Bus-Klimaanlagen und ihre Alternativen
7 Beiträge
01.07.2015, 23:56#1
Hallo Leute!
In Wien gibt es solche Busse (noch), im Innsbrucker Stadtverkehr nun schon seit einigen Jahren nicht mehr und in Deutschland werden mancherorts sogar Neufahrzeuge ohne Klimaanlage gekauft. Nun aber umschweifend zu meinem Grund für die Erstellung des Threads:
Da ich tagtäglich 2x mit dem Bus für je ca. 30 Minuten (ohne umsteigen) unterwegs bin und meine Arbeitskleidung leider schwarz ist, merke ich ganz leicht, ob die Klima an ist UND funktioniert, oder eben nicht. Leider gibt es im Bus aber immer wieder Leute, die ein einzelnes Kippfenster öffnen, und damit dann die Klimaanlage des ganzen 18m-Busses nutzlos machen.
Aber warum schaffen die Deutschen Städte dann Busse ohne Klima an, wo ist der Vorteil? Oder gibt es gar keinen realen Nachteil? Reichen scheinbar die geöffneten Klappfenster?
Und um noch mehr ins Ausland abzuschweifen: In Polen und vielen anderen Ländern kommen neue Busse in Dienst, wo man 1/4 (!!!) des Fensters öffnen kann. Also so ähnlich wie bei den E1 kann man es (statt runter) zur Seite schieben. Sowas sorgt für extrem starke Belüftung.
Ich bin ein Fan der letzten Variante, aber ist diese in Österreich überhaupt zulassungsfähig?
In Wien gibt es solche Busse (noch), im Innsbrucker Stadtverkehr nun schon seit einigen Jahren nicht mehr und in Deutschland werden mancherorts sogar Neufahrzeuge ohne Klimaanlage gekauft. Nun aber umschweifend zu meinem Grund für die Erstellung des Threads:
Da ich tagtäglich 2x mit dem Bus für je ca. 30 Minuten (ohne umsteigen) unterwegs bin und meine Arbeitskleidung leider schwarz ist, merke ich ganz leicht, ob die Klima an ist UND funktioniert, oder eben nicht. Leider gibt es im Bus aber immer wieder Leute, die ein einzelnes Kippfenster öffnen, und damit dann die Klimaanlage des ganzen 18m-Busses nutzlos machen.
Aber warum schaffen die Deutschen Städte dann Busse ohne Klima an, wo ist der Vorteil? Oder gibt es gar keinen realen Nachteil? Reichen scheinbar die geöffneten Klappfenster?
Und um noch mehr ins Ausland abzuschweifen: In Polen und vielen anderen Ländern kommen neue Busse in Dienst, wo man 1/4 (!!!) des Fensters öffnen kann. Also so ähnlich wie bei den E1 kann man es (statt runter) zur Seite schieben. Sowas sorgt für extrem starke Belüftung.
Ich bin ein Fan der letzten Variante, aber ist diese in Österreich überhaupt zulassungsfähig?
02.07.2015, 08:16#2
Der Unterschied liegt halt in Leistung und Spritverbrauch-und in Zonen mit nicht so warmen Klima schenkt man sich die TAA.
02.07.2015, 12:45#3
Der Vorteil an Bussen/Zügen ohne Fenster und mit Klima ist auch, für allem für Allergiker, die Frischluftfilter. Für Personen mit, zum Beispiel Gräserallergie, die bei offenen Fenster im Sommer natürlich recht unangenehme Formen annimmt, sind solche Filter ein Segen und ohne Klima gibt es die nicht. Außerdem hilft das Fenster auch nur auf "schnellen" Buslinien. Im 13A ist eine Klimaanlage von unwahrscheinlichem Vorteil da die Fahrtluft dort eher begrenzt ist, auf Linien wie dem 24A gibt es quasi ein "Dauerlüfterl" dort wäre eine Klima noch eher entbehrlich.
Man sollte aber auch bedenken das so eine Klimaanlage auch viel schneller und effektiver abreitet als ein Fenster, dass das ein Vorteil ist merkt man zum Beispiel, aufs schlimmste, in der U6. Fahrt mal zur HVZ mit einem "T" und kurz darauf mit einem "T1", das ist wie Himmel und Hölle.
Man sollte aber auch bedenken das so eine Klimaanlage auch viel schneller und effektiver abreitet als ein Fenster, dass das ein Vorteil ist merkt man zum Beispiel, aufs schlimmste, in der U6. Fahrt mal zur HVZ mit einem "T" und kurz darauf mit einem "T1", das ist wie Himmel und Hölle.
02.07.2015, 13:36#4
Wobei man auch anmerken muss, dass die "Hölle" in A,B,T, 200ern und 500ern nur durch die viel zu kleinen Fenster verursacht wird. Wenn dann muss man hier einen älteren E1 mit einem A1 vergleichen, oder einen 4020 mit einem Talent, weil es hier weit zu öffnende Fenster gibt.
02.07.2015, 14:20#5
Die notwendige Kühlung durch Temperaturabsenkungsanlagen halte ich heutzutage für unverzichtbar - den bei den derzeit verwendeten Fahrzeugen direkt auf die Fahrgäste zielenden Luftzug empfinde ich aber immer wieder als eher unangenehm.
Ich fände es wesentlich angenehmer, wenn der kühle Luftstrom eher waagrecht im oberen Bereich des Fahrgastraums ausströmen würde, anstatt direkt auf Kopf bzw. Schulter (beim ULF auch auf die Füße) der auf den Fensterplätzen sitzenden Fahrgäste.
Optimal ist's natürlich, wenn man's für jeden Sitzplatz einzeln einstellen kann - in Kopenhagen gibt's das sogar in den Stadtbussen.
Ich fände es wesentlich angenehmer, wenn der kühle Luftstrom eher waagrecht im oberen Bereich des Fahrgastraums ausströmen würde, anstatt direkt auf Kopf bzw. Schulter (beim ULF auch auf die Füße) der auf den Fensterplätzen sitzenden Fahrgäste.
Optimal ist's natürlich, wenn man's für jeden Sitzplatz einzeln einstellen kann - in Kopenhagen gibt's das sogar in den Stadtbussen.
12.07.2015, 11:40#6
Die notwendige Kühlung durch Temperaturabsenkungsanlagen halte ich heutzutage für unverzichtbar - den bei den derzeit verwendeten Fahrzeugen direkt auf die Fahrgäste zielenden Luftzug empfinde ich aber immer wieder als eher unangenehm.
Die notwendige Kühlung durch Temperaturabsenkungsanlagen halte ich heutzutage für unverzichtbar - den bei den derzeit verwendeten Fahrzeugen direkt auf die Fahrgäste zielenden Luftzug empfinde ich aber immer wieder als eher unangenehm.
Ich bin mit dir vollends einer Meinung, dass klimatisierte Fahrzeuge heutzutage unerlässlich sind, somal alles andere den heutigen technischen Standards einfach keineswegs mehr gerecht wird. Denn wie bereits angesprochen: Das Fenster (selbst wenn es sich um ein größeres handelt) kühlt eben durch den Fahrtwind nur während das jeweilige Gefährt sich in Bewegung befindet, beim Stillstand tritt dann jedoch nicht der geringste Kühlungseffekt ein. Und da gerade in Fahrzeugen des innerstädtischen ÖPNV die Stehzeiten nicht zu unterschätzen sind, ergibt sich daraus ein recht langer unfreiwilliger Saunaaufenthalt mit Kuschelstunden, wie sie wohl die meisten Öffi-Benützer kennen mögen...
Bezüglich ULF bin ich überglücklich, wenn ich denn endlich einmal in den Genuss eines B1 kommen darf. Den Luftzug empfinde ich keineswegs als unangenehm. Vergleicht man eine Fahrt in besagter Fahrzeugtype im Hochsommer mit jener in einem überfüllten B, wo aufgrund der Fenster in Schießschartengröße selbst bei 50km/h nicht der geringste Lufthauch zu spüren ist (und in diesen Genuss komme ich leider wesentlich öfter als ich eine klimatisierte Straßenbahn benützen kann...), so ist die Klimaanlage der reinste Segen...
03.09.2015, 19:17#7
Die Klimaanlage ist auch eine Sicherheitseinrichtung (passive Sicherheit), daher ist Sie aus heutiger Zeit nicht wegzudenken.
Das Problem in stadtbussen mit herkömlichen "antrieb" des Klimakompressors, dass dieser je Drehzahl natürlich unterschiedliche leistungen "erzeugt" somit behaupte ich das sehr viele Klimaanlagen unterdimensioniert sind (bei höheren Aussentemperaturen > 28/30℃), hinzu kommen die verschiedenen Lüftungssysteme zb. Mercedes besser gelöst als bei den MAN A21/A23....
Die weit größeren sind die öffnungszeiten der Türen und (sehr) kurze Haltestellenabstände. Dagegen kommen die wenigsten Klimaanlagen an.
Jetzt kommen noch verschiedene Parameter hinzu, zb.
>Keiner will einen starken Luftzug ausgesetzt sein
>Keiner will kleinere Fenster (Isolierung des Fahrzeuges schlechter bei großen Fenstern)
>Keiner will nur eine Tür (Reduzierung des Wärmeeintritts auf einen gewissen Bereich)
>Keiner will von 35℃ Aussentemperatur in einen 15℃ Kalten Bus (extremes Beispiel) Stichwort: Behaglichkeitskennlinie
>Dazu kommen kostengünstige Anlagen(unterhalt/wartung)
>Wenig Kältemittel (Sichwort Umwelt) oder Umweltfreundlicheres Kältemittel (zb CO2 doch dieses Fährt mit einen vielfachen an Druck [~100 bis 170 bar] und den damit verbundenden baulichen Maßnahmen)
>Sehr leichte Busse bzw Klimaanlagenaufbauten (stichwort Kraftstoffverbrauch)
Kleiner Denkanstoss:)))
Das Problem in stadtbussen mit herkömlichen "antrieb" des Klimakompressors, dass dieser je Drehzahl natürlich unterschiedliche leistungen "erzeugt" somit behaupte ich das sehr viele Klimaanlagen unterdimensioniert sind (bei höheren Aussentemperaturen > 28/30℃), hinzu kommen die verschiedenen Lüftungssysteme zb. Mercedes besser gelöst als bei den MAN A21/A23....
Die weit größeren sind die öffnungszeiten der Türen und (sehr) kurze Haltestellenabstände. Dagegen kommen die wenigsten Klimaanlagen an.
Jetzt kommen noch verschiedene Parameter hinzu, zb.
>Keiner will einen starken Luftzug ausgesetzt sein
>Keiner will kleinere Fenster (Isolierung des Fahrzeuges schlechter bei großen Fenstern)
>Keiner will nur eine Tür (Reduzierung des Wärmeeintritts auf einen gewissen Bereich)
>Keiner will von 35℃ Aussentemperatur in einen 15℃ Kalten Bus (extremes Beispiel) Stichwort: Behaglichkeitskennlinie
>Dazu kommen kostengünstige Anlagen(unterhalt/wartung)
>Wenig Kältemittel (Sichwort Umwelt) oder Umweltfreundlicheres Kältemittel (zb CO2 doch dieses Fährt mit einen vielfachen an Druck [~100 bis 170 bar] und den damit verbundenden baulichen Maßnahmen)
>Sehr leichte Busse bzw Klimaanlagenaufbauten (stichwort Kraftstoffverbrauch)
Kleiner Denkanstoss:)))