Strassenbahnunfall Linie 62

38 Beiträge · Seite 2 von 2
17.08.2008, 00:27#21
Zitat
Original von Locutus
Was auffallend ist, ist die schreibweise des Zeitungsberichts. Darin werden Personen inklusive Wohnadresse und Beruf genannt. In der heutigen Zeit ist sowas undenkbar.

AFAIR wurde das auch einmal in der Stadtverkehrsliste durchdiskutiert. Heraus kam, daß das ein damals sehr zweckmäßiges Mittel war, um Angehörige von verletzten Personen rasch über das Schicksal ihrer Verwandten zu informieren - ein Telefon hatte man in Zeiten wie diesen ja nicht unbedingt.

Beste Grüße
VT
17.08.2008, 00:29#22
Klingt plausibel, danke für die Erklärung.
17.08.2008, 16:51#23
Das lasse ich mir nicht so ganz einreden.

Auch in anderen Fällen wurde der ganze Name abgedruckt, wo man nicht unbedingt so argumentieren kann, dass dann Verwandte/Bekannte gleich sehen, dass jemand verletzt wurde.

Das hatte dieselben Gründe wie heute auch noch: Sensationsgeile Medien, die vor der Privatsphäre noch nie zurückgeschreckt haben. Man lese sich nur die Unfallberichte in der AZ bezügl. des 39er-Unfalls durch: Anstatt über die grauslichen Details, die ohnehin jeder erahnen kann, hinwegzugehen, wird da von abgetrennten Händen und Füßen neben dem Randstein und von blutüberstromten Toten und gerade Sterbenden in einer Art berichtet, die Gladiatorenkämpfen zur Ehre gereichen würden.

Auch beim dieswöchigen Unfall in der Alser Straße war es keineswegs notwendig, zu erwähnen, dass dem Opfer Kopf und Beine abgetrennt wurden und wie genau der LKW dem Opfer über den Kopf gefahren ist, dass davon nur noch ein matschiger Blut-Gehirn-Brei übrig war.

Es hat schon einen Grund, warum der Personenschutz in Medien später dann gesetzlich reglementiert wurde.

Eine andere Sache ist wieder die Scheinheiligkeit, wenn der ORF "josef F." sagt und sogar die Kriminalpolizisten den Namen ausschreiben...
19.08.2008, 00:41#24
Das makaberste Detail bei der 39er-Berichterstattung war IMO ein Umgebungsplan auf dem ein paar Kreuze eingezeichnet waren, Anmerkungstext: "Die Kreuze markieren die Stelle, an der die Toten auf dem Gehsteig abgelegt wurden" oder so ähnlich.
19.08.2008, 01:23#25
Jetzt seid's nicht so zart besaitet! :rolleyes:
20.08.2008, 01:12#26
Ich gehe jetzt absichtlich auf den Tread zurück, den ich selbst eröffnet habe, um eine Anregung zu geben, alle Treads zusammenzufassen, die sich mit den Unfällen auf Strecken mit Gefällen befassen. Es deren von Beginn an der "Elektrischen" bis in die heutige Zeit. Im Buch "Ein Jahrhundert Wiener "Elektrische" in Schlagzeilen sind etliche davon aufgezählt und zumindestens ein Vorfall auf der Linie 5 in der Kaiserstraße, als der Fahrer den Zug nicht erbremste und über die Lerchenfelderstraße hinausschoß und im Geschäft auf der gegenüber liegenden Strassenseite landete, wie ich zu wissen glaube.
Ich will chronologisch die angeführten Unfälle auf Gefällstrecken abarbeiten und bei allen wird immer zuerst vom Fahrer angegeben, Bremsversagen.
7.2.1917. Linie 18 von der Haltestelle Flurschützstrasse, damals noch Gasse, in FR Arbeitergasse wegen zu hoher Geschwindigkeit im Haltestellenbereich Arbeitergasse nicht zu bremsen und rammt daher einen Zug der Linie 61 seitlich im Kreuzungsbereich. Fazit: 1 Toter, 3 Schwerverletzte und 34 Leichtverletzte.
2.5.1920. Wieder Linie 18 ein Dreiwagenzug auf der Gefällestrecke von der Mariahilferstrasse zur Sechshauserstrasse. Fährt angeblich wegen Bremsversagen mit hoher Geschwindigkeit auf einen Zug der Linie 118 auf. Nachträglich und zwar erst am 23.7.1920 wurde berichtet war es Sabotage, da das Bremskabel zwischen TW und den 2 BW wie die "Kriminalbehörde" feststellte von jemanden getrennt wurde, sodaß die BWs ungebremst den TW anschoben. Fazit: 4 Tote, 10 Schwerverletzte und 39 Leichtverletzte.
20.7.1929. BW macht sich in der Endstelle Nußdorf selbstständig ! Da es noch keine Schleife gab wurde der Beiwagen vom TW des nachfolgenden Zuges übernommen und stand daher allein in der Endstelle und nach Bericht war ein "Bremser" im Wagen. Denoch setzte sich der Wagen in Bewegung und fuhr mit 50 km Geschwindigkeit am Nußdorferplatz in den nachkommenden Zug der Linie 36. Fazit: 1 Toter und 14 Verletzte.
11.4.1933. Ein Straßenbahnzug der Linie 8 rammt in voller Fahrt auf dem Lerchenfeldergürtel den Beiwagen eines Zuges der Linie 48 - beide Waggons zur Seite geschleudert - der Triebwagen bleibt über dem Abgrund der Stadtbahn hängen - eine Passantin getötet, 33 Fahrgäste verletzt. Soweit die Headline in der Zeitung vom 12.4.1933.
8.7.1943. Strassenbahnzug fährt gegen Hauswand. Ein Zug der Linie 118 entgleist / 2 Tote, 6 Verletzte. Ein Strassenbahnzug der Linie 118 der durch die Schlachthausgasse in der Richtung gegen den Donaukanal fuhr, konnte aus bisher noch nicht geklärter Ursache nicht abgebremst werden, so daß er in vollem Schwung über die Weiche an der Einmündung der Erdbergstrasse in die Kurve fuhr, an der Stelle, wo sich die Gleise mit denen der J-Linie kreuzen, sprang der Zug aus den Schienen und raste in voller Geschwindigkeit quer über die Erdbergstrasse gegen die Wand des Hauses Nr.117. So der Zeitungsbericht. (Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ach ja, der 62er.)
16.5.1957. Die Menschen auf der letzten Plattform des C-Wagens erkannten ím letzten Augenblick die Gefahr. Sie sahen den Motorwagen des 16ers auf sich zukommen, mit unverminderter Geschwindigkeit und einer weißen Staubwolke, die von der vergeblich betätigten Sandstreubremse aufstob. Sie sahen den Motorführer mit verzerrten Gesicht an der großen Kurbel der Handbremse hängen, sie sahen die schreckgeweihten Augen der dichtgedrängten Fahrgäste, und sie sahen eine Frau das Kreuz schlagen. Doch da krachten schon die beiden Wagen aufeinander. Der C-Wagen wird 40m nach vorne geschleudert. Soweit der Zeitungsbericht. Fazit: 3 Tote und 57 Verletzte.

Abschließend noch eine persönliche Bemerkung. Meine Kinder und Jugendjahre verbrachte ich in Margareten und wohnte in der Nähe des Siebenbrunnenplatzes, als von dort noch der Autobus nach Floridsdorf Am Spitz ging. Wenn ich mich täusche war es die Linie 6. Die Strassenbahnlinie 6 fuhr noch vom Matzleinsdorferplatz kommend über die Reinprechtsdorferstrasse, eine Gefällstrecke. Beim Siebenbrunnenplatz machte die Strasse einen links-rechts Schwenk und so auch die Schienen. Es war nicht einmal zu beobachten, daß die Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit daher kamen und zu spät bremsten. Dann stiegen auch die Staubwolken auf, als gesandelt wurde was das Zeug hergab und es grenzte an ein Wunder, daß nicht auch dort so ein 6er aus den Schienen sprang.
20.08.2008, 01:49#27
Bezüglich Gefällestrecken kann ich noch was vom 13er beitragen, aus "Neues Österreich" vom 8.11.1959:
Zitat

Der "Dreizehner" karambolierte zweimal

Innerhalb weniger Minuten wurde Freitag abend ein Straßenbahnzug der Linie 13 in zwei schwere Verkehrsunfälle verwickelt. Als der 44jährige Motorführer Franz Babich aus dem 4. Bezirk mit seinem Train die steile Neubaugasse Richtung Mariahilf fuhr, rammte er mit seinem Triebwagen bei der Kreuzung Burggasse einen Personenwagen, dessen Lenker, der 28jährige Kaufmann Josef Haller, den Vorrang nicht beachtet hatte. Der neue PKW wurde schwer beschädigt; glücklicherweise kamen keine Personen zum Schaden.

Als der Motorführer nach der Erhebung des Tatbestandes seine Fahrt fortsetzen wollte, qualmte es aus dem Fahrschalter. Babich ließ daraufhin die Fahrgäste aussteigen und begab sich auf die hintere Plattform zum anderen Fahrschalter, um von dort aus den Train in die Remise zu bringen. Bei dieser Manipulation geriet der Zweiwagenzug ins Rollen; Babich konnte mit der Handbremse die schwere, rückwärtsfahrende Garnitur nicht mehr aufhalten. Mit beträchtlicher Wucht prallte der defekte "Dreizehner" gegen einen vor dem Hause Neubaugasse 69 angehaltenen Folgezug.

Infolge des Zusammenstoßens wurde der 51jährige Angestellte Alfred Soukup aus der Leopoldstadt vom Trittbrett auf die Straße geschleudert und mußte mit einer Schädelprellung in das Krankenhaus gebracht werden. Zwei andere Passagiere, die 60jährige Gisela Körbel aus Steinbach in Niederösterreich und die 82jährige Amalia Granda aus dem 5. Bezirk erlitten Prellungen und Schocks, konnten aber nach ambulatorischer Behandlung in häusliche Pflege entlassen werden. Der Unfall erregte großes Aufsehen.

(Der 13er, Band II, Kapitel XI, Seite 5)

Ein paar Anmerkungen:
* Man sieht schon damals, wie sehr "Neues Österreich" die Tramway liebte: Nicht der PKW-Lenker hat schuldhaft die Tram gerammt, es wird im Artikel zuerst so hingestellt, als ob der 13er schuld gewesen wäre. Erst in einem Nebensatz erfahren wir die tatsächliche Unfallursache. Weiters "der neue PKW" - was nicht geschrieben wird, aber jeder denkt: "die alte Tram". Die Berichterstattung über den 13er war leider praktisch immer so tendentiell...

* Der Name des Motorführers wird genannt, obwohl er keine aus dem Artikel ableitbaren Verletzungen davontrug. Damit ist die geäußerte Theorie, dass die Namensnennung nur aus "Verständigung von Angehörigen"-Gründen erfolgte, zumindest hier widerlegt. Für mich ist das eher ein An-den-Pranger-Stellen.

* Wie geht das bei einem Zweiwagenzug, dass der Fahrer den Wagen vom hinteren Fahrerplatz aus in die Remise bringt? Solo ja, aber wie kann er mit Beiwagen in die andere Richtung fahren?! Einmal davon abgesehen, dass die 13er-Remise Raxstraße sich in der anderen Richtung befindet und es zur Burggasse keine Verbindungsweichen gab (so dass er kurz "zurückfuhr" und dann auf die Strecke 48 abbiegen könnte). Die nächste Remise in Richtung Alser Straße wäre Hernals gewesen. Ob sich das der Journalist einmal überlegt hat?

edit: Der Bericht in der AZ ist auch nicht viel aussagekräftiger: http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv…=19591108_A07;html=1

Der dort erwähnte 5er-Unfall:
http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv…=19591106_A03;html=1
http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv…day=7&page=03&html=1
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 13er (20.08.2008, 02:06)
20.08.2008, 01:52#28
Zitat
Original von Pumuckl
11.4.1933. Ein Straßenbahnzug der Linie 8 rammt in voller Fahrt auf dem Lerchenfeldergürtel den Beiwagen eines Zuges der Linie 48 - beide Waggons zur Seite geschleudert - der Triebwagen bleibt über dem Abgrund der Stadtbahn hängen - eine Passantin getötet, 33 Fahrgäste verletzt. Soweit die Headline in der Zeitung vom 12.4.1933.

Dazu gibt es ein Bild auf der Seite von Harald Jahn: http://www.tramway.at/h/1933-04-12_Burggasse_4006.html

Zitat
Original von Pumuckl
16.5.1957. Die Menschen auf der letzten Plattform des C-Wagens erkannten ím letzten Augenblick die Gefahr. Sie sahen den Motorwagen des 16ers auf sich zukommen, mit unverminderter Geschwindigkeit und einer weißen Staubwolke, die von der vergeblich betätigten Sandstreubremse aufstob. Sie sahen den Motorführer mit verzerrten Gesicht an der großen Kurbel der Handbremse hängen, sie sahen die schreckgeweihten Augen der dichtgedrängten Fahrgäste, und sie sahen eine Frau das Kreuz schlagen. Doch da krachten schon die beiden Wagen aufeinander. Der C-Wagen wird 40m nach vorne geschleudert. Soweit der Zeitungsbericht. Fazit: 3 Tote und 57 Verletzte.

Dazu das in der AZ: http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv…=19570516_A01;html=1 und http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv…=19570517_A03;html=1

(Sorry fürs Doppelpost, war keine Absicht, es ist nur schon spät...)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 13er (20.08.2008, 02:23)
20.08.2008, 11:13#29
Zitat
Original von 13er
* Wie geht das bei einem Zweiwagenzug, dass der Fahrer den Wagen vom hinteren Fahrerplatz aus in die Remise bringt? Solo ja, aber wie kann er mit Beiwagen in die andere Richtung fahren?! Einmal davon abgesehen, dass die 13er-Remise Raxstraße sich in der anderen Richtung befindet und es zur Burggasse keine Verbindungsweichen gab (so dass er kurz "zurückfuhr" und dann auf die Strecke 48 abbiegen könnte). Die nächste Remise in Richtung Alser Straße wäre Hernals gewesen. Ob sich das der Journalist einmal überlegt hat?


Bei einer Störung des vorne liegenden Fahrschalters, wird die "Fahrt mit dem hinteren Fahrschalter" fortgesetzt. Dabei nimmt an der Zugspitze der Zugfühtrer den Platz des Fahrers ein, gibt mit der Signalpfeife Verschubsignale und betätigt bei Bedarf die Warnglocke, den Sandstreuer und den Fahrtrichtungsanzeiger. Der Fahrer befindet sich am hinteren Führerstand und fährt mit der Umkehrhebelstellung "Rückwärts". Ob Solo oder mit Beiwagen, das Procedere ist das gleiche.


Text richtiggestellt
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Revisor (20.08.2008, 11:34)
20.08.2008, 11:19#30
Dankeschön für die Erklärung! Ich habe nicht mal mehr einen Zugführer/Schaffner miterlebt, darum kommt mir das auch nie in den Sinn, dass da mehr als ein Bediensteter im Zug ist... Ich kenne das gar nicht anders :(
20.08.2008, 12:48#31
Zitat
Original von Revisor
Bei einer Störung des vorne liegenden Fahrschalters, wird die "Fahrt mit dem hinteren Fahrschalter" fortgesetzt. Dabei nimmt an der Zugspitze der Zugfühtrer den Platz des Fahrers ein, gibt mit der Signalpfeife Verschubsignale und betätigt bei Bedarf die Warnglocke, den Sandstreuer und den Fahrtrichtungsanzeiger. Der Fahrer befindet sich am hinteren Führerstand und fährt mit der Umkehrhebelstellung "Rückwärts". Ob Solo oder mit Beiwagen, das Procedere ist das gleiche.


Natürlich und das hat der Revisor vergessen zu schreiben als Leerzug, also ohne Fahrgäste. Das Pfeifsignal war und wird bei Verschubarbeiten in der Remise noch heute so gehandhabt lange Pfeiftöne = freie Fahrt, mehrere kurze Pfeiftöne = halt.
20.08.2008, 13:09#32
Zitat
Original von Pumuckl
Natürlich und das hat der Revisor vergessen zu schreiben als Leerzug, also ohne Fahrgäste. Das Pfeifsignal war und wird bei Verschubarbeiten in der Remise noch heute so gehandhabt lange Pfeiftöne = freie Fahrt, mehrere kurze Pfeiftöne = halt.


Nein, das hat er nicht vergessen, sondern es für die Erklärung der Vorgangsweise an einen, der derartiges noch nie gesehen hat, für unerheblich gehalten. Wobei deine Aussage natürlich wieder einmal nicht ganz richtig ist, da bei den ersten und letzten Zügen ("Blauen") sowie bei großen Zugsintervallen sehr wohl Fahrgäste, aber nur im oder in den Beiwagen mitgenommen werden mußten.

Auch deine Erklärung der Verschubsignale ist falsch.

Signal 1 "Vorwärts": ein kurzer Ton aus der Signalpfeife und zugleich Armbewegung in der Fahrtrichtung.
Signal 3 "Langsam": drei lange Töne aus der Signalpfeife und zugleich seitliches Schrägabwärtshalten eines Armes.
Signal 4 "Halt": Mehrere, jedoch mindestens drei kurze Töne aus der Signalpfeife und zugleich hochalten eines Armes.
20.08.2008, 14:26#33
Zitat
Original von Revisor
Auch deine Erklärung der Verschubsignale ist falsch.

Signal 1 "Vorwärts": ein kurzer Ton aus der Signalpfeife und zugleich Armbewegung in der Fahrtrichtung.
Signal 3 "Langsam": drei lange Töne aus der Signalpfeife und zugleich seitliches Schrägabwärtshalten eines Armes.
Signal 4 "Halt": Mehrere, jedoch mindestens drei kurze Töne aus der Signalpfeife und zugleich hochalten eines Armes.


Hat schon recht der Revisor mit seiner Angabe, so steht es in den Vorschriften.
Nur in der Praxis schaut es anders aus. Das Vorwärtssignal wird und da wird sich ja nichts geändert haben mit einem langen Pfeifton gegeben, wobei die Lautstärke anfangs laut dann und immer mehr abnimmt.
Das Langsamsignal habe ich kurz gesagt einfach vergessen zu erwähnen.

Alzi lässt grüssen
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Pumuckl (20.08.2008, 14:34)
20.08.2008, 15:05#34
Zitat
Original von Pumuckl
Das Vorwärtssignal wird und da wird sich ja nichts geändert haben mit einem langen Pfeifton gegeben, wobei die Lautstärke anfangs laut dann und immer mehr abnimmt.

Eine solche Signalabgabe (laut - leise) habe ich noch nie gehört. Über die Auffassung des Begriffs "kurz" lässt sich zwar streiten, aber auch ein etwas längerer "Vorwärts"-Pfiff ist immer noch von einem langen Pfiff entfernt.
20.08.2008, 17:27#35
Zitat
Original von 95B
Eine solche Signalabgabe (laut - leise) habe ich noch nie gehört. Über die Auffassung des Begriffs "kurz" lässt sich zwar streiten, aber auch ein etwas längerer "Vorwärts"-Pfiff ist immer noch von einem langen Pfiff entfernt.

Es ist schade, daß ich Dir das "Vorwärts" im Forum nicht vorpfeifen kann. Geht halt nicht. Dann würdest Du es verstehen was ich meinte. ;)
20.08.2008, 18:03#36
Zitat
Original von Pumuckl
Zitat
Original von 95B
Eine solche Signalabgabe (laut - leise) habe ich noch nie gehört. Über die Auffassung des Begriffs "kurz" lässt sich zwar streiten, aber auch ein etwas längerer "Vorwärts"-Pfiff ist immer noch von einem langen Pfiff entfernt.

Es ist schade, daß ich Dir das "Vorwärts" im Forum nicht vorpfeifen kann. Geht halt nicht. Dann würdest Du es verstehen was ich meinte. ;)

[x] MP3 or did not happen :D
21.08.2008, 01:53#37
Zitat
Original von Pumuckl

Natürlich und das hat der Revisor vergessen zu schreiben als Leerzug, also ohne Fahrgäste.

Nicht ganz richtig. Musste der Fahrschalter zwischen zwei Haltestellen gewechselt werden, mussten Fahrgäste bis zur nächsten Haltestelle mitgenommen werden, bei der "Blauen" mussten sie vom Triebwagen in den/die Beiwagen umsteigen (so vorhanden).


Zitat

Das Pfeifsignal war und wird bei Verschubarbeiten in der Remise noch heute so gehandhabt lange Pfeiftöne = freie Fahrt, mehrere kurze Pfeiftöne = halt.

Mehrere (mindestens drei) kurze Pfeiftöne ohne vorheriges Signal "Langsam" (drei lange Töne) bedeutet "Nothalt"!
21.08.2008, 08:21#38
Zitat
Original von hema
Mehrere (mindestens drei) kurze Pfeiftöne ohne vorheriges Signal "Langsam" (drei lange Töne) bedeutet "Nothalt"!

Allerdings wird (zumindest) im (heutigen) Verschub das Signal "Langsam" meistens ausgelassen, weil die Verschieberpartien sowieso eingespielte Teams sind, die ohnehin von sich aus wissen, wann sie langsamer werden müssen.