39er
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11.04.2009, 00:41#21
11.04.2009, 06:24#22
Ist das ein Omen, dass bald eine S39 kommen soll? 

16.06.2009, 23:05#23
ZitatOriginal von N1_2888
Ich las mal wo*, dass geplant war, eine Schleife um die nahegelegene Kirche zu errichten und das Scheitern dieses Vorhabens letzten Endes das Aus für den 39er zur Folge gehabt hat.
Das steht auch so im Lehnhart-Buch. Aufgrund des massiven Einspruchs klerikaler Stellen(*) wurde die Schleife dann nicht verwirklicht.
* Dabei sind Schleifen um Kapellen und Kirchen in Wien nicht grundsätzlich "verpönt" - die 43er-Schleife um die St. Anna Kapelle gibt es, so weit ich mich (nicht persönlich) erinnern kann, seit 1907.
16.06.2009, 23:09#24
Anderen Aussagen zufolge sollen die Heurigenwirte den drohenden Verlust von Parkplätzen beklagt haben und das klingt erheblich naheliegender, auch wenn die Vorstellung, mit dem Auto zum Heurigen zu fahren eigentlich ziemlich abartig ist. Aber gut, wie sagt das Sprichwort? "Tragts mi zum Auto, i fia eich ham!" *hick*
16.06.2009, 23:12#25
Sicherlich aber lag es nicht nur an der Schleife alleine, sondern eben, wie schon erwähnt wurde, an der eingleisigen Führung durch die Sieveringer Straße. Hier ein Foto vom Beginn des eingleisigen Abschnitts vor 1965 auf Höhe Sieveringer Straße 87. Links erkennt man das Signal, das per stromführendem dritten Oberleitungsdraht aktiviert wurde:
16.06.2009, 23:20#26
Soda, und damit wir hier unser Gaudium nicht nur vom Denkmal der Gans Lilli beziehen müssen, noch ein "Live"-Foto mit Schaffnerin und 39er:
16.06.2009, 23:27#27
Um die Enge der Sieveringer Straße noch einmal deutlich zu demonstrieren. Man beachte auch auf der rechten Seite das Schild "do is da Swoboda Karl" 

16.06.2009, 23:44#28
ZitatOriginal von 69er
Wo ungefähr befand sie sich genau, da heute ja dort Neubauten stehen?
Das Lazarett befand sich unter dem heutigen Helmut-Qualtinger-Hof. Die Schleife ging von der Grinzinger Allee durch die Daringergasse und Kaasgrabengasse.
Was ich noch nicht ganz verstehe: Handelt es sich hier wirklich um eine Normalspur? Das sieht für mich hier am Foto eher wie 1m-Spur aus (auf einem anderen Foto ist es noch deutlicher zu sehen)? Eine Oberleitung kann ich auf keinem Foto entdecken: Wurden also die Krankentransporte mit Pferdewägen durchgeführt?
17.06.2009, 07:11#29
Da dürfte es sich um eine Schmalspurbahn handeln wie im Krankenhaus Lainz.
17.06.2009, 17:30#30
ZitatOriginal von Paul Posch
Da dürfte es sich um eine Schmalspurbahn handeln wie im Krankenhaus Lainz.
Ja, es dürfte sich um eine Art Feldbahn gehandelt haben. Zumindestens sichzeigt im Album "Grinzing und Sievering - Die Dörfer unter'm Himmel"* auf Seite 39 in einem Kapitel über das Heeresspital im Hintergrund eines Bildes eine Feldbahndampflokomotive.
*Album aus der " Reihe Archivbilder" erschienen im Sutton Verlag, 2006.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Schienenchaos (17.06.2009, 17:31)
09.09.2009, 00:28#31
Ein wunderbar romantisches Foto aus Sievering, in das sich die Straßenbahn (H2 2276 + m3 5398) völlig idyllisch einfügt. Aufgenommen am 28.8.1970 von J. Slezak. Im Hintergrund, so weit für mich als Nicht-Sieveringer erkennbar, der 3-Kugel-Schachinger, Sieveringer Straße 99, der auch das Lilli-Denkmal gesponsert hat. Da darf man mit Recht melancholisch werden...
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 13er (09.09.2009, 00:31)
09.09.2009, 00:40#33
ZitatOriginal von SGN
Das waren die Reste in Sievering 1981, bevor sie verschwanden...
Danke für das schöne Zeitdokument! Angeblich liegen ja in etlichen Teilen der Strecke die Gleise noch immer unter dem Asphalt (wie man teilweise auf Tramtrack sehen kann).
Bei der Endstation wird man sie aber wohl schon entfernt haben, da dort der ganze Platz neu gestaltet wurde. Andererseits hat man gerade eben in der Sechshauser Straße auch die neuen Verkehrsinseln einfach über die Gleise drübergelegt - also wer weiß, was da noch einmal zum Vorschein kommt in Zukunft.
09.09.2009, 00:49#34
ZitatOriginal von SGN
Das waren die Reste in Sievering 1981, bevor sie verschwanden...
Da sieht man ganz deutlich: Straßenbahn muss den Autos weichen.

Das selbe Bild sieht man jetzt in der Engerthstraße: Parkende Autos auf den Ex-21er-Gleisen.

Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von 5er-Franzi (09.09.2009, 00:52)
09.09.2009, 08:47#35
ZitatOriginal von SGN
Das waren die Reste in Sievering 1981, bevor sie verschwanden...
Wo genau endete das Gleis? Vor oder erst nach der leichten Linkskurve (auf Höhe des quergeparkten gelb-grünen PKW's, zu dem gerade der Fußgänger unterwegs ist)?
09.09.2009, 16:04#36
Ein Foto möchte ich auch noch beisteuern. Sicher kein Kunstwerk, aber ein klein wenig stimmungsvoll finde ich es doch.
10.09.2009, 18:29#37
ZitatOriginal von Betriebshof Reick
Ich las mal wo*, dass geplant war, eine Schleife um die nahegelegene Kirche zu errichten und das Scheitern dieses Vorhabens letzten Endes das Aus für den 39er zur Folge gehabt hat.
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*Wieder einmal hab ich die Quelle vergessen, ich pflege aber solche Sachen nicht zu erfinden.
Im Freytag-Berndt-Buchplan aus dem Jahr 1965 war dieses Projekt als blau strichlierte Linie eingezeichnet - ebenso eine Verlängerung des 16er durch die Erzherzog Karl-Straße bis Aspern und eine V-förmige Umfahrung der "Autobahnspinne" bei der Prater-Stelzenstraße durch den 80er

10.09.2009, 18:31#38
Das H2-Foto muß ja knapp vor der Umstellung gemacht worden sein! Im Hintergrund sieht man ja schon die abgedeckten Bushaltestellentafeln.
02.09.2012, 19:32#39
Das H2-Foto muß ja knapp vor der Umstellung gemacht worden sein! Im Hintergrund sieht man ja schon die abgedeckten Bushaltestellentafeln.
Ich sehe zwar keine Bushaltestellentafeln, aber nachdem das Foto vom 28. August 1970 ist und die Tramway noch genau 2 Tage fuhr, ist es klar, dass das Foto von knapp vor der Umstellung auf Bus gemacht wurde.
03.09.2012, 10:05#40
Das steht auch so im Lehnhart-Buch. Aufgrund des massiven Einspruchs klerikaler Stellen(*) wurde die Schleife dann nicht verwirklicht.Es gab allerdings auch noch einen anderen Grund: Die Engstelle sollte durch Einlegen eines zweiten Gleises durch die Windhabergasse beseitigt werden. Diese war damals noch nicht wie heute durchgehend ausgebaut. Dieser Ausbau scheiterte damals an verschiedenen Anrainern. So ging für den 39er alles schief, was nur schief gehen konnte.









