Rechnungshofbericht: Kritik an Wiener Linien
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16.02.2016, 11:48#1
Der Rechnungshof übt heftige Kritik an den Wiener Linien und da vor allem am Busbetrieb:
ORF Artikel
ORF Artikel
18.02.2016, 20:27#2
RH: Wiener Linien achten auf Umweltfreundlichkeit
Die Wiener Linien haben nun ihre Auswertung des Rechungshofberichtes verfasst:
Rechnungshof bestätigt: Wiener Linien achten auf Umweltfreundlichkeit und SicherheitDie positiven Inhalte des Rechnungshofberichts werden naturgemäß hervorgehoben.
Der Rechnungshof hat die Beschaffung von Autobussen durch die Wiener Linien geprüft und kommt zu einigen sehr zufriedenstellenden Ergebnissen: Die Wiener Linien achten bei der Anschaffung von Autobussen ganz besonders auf Umweltfreundlichkeit und die Luftqualität in Wien. So wurde durch die modernen Mercedes-Citaro-Busse und natürlich ganz besonders durch die zwölf in der Innenstadt verkehrenden Elektrobusse der Schadstoffausstoß enorm reduziert. Dass durch die neuen Busse auch Kosten bei der Wartung gespart werden konnten, beurteilt der Rechnungshof natürlich auch als erfreulich.
Außerdem zeigt der aktuelle Rechnungshofbericht, dass den Wiener Linien die Sicherheit ihrer LenkerInnen ein wichtiges Anliegen ist. Der interne psychologische Dienst SOZIUS wird dabei ebenso hervorgestrichen, wie der Ausbau der Videoüberwachung und andere wichtige Maßnahmen. Wir sind stolz darauf, bestätigt zu bekommen, wie wichtig dieser Aspekt für uns ist.
Auch Kritik vom Rechnungshof
Kritisch sieht der Rechnungshof hingegen, dass die Elektrobusse in der Anschaffung teurer sind als andere Busse. Hier steht allerdings ganz klar die Umweltfreundlichkeit im Vordergrund. Elektrobusse kosten zwar mehr in der Anschaffung, bringen aber langfristig für Umwelt und Luftqualität unschätzbare Vorteile. Es ist den Wiener Linien gelungen, mit dem Einsatz von Elektrobussen auf zwei Linien ein Pionierprojekt umzusetzen, das weltweit seinesgleichen gesucht hat. Erfahrungswerte dazu gab es nicht, die Investitionen zahlen sich aber langfristig jedenfalls aus.
Ebenfalls kritisch beäugt der Rechnungshof die Kosten für die Tests, die durchgeführt worden sind, bevor sich die Wiener Linien im Jahr 2013 für die Mercedes-Citaro-Busse entschieden haben. Hier war es aber wichtig, tatsächlich knapp 20 verschiedene Busse vor der Bestellung hunderter neuer Exemplare ganz genau und jeden einzeln zu testen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Billig war das nicht, aber es hat schließlich zum besten und umweltfreundlichsten neuen Modell geführt.
Letztlich kritisiert der Rechnungshof auch, dass die Wiener Linien in einigen Belangen mehr investieren als private Busunternehmen. Aber einegroße Infrastruktur für über 500 Busse und eine hohe soziale Verantwortung für die eigenen MitarbeiterInnen sind für uns wichtige Investitionen für Fahrgäste und Personal.
Insgesamt freuen uns viele Einschätzungen des Rechnungshofes. Es ist nun auch „amtlich“ bestätigt, dass für die Wiener Linien bei ihren Bussen die Umwelt absoluten Vorrang hat. Kritische Punkte geben uns natürlich auch zu denken und sind für uns Anlass, Abläufe auch zu hinterfragen.
18.02.2016, 23:37#3
Wenn man die Stellungnahme der Wiener Linien liest, könnte man fast meinen die haben einen anderen Bericht bekommen. Ein Hoch auf die Pressefuzzis in Erdberg - man kann vielleicht einem 0815 Fahrgast ein X für ein U vormachen, mehr aber auch schon nicht.
14.09.2016, 21:36#4
Der Rechnungshof übt Kritik am Finanzierungsmodell der Wiener U-Bahn:
http://wien.orf.at/news/stories/2796510/
http://wien.orf.at/news/stories/2796510/