Der 106er

48 Beiträge · Seite 2 von 3
21.04.2010, 01:34#21
RE: Bahn im Bild
Zitat
Original von blackrider
In der Buchreihe Bahn im Bild 55 " Die elektrische Bahn Wien - Baden II" sieht man auf Seite 93 den Tw 11 mit Stw 91 der WLB in der Schleifenanlage Simmeringer Lände.
Also ich kann mir durchaus vorstellen, das man dort auch mit C1ern probegefahren ist!

Aus März/April 1954 sind Versuchsfahrten mit dem Zug C 101+c 1201 nach seiner ersten Reparatur bei SGP nach einem Umformerbrand überliefert. Dabei pendelte der Zug auf einem Gleis mehrmals zwischen Wachthausgasse und Simmeringer Lände, während die Linie 106 in diesem Streckenabschnitt das andere Gleis benutzte. Von Probefahrten mit C1+c1 auf der Linie 106 ist mir nichts bekannt, was aber nicht heißt, daß es sie nicht doch gegeben haben kann.
22.04.2010, 18:08#22
Mich irritiert die Weiche dort etwas, hab ich da was verpasst, oder wurde die eventuell später errichtet?
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106_1987_Frame_09.jpg
22.04.2010, 18:29#23
Das ist ja einer der beiden (etwas versetzten) Gleiswechsel vor der Ostbahnunterführung, den es in ähnlicher Form auf der anderen Seite auch gibt.

Wozu es diese beiden genau gab, ist nicht vollständig klar. Eine Erklärung dafür ist, dass man im Falle der Zerstörung der Unterführung auch noch einen Betrieb auf beiden Teilen dieser Strecke aufrechterhalten wollte.
22.04.2010, 18:49#24
Zitat
Original von 13er
Das ist ja einer der beiden (etwas versetzten) Gleiswechsel vor der Ostbahnunterführung, den es in ähnlicher Form auf der anderen Seite auch gibt.

Wozu es diese beiden genau gab, ist nicht vollständig klar. Eine Erklärung dafür ist, dass man im Falle der Zerstörung der Unterführung auch noch einen Betrieb auf beiden Teilen dieser Strecke aufrechterhalten wollte.

Als Grund für die Anlage der beiden doppelten Gleiswechsel wurde bei der Erbauung der Strecke die in der Wachthausgasse unter den Gleisen verlaufenden Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Kanal, E-Kabel) angeführt, um im Reparaturfall wahlweise auf dem nicht betroffenen Gleis den Betrieb abwickeln zu können. Wieso man in so einem Fall nicht temporär die beiden für einen eingleisigen Betrieb notwendigen Weichen einbauen hätte können, bleibt unklar. Tatsache ist, daß diese Weichenverbiindungen aus diesem Grund nie benützt werden mußten. Besonders seltsam ist, daß man zur damaligen Zeit zwecks Materialersparnis auf den im ursprünglichen Projekt vorgesehenen Doppelgleisbogen bei der Krausegasse in Richtung Stadt verzichten mußte, aber hier so richtig aus dem Vollen schöpfen konnte und die aufwendigste Art der Gleisverbindungen einbaute.
22.04.2010, 18:52#25
Die Verwendung von alten Schienen als Maste für die Fahrleitung bzw, Beleuchtung war lange Zeit üblich. So etwa im Bereich Mauer (zwische Lange Gasse und Liesingbachbrücke waren solche für die Fahrleitungshalterung zu finden, ebenso für die Verspannung der Straßenbeleuchtung z.B. in der Johann Staud-Straße/Savoyenstraße
22.04.2010, 20:03#26
Zitat
Original von Ottakring
Die Verwendung von alten Schienen als Maste für die Fahrleitung bzw, Beleuchtung war lange Zeit üblich. So etwa im Bereich Mauer (zwische Lange Gasse und Liesingbachbrücke waren solche für die Fahrleitungshalterung zu finden, ebenso für die Verspannung der Straßenbeleuchtung z.B. in der Johann Staud-Straße/Savoyenstraße

Die letzten von der Sorte dürften irgendwo in der Gegend der transdanubischen U2-Verlängerung (gewesen?) sein. Da gab es vor einigen Jahren Fotos in der Stadtverkehrsliste.
22.04.2010, 21:21#27
Zitat
Original von Revisor
Besonders seltsam ist, daß man zur damaligen Zeit zwecks Materialersparnis auf den im ursprünglichen Projekt vorgesehenen Doppelgleisbogen bei der Krausegasse in Richtung Stadt verzichten mußte, aber hier so richtig aus dem Vollen schöpfen konnte und die aufwendigste Art der Gleisverbindungen einbaute.

Möglicherweise konnte man die beiden Doppelgleiswechsel mit dem Hinweis auf die Kriegswichtigkeit dieser Strecke durchsetzen? Bei der Krausegasse konnte man ohne Gleisbogen immerhin noch umsteigen, eine Streckenunterbrechung wegen fehlender Gleiswechsel hätte da schon größere Einbußen gebracht.
22.04.2010, 21:42#28
Zitat
Original von 95B
Möglicherweise konnte man die beiden Doppelgleiswechsel mit dem Hinweis auf die Kriegswichtigkeit dieser Strecke durchsetzen? Bei der Krausegasse konnte man ohne Gleisbogen immerhin noch umsteigen, eine Streckenunterbrechung wegen fehlender Gleiswechsel hätte da schon größere Einbußen gebracht.

Und da mußten sie natürlich auch noch kreuzend ausgeführt werden, hintereinanderliegende hätten's da natürlich nicht getan. :rolleyes: Außerdem, die zwei erforderlichen Weichen mit den kurzen Gegenbögen wären innerhalb weniger Stunden einbaubar gewesen und während der Zeit hätte man halt einen Inselbetrieb bis zur Simmeringer Lände mit Umsteigen und kurzem Fußweg durch die Wachthausgasse eingerichtet.
23.04.2010, 10:58#29
Zitat
Original von WeSt:
Die letzten von der Sorte dürften irgendwo in der Gegend der transdanubischen U2-Verlängerung (gewesen?) sein. Da gab es vor einigen Jahren Fotos in der Stadtverkehrsliste.


Meinst du diese? An der Strecke 317 standen die im Jahr 87 jedenfalls noch fast durchgehend zwischen Kagran und Aspern. Das Bild ist in der Hirschstettner Str., etwa Höhe Pogrelzstr., aufgenommen worden.

Foto Nr. 21836
23.04.2010, 11:34#30
Zitat
Original von matto
[Bild]

Herrlich, hast du von dieser Sorte noch mehr Bilder? :] :]
23.04.2010, 12:00#31
Wahnsinn, wunderschönes Foto!

Ich glaube die Fotos die damals in der STVKR gepostet wurden, waren irgendwo bei der künftigen U2-Station Aspernstraße aufgenommen.
23.04.2010, 15:19#32
Zitat
Original von 95B
Zitat
Original von matto
[Bild]

Herrlich, hast du von dieser Sorte noch mehr Bilder? :] :]


Die hast ja eh : http://www.strassenbahnjournal.at/sjneu/showfoto.php?serie=141&ind=1

8-) 8-)
23.04.2010, 17:00#33
Zitat
Original von ustrab
http://www.strassenbahnjournal.at/sjneu/showfoto.php?serie=141&ind=1

Die kenn ich eh... die sind aber 14 Jahre älter und daher nicht so interessant. :lampe:
23.04.2010, 17:13#34
Zitat
Original von 95B
Die kenn ich eh... die sind aber 14 Jahre jünger und daher nicht so interessant. :lampe:

;)

Gibts den Oberleitungsmast auf diesem Bild eigentlich noch?
26.04.2010, 16:56#35
Zitat
Original von 95B
Herrlich, hast du von dieser Sorte noch mehr Bilder?


Ja, die besten davon habe ich jetzt in mein Gästegalerieverzeichnis in der Datenbank gestellt.
Sind an Trostlosigkeit kaum zu übertreffen!

Leider bin ich damals - mit 13 Jahren - zu faul gewesen, für jedes einzelne Bild aus dem Auto auszusteigen. Auch sind ein paar Bilder leicht verwackelt. Aber als Erinnerungshilfe sind die Fotos allemal gut, wenn man bedenkt, wie anders es heute dort aussieht.
26.04.2010, 21:44#36
Zitat
Original von matto
Ja, die besten davon habe ich jetzt in mein Gästegalerieverzeichnis in der Datenbank gestellt.

Danke - ich kann mich noch gut an den früheren Charakter der Hirschstettner Straße erinnern... teilweise wie eine Überlandstraße im Ostblock.
26.04.2010, 23:30#37
Respekt, daß Du mit 13 Jahren so schöne Fotos Deiner unmittelbaren Umgebung aufgenommen hast! Sie sind für mich eindrucksvolle Zeitzeugnisse! Danke! :daumenhoch:

Und was ist jetzt mit dem Oberleitungsmast ? =)
27.04.2010, 04:04#38
Bemerkenswert ist der Schrägabzug des Spanndrahtes. Das ist laut Baurichtlinien der MA 33 nicht zulässig.Bei Biegebelastungbesteht beim Schienenmast Bruchgefahr bei "Tag und Nacht".

Noch ein Foto von einem besonders ausgefahrenen Schienenmast.
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Kopie von DSCN3519.jpg
27.04.2010, 08:57#39
Diese ausgefahrenen Schienenmasten sind für die Strassenbeleuchtung bis ca. Ende 80er Jahre auch in der Arnethgasse hinter derOttakringer Brauerei gestanden. Ich kann mich sogar dunkel erinnern, dass Jahreszahlen auf den Schienen waren! Die Schienen waren sehr alt, ca. 1920. Die Spurkranzrillen waren genauso wie auf dem Foto!
27.04.2010, 09:32#40
Solche Schienenmasten gibts auch noch entlang der ehem. Strecke des 181er im Prater, und wahrscheinlich auch in zahlreichen Schrebergartensiedlungen.

Fotos könnte ich nachreichen.