2012-07-07 - 2012-08-26 | U1-Sperre zwischen Reumannplatz und Schwedenplatz

598 Beiträge · Seite 2 von 30
08.07.2009, 16:52#21
Zitat
Original von Ferry
Etwa gar nicht? Seltsam, seltsam, wie ist das nur möglich? Bei der "modernen" U-Bahn ist es nach etwas über dreißig Jahren soweit, und bei der über sechzig Jahre alten Stadtbahn... :rolleyes:

Die Gürtelstadtbahn hat ja eine Generalsanierung hinter sich, kann mich aber nicht erinnern, daß es beim Umbau auf U6 eine Komplettsperre gegeben hat.
08.07.2009, 16:52#22
Zitat
Original von hema
Aber, wenn er sich nicht blöd dabei vorkommt, die Leute auf der einen Seite rauszuhauen, um sie gleich drauf wieder einsteigen zu lassen . . . . :rolleyes:

Fahrer, die so etwas machen, rechnen ja ohnehin damit, die lästigen Beförderungsfälle auf diese Art loszuwerden, um dann als Quasi-Sonderzug nach Hause fahren zu können...
08.07.2009, 16:56#23
Zitat
Original von Ferry
im Radio wird in den Nachrichten von der ältesten U-Bahn-Strecke Wiens gesprochen. Wir wissen aber alle, dass das nicht stimmt, oder? Die älteste U-Bahn-Strecke ist das am 8.5.1976 eröffnete U4-Teilstück Heiligenstadt-Friedensbrücke.

Das war nur ein "erweiterter Probebetrieb mit Fahrgästen". Das macht es einfach, diesen Pendelverkehr, der allen Fahrgästen, sofern sie nicht über den Verbindungsbogen mussten, nur Nachteile brachte, elegant unter den Teppich zu kehren.

Zitat
Eine (rhetorische) Frage an die Historiker: wie oft war denn auf der von 1925-1989 betriebenen Stadtbahn eine "Generalsanierung der Strecke", die zu mehreren Wochen Betriebsstillstand gführt hat, notwendig (abgesehen von Kriegsschäden)? Hm?

Auch wenn du die Kriegsschäden ausschließt: Die neuneinhalb Jahre, die man gebraucht hat, um die beiden zerstörten Strecken nach Heiligenstadt wieder aufzubauen, waren nicht gerade eine Zeitspanne, derer man sich rühmen konnte. MWn hat man überhaupt erst 1953 (!) mit dem Wiederaufbau begonnen.
08.07.2009, 16:57#24
Zitat
Original von Linie 41
Zitat
Original von Ferry
Etwa gar nicht? Seltsam, seltsam, wie ist das nur möglich? Bei der "modernen" U-Bahn ist es nach etwas über dreißig Jahren soweit, und bei der über sechzig Jahre alten Stadtbahn... :rolleyes:

Die Gürtelstadtbahn hat ja eine Generalsanierung hinter sich, kann mich aber nicht erinnern, daß es beim Umbau auf U6 eine Komplettsperre gegeben hat.


Diese "Generalsanierung" kam aber erst nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb! Und sie führte auch nicht zu einem mehrere Wochen andauernden Betriebsausfall (Hm, was wäre diesfalls wohl sonst gefahren?)!
08.07.2009, 17:06#25
Zitat
Original von Linie 41
Die Gürtelstadtbahn hat ja eine Generalsanierung hinter sich, kann mich aber nicht erinnern, daß es beim Umbau auf U6 eine Komplettsperre gegeben hat.

Zitat
Original von Ferry
Diese "Generalsanierung" kam aber erst nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb! Und sie führte auch nicht zu einem mehrere Wochen andauernden Betriebsausfall (Hm, was wäre diesfalls wohl sonst gefahren?)!

Betriebspause vom 2. Juli bis 4. September 1988, Verweis auf die Linie 8. ;)
08.07.2009, 17:12#26
Zitat
Original von N1_2888
Auch wenn du die Kriegsschäden ausschließt: Die neuneinhalb Jahre, die man gebraucht hat, um die beiden zerstörten Strecken nach Heiligenstadt wieder aufzubauen, waren nicht gerade eine Zeitspanne, derer man sich rühmen konnte. MWn hat man überhaupt erst 1953 (!) mit dem Wiederaufbau begonnen.


Das ist richtig, dürfte aber wohl auch dem Materialmangel der Nachkriegsjahre geschuldet sein. Und wie gesagt: der Neubau ansich war ja schon kriegsbedingt.

Von 1952 bis zur Wiederinbetriebnahme 1954 gab es übrigens einen "Stadtbahn-Ersatzverkehr": die Straßenbahnlinie 8/36!
08.07.2009, 17:37#27
Zitat
Original von Ferry
Zitat
Original von Linie 41

Die Gürtelstadtbahn hat ja eine Generalsanierung hinter sich, kann mich aber nicht erinnern, daß es beim Umbau auf U6 eine Komplettsperre gegeben hat.


Diese "Generalsanierung" kam aber erst nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb! Und sie führte auch nicht zu einem mehrere Wochen andauernden Betriebsausfall (Hm, was wäre diesfalls wohl sonst gefahren?)!


Doch, diese Sanierung fand noch zu Stadtbahnzeiten statt und bedingte auch eine mehrwöchige Streckensperre. Diese Sanierung erfolgte im Zuge der Umstellung auf Rechtsfahren und die Gürtelstrecke war vom 2. 7. - 4. 9. 1988 ohne Betrieb.
08.07.2009, 18:34#28
Es dürfte in erster Linien drum gehen, die Tübbings zu sanieren, damit endlich der Gestank aufhört und sie wieder dicht werden! Alle anderen Arbeiten werden ohnedies laufend gemacht (Schienentausch etc.), dass man das in dieser Zeit dann bequem nebenbei machen kann, ist wohl nur ein Nebeneffekt und nicht der Hauptgrund für die Sperre.
08.07.2009, 21:49#29
Zitat
Original von Revisor
Zitat
Original von Ferry
Zitat
Original von Linie 41

Die Gürtelstadtbahn hat ja eine Generalsanierung hinter sich, kann mich aber nicht erinnern, daß es beim Umbau auf U6 eine Komplettsperre gegeben hat.


Diese "Generalsanierung" kam aber erst nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb! Und sie führte auch nicht zu einem mehrere Wochen andauernden Betriebsausfall (Hm, was wäre diesfalls wohl sonst gefahren?)!


Doch, diese Sanierung fand noch zu Stadtbahnzeiten statt und bedingte auch eine mehrwöchige Streckensperre. Diese Sanierung erfolgte im Zuge der Umstellung auf Rechtsfahren und die Gürtelstrecke war vom 2. 7. - 4. 9. 1988 ohne Betrieb.


Nun ja, das passt ja. Ich schrieb ja nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb. Die Frage ist, ob und wann die Gürtelstrecke sonst saniert worden wäre. Bei der U1 wird ja nichts umgestellt oder adaptiert, sondern es wird eine bestehende Strecke erneuert. Etwas, was bei der Stadtbahn in den sechzig Jahren ihres Bestehens in diesem Ausmaß nie ein Thema war und erst durch die Umstellung auf U-Bahn-Betrieb notwendig wurde.
08.07.2009, 22:29#30
Zitat
Original von Ferry
Nun ja, das passt ja. Ich schrieb ja nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb.


Und genau das stimmt eben so nicht, höchstens im weitesten Sinn, da nach der Wiederinbetriebnahme am 5. 9. 1988 die Züge bis 6. 10. 1989 weiterhin als Stadtbahn unter den Liniensignalen G und GD verkehrten
08.07.2009, 22:42#31
Abgesehen davon war die "Umstellung" auf U-Bahnbetrieb eben genau nicht mehr als eine schlichte Generalsanierung. Einziger Zusatzaufwand wird die Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr gewesen sein.
08.07.2009, 22:49#32
Die Bahnsteige an den Otto-Wagner-Stationen hat man auch irgendwann verlängert.
08.07.2009, 22:59#33
Zitat
Original von 5er-Franzi
Die Bahnsteige an den Otto-Wagner-Stationen hat man auch irgendwann verlängert.

Ja, Ende der 1970erjahre mit Einführung der Rundlinien GW/WG um mit N1-Neunwagenzügen fahren zu können.
08.07.2009, 23:08#34
RE: [PM] U1-Teilsperre im Jahr 2013
Zitat
Original von Ferry
Nicht ganz klar ist mir, warum man statt zwei Linien nicht nur eine von Reumannplatz - Südtiroler Platz - Schwarzenbergplatz - Börse führt!


Laut dem von N1_2888 zitierten Artikel soll es ja eine Linie geben, welche die Relation Raxstraße - Südtiroler Platz - Südbahnhof - Schwarzenbergplatz - Börse befahren wird:

Zitat
Original von N1_2888
Zitat
Original von wien.orf.at
Ersatzlinien mit geringerer Kapazität
Als Schienenersatzverkehr ist nach derzeitigem Stand eine zusätzliche Linie geplant, die bei der Raxstraße beginnt, entlang der Linie O zum Südbahnhof, via Prinz-Eugen-Straße zum Ring und dann weiter über den Kai zur Börse fährt.


Diese befährt mit der Haltestelle 'Quellenstraße' ja eh eine dem Reumannplatz quasi um die Ecke liegende Haltestelle, von daher sehe ich in dieser Linienführung kein Fiasko ... im Gegenteil: sollte diese Linie sowie die Linie Reumannplatz - USTRAB - Kärntner Ring, Oper tatsächlich als Ersatzverkehr realisiert werden, wäre dies doch schon - im Gegensatz zu einem SEV mit Bussen - ein kleiner "Fortschritt" ;)
09.07.2009, 09:02#35
RE: [PM] U1-Teilsperre im Jahr 2013
Zitat
Original von ULF 700
Laut dem von N1_2888 zitierten Artikel soll es ja eine Linie geben, welche die Relation Raxstraße - Südtiroler Platz - Südbahnhof - Schwarzenbergplatz - Börse befahren wird:


Es gibt dadurch aber keine Direktverbindung Reumannplatz - Südtirolerplatz. Die Relation Raxstraße - Südtirolerplatz wird ohnehin schon durch den O bedient, den man - wie ich schon schrieb - ggf. ja verstärken könnte. Die durch den Ausfall der U-Bahn verlorengegangene Relation Südtiroler Platz - Reumannplatz, dh., die Verbindung zweier doch recht bedeutender Verkehrsknotenpunkte, ist hingegen durch beide Ersatzlinien nicht gegeben, obwojhl dies zumindest gleismäßig leicht erreicht werden könnte.

Zitat

Diese befährt mit der Haltestelle 'Quellenstraße' ja eh eine dem Reumannplatz quasi um die Ecke liegende Haltestelle, von daher sehe ich in dieser Linienführung kein Fiasko

Dieses "Um die Ecke liegend" kann für jemand gehbehinderten oder jemand mit kleinen Kindern ganz schön lange sein.

Zitat

... im Gegenteil: sollte diese Linie sowie die Linie Reumannplatz - USTRAB - Kärntner Ring, Oper tatsächlich als Ersatzverkehr realisiert werden, wäre dies doch schon - im Gegensatz zu einem SEV mit Bussen - ein kleiner "Fortschritt" ;)


Absolut nicht. Straßenbahnverkehr um jeden Preis kann's auch nicht sein - und das sage ich als erklärter Straßenbahnfreund und Hobbyfahrer. Nachdem ein direkter Straßenbahnverkehr parallel zur eingestellten U1-Strecke nicht mehr möglich ist, wäre ein Ersatzverkehr mit Autobussen sogar naheliegender gewesen, da diese zumindest einigermaßen parallel zur U-Bahn-Strecke und somit entsprechend schneller unterwegs sein könnten. Die Führung einer Linie über Matzleinsdorfer Platz als Ersatz für die eingestellte U1 ist sehr wohl ein Fiasko.

Natürlich freue ich mich als Straßenbahnfreund über diese neue Linien, falls sie kommen sollten, aber andererseits bin ich froh, dass ich dort nicht (mehr) wohne und nicht darauf angewiesen sein werde.
09.07.2009, 09:26#36
Zitat
Original von Revisor
Zitat
Original von Ferry
Nun ja, das passt ja. Ich schrieb ja nach bzw. im Zuge der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb.


Und genau das stimmt eben so nicht, höchstens im weitesten Sinn, da nach der Wiederinbetriebnahme am 5. 9. 1988 die Züge bis 6. 10. 1989 weiterhin als Stadtbahn unter den Liniensignalen G und GD verkehrten


Um es ganz klar zu formulieren: sämtliche ab 1976 (und teilweise schon davor) durchgeführten Bauarbeiten auf der Stadtbahn, die längere Einstellungen von Linien bzw. Sperren von Strecken zur Folge hatten, standen mit der bevorstehenden Umstellung der Stadtbahn auf U-Bahn-Betrieb bzw. Umstellung auf Rechtsverkehr in Zusammenhang.

Inwieweit Sanierungsarbeiten andernfalls (d.h., bei Beibehaltung des Stadtbahnbetriebs) zu einem späteren Zeitpunkt notwendig geworden wären, läßt sich wohl nicht mehr genau feststellen; sicher ist aber jedenfalls, dass diese Arbeiten keine fast zweimonatige Sperre zur Folge gehabt hätten, wie das auch in den über fünfzig Jahren mit reinem Stadtbahnbetrieb nicht der Fall war - von kriegsbedingten Sperren abgesehen.

Und das gilt besonders für die Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Tunnelstrecken, die teilweise bis heute unverändert in Betrieb stehen - im Gegensatz zu einer erst vor über 30 Jahren nach "neuersten technischen Erkenntnissen" errichten "modernen" U-Bahn-Strecke, die bereits wieder sanierungsbedürftig ist.

PS: Auch in der U3-Station Volkstheater kann man bei Regen fröhliches Tröpfeln auf die Gleisanlagen - an manchen Stellen sogar kleine Rinnsale - beobachten. Es geht eben nichts über modernen Tiefbau... :traurig: :traurig:
09.07.2009, 11:07#37
Meiner Meinung nach wäre es doch besser, wenn der Ersatzverkehr nicht bei der Raxstraße, sondern bei der Schleife Buchengasse beginnen würde.
Buchengasse - Quellenstraße - Quellenplatz - O - ...
Hier wäre doch eine weitaus besere Anbindung an die vom Reumannplatz abfahrenden Busse in den Süden bzw. Südosten gegeben.
09.07.2009, 11:18#38
@ Ferry: Und wieder widerspreche ich dir, denn worin bestand die Umstellung auf U-Bahn-Betrieb? Einzig und alleine darin, daß ab dem 7. 10. 1989 die Züge als U 6 bezeichnet wurden und der Begriff "Stadtbahn" durch die neue Bezeichnung "U-Bahn mit Oberleitung" ersetzt wurde. Daher waren das einfach notwendige Sanierungsarbeiten, die mit einer Umstellung auf den sogenannten U-Bahn-Betrieb überhaupt nichts zu tun hatten. Denn weder war es ein gottgegebenes Naturgestz, daß die Stadtbahn nur links fahren konnte, noch ist es eines, daß für die U-Bahn zwingend Rechtsverkehr bestehen muß. Diese ganze Pseudoumstellerei war nichts Anderes als ein riesiger Etikettenschwindel.

Edit: "@ Ferry" eingefügt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Revisor (09.07.2009, 11:21)
09.07.2009, 11:23#39
Zitat
Original von captainmidnight
Meiner Meinung nach wäre es doch besser, wenn der Ersatzverkehr nicht bei der Raxstraße, sondern bei der Schleife Buchengasse beginnen würde.
Buchengasse - Quellenstraße - Quellenplatz - O - ...
Hier wäre doch eine weitaus besere Anbindung an die vom Reumannplatz abfahrenden Busse in den Süden bzw. Südosten gegeben.

Am einfachsten wäre wohl, den 67er über O - D - Ring zur Börse zu schicken (mit Verstärkern Reumannplatz-Südbahnhof) und den O bis zum Otto Probst-Platz. Aber da man den 67er ja unbedingt einstellen will, wird man es natürlich um jeden Preis vermeiden, ihn vorher noch zu einer attraktiven Linie auszubauen, die vielleicht gar zu viel Anklang beim zahlenden Publikum findet! :(
09.07.2009, 11:28#40
Zitat
Original von Revisor
Und wieder widerspreche ich dir, denn worin bestand die Umstellung auf U-Bahn-Betrieb? Einzig und alleine darin, daß ab dem 7. 10. 1989 die Züge als U 6 bezeichnet wurden und der Begriff "Stadtbahn" durch die neue Bezeichnung "U-Bahn mit Oberleitung" ersetzt wurde.


Und in der Verlängerung bis zur Philadelphiabrücke...

Zitat

Daher waren das einfach notwendige Sanierungsarbeiten, die mit einer Umstellung auf den sogenannten U-Bahn-Betrieb überhaupt nichts zu tun hatten. Denn weder war es ein gottgegebenes Naturgestz, daß die Stadtbahn nur links fahren konnte, noch ist es eines, daß für die U-Bahn zwingend Rechtsverkehr bestehen muß. Diese ganze Pseudoumstellerei war nichts Anderes als ein riesiger Etikettenschwindel.


Da hast du recht. Ich bezweifle nur, dass es ohne die Umstellung auf Rechtsverkehr, die ja den Fahrgästen gegenüber mit der Einführung des U-Bahn-Betriebes auf der bis Meidling verlängerten Gürtelstrecke begründet wurde, zu einem dermaßen langen Betriebsausfall gekommen wäre. Natürlich müssen entlang der Strecke regelmäßig Wartungs- und Revisionsarbeiten stattfinden, doch geschieht dies i.d.R. während der betriebslosen Zeit (das wird ja auch immer als Grund gegen einen 7x24 Stunden-Betrieb angegeben). Tage- oder wochenlange Ausfälle gab es zu Zeiten des durch den U-Bahn-Bau noch nicht beeinträchtigten Stadtbahnbetriebes (bis 1975) jedenfalls nicht.