Konkreter Vorschlag NightLine Bim

15 Beiträge
02.07.2016, 22:17#1
Im NightLine Netz Wiens gibt es diverse Nachtbusse die den gleichen Linienweg haben, wie tagsüber eine Straßenbahn z.B. N6, N38, N41, N43, N46, N60 (Sa+So), N62, N71 (Mo-Fr),... (Ich bin mir nicht sicher ob alle davon bei Straßenbahnschienen verlaufen, bin noch nicht alle gefahren). Warum nicht bestimmte Linien zu NightLine Bims umgestalten? Spricht etwas dagegen? Warum wurde das noch nicht gemacht? Es wäre umweltfreundlicher, die Bim zu bemühen. Sie sind auch leiser und haben mehr Kapazität.
Was sagt ihr zu meinem Vorschlag?
LG BenjoX
03.07.2016, 00:00#2
Interessante Idee! Da wäre ich sofort dafür!
03.07.2016, 00:04#3
Ich weiß nicht, wie die Auslastung der Autobusse aussieht.
An und für sich ist ein Autobus halt billiger und einfacher dem geänderten Platzbedarf in der Nacht anzupassen.

Außerdem denke ich, dass in der Nacht Busse leiser und angenehmer sind als dauernd die erschütterungen vor allem beim ULF zu haben. Vor allem da ein Großteil der Linien schon Citaros sind ;)
03.07.2016, 00:47#4
Das würde aber nur beim N41 und N43 funktionieren. Das sind die einzigen Strecken, die 1:1 zur Bim bedient werden. Überall anders käme das nicht in Frage, weil die Nachtbusse von der Bim-Strecke etwas abweichen ; der N38 fährt über die Porzellangasse, N46 fährt zur Oper, N62 über Wienerbergstraße und N71 über die Kaiserebersdorfer Straße. Und für die 6er-Bim müsste man dann extra die U-Strab-Stationen geöffnet halten, was wieder Zusatzkosten wären. Außerdem warum das ganze? Die Nightlines haben sich ja bewährt, und die Busse kommen rascher voran als die Bim.
03.07.2016, 01:05#5
Das Straßenbahnnetz ist nicht mehr so dicht, dass man viele Umstellungen machen könnte. Bei N41 und N43 wär's aber möglich.

Ich weiß nicht, wie die Auslastung der Autobusse aussieht.
Der N41 ist am Wochenende oft zum Bersten voll. Gelenkbusse wären in der Pötzleinsdorfer Schleife wahrscheinlich ein Problem, eine Intervallverdichtung teuer.

An und für sich ist ein Autobus halt billiger
Das Personal kostet gleich viel, die Infrastruktur ist (bei N41 und N43) vorhanden und Strom ist billiger als Diesel.

Außerdem denke ich, dass in der Nacht Busse leiser und angenehmer sind als dauernd die erschütterungen vor allem beim ULF zu haben. Vor allem da ein Großteil der Linien schon Citaros sind ;)
ULF sind viel, viel leiser als Citaros. D.h. nur bei Weichen fallen Erschütterungen ins Gewicht.

N46 fährt zur Oper
...und zum Otto-Wagner-Spital gibt's auch keine Gleise (mehr).

die Busse kommen rascher voran als die Bim.
Nicht zwingend.
03.07.2016, 01:14#6
Also gerade die Citaros sind deutlich leiser als der rumpelnde und quietschende ULF. Der KM-Satz einer Bim ist jedenfalls deutlich teurer als der eines Busses, denn da werden ja nicht nur Personalkosten reingeregnet, sondern auch Wartung, Abnutzung der Infrastruktur etc. Demnach geht deine Rechnung mit Strom ist billiger als Diesel nicht auf.
03.07.2016, 01:41#7
Also gerade die Citaros sind deutlich leiser als der rumpelnde und quietschende ULF.
Sorry, aber das stimmt nicht. Alleine die Anfahrtsgeräusche nach einem Haltestellenaufenthalte sind beim Citaro nach wie vor laut (wenn auch besser als bei den Lion's City).

Der KM-Satz einer Bim ist jedenfalls deutlich teurer als der eines Busses, denn da werden ja nicht nur Personalkosten reingeregnet, sondern auch Wartung, Abnutzung der Infrastruktur etc. Demnach geht deine Rechnung mit Strom ist billiger als Diesel nicht auf.
Der Km-Satz unter dieser Rechnung ist dann höher, wenn 1.) man die Sparten generell vergleicht - hier ist die Infrastruktur aber bereits vorhanden und würde nur durch wenige Nachtkurspaare zusätzlich beansprucht, und wenn 2.) man die Straßenabnutzung, die bei Bussen sehr hoch ist, außer Acht lässt - sonst würde der Bus erst recht schlecht abschneiden. Derzeit ist's zwar so, dass das externe Kosten sind und die WL nur für die Schienen- aber nicht für die Straßenabnutzung zahlen müssen, aber letztlich ist beides Steuergeld (einmal Zuschüsse an die WL, einmal Straßenerhaltung).
03.07.2016, 08:27#8
Die Wiener Linien werden aber nur Kosten vergleichen die sie etwas angehen und nichts anderes. Und das mit dem ULF kann ich so nicht bestätigen. Der rumpelt egal ob gerade Strecke oder Kurve.
03.07.2016, 14:41#9
Die Wiener Linien werden aber nur Kosten vergleichen die sie etwas angehen und nichts anderes.
Da hast du völlig recht, drum fänd ich's besser, wenn die Stadt (die alle Kosten für Schiene und Straße direkt oder indirekt zu begleichen hat), für derartige Planungen zuständig wäre und die WL dann das dafür nötige Geld für den Betrieb bekämen.

Und das mit dem ULF kann ich so nicht bestätigen. Der rumpelt egal ob gerade Strecke oder Kurve.
Die Lärmemissionen sind aber geringer. Was Erschütterungen angeht, sind diese abhängig von Art und Zustand der Gleisinfrastruktur.
03.07.2016, 14:57#10
Zitat


Und das mit dem ULF kann ich so nicht bestätigen. Der rumpelt egal ob gerade Strecke oder Kurve.
Die Lärmemissionen sind aber geringer. Was Erschütterungen angeht, sind diese abhängig von Art und Zustand der Gleisinfrastruktur.

Die Infrastruktur ist aber sowieso fast überall schlecht...
Desweiteren kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, dass man die Straßenbahn oft noch 1 oder 2 Straßen weiter hört während der Bus, wenn man nicht allzu hochtourig fährt, kaum zu hören ist.
03.07.2016, 15:44#11
Für die Nachtstraßenbahn bräuchte man aber nicht nur das Fahrpersonal sondern auch Overhead wie Personal für Disposition, evtl. jmd in den Betriebsbahnhöfen, Pausenräume, ... Gleichzeitig sinkt der Overhead beim Nachtbus nur Minimal. Wenn überhaupt würde es denke ich nur Sinn machen wenn man 3-4 Linien von einem Betriebsbahnhof aus betreiben könnte.
03.07.2016, 18:41#12
Das würde aber nur beim N41 und N43 funktionieren. Das sind die einzigen Strecken, die 1:1 zur Bim bedient werden. Überall anders käme das nicht in Frage, weil die Nachtbusse von der Bim-Strecke etwas abweichen.
Das wäre aber das kleinste Problem. Dann fährt die Nachtstraßenbahn halt die Route des Nachtbusses bzw. die Route, die von den Gleisen her möglich ist. So könnte man das z.B. auch beim N20 umsetzen.

Und wenn die Nachtbom in Linz funktioniert, dann auch in Wien.
03.07.2016, 20:00#13
Für die Nachtstraßenbahn bräuchte man aber nicht nur das Fahrpersonal sondern auch Overhead wie Personal für Disposition, evtl. jmd in den Betriebsbahnhöfen, Pausenräume, ... Gleichzeitig sinkt der Overhead beim Nachtbus nur Minimal. Wenn überhaupt würde es denke ich nur Sinn machen wenn man 3-4 Linien von einem Betriebsbahnhof aus betreiben könnte.

Dieses "Overhead" Personal dürfte es sowieso geben-weil außerhalb der Fahrzeiten des Planbetriebes "schläft" das Straßenbahnnetz ja auch nicht (Überstellfahrten, Fahrschule etc.).
Grüsse-SchienenWolf
03.07.2016, 22:55#14
Das würde aber nur beim N41 und N43 funktionieren. Das sind die einzigen Strecken, die 1:1 zur Bim bedient werden. Überall anders käme das nicht in Frage, weil die Nachtbusse von der Bim-Strecke etwas abweichen.
Das wäre aber das kleinste Problem. Dann fährt die Nachtstraßenbahn halt die Route des Nachtbusses bzw. die Route, die von den Gleisen her möglich ist. So könnte man das z.B. auch beim N20 umsetzen.

Und wenn die Nachtbom in Linz funktioniert, dann auch in Wien.


Also wenn die Bim dann in der Nacht eine andere Strecke fährt als am Tag, wäre das nicht gerade übersichtlich. Würde eher zusätzliche Verwirrung stiften.
Beim N20 würde es gehen bis zur Josef-Baumann-Gasse, ab dann entweder nach Kagran oder zur Hausfeldstraße, aber beim Kagraner Platz gibts keine Umkehrschleife. Und abgesehen sind beim N20 die Fahrgastzahlen bei weitem nicht genug, um einen Straßenbahn-Betrieb zu rechtfertigen. N41 und N43 kämen genau deshalb in Frage, weil sie sehr sehr gut bzw. fast schon überlastet sind.
04.07.2016, 21:12#15
Ich würde einmal sagen die WL haben sich schon ausgerechnet was für sie günstiger kommt.