Heiteres Bezirksgericht

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11.03.2016, 13:33#1
Früher gab es in der "Kronen-Zeitung" eine Kolumne unter den Titel "Heiteres Bezirksgericht", wo über -fiktive- aber skurile und manchmal auch lustige Gerichtsfälle berichtet wurde (ich weiß nicht, ob es diese Kolumne vielleicht noch heute gibt, ich lese nämlich seit vielen Jahren keine "Kronen-Zeitung" mehr).
Als ich jetzt "Presse.at" mir zu Genusse führte, stieß ich auf diesen Artikel,
Diese "G´schicht" kam mir doch seltsam vor, ich fragte daher Meister Google, und kam auf diesen "Kurier"-Artikel vom 6.November 2015.
Der Sachverhalt erscheint mir wirklich skuril und reif fürs "Heitere Bezirksgericht" zu sein.
Historischer Background: Bei den im Kurier-Artikel erwähnten "Raxwerken" handelt es sich um die ehemalige Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, diese war 1842 gegründet worden, war eine Zeitlang auch die größte Lokfabrik der
K & K-Monarchie, geriet aber in den 1920er-Jahren in wirtschaftliche Turbulenzen, und schließlich 1930 in die Insolvenz.
Anschließend wurde Sie von der "Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf" übernommen und eben unter den Namen "Raxwerke" fortgeführt, allerdings als Zuliefer-Betrieb, bzw. Tender-Werk. Im 2ten Weltkrieg sollte der Lokbau wieder aufgenommen werden, dazu kam es aber nicht, weil die dafür nötigen Einrichtungen nicht mehr vorhanden waren (Von den im "Kurier"-Artikel erwähnten V2-Raketen ist mir nichts bekannt, vielleicht verwechselt da der Autor das mit den nahegelegenen Wiener Neustädter Flugzeugwerken).
Nichts-desto-trotz wurden fast alle Wannentender für die Floridsdorfer Kriegslokomotiven von den Raxwerken hergestellt.
Nach den Krieg wurden dort Spezialwagen wie Kesselwagen, u.a., hergestellt.

Grüsse-SchienenWolf
11.03.2016, 13:37#2
RE: Heiteres Bezirksgericht
Früher gab es in der "Kronen-Zeitung" eine Kolumne unter den Titel "Heiteres Bezirksgericht", wo über -fiktive- aber skurile und manchmal auch lustige Gerichtsfälle berichtet wurde (ich weiß nicht, ob es diese Kolumne vielleicht noch heute gibt, ich lese nämlich seit vielen Jahren keine "Kronen-Zeitung" mehr).
Doch, die gibt es auch heute noch. Ab und zu sind wirklich gute Sachen drin.
18.03.2016, 09:59#3
Wobei der ursprüngliche Autor dieser Kolumne, Günther Fritsch, bereits 1982 verstorben ist, sein Werk jedoch bis heute weitergeführt wird.