Straßenbahnunfall Billrothstraße / Döblinger Hauptstraße
31 Beiträge · Seite 2 von 2
09.07.2008, 13:57#21
ZitatOriginal von 13er
Ich habe noch eine Frage zum 39er: Ich bin gestern mal mit dem 39A hingefahren. Wo war denn früher die Endhaltestelle der Straßenbahn in Sievering?
Dort wo das Lili-Denkmal steht - bei der Karthäuserstraße.
10.07.2008, 17:56#22
Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, noch mal hinzufahren. Bitteschön:
11.07.2008, 09:58#23
Eine gelungene Gegenüberstellung. Die Pflastersteine dürften bei der Grundstückseinfahrt seit 39ers Zeiten unverändert sein, jedenfalls die Rampe und die ersten sieben bis acht Reihen. Die in der Haltestelle sind auf jeden Fall neu verlegt, wenngleich das Rohmaterial zum Großteil auch noch die Tramway gesehen haben dürfte.
14.07.2008, 19:22#24
Bin anfang der sechziger Jahre mit dem 39 iger in die Fernmeldemonteurschule nach Sievering gefahren, es war halt alles noch anders als heute, man kann nichts mehr vergleichen.Die erstere Foto weckt manche Erinnerung an diese alte Strassenbahnzeit.
14.07.2008, 22:07#25
ZitatOriginal von Buschberg
es war halt alles noch anders als heute, man kann nichts mehr vergleichen.
Naja, die Gegend dort oben hat sich nicht sonderlich verändert. Sieht man davon ab, dass das Straßenpflaster (samt Schienen) durch Asphalt ersetzt wurde, kann man das damalige 39er-Flair im Sieveringer Ortskern noch ganz gut nachvollziehen (wenn nicht gerade ein dröhnender Autobus an einem vorbeidonnert).
14.07.2008, 22:23#26
ZitatOriginal von 95B
ZitatOriginal von Buschberg
es war halt alles noch anders als heute, man kann nichts mehr vergleichen.
Naja, die Gegend dort oben hat sich nicht sonderlich verändert. Sieht man davon ab, dass das Straßenpflaster (samt Schienen) durch Asphalt ersetzt wurde, kann man das damalige 39er-Flair im Sieveringer Ortskern noch ganz gut nachvollziehen (wenn nicht gerade ein dröhnender Autobus an einem vorbeidonnert).
Wobei es nicht nur Busse sind - der Autoverkehr ist in Sievering (im unteren Teil) auch ziemlich arg. Wie auf einer Durchzugsstraße.
06.03.2011, 13:29#27
Gedenktafel
Auf der "meinbezirk.at/wien-19-doebling" Website habe ich den folgenden Artikel (Direktlink mit einigen Bildern der Katastrophe, die ich aber aus Pietätsgründen auf der fpdwl nicht zeigen möchte) vom 23.2.2011 gefunden:
Endlich ein Platz für die Gedenktafel?
Bereits seit Monaten sucht der Döblinger Heimat-Kreis einen Platz für die Gedenktafel an die Straßenbahnkatastrophe von 1960, bislang leider vergebens. Nun unterstützt auch die bz den Wunsch nach einer Würdigung der Opfer.
Von einer Aufstellung am Spitz zwischen Billrothstraße und Döblinger Hauptstraße hält Bezirksvorsteher Adolf Tiller nichts, da es nicht der unmittelbare Unfallort war: "Dann müsste man ja noch zusätzliche Informationsschilder aufstellen!". Die Eigentümerinnen des Hauses Döblinger Hauptstraße 6 würden nur ungern ihr Haus mit dem Unglück in Verbindung gebracht sehen. Gegen ein Angebot auf eine Mietzahlung würden sie eventuell ihre Entscheidung noch einmal "überdenken", dazu fehlen dem Heimat-Kreis aber die Mittel, bereits die Kosten für die Gedenktafel und die Aufstellung sind nicht unerheblich.
Nun aber gibt es ein Licht am Horizont: Vis-á-Vis am Josef Luitpold Stern-Hof kann die Gedenktafel nun eventuell aufgestellt werden, die Eigentümerin Sozialbau AG hat Gesprächsbereitschaft signalisiert, in Kürze wird der Vorstand über die Genehmigung entscheiden. Hoffen wir also, dass sich das Blatt nun doch noch zum Guten wendet.
Der Zusammenstoß zweier Straßenbahnen am 2. August 1960 war das schwerste Verkehrsunglück in Wien überhaupt, es forderte 21 Tote und über 100, zu einem großen Teil schwerst Verletzte! Eine Garnitur der Linie 39 raste, gelenkt von dem völlig alkoholisierten Tramwayfahrer Hans T., mit 60 km/h anstatt der erlaubten 12 die Billrothstraße hinunter, entgleiste auf der Einmündung in die Döblinger Hauptstraße und krachte in den entgegenkommenden Zug.
Den Rettungskräften bot sich ein Bildes des Grauens: Tote und abgerissene Gliedmaßen lagen auf der Straße, Schreie der Sterbenden und Schwerverletzten drangen aus den zertrümmerten Waggons, ein wahres Horrorszenario. Auch die Wiener Linien zogen in der Folge Konsequenzen aus dieser Katastrophe: Die völlig veralteten Züge in Holzbauweise wurden aus dem Verkehr gezogen, nicht zuletzt waren auch sie für die Opferanzahl verantwortlich, viele Fahrgäste wurden durch das zersplitternde Holz regelrecht aufgespießt. Und es gilt jetzt 0,0 Promille für den Fahrdienst!
Endlich ein Platz für die Gedenktafel?
Bereits seit Monaten sucht der Döblinger Heimat-Kreis einen Platz für die Gedenktafel an die Straßenbahnkatastrophe von 1960, bislang leider vergebens. Nun unterstützt auch die bz den Wunsch nach einer Würdigung der Opfer.
Von einer Aufstellung am Spitz zwischen Billrothstraße und Döblinger Hauptstraße hält Bezirksvorsteher Adolf Tiller nichts, da es nicht der unmittelbare Unfallort war: "Dann müsste man ja noch zusätzliche Informationsschilder aufstellen!". Die Eigentümerinnen des Hauses Döblinger Hauptstraße 6 würden nur ungern ihr Haus mit dem Unglück in Verbindung gebracht sehen. Gegen ein Angebot auf eine Mietzahlung würden sie eventuell ihre Entscheidung noch einmal "überdenken", dazu fehlen dem Heimat-Kreis aber die Mittel, bereits die Kosten für die Gedenktafel und die Aufstellung sind nicht unerheblich.
Nun aber gibt es ein Licht am Horizont: Vis-á-Vis am Josef Luitpold Stern-Hof kann die Gedenktafel nun eventuell aufgestellt werden, die Eigentümerin Sozialbau AG hat Gesprächsbereitschaft signalisiert, in Kürze wird der Vorstand über die Genehmigung entscheiden. Hoffen wir also, dass sich das Blatt nun doch noch zum Guten wendet.
Der Zusammenstoß zweier Straßenbahnen am 2. August 1960 war das schwerste Verkehrsunglück in Wien überhaupt, es forderte 21 Tote und über 100, zu einem großen Teil schwerst Verletzte! Eine Garnitur der Linie 39 raste, gelenkt von dem völlig alkoholisierten Tramwayfahrer Hans T., mit 60 km/h anstatt der erlaubten 12 die Billrothstraße hinunter, entgleiste auf der Einmündung in die Döblinger Hauptstraße und krachte in den entgegenkommenden Zug.
Den Rettungskräften bot sich ein Bildes des Grauens: Tote und abgerissene Gliedmaßen lagen auf der Straße, Schreie der Sterbenden und Schwerverletzten drangen aus den zertrümmerten Waggons, ein wahres Horrorszenario. Auch die Wiener Linien zogen in der Folge Konsequenzen aus dieser Katastrophe: Die völlig veralteten Züge in Holzbauweise wurden aus dem Verkehr gezogen, nicht zuletzt waren auch sie für die Opferanzahl verantwortlich, viele Fahrgäste wurden durch das zersplitternde Holz regelrecht aufgespießt. Und es gilt jetzt 0,0 Promille für den Fahrdienst!
08.04.2011, 13:39#28
Ich habe einige Bilder dieses Unfalls. Ich möchte sie hier aber nicht veröffentlichen, da ich über die ursprüngliche Herkunft (Copyright) nichts weiß!
08.04.2011, 17:43#30
Bin kein Jurist, aber nach 51 Jahren gibt es IMHO kein Copyright mehr.
09.04.2011, 00:39#31
ZitatOriginal von bobby_johnson
Bin kein Jurist, aber nach 51 Jahren gibt es IMHO kein Copyright mehr.
Bei uns gibt es überhaupt kein Copyright, das ist anglosächsisches Recht. Wenn, dann meinst du das Urheberrecht.
Normalerweise kann man von einer Schutzdauer von 70 Jahren nach dem Todesjahr des (letztlebenden) Urhebers ausgehen. Bei Werken ohne Urheberrechtsbezeichnung sind es 70 Jahre nach der Aufnahme bzw. Veröffentlichung (also im Extremfall 140 Jahre). Bei einfachen Lichtbildern sind es 50 Jahre nach der Aufnahme bzw. Veröffentlichung (also im Extremfall 100 Jahre). Bei Datenbanken 15 Jahre nach der letzten Änderung.
Wenn es sich hier um ein einfaches Lichtbild handelt (also kein wertvolles Werk) und dieses nachweislich 1960 erstmals veröffentlicht wurde, dann darfst du das Foto posten, da die Schutzfrist 2010 ablaufen ist.
