[Graz]Verlängerung der Straßenbahnlinie 6

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17.02.2005, 22:54#1
Mehrheitlich, gegen die Stimmen der FPÖ, hat der Gemeinderat der Stadt Graz in seiner heutigen Sitzung die Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 um 1,86 Kilometer ins Peterstal beschlossen und dafür Mittel in der Höhe von 21,399 Millionen Euro beschlossen.

Die projektierte Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 beginnt bei der bestehenden Endschleife "St. Peter-Schulzentrum", führt durch die Petersgasse, die Eisteichgasse, quert die Plüddemanngasse, weiter über den St.-Peter-Pfarrweg, den Breitenweg in die Peterstalstraße bis zum östlichen Ende der Wienerberger-Gründe, wo auch die Endschleife "St. Peter" situiert ist. Die bauliche Ausführung des Oberbaues auf der gesamten Strecke erfolgt erschütterungsgedämmt. Die derzeitige Endschleife "St. Peter-Schulzentrum" wird künftig als Betriebsumkehre und als Bushaltestelle für die Linien 36, 63, 64 und 71 dienen.

Für die erforderliche Verknüpfung mit den Buslinien 68 und 69 und weiteren Regionalbussen ist im Bereich der neuen Endschleife "St. Peter" eine Busumkehrschleife vorgesehen. Im Inneren dieser Wendeanlage wird ein Bike & Ride-Stellplatz errichtet.

8.000 Fahrten pro Tag

Der verlängerte "Sechser" hat einen Einzugsbereich von mehr als 12.000 Menschen - daher wird mit einem Fahrgastpotenzial von mehr als 8.000 Fahrten pro Tag gerechnet. Die Bauarbeiten könnten im Sommer beginnen, der Straßenbahnbetrieb soll Mitte 2008 aufgenommen werden.

Mit der Inbetriebnahme des "Langen 6ers" wird es auch zu einer Neuordnung der Buslinien im Gebiet Graz Süd-Ost/St. Peter kommen. Die Buslinien 68 und 69 enden zukünftig bei der neuen Endhaltestelle "Peterstal", die Buslinie 89 wird eingestellt. Die Linienführung der Busse 36, 64 und 71 bleibt wie bisher, die Linie 63 wird über die Plüddemanngasse und Hans-Brandstetter-Gasse zur neuen Endhaltestelle
"St. Peter-Schulzentrum" geführt.

Technische Infrastruktur

Verkehrsstadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch, der das Stück präsentierte, verwies darauf, dass der Gemeinderat mit dem "langen Sechser" viel mehr als zwei Kilometer zusätzliche Straßenbahn beschließt. "Nachdem wir für das Kulturhauptstadtjahr 2003 die kulturelle Infrastruktur ausgebaut haben, gilt es nun, die technische Infrastruktur zu verbessern. Nicht nur, um das Feinstaubproblem anzugehen, sondern auch, um zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, unsere Stadt weiter zu entwickeln." Finanzstadtrat Dr. Wolfgang Riedler stellte klar, dass der Ausbau des "6ers" eine riesengroße finanzielle Kraftanstrengung für die Stadt sei, aber eben auch ein großer Fortschritt und ein wichtiges Signal in Richtung öffentlicher Nahverkehr. Riedler wie auch Vize-Bgm. Walter Ferk unterstrichen, dass nun das Land Steiermark und der Bund an der Reihe seien, ihr finanzielles Scherflein zur Unterstützung des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs in Graz zu leisten.

Gemäß dem Steiermärkischen Volksrechtegesetz muss das Ergebnis der Volksbefragung zum Thema "Privatisierung der Gemeindewohnungen" vom 12. Dezember 2004 vom Gemeinderat behandelt werden. Nach ausführlichster politischer Diskussion wurde das Stück vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

Quelle:http://www.graz.at/news/gr050217-detail.html

Hm,in Graz,Linz und in Innsbruck wird die Tramway ausgebaut nur in Wien kommt außer heißer Luft nichts . :( X(


Aber für ihr Lieblingsspielzeug ist Geld in Überfluss vorhanden.(Da kann man ja mehr Mitschneiden als wenn man die Bim ausbaut)
17.02.2005, 23:00#2
Stimmt in Linz wird die Linie 2 nach der 1. Ausbaustufe und dem Bahnhoftunnels noch einmal verlängert.
Verlängerung Linie 2 in die solarCity
Im Herbst 2003 wurden bereits im Zentrum der Solar City im Zuge der Platzgestaltung die Gleiskörper für die neue Straßenbahn verlegt. Die weiteren Bauarbeiten für den Rest der 2. Ausbaustufe beginnen im Juni 2004. Die Inbetriebnahme der neuen Strecke ist Ende 2005 vorgesehen.

Aber auch hier gilt leider: WIEN IST ANDERS!
18.02.2005, 02:06#3
Über 20 Millionen Euro für nicht einmal zwei Kilometer Strecke? Verlegen die goldene Schienen? Und dann drei Jahre Bauzeit! So langsam baut man ja kaum in Wien. Möglicherweise wird auch alles in reiner Handarbeit gebaut, das würde manches erklären.

Nur zum (etwas hinkenden) Vergleich: Zu Kaisers Zeiten schaffte man beim Bahnbau bis zu zwei Kilometer in einem Tag, in den Pionierzeiten des Wilden Westens bis zu fünf Kilometer. Hätte man im heute üblichen (Wiener/Grazer) Tempo gebaut, würde die Westbahn derzeit von Wien bis ca. Amstetten reichen, Innsbruck würde sie etwa im Jahr 2600 erreichen. ?(
18.02.2005, 08:16#4
Zitat
Original von hema
Hätte man im heute üblichen (Wiener/Grazer) Tempo gebaut, würde die Westbahn derzeit von Wien bis ca. Amstetten reichen, Innsbruck würde sie etwa im Jahr 2600 erreichen. ?(

Dann würde sie aber auch nicht Westbahn heißen, sondern wäre nichts anderes als die U4-Verlängerung nach Westen! :D
18.02.2005, 11:09#5
Zitat
Original von hema
Über 20 Millionen Euro für nicht einmal zwei Kilometer Strecke? Verlegen die goldene Schienen? Und dann drei Jahre Bauzeit! So langsam baut man ja kaum in Wien. Möglicherweise wird auch alles in reiner Handarbeit gebaut, das würde manches erklären.

Nur zum (etwas hinkenden) Vergleich: Zu Kaisers Zeiten schaffte man beim Bahnbau bis zu zwei Kilometer in einem Tag, in den Pionierzeiten des Wilden Westens bis zu fünf Kilometer. Hätte man im heute üblichen (Wiener/Grazer) Tempo gebaut, würde die Westbahn derzeit von Wien bis ca. Amstetten reichen, Innsbruck würde sie etwa im Jahr 2600 erreichen. ?(


Und das erst nach 200.000 Jahren Planung und Rechtsstreitigkeiten.

mfg

Robby