SPÖ fordert neues Schnellbahnkonzept
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29.03.2016, 12:36#1
Niederösterreich brauche ein Schnellbahn-Konzept, das fordert die SPÖ Niederösterreich. St. Pölten soll der zentrale Knotenpunkt sein, so Vorsitzender Matthias Stadler. Er beruft sich dabei auf eine Studie der Technischen Universität Wien.
Das öffentliche Verkehrssverbindungen attraktiv sein können, zeige die Anbindung von Korneuburg oder Gänserndorf an Wien, sagt Matthias Stadler. Hier liege, so der SPÖ - Landesparteivorsitzende, der Anteil des öffentlichen Verkehrs bei fast 50 Prozent, im Zentralraum Raum St. Pölten und lediglich bei 23 Prozent. Als Gründe nennt er: „Dass die Fahrzeiten zu lang sind, noch immer das Angebot nicht dicht genug ist, das Umsteigen zu aufwendig ist und dass immer noch kein integrierter Taktfahrplan in vielen Bereichen gegeben ist.“ St Pölten soll besser von den Bezirkshauptstädten erreichbar sein.
Das müsse rasch geändert werden. Außerdem schlägt Stadler die Abschaffung der Zonen im Verkehrssverbund Ostregion vor und die Verrechnung pro gefahrenem Kilometer. Pendlern würden bis zu 1000 Kilometer 8 Cent zahlen, wenn man zwischen 1.000 und 10.000 Kilometer öffentlich fährt wären es 4 Cent, und das sei mit Sicherheit ein attraktives Angebot, sagt Stadler. Ein Autokilometer werde mit etwa 45 Cent veranschlagt.
Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2765392/
29.03.2016, 12:53#2
S 50 nach St. Pölten. Warum zum Guckguck nicht?
Oder gleich mit der S 40 verbinden.
Oder gleich mit der S 40 verbinden.
29.03.2016, 13:28#3
Was will der Staatsfunk damit sagen? Dass der künstlich geschaffene Zentralraum nur wenig "natürliche" Verkehrswege hat und man nach ~ 30 Jahren drauf kommt?Hier liege, so der SPÖ - Landesparteivorsitzende, der Anteil des öffentlichen Verkehrs bei fast 50 Prozent, im Zentralraum Raum St. Pölten und lediglich bei 23 Prozent. [...] St Pölten soll besser von den Bezirkshauptstädten erreichbar sein.Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2765392/
Nette Zahlenspiele! Wie weit fährt der Pendler in NÖ. Das dürfte egal wie stets unter 1000 km liegen - selbst wenn Hin- und Rückfahrt über eine Woche summiert werden.Außerdem schlägt Stadler die Abschaffung der Zonen im Verkehrssverbund Ostregion vor und die Verrechnung pro gefahrenem Kilometer. Pendlern würden bis zu 1000 Kilometer 8 Cent zahlen, wenn man zwischen 1.000 und 10.000 Kilometer öffentlich fährt wären es 4 Cent, und das sei mit Sicherheit ein attraktives Angebot, sagt Stadler. Ein Autokilometer werde mit etwa 45 Cent veranschlagt.
Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2765392/
Die 45 Cent je Pkw-Kilometer sind schon sehr großzügig. Ich selbst komme mit Jahresfahrleistung von ~9.000 km über die letzten neun Jahre genannten Kilometerkosten - allerdings bin ich kein Pendler! Ein Pendler/Vielfahrer sollte bei ähnlichen Fixkosten und nur doppelter Fahrleistung auf ~ 28 Cent/km kommen. Wenn ein Pendler mit Jahresfahrleistung >15.000 km Kilometerkosten von >30 Cent hat, sollte er sich schnellstmöglich nach Alternativen umsehen.
Ein Blick in die VOR/VVNB-Tarife lässt die im Vergleich zu Pkw und anderen Verbünden alles andere als hoch erscheinen. Wie soll den Pendler noch geholfen werden: günstige Zeitkarten + Pendlerpauschale - finanziert auch von denen, die bewusst aufs Pendeln verzichten und damit (a) geringe Bezahlung im Outback oder (b) höhere Wohnraumkosten im Zentralraum in Kauf nehmen. Alle Wünsche lassen sich nicht erfüllen!
Wären die Verkehrsdienstleister überhaupt in der Lage, mehr Fahrgäste aufzunehmen? Schon jetzt fahren einzelne Verbindungen gut gefüllt durch NÖ und Wien. Was kostet es, zusätzliche Kapazitäten für die HVZ zu stellen, die über die restlichen 150h/Woche unnütz herum stehen? Wenn keine zusätzlichen Kapazitäten bereitgestellt werden können, da die öffentliche Hand lieber Geld in der Adria versenkt, wird kein MIV-Nutzer sein Leben in vollen Zügen genießen.
Wenn der Herr die Zonen innerhalb eines Verbundes auflösen will, kann er den Verbund gleich abschaffen. Verbund bedeutet eben nicht "nur ÖBB"! Die kilometergenaue Abrechnung über mehrere Verkehrsträger hinweg (z.T. mehrere Verkehrsträger der selben Verbindung A -> B) macht die Tarife sicher wesentlich übersichtlicher für die Kunden.
Ich stimme allerdings zu, wenn es darum geht, dass die Zonen-/Tarifstaffelung im Moment etwas verwirrend ist: Außenzone(n), B-Zone(n), E-Zone UND IMHO keine gemeinsame Jahrekarte (edit: Zeitkarte allgemein) Kernzone + Außen-, B- und E-Zone(n). Wozu Zonenkarten, die selektiv nur einen Verkehrsträger berücksichtigen?

Vielleicht wird das mit dem Wabenmodell vereinfacht bzw. verknüpft. Wie weit ist die Einführung des Wabenmodells (im Zuge Ehe "VOR+VVNB")?
Vielleicht sollte auch die SPÖ (egal welche Landesorganisation) nochmal den Verkehrsverbundgedanken studieren und danach sowas umsetzen. Momentan ist der VOR eher Handlanger/Vorfeldorganisation/Abstellgleis der einzelnen Parteien. Darf der überhaupt was selbst entscheiden/organisieren oder bindet der nur den Entscheidungen von Bund, Ländern, Gemeinden und Verkehrsunternehmen eine Schleife drum?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von kami (29.03.2016, 16:12)
29.03.2016, 13:57#4
Die B-Zonen-Tarife sind eh Mumpitz.
Beim Einzelfahrschein ist es wurscht, welches Verkehrsmittel mit normalen Tarifen innerhalb des VOR (also nicht CAT etc) ich benutze, und bei Wochen-/Monats-/Jahrekarten ist ein Zuschlag zu zahlen.
Wieder einmal eine Sache, die es meines Wissens so nur in Österreich gibt und die absolut für die Füße ist.
Beim Einzelfahrschein ist es wurscht, welches Verkehrsmittel mit normalen Tarifen innerhalb des VOR (also nicht CAT etc) ich benutze, und bei Wochen-/Monats-/Jahrekarten ist ein Zuschlag zu zahlen.
Wieder einmal eine Sache, die es meines Wissens so nur in Österreich gibt und die absolut für die Füße ist.
29.03.2016, 18:56#5
Wenn der Herr die Zonen innerhalb eines Verbundes auflösen will, kann er den Verbund gleich abschaffen. Verbund bedeutet eben nicht "nur ÖBB"! Die kilometergenaue Abrechnung über mehrere Verkehrsträger hinweg (z.T. mehrere Verkehrsträger der selben Verbindung A -> B) macht die Tarife sicher wesentlich übersichtlicher für die Kunden.
Ich stimme allerdings zu, wenn es darum geht, dass die Zonen-/Tarifstaffelung im Moment etwas verwirrend ist: Außenzone(n), B-Zone(n), E-Zone UND IMHO keine gemeinsame Jahrekarte (edit: Zeitkarte allgemein) Kernzone + Außen-, B- und E-Zone(n). Wozu Zonenkarten, die selektiv nur einen Verkehrsträger berücksichtigen?
Vielleicht wird das mit dem Wabenmodell vereinfacht bzw. verknüpft. Wie weit ist die Einführung des Wabenmodells (im Zuge Ehe "VOR+VVNB")?
Das ganze VOR-Zonen-Wabensystem ist Unsinn. Um Kunden zu gewinnen, muss man neben einem optimierten Angebot auch einen attraktiven und vor allem leicht verstehbaren Preis haben. Da kommt das Modell der Grünen ins Spiel. Basierend auf der Jahreskarte sollte 1 Bundesland 1 Euro pro Tag kosten und alle 9 Bundesländer 3 Euro pro Tag. Dabei sollten ALLE öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden können.
Und dazu braucht es in NÖ natürlich weit mehr Verbindungen und weniger Kreisverkehre.
29.03.2016, 19:52#6
ZitatWenn der Herr die Zonen innerhalb eines Verbundes auflösen will, kann er den Verbund gleich abschaffen. Verbund bedeutet eben nicht "nur ÖBB"! Die kilometergenaue Abrechnung über mehrere Verkehrsträger hinweg (z.T. mehrere Verkehrsträger der selben Verbindung A -> B) macht die Tarife sicher wesentlich übersichtlicher für die Kunden.
Ich stimme allerdings zu, wenn es darum geht, dass die Zonen-/Tarifstaffelung im Moment etwas verwirrend ist: Außenzone(n), B-Zone(n), E-Zone UND IMHO keine gemeinsame Jahrekarte (edit: Zeitkarte allgemein) Kernzone + Außen-, B- und E-Zone(n). Wozu Zonenkarten, die selektiv nur einen Verkehrsträger berücksichtigen?
Vielleicht wird das mit dem Wabenmodell vereinfacht bzw. verknüpft. Wie weit ist die Einführung des Wabenmodells (im Zuge Ehe "VOR+VVNB")?
Das ganze VOR-Zonen-Wabensystem ist Unsinn. Um Kunden zu gewinnen, muss man neben einem optimierten Angebot auch einen attraktiven und vor allem leicht verstehbaren Preis haben. Da kommt das Modell der Grünen ins Spiel. Basierend auf der Jahreskarte sollte 1 Bundesland 1 Euro pro Tag kosten und alle 9 Bundesländer 3 Euro pro Tag. Dabei sollten ALLE öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden können.
Und dazu braucht es in NÖ natürlich weit mehr Verbindungen und weniger Kreisverkehre.
Ah ja. Und wer soll das zahlen?
Ganz Nö um 1€, wie soll das gehen?
Außerdem: Warum muss man alles auf St. Pölten ausrichten? Wer will dort hin? Wer will dort weg? Inwiefern reichen die bisherigen Züge nicht?
Das mit der S50-Verlängerung ist auch Blödsinn, da gibt es REX die ohnehin schneller sind.
St. Pölten ist halt ein künstliches "Zentrum" wo (außer Bewohner) keiner hin will. Sieht man auch am Wieselbus, der die Massen nach St. Pölten kutschieren sollte, aber das Angebot eher reduziert wird.
Man sollte sich eher auf eventuelle Angebotsverbesserungen, die auf Wien ausgerichtet sind, konzentrieren, als auf so etwas!
29.03.2016, 19:59#7
Der Wieselbus hat nicht die Aufgaben "normalsterbliche" Leute nach St. Pölten zu bringen, sondern ist viel mehr als Shuttle für die Landhausbediensteten gedacht. So ein System würde durchaus funktionieren, wenn man die Busse nicht nur in der Früh hin, und über den Nachmittag wieder verteilt zurückschicken würde. Meiner ameinung nach müssten Bundesländer wie NÖ, OÖ und STMK von der Größe her 2€ am Tag Kosten und die Österreichcard 5€ pro Tag.
29.03.2016, 21:11#8
Ich würde es sehr Simpel einrichten. Jedes Bundesland ist doch bekantlich (ausgenommen Wien) aufgrund der Größe durch Viertels eingeteilt. (Industrieviertel, Nordburgenland, Oberkärnten usw.)ZitatMeinerameinung nach müssten Bundesländer wie NÖ, OÖ und STMK von der Größe her 2€ am Tag Kosten und die Österreichcard 5€ pro Tag.
Und weil ein Viertel eigentlich ziemlich gut versorgt ist (infrastruktur) sollte für jedes Viertel eine 365€ Jahreskarte geben und für Pändler die ja bekantlich zwei Bundesländer herumreisen (zwischen Heimat und Arbeit) für den würde ich eine ermäßigte Jahreskarte anbieten für 600-650€ (statt 730€) Ich zumindest kenne nur sehr wenige die mehr als 2 Bundeslandviertel regelmäßig nutzt.
Obwohl ich eine Österreichcard ziemlich interessant fände, hätte ich dennoch ein zweifel daran, ob es genug Leute gebe, die dies vollständig nutzen würde. Da ist die ÖBB Card mit der Ermäßigung doch ausreichend genug.
Oder noch einfacher, es ist in den Steuer einkalkuliert und wir fahren alle in Österreich gartis
(Wir wissen alle das dies leider nie funktionieren würde) 30.03.2016, 14:51#9
Solange man die Autofahrer nicht mal ordentlich melkt, den ÖV im ländlichen Raum (vor allem Bus und Bahn ins "Hinterland") massiv ausbaut sowie Tarife einfacher und übersichtlicher (z.b. ein A nach B Tarif mit freigestellter Routenwahl) wird sich hier nicht viel ändern und da kann die SPÖ fordern was sie möchte...