprägt. Dort gibt es ev. Bedarf für Güter-, aber sicher für keinen Personenverkehr.
Wenn du meinst... . Reden wir in ein paar Jahren weiter. ;) Bemerkung am Rande: Vor der Verlängerung zum Handelskai gab es ähnliche Befürchtungen vor geringer Auslastung, heute sind die Züge auch in diesem Abschnitt voll.
26.03.2015, 14:52#20
Wenn du meinst... . Reden wir in ein paar Jahren weiter. ;)
Dass sich in ein paar Jahren etwas ändern kann, bestreite ich nicht. Aus heutiger Sicht - und darum geht es ja in dieser Diskussion - wäre für eine Verlängerung der Bedarf jedenfalls nicht gegeben, zumindest nicht für die S45 (für eine Buslinie u.U. schon).